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    <updated>2026-05-16T20:06:13+02:00</updated>
    
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            <title type="text">BUND-Studie 2025: PFAS-Belastung im Trinkwasser – Ergebnisse und Handlungsbedarf</title>
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                 Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine neue Untersuchung veröffentlicht, die die Belastung  deutscher Trinkwasser- und Mineralwasserproben   mit PFAS  (Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen) aufzeigt. In  42 von 46 Proben  fanden sich nachweisbare Mengen dieser sogenannten  Ewigkeitschemikalien , also Stoffe, die in der Umwelt praktisch nicht abgebaut werden können.  [1]  [2]   
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: BUND 2025: „PFAS im Trinkwasser: BUND-Aktive entdecken erneut Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser“, https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/pfas-im-trinkwasser-bund-findet-ewigkeits-chemikalien-in-leitungs-und-mineralwasser/?utm_source=chatgpt.com  , 2025 -  In 42 von 46 Trinkwasser-Stichproben wurden PFAS nachgewiesen. &amp;nbsp;(Bild: BUND/projektoren)  
 Was sind PFAS und warum sind sie ein wachsendes Problem? 
 PFAS werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahllosen Alltagsprodukten eingesetzt – etwa in Outdoor-Bekleidung, Backpapier, Pfannenbeschichtungen, Kosmetika, Feuerlöschschäumen und sogar in Lebensmittelverpackungen. 
 Ihr massiver Nachteil: Sie sind chemisch extrem stabil, da die Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor eine der stärksten in der organischen Chemie ist. Dadurch werden PFAS in der Umwelt praktisch nicht abgebaut und können über Jahrhunderte in Böden, Gewässern und im menschlichen Organismus verbleiben.   [3]    
 Was die neue BUND-Studie über „Ewigkeitschemikalien“ wirklich zeigt 
 Die Laboranalyse umfasste 58 PFAS-Verbindungen (Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand gibt es ca. 13.000 PFAS!!!) von klassischen Stoffen wie PFOA bis hin zu modernen Ersatzverbindungen wie TFA und PFPrA. Die Proben wurden zwischen Juni und Oktober 2025 bundesweit entnommen. 
 
  42 von 46 Leitungswasserproben  enthielten PFAS 
  Nicht regulierte Ersatzstoffe wie TFA, PFBA und PFPrA  wurden  am häufigsten nachgewiesen . 
 In mehreren Regionen – darunter Zeuthen (Berlin, Brandenburg, Ludwigslust und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) – lagen  Messwerte über den EU-Grenzwerten , die ab 2026 bzw. 2028 gelten  [4]   
  Auch in  Mineralwasser wurden PFAS nachgewiesen  : Spreequell (200 ng/L TFA), Gerolsteiner PET (92 ng/L), Hassia Still (53 ng/L)  [5]   
 
 Diese Befunde zeigen deutlich, dass PFAS-Einträge  kein lokales ,  sondern ein strukturelles Problem  sind. 
 Regionale Brennpunkte: Berlin und Brandenburg besonders im Fokus 
 Besonders betroffen ist laut BUND die Region Zeuthen im Landkreis Dahme-Spreewald. Dort wurden Werte gemessen, die über den neuen Summengrenzwerten liegen.   [6]    
 Das betrifft auch angrenzende Versorgungsgebiete in Berlin und Teilen Brandenburgs. Der rbb-Bericht zeigt: Mehrere lokale Wasserwerke planen zusätzliche Analysen und Investitionen in Aktivkohle- und Membranfiltration. 
 Ein anschauliches Video des BUND erläutert die Problematik und zeigt Beispiele aus betroffenen Regionen:&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; Quelle: YouTube 2025: „BUND-Video: Ewigkeitschemikalien im Wasser“, https://youtu.be/dfyaKSn6Xmo?si=wZvNpl-gtPAxs4Hn  
 Warum gerade kleine PFAS-Moleküle wie TFA so schwer zu filtern sind 
 TFA, PFBA und PFPrA sind besonders klein und wasserlöslich. Dadurch passieren sie viele herkömmliche Filter- und Aufbereitungssysteme nahezu ungehindert. 
 Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) betont in einer Stellungnahme, dass diese Verbindungen „ aktuell keine unmittelbare Gesundheitsgefahr “ darstellen, aber „ eine ernste Herausforderung für die zukünftige Wasseraufbereitung “ sind.  [7]   
 Für Verbraucher an dieser Stelle wichtig zu wissen: Die einzige technisch sichere Entfernung gelingt über Kohlefilter PLUS mehrstufige Molekularfilterung. 
 Mehr lesen unter:  TFA - die Ewigkeitschemikalie im Trinkwasser  
 Gesundheitliche Risiken: Was in der Wissenschaft über PFAS-Exposition bekannt ist 
 Neue toxikologische Untersuchungen (2024/2025) zeigen, dass selbst niedrige, aber dauerhafte PFAS-Aufnahmen mit Hormonveränderungen, Immunreaktionen und Leberwertveränderungen in Verbindung stehen.  [8]   
 Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) weist darüber hinaus darauf hin, dass der Hauptaufnahmepfad für den Menschen über Lebensmittel erfolgt.  [9]   Dennoch betont auch der Verband, dass Vorsorgeprinzip und Quellschutz höchste Priorität haben.&amp;nbsp; 
 Technische und politische Konsequenzen: Was jetzt passieren muss 
 Der BUND fordert – unterstützt von Umweltmedizinern und Wasserfachleuten – eine EU-weite PFAS-Beschränkung und ein Verursacherprinzip, damit Hersteller an Reinigungskosten beteiligt werden.  [10]   
 Darüber hinaus sollen künftig alle PFAS-Ersatzstoffe in die Trinkwasserüberwachung einbezogen werden. Für Wasserversorger bedeutet das: Erweiterte Messprogramme, technische Aufrüstung und langfristige Investitionsplanung.&amp;nbsp; 
 Fazit: Handlungsempfehlungen für Haushalte – praktischer Schutz vor PFAS 
 Die BUND-Studie macht sichtbar, was in der Wissenschaft lange bekannt, aber zu lange von der Politik ignoriert und von der Lobby torpediert wurde: : PFAS sind fast überall nachweisbar – selbst dort, wo man es nicht erwartet. Für Haushalte bedeutet das, ein Bewusstsein für die Risiken zu entwickeln und diesen entgegenzuwirken. 
 Verbraucher haben beispielsweise die Möglichkeit Analysewerte beim Wasserversorger zu erfragen (oft online verfügbar). Nicht nur in PFAS-Hotspots (z. B. Zeuthen, Güstrow, Ludwigslust) verhindert eine  mehrstufige Molekular-Wasserfilteranlage  den Eintrag deutlich – wichtig ist eine nachweislich geprüfte Leistung gegen kleine PFAS-Moleküle. 
 Der BUND hat folgende Tipps für Haushalte zusammengestellt:&amp;nbsp; 
  &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  Quelle: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/BUND-PFAS-Wassertest.pdf, Seite 3, 2205  
 Bevorzugen Sie außerdem PFAS-freie Produkte, denn jeder vermiedene Einsatz verringert den Gesamteintrag in die Umwelt! 
  FAZIT : Unsere Filteranlagen filtern auch alle anderen Verunreinigungen (Medikamentenrückstände, Mikro- und Nanoplastik, Röntgenkontrastmittel, Weichmacher, Nanopartikel, per- und polyfluorierte Chemikalien, Bakterien, Viren usw.) aus dem Trinkwasser. 
   
