Der Begriff PFC steht für per- und polyfluorierte Chemikalien, von denen es heute mehr als 5000 Varianten gibt, darunter beispielsweise PFOA, PFOS, PFPA. Immer häufiger kommt es zu Verunreinigungen von Leitungswasser durch PFC wie zum Beispiel im Raum Rauental sowie Murgtal. Dabei gehen die Meinungen der Experten bei der Risikoeinschätzung weit auseinander. Die Stadtwerke Rastatt im Murgtal stellten jedoch aufgrund der hohen Belastung mit PFC und der unklaren Gefahrensituation kostenfreies Mineralwasser für Haushalte bereit. Zurück bleiben verunsicherte Verbraucher …
Eine neue kumulative Risikoanalyse der Schadstoffe im Trinkwasser der Vereinigten Staaten für den Zeitraum 2010-2017 zeigt, dass über 100.000 Krebsfälle auf krebserregende Chemikalien im Leitungswasser zurückzuführen sein könnten. Diese Studie ist die Erste mit einer kumulativen Bewertung des Krebsrisikos aufgrund von 22 krebserregenden Schadstoffen, die in der USA im Trinkwasser gefunden wurden. Sie macht deutlich, dass es für uns weltweit an der Zeit ist, uns nicht länger nur mit der Bewertung einzelner Stoffe auseinandersetzen, sondern uns der komplexen Cocktailwirkung (Zusammenspiel aller Stoffe) zu widmen.
Im Rahmen der aktuellen Trinkwasserverordnung wird in Deutschland aus unserer Sicht nach zu wenigen Erregern im Trinkwasser gesucht. Dabei werden Inhaltsstoffe (Spurenstoffe) und die gesamte Mikrobiologie in unserem Wasser immer komplexer. Im sehr langen und verzweigten Leitungsnetz können neben Biofilm und unterschiedlichen Bakterien wie z.B. Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa u.a. auch Viren z.B. der Norovirus und vieles mehr, was im Rahmen der Trinkwasserverordnung teilweise nicht berücksichtigt wird, gefunden werden. Vor kurzem wurden auch multiresistente Erreger bzw. Keime in fast allen Oberflächengewässern nachgewiesen. Es ist also wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch multiresistente Keime im Leitungsnetz gefunden werden.
Leitungswasser unterliegt, wie andere Produkte auch, einem Kompromiss zwischen Qualität und Preis. Pro Tag verbraucht ein Deutscher im Durchschnitt rund 130 Liter Wasser. 4 Liter davon fallen für Trinken und Kochen an. Etwa 97 Prozent werden jedoch als Brauchwasser für Körperpflege, Toilettenspülung, Geschirrreinigung, Putzen und weitere Aufgaben im Haushalt verwendet. Wie gut fällt also die Kontrolle des Leitungswassers aus, wenn doch der größte Teil davon in unserem Haushalt nicht getrunken wird?
Allein in Deutschland gibt es mehr als 6000 Trinkwasserversorger, die je nach Region die Wasserleitungen der Haushalte versorgen. Die Wasserversorger unterliegen zahlreichen Gesetzesvorgaben und strengen Qualitätsstandards, die für die Reinheit unseres Leitungswassers sorgen sollen. Doch welche Vor- und Nachteile bringt der Genuss von Trinkwasser aus der Leitung?
Viele Deutsche setzen nach wie vor auf den Wassergenuss aus der Flasche. Mineralwasser erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Im Jahre 2011 betrug der Verbrauch pro Kopf stolze 135,5 Liter. Allein in Deutschland gibt es rund 500 Mineralwassermarken. Anders als vergleichsweise in Frankreich oder Spanien bevorzugen die Deutschen dabei Mineralwasser mit Kohlensäure.

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