 
  [1]  BUND 2025: „PFAS im Trinkwasser: BUND-Aktive entdecken erneut Ewigkeits-Chemikalien im Wasser“, https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/pfas-im-trinkwasser-bund-findet-ewigkeits-chemikalien-in-leitungs-und-mineralwasser/?utm_source=chatgpt.com, 2025 
 
 
  [2]  Presseportal 2025: „Trinkwassertests von BUND-Aktiven: In 42 von 46 Stichproben wurden PFAS nachgewiesen“, https://www.presseportal.de/pm/7666/6150799, 2025 
 
 
  [3]  BUND 2025: „PFAS im Trinkwasser: BUND-Aktive entdecken erneut Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser“, https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/pfas-im-trinkwasser-bund-findet-ewigkeits-chemikalien-in-leitungs-und-mineralwasser/ 
 , 2025 | DNR 2025: „PFAS: Gesundheitsgefahr in Trinkwasser, Böden und Nahrung“, https://www.dnr.de/aktuelles-termine/aktuelles/pfas-gesundheitsgefahr-trinkwasser-boeden-und-nahrung, 2025 
 
 
  [4]  FS-Journal 2025: „PFAS in den meisten Trinkwasserproben nachgewiesen“, https://fs-journal.de/recht-politik/pfas-in-42-von-46-trinkwasserproben-nachgewiesen/, 2025 
 
 
  [5]  BUND Niedersachsen 2025: „PFAS – Trinkwasser, Mineralwasser, Leitungswasser – Wasser-Test Deutschland (ToXFox)“, https://www.bund-niedersachsen.de/fileadmin/niedersachsen/publikationen/pfas-trinkwasser-mineralwasser-leitungswasser-wasser-test-deutschland-toxfox-bund.pdf, 2025 
 
 
  [6]  rbb24 2025: „Trinkwasser – PFAS in Berlin/Brandenburg belastet“, https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/12/trinkwasser-pfas-berlin-brandenburg-belastet-bund.html, 2025 
 
 
  [7]  DVGW 2025: „Ein wirksamer Schutz der Wasserressourcen hat höchste Priorität“, https://www.dvgw.de/der-dvgw/aktuelles/presse/presseinformationen/dvgw-presseinformation-vom-04112025-bund-studie-pfas, 2025 
 
 
  [8]  DNR 2025: „PFAS: Gesundheitsgefahr in Trinkwasser, Böden und Nahrung“, https://www.dnr.de/aktuelles-termine/aktuelles/pfas-gesundheitsgefahr-trinkwasser-boeden-und-nahrung, 2025 
 
 
  [9]  BDEW 2025: „Hauptaufnahmepfad sind Nahrungsmittel – um ein Vielfaches höhere Konzentrationen als im Trinkwasser“, https://www.bdew.de/presse/pfas-trinkwasser-bund-studie/, 2025 
 
 
  [10]  BUND 2025: „PFAS im Trinkwasser: BUND-Aktive entdecken erneut Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser“, https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/pfas-im-trinkwasser-bund-findet-ewigkeits-chemikalien-in-leitungs-und-mineralwasser/, 2025 
 
 
  
 
 &amp;nbsp; 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2025-11-12T16:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">TFA: Die Ewigkeits-Chemikalie im Trinkwasser</title>
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                  Österreich war bislang bekannt für seine hohe Wasserqualität, doch jüngste Untersuchungen der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 haben neue Ergebnisse zutage gefördert: Trifluoracetat (TFA) wurde in alarmierend hohen Konzentrationen in Leitungs- und Flaschenwasser nachgewiesen.   [1]    Diese Chemikalie, auch als Trifluoressigsäure bekannt, gehört zu den PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkyl Substanzen), die aufgrund ihrer extremen Stabilität und Langlebigkeit als Umweltgifte von besonderer Bedeutung sind. In unserem Blog beschreiben wir die Eigenschaften von TFA, die gesundheitlichen Risiken, die Wege, wie TFA ins Trinkwasser gelangt, und die dringenden Maßnahmen, die erforderlich sind, um die Trinkwasserqualität zu sichern. &amp;nbsp; 
 Was ist TFA? 
 Trifluoracetat (TFA) ist eine kurzkettige Perfluorcarbonsäure und das letzte Abbauprodukt vieler fluorierter Verbindungen wie PFAS, Pestiziden, Kühlmitteln und Arzneimitteln. TFA zeichnet sich durch seine extreme Stabilität, seine geringe Abbaubarkeit und seine Langlebigkeit aus. Die Chemikalie ist äußerst wasserlöslich, was dazu führt, dass sie im Boden sehr mobil ist und leicht ins Grundwasser gelangt. In der Umwelt liegt TFA hauptsächlich als Acetat vor. 
 Aufgrund des weit verbreiteten Einsatzes von fluorierten Verbindungen ist TFA mittlerweile in allen Umweltkompartimenten nachweisbar. Dies umfasst Grundwasser, Regenwasser, Flüsse, Meere, Boden und Pflanzen. Besonders im Sommer sind die Konzentrationen von TFA aufgrund der erhöhten photochemischen Aktivität in der Atmosphäre besonders hoch. Laut dem Bayrischen Landesamt für Umwelt und dem deutschen Umweltbundesamt sind durchschnittliche TFA-Werte im Niederschlag bei etwa 0,335 μg/L (Umweltbundesamt 2023) zu finden.  [2]  &amp;nbsp; 
 Testergebnisse von GLOBAL 2000 
 GLOBAL 2000 führte gemeinsam mit PAN Europe umfassende Tests auf TFA in Österreich durch. Die Untersuchung umfasste 34 Leitungswasserproben aus allen neun Bundesländern sowie 19 abgefüllte Mineral- und Quellwässer. Diese Tests wurden initiiert, um die Belastung des Trinkwassers mit TFA zu überprüfen und um festzustellen, wie weit verbreitet dieses Problem ist. 
 Die Ergebnisse sind alarmierend: TFA wurde in 34 von 36 europäischen Leitungswasserproben und in 12 von 19 abgefüllten Mineral- und Quellwässern nachgewiesen. In Österreich wiesen alle getesteten Proben eine Belastung auf. Die Konzentrationen von TFA variierten stark, von „nicht nachweisbar“ bis zu alarmierenden 4.100 ng/L. Besonders hohe Werte wurden in den Bundesländern festgestellt, die intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. In Deutschland sind insbesondere die Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betroffen.  [3]   
 Der folgende Überblick verdeutlicht die Belastung: 
 &amp;nbsp;  
   Quelle: GLOBAL 2000: &quot;TFA -Die ewige Chemikalie im   
   Wasser, das wir trinken&quot;, https://www.global2000.at/sites/global/files/TFAinTrinkwasser_Report_Final_DE.pdf, 2024   
 Dass nur fünf von 17 Mineralwässern frei von Schadstoffen sind und selbst tief liegende Wasservorkommen nicht vor TFA-Verunreinigungen geschützt sind, liegt an der extremen Persistenz und Mobilität von TFA. Diese Eigenschaften resultieren direkt aus der chemischen Struktur der Substanz, die bereits bei ihrer Synthese bekannt war. 
   
 &amp;nbsp; 
  &amp;nbsp; 
 Wege, wie TFA ins Trinkwasser gelangt 
 Als Hauptquelle für TFA im Trinkwasser gelten PFAS-Pestizide. Diese Pestizide enthalten fluorierte Verbindungen, die sich zu TFA abbauen können. Die Anwendung dieser Chemikalien in der Landwirtschaft führt dazu, dass sie in den Boden gelangen und sich in Grund- und Oberflächenwasser auswaschen. Gesteigerte TFA-Konzentrationen wurden in Regionen mit intensiver Landwirtschaft nachgewiesen, was den Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und TFA-Belastung unterstreicht. Darunter Bundesländer wie Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich und Burgenland. Diese Ergebnisse korrelieren mit den Erkenntnissen des deutschen Umweltbundesamts, das PFAS-Pestizide als Hauptquelle für TFA im Wasser identifiziert hat. 
 Erfahren Sie im folgenden Video mehr darüber, wie die Ewigkeitschemikalie TFA unser Trinkwasser verseucht 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
   Quelle:  Ewigkeitschemikalie verseucht unser Trinkwasser | krone.tv NEWS (youtube.com)    
 Rechtliche und technische Herausforderungen 
 Aktuell existieren in der EU keine spezifischen gesetzlichen Grenzwerte für TFA im Trinkwasser. Das Fehlen von Qualitätsstandards für Grund- und Oberflächenwasser sowie der Mangel an einem TFA-Grenzwert für Trinkwasser führen dazu, dass die weitverbreitete chemische Verschmutzung nicht ausreichend überwacht wird. Dies stellt eine erhebliche Lücke im Schutz der öffentlichen Gesundheit dar.&amp;nbsp; 
 Technische Herausforderungen bei der Entfernung von TFA 
 Die Entfernung von TFA aus dem Trinkwasser erfordert komplexe und kostspielige technische Lösungen. Die notwendigen Investitionen in fortschrittliche Wasseraufbereitungstechnologien, um TFA flächendeckend aus dem Wasser zu entfernen, wären enorm. Der Aufwand und die Kosten für die Entwicklung und Implementierung solcher Technologien wurde bislang nicht realisiert.&amp;nbsp; 
 Gesundheitsrisiken von TFA 
 Eine schwerwiegende Entscheidungsgrundlage bildet die tatsächliche Risikobewertung von TFA durch die EFSA. Die EFSA legte 2014 den TDI (Tolerable Daily Intake) für TFA im Rahmen der Risikobewertung von Saflufenacil fest, einem PFAS-Pestizid, das sich in TFA abbaut. Zu diesem Zeitpunkt lagen der EFSA jedoch keine umfassenden Tierstudien zu chronischer Toxizität, Krebsgefahr, Genotoxizität, Entwicklungstoxizität, Immuntoxizität oder hormonellen Störungen vor. Die verfügbaren Daten beschränkten sich auf einige In-vitro-Tests zur Genotoxizität, die zeigten, dass TFA nicht genotoxisch ist, sowie auf eine unvollständig berichtete Rattenstudie zur Entwicklungstoxizität. Letztere führte offenbar zu der fehlerhaften Schlussfolgerung, dass TFA für den ungeborenen Fötus nicht toxisch sei. Zudem wurde eine 90-tägige Fütterungsstudie an Ratten als Grundlage für die Ableitung des TDI verwendet, da umfassendere Langzeitstudien zur chronischen Toxizität fehlten. Die Unterschätzung des Risikos von PFOA durch die EFSA führte dazu, dass bis 2018 eine &quot;tolerierbare tägliche Aufnahme&quot; von 1500 ng PFOA pro kg Körpergewicht und Tag als sicher galt (linker Balken). Heute gelten nur noch 0,63 ng pro kg Körpergewicht und Tag als gesundheitlich tolerierbar (rechter Balken).  [4]  &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
   Quelle: GLOBAL 2000: &quot;TFA -Die ewige Chemikalie im   
   Wasser, das wir trinken&quot;, https://www.global2000.at/sites/global/files/TFAinTrinkwasser_Report_Final_DE.pdf, 2024&amp;nbsp;   
 Das Versäumnis, diese Risiken angemessen zu berücksichtigen, hat zur Zulassung von PFAS-Pestiziden geführt, die sich in TFA abbauen und eine bedeutende Quelle der TFA-Belastung im Wasser darstellen. 
 TFA wird rasch über die Nahrung aufgenommen und gelangt teilweise in den enterohepatischen Kreislauf – das Zirkulieren von Substanzen im Körper zwischen Darm, Leber und Gallenblase. Im Körper verteilt sich TFA, einschließlich der Plazenta, und wird über Urin und Kot wieder ausgeschieden. Obwohl die akute Toxizität von TFA als sehr gering angesehen wird, bestehen deutliche Risiken für die langfristige Gesundheit. 
 Studien zur akuten Toxizität von TFA zeigen, dass die chemische Verbindung hauptsächlich die Leber als Zielorgan beeinflusst. Bei Ratten, die TFA wiederholt oral erhielten, wurde eine Lebervergrößerung beobachtet. Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) bewertete TFA 2017 als Metabolit des fluorierten Pflanzenschutzmittels Flurtamon und legte einen Richtwert für die akzeptierte tägliche Aufnahme (ADI) von 0,05 mg/kg Körpergewicht pro Tag fest, basierend auf einer 90-Tage-Rattenstudie und einem Unsicherheitsfaktor von 200 für die Extrapolation von subchronisch auf chronisch (EFSA 2017).  [5]   
 TFA-Konzentration in Trinkwasser und Lebensmitteln steigt 
 Die langlebige Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA), konzentriert sich zunehmend in Trinkwasser und Lebensmitteln. Dies belegen aktuelle Untersuchungen der Universität Freiburg, der Umweltschutzorganisation Global 2000 sowie Recherchen im Auftrag der ARD-Sendung „Plusminus“  [6]  . Zwar existieren orientierende Leitwerte, jedoch fehlen rechtsverbindliche Grenzwerte, da bislang nicht abschließend geklärt ist, ab welcher Konzentration TFA für den Menschen schädlich ist. Gleichwohl warnen deutsche Behörden eindringlich vor einer wachsenden Belastung durch TFA in der Nahrungsmittelkette und im Trinkwassernetz. Problematisch ist vor allem die enorme Persistenz dieser Substanz: Einmal freigesetzt, lassen sich TFA-Moleküle praktisch nicht mehr abbauen. 
     
 &amp;nbsp; Quelle:&amp;nbsp; Gesundheitsgefährdende Chemikalie in Trinkwasser und Lebensmitteln nachgewiesen | Plusminus | MDR   
 Welche Konsequenzen hätte eine Regulierung? 
 Für Trifluoressigsäure (TFA) gelten die Prinzipien der Vorsorge und des Verursacherprinzips. Angesichts der nachgewiesenen Persistenz und Anreicherung von TFA in Umwelt und Organismen stellt sich die Frage, warum bisher keine rechtlichen Schranken entstanden sind. Bereits vor zwei Jahren thematisierten ein Wasserversorger und ein Kantonschemiker im Rahmen von «SRF Kassensturz» die ausbleibende Regulierung.  [7]   
 Sollte die EU-Chemikalienagentur ECHA dem deutschen Vorschlag folgen und TFA als reproduktionstoxisch einstufen, läge der zulässige Höchstgehalt im Trinkwasser bei nur noch 0,1 µg/Liter. Dies würde eine flächendeckende Überprüfung, Einschränkung oder sogar ein Verbot aller TFA-Quellen erfordern. Eine Analyse des «Vereins ohne Gift» kommt zu dem Ergebnis, dass in der Schweiz rund 29 von etwa 300 zugelassenen Pestiziden betroffen wären, sollten entsprechende Schranken eingeführt werden. 
 Eine solche Regulierung würde erhebliche technische und finanzielle Anstrengungen seitens der Wasserwerke sowie der Industrie erfordern, um Abwässer auf den geforderten Standard zu reinigen. Aktuelle Messdaten zeigen jedoch, dass europaweit und auch in der Schweiz bereits Durchschnittswerte von etwa 0,7 µg/Liter im Grund- und Oberflächenwasser erreicht werden, mit lokalen Spitzenwerten von mehreren zehn Mikrogramm pro Liter. 
 Maßnahmen und Empfehlungen 
 Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sofortige Maßnahmen erforderlich sind, um die Trinkwasserqualität zu schützen. GLOBAL 2000 fordert die Politik auf, die Verwendung von PFAS-Pestiziden zu verbieten und strengere Richtlinien für die Überwachung von Trinkwasser einzuführen. Ein umfassendes Monitoring und eine gesetzliche Regelung für TFA wird als dringender Handlungsbedarf gesehen, um die zukünftige Wasserversorgung zu sichern. 
 Eine Petition, die von GLOBAL 2000 initiiert wurde, fordert ein Verbot von PFAS-Pestiziden und mehr Transparenz bezüglich der Wasserqualität. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich zu engagieren und die Petition zu unterschreiben, um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen und eine schnelle Reaktion auf das Problem zu erzielen. 
 Die folgende Übersicht verdeutlicht alle notwendigen Maßnahmen: 
 &amp;nbsp;  
   Quelle: GLOBAL 2000: &quot;TFA -Die ewige Chemikalie im   
   Wasser, das wir trinken&quot;, https://www.global2000.at/sites/global/files/TFAinTrinkwasser_Report_Final_DE.pdf, 2024 – Seite 32   
 Fazit 
 Die Entdeckung von TFA in Trinkwasserproben verdeutlicht die Dringlichkeit, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die Qualität unseres Trinkwassers zu schützen. TFA, als eine der „Ewigkeits-Chemikalien“, stellt ein erhebliches Umwelt- und Gesundheitsrisiko dar. Trotz der bisherigen Forschung über TFA bleiben viele Fragen offen, und es sind umfassende Studien erforderlich, um die genauen gesundheitlichen Auswirkungen zu verstehen. 
 Für den langfristigen Schutz der Trinkwasserqualität ist es wichtig, auf fortschrittliche Technologien zur Wasseraufbereitung zu setzen. Hochwertige  Wasserfilteranlagen  bieten eine effektive Methode zur Entfernung von TFA und anderen Schadstoffen aus dem Trinkwasser. 
   
 
  [1]  Vgl. GLOBAL 2000: &quot;TFA -Die ewige Chemikalie im 
 Wasser, das wir trinken&quot;, https://www.global2000.at/sites/global/files/TFAinTrinkwasser_Report_Final_DE.pdf, 2024 
 
 
  [2]  Vgl. AGES: &quot;Trifluoressigsäure bzw. Trifluoracetat&quot;, https://www.ages.at/mensch/ernaehrung-lebensmittel/rueckstaende-kontaminanten-von-a-bis-z/trifluoressigsaeure-bzw-trifluoracetat-tfa, 2024 
 
 
  [3]  Vgl. Merkur: &quot;Trinkwasser zunehmend verunreinigt: Studie zeigt Gefahr – zwei Bundesländer besonders betroffen&quot;, https://www.merkur.de/verbraucher/grundwasser-trinkwasser-europa-deutschland-qualitaet-verunreinigt-studie-wasser-trinken-93182848.html, 2024 
 
 
  [4]  Vgl. Vgl. GLOBAL 2000: &quot;TFA -Die ewige Chemikalie im 
 Wasser, das wir trinken&quot;, https://www.global2000.at/sites/global/files/TFAinTrinkwasser_Report_Final_DE.pdf, 2024 
 
 
  [5]  Vgl. AGES: &quot;Trifluoressigsäure bzw. Trifluoracetat&quot;, https://www.ages.at/mensch/ernaehrung-lebensmittel/rueckstaende-kontaminanten-von-a-bis-z/trifluoressigsaeure-bzw-trifluoracetat-tfa, 2024 
  [6]  Vgl. Gesundheitsgefährdende Ewigkeitschemikalie – TFA-Konzentration in Trinkwasser und Lebensmitteln steigt, https://www.ardmediathek.de/video/plusminus/gesundheitsgefaehrdende-ewigkeitschemikalie-tfa-konzentration-in-trinkwasser-und-lebensmitteln-steigt/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy83OGEzNGFiYy00NTg0LTQ3MzctOTdkZC03ZDE0ZjZhMmY3YTA, 2025 
 
 
  [7]  Vgl. Trifluoracetat ist reproduktionstoxisch, es verursacht Missbildungen bei Kaninchen. Wird es in der Schweiz in Pflanzenschutzmitteln verboten?, https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243915, 2024 
 
 
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            <title type="text">Grundwasserschadstoffe in Cottbus: Jahrzehntelange Umweltbelastung sorgt für ...</title>
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                                            In Cottbus spitzt sich die Lage rund um eine seit Jahren bekannte Altlast im Grundwasser weiter zu. Eine sich ausbreitende Schadstofffahne, verursacht durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), führt nun zu einer Ausweitung des bestehenden Grundwassernutzungsv...
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                 Grundwasserschadstoffe in Cottbus: Jahrzehntelange Umweltbelastung sorgt für Ausweitung des Nutzungsverbots 
  In Cottbus spitzt sich die Lage rund um eine seit Jahren bekannte Altlast im Grundwasser weiter zu. Eine sich ausbreitende Schadstofffahne, verursacht durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), führt nun zu einer Ausweitung des bestehenden Grundwassernutzungsverbots durch die Stadt.   [1]    Die betroffenen Gebiete umfassen künftig auch die Kleingartenanlagen Friedensruh und Alt-Ströbitz im Stadtteil Ströbitz. Der Grund: Eine gesundheitsgefährdende Kontamination des Grundwassers, die ihren Ursprung in einem ehemaligen Chemiehandelsbetrieb hat .  [2]   
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Schadstofffahne breitet sich in Cottbus aus. Vorläufige Verbotskarte ab 18.05.2025;  Quelle: Stadt Cottbus &amp;nbsp; 
 Hintergrund: Altlast aus der Parzellenstraße 
 Zwischen 1954 und 1997 wurden auf dem Gelände der Potsdamer Chemiehandelsgesellschaft mbH (PCH) in der Parzellenstraße Chemikalien wie Ammoniakwasser, Lösungsmittel und vor allem LCKW verarbeitet und gelagert. Viele dieser Stoffe gelangten damals ungefiltert in den Boden, in die ungesättigte Bodenzone, Bodenluft und das Grundwasser – ein Umweltproblem mit enormer Langzeitwirkung. 
 Die Schadstofffahne, die sich über die Jahrzehnte entlang der natürlichen Grundwasserfließrichtung westlich bis nordwestlich in Richtung Stadtring und Ströbitz ausgebreitet hat, wird seit Jahren intensiv überwacht. Dennoch zeigt sich nun, dass die bereits getroffenen Maßnahmen bei Weitem nicht ausreichen.&amp;nbsp; 
 Was bedeutet das Grundwassernutzungsverbot konkret? 
 Wie die Stadt Cottbus mitteilte, wird ab17. Mai 2025 eine neue Allgemeinverfügung im Amtsblatt veröffentlicht, die am folgenden Tag in Kraft tritt. Diese verbietet: 
 
 Entnahme von Grundwasser aus privaten oder öffentlichen Brunnen 
 Errichtung neuer Bohrungen oder Erdwärmesonden 
 Betrieb bereits bestehender Garten- und Brauchwasserbrunnen 
 
 Stephan Böttcher, Fachbereichsleiter für Umwelt und Natur erklärt die Lage gegenüber Niederlausitz Aktuell: „ Expertenmeinungen sagen, es wird  noch über 100 Jahre so erfolgen … Eine Nutzung für Verzehr oder Pool sollte ausbleiben. Das Verbot zur Grundwassernutzung wird so lange bestehen, bis es irgendwann Lösungen gibt.“   [3]     
 Ziel sei es, jede Nutzung von kontaminiertem Wasser auszuschließen – ganz gleich ob für Bewässerung, für Pools oder Reinigungszwecke. Die Maßnahme soll nicht nur Gesundheitsrisiken verhindern, sondern auch die weitere Verlagerung der Schadstoffe durch menschliche Eingriffe unterbinden. 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
 Quelle: Niederlausitz-aktuell:  Cottbus | Wegen Schadstofffahne: Grundwassernutzung in Cottbus-Ströbitz ab Mitte Mai untersagt - YouTube , 2025 
 Belastung ist massiv – und langwierig 
 Die Kontaminationsfahne ist mehrere Kilometer lang und dehnt sich bis in die besiedelten Bereiche von Ströbitz aus. Im Grundwassermonitoring wurde festgestellt, dass die Grenzwerte für LCKW zum Teil deutlich überschritten sind. 
 Dabei handelt es sich um besonders gefährliche Stoffe: 
 
 Krebserregend 
 Erbgutverändernd 
 Aufnahme über Haut, Atmung und insbesondere den Mund möglich  [4]   
 
 Warum ist die Sanierung so schwierig? 
 Die Stadt Cottbus betreibt bereits seit 2003 eine Grundwasser-Sanierungsanlage und seit 2005 zusätzlich eine Bodenluftsanierung. Zahlreiche Maßnahmen wie: 
 
 55 Airspargingbrunnen 
 22 Multiphasenbrunnen 
 20 Brunnen für die in-situ chemische Oxidation 
 Hydraulische Sicherungsmaßnahmen 
 700 Meter Leitungsgräben 
 
 ...haben dazu beigetragen, bislang über 16,9 Tonnen Schadstoffe zu entfernen. 
 Dennoch bleibt eine bittere Wahrheit bestehen: 
  „Die Sanierung der Kontaminationsfahne ist nicht finanzierbar.“  äußert sich die Stadt Cottbus in einem Statement gegenüber Niederlausitz Aktuell 
 Die Sanierungskosten belaufen sich bisher auf über 18 Millionen Euro – mit geschätzten Gesamtkosten von etwa 26 Millionen Euro, wovon das Land Brandenburg 90 Prozent trägt.  [5]   
 Wer ist betroffen – und wie wird informiert? 
 Kleingärtner und Anwohner der betroffenen Anlagen sollen durch gezielte Kommunikation rechtzeitig in die Lage versetzt werden, sich auf die Einschränkungen vorzubereiten. Die Stadt ist dazu im engen Austausch mit den jeweiligen Gartenvereinsvorständen und dem Kreisverband der Kleingärtner. 
 Auch Ausnahmeregelungen sollen möglich sein – allerdings nur nach Einzelfallprüfung und Antrag. 
 Die Stadt kündigte an, parallel an alternativen Wasserlösungen zu arbeiten – etwa einer Notversorgung mit Brauch- oder Trinkwasser. Dies sei jedoch nicht kurzfristig realisierbar und hänge vom Zusammenspiel mehrerer Akteure ab. 
 Weitere Wasser-Belastungen in Cottbus 
 In der Vergangenheit wurde bereits in der Peitzer Straße mit der Sanierung der Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Teerpappenfabrik begonnen. Im Boden fanden sich vor allem folgende Schadstoffgruppen: 
 
 PAK (z. B. Benzo[a]pyren) 
 Teeröle (komplexe aromatische Kohlenwasserstoffe) 
 Phenole 
 VOC (Benzol, Toluol &amp;amp; Co.) 
 
 In der ersten Phase waren die unterirdischen Teergruben und Betonfundamente rückgebaut worden, um die dort angereicherten Schadstoffe zu entfernen. Die kontaminierten Abbruchmassen wurden abtransportiert. Anschließend war die zweite Sanierungsstufe geplant, nach deren Abschluss das Areal in eine öffentliche Parklandschaft umgewandelt werden soll. 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
 Quelle: Niederlausitz-aktuell:  Cottbus | Altlastensanierung an alter Teerpappenfabrik gestartet , 2025 
 Flächendeckendes Problem: Bodenkontamination ist keine Cottbuser Ausnahme 
 Die Altlastenproblematik betrifft viele Regionen Deutschlands. Die ARD-Doku „Vergifteter Boden, verseuchtes Wasser“ zeigt erschreckend deutlich, wie flächendeckend und generationenübergreifend Boden- und Wasserverseuchungen durch Industriechemikalien bis heute wirken: 
  Zur ARD-Mediathek: Vergifteter Boden – Exakt die Story  
 Die Reportage macht deutlich: Cottbus ist kein Einzelfall, sondern ein weiterer Punkt auf einer langen Liste unzureichend sanierter Chemie-Altlasten in Deutschland. 
 Fazit und Ausblick Grundwasser 
 Auch wenn die Stadt Cottbus nach heutigem Kenntnisstand davon ausgeht, dass das Trinkwasser noch nicht von den Grundwasserkontaminationen betroffen ist, zeigen die Altlasten, wie eng Boden‑, Grundwasser‑ und Bodenluftqualität verzahnt sind. 
 Leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW) aus dem einstigen Chemiehandel haben eine rund vier Kilometer lange Schadstofffahne gebildet. Es ist nicht absehbar, wann die Fahne endgültig zurückgedrängt werden kann – Experten gehen von Zeiträumen im Jahrhundertmaßstab aus. 
 Langfristiges Monitoring wird ebenso nötig bleiben wie flexible technische Lösungen, um erneuten Schadstoffeinträgen vorzubeugen. Verbraucher sollten auf Nummer sicher gehen und sich eigenverantwortlich mit einer  mehrstufigen, molekularen Filterung  gegen Spuren‑ und Schadstoffe wappnen. 
 Wer die anfänglichen Investitionskosten und den laufenden Wartungsaufwand vermeiden möchte, den bietet die WasserManufaktur die Möglichkeit, mehrfach molekular gefiltertes Wasser an der ZapfStation im TKC Einkaufszentrum, Gerhart-Hauptmann-Straße 15, 03044 Cottbus, zu beziehen. 
 &amp;nbsp;  
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 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl. Lausitzer Rundschau: &quot;Altlast vom Chemiehandel wandert weiter – Sperrung von Brunnen&quot; https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/grundwasser-in-cottbus-altlast-vom-chemiehandel-wandert-weiter-sperrung-von-brunnen-77981269.html, 2025 
 
 
  [2]  Vgl. Niederlausitz-aktuell: &quot;Schädliche Altlasten im Grundwasser: Cottbus schränkt Nutzung teils ein&quot;, https://www.niederlausitz-aktuell.de/niederlausitz-aktuell/orte/cottbus/290624/schaedliche-altlasten-im-grundwasser-cottbus-schraenkt-nutzung-teils-ein.html, 2025 
 
 
  [3]  Niederlausitz-aktuell: &quot;Schädliche Altlasten im Grundwasser: Cottbus schränkt Nutzung teils ein&quot;, https://www.niederlausitz-aktuell.de/niederlausitz-aktuell/orte/cottbus/290624/schaedliche-altlasten-im-grundwasser-cottbus-schraenkt-nutzung-teils-ein.html, 2025 
 
 
  [4]  Vgl. Niederlausitz-aktuell: &quot;Schädliche Altlasten im Grundwasser: Cottbus schränkt Nutzung teils ein&quot;, https://www.niederlausitz-aktuell.de/niederlausitz-aktuell/orte/cottbus/290624/schaedliche-altlasten-im-grundwasser-cottbus-schraenkt-nutzung-teils-ein.html, 2025 
 
 
  [5]  Vgl. Wochenkurier: &quot;Gefahr aus dem Grundwasser&quot;, https://www.wochenkurier.info/cottbus/artikel/gefahr-aus-dem-grundwasser, 2025 
 
 
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                            <updated>2025-04-29T13:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Pestizidrückstände im Trinkwasser: S-Metolachlor und seine Auswirkungen</title>
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                 Pestizidrückstände im Trinkwasser: S-Metolachlor und seine Auswirkungen 
 Über Jahrzehnte galt der Einsatz von S-Metolachlor als Unkrautvernichtungsmittel im Maisanbau als gängige Praxis in der Landwirtschaft. Mit der Neubewertung dieses Wirkstoffs, stellt sich jetzt heraus, dass seine Rückstände nicht nur im Boden verbleiben, sondern auch ins Grundwasser und in unser Trinkwasser gelangen. Insbesondere in Regionen Norddeutschlands, in denen der Maisanbau weit verbreitet ist, zeigen sich besorgniserregende Belastungen im Leitungswasser.  [1]   
 &amp;nbsp;  
   &amp;nbsp;@fietzfotos&amp;nbsp;pixabay photos mais-maisfeld-landwirtschaft-acker   
 S-Metolachlor und seine Abbauprodukte im Fokus 
 S-Metolachlor wurde auf Maisfeldern eingesetzt, um Unkräuter effektiv zu bekämpfen. Während der Wirkstoff selbst bereits in der Vergangenheit kritisch betrachtet wurde, geraten nun vor allem die Abbauprodukte verstärkt in den Fokus der Forschung. Durch die Einwirkung von Mikroorganismen im Boden zersetzen sich Pestizide in zahlreiche Abbauprodukte – im Fall von S-Metolachlor sind es ganze 19 verschiedene Stoffe. Diese gelangen ins Grundwasser und stellen ein schwerwiegendes Problem für die Trinkwasserversorgung dar. Der Schwellenwert für Abbauprodukte von S-Metolachlor im Grundwasser liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter, doch die aktuellen Messungen zeigen, dass dieser Wert vielerorts um ein Vielfaches überschritten wird, mit Konzentrationen von bis zu 30 Mikrogramm pro Liter. Konstantin Kuppe vom Umweltbundesamt betont:  &quot;Die Trinkwasser-Leitungen sind flächendeckend belastet mit hohen Konzentrationen an Abbauprodukten von S-Metolachlor. Und das stellt jetzt ein Problem für die Wasserversorger dar &quot;.  [2]   
 Herausforderungen für Wasserversorger: Die Filterung von Pestizidrückständen 
 Die zentrale Herausforderung für Wasserversorger besteht darin, diese Abbauprodukte aus dem Trinkwasser zu entfernen. Aktivkohlefilter, die in Pilotversuchen zum Einsatz kamen, lieferten bislang nur bedingt zufriedenstellende Ergebnisse. Dr. Frank Sacher, Abteilungsleiter Wasserchemie am Technologiezentrum Wasser, berichtet: &quot; Wir haben versucht, die Abbauprodukte von S-Metolachlor mit Aktivkohlefiltern aus belastetem Wasser zu entfernen. Das hat nicht für alle 19 Abbauprodukte funktioniert&quot; .  [3]   Zudem sei es technisch schwierig, flächendeckend neue Filteranlagen zu installieren, da dafür oft der nötige Platz auf den Wasserwerken fehle. 
 Eine alternative Methode zur Entfernung von Rückständen könnte der Einsatz von Membrantechnologie sein, bei der das Wasser durch engmaschige Membranen gepumpt wird. Allerdings stellt der komplexe Balanceakt, zwischen der Entfernung von Schadstoffen und der Erhaltung der natürlichen Qualität des Trinkwassers, die Versorger vor enorme Hürden. 
 Kosten der Wasserversorgung steigen 
 Neben den technischen Schwierigkeiten kommen erhebliche Kosten auf die Wasserversorger zu. Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine, rechnet mit Mehrkosten von drei bis fünf Millionen Euro für die Anschaffung zusätzlicher Filtertechnik und den Anbau entsprechender Anlagen.  [4]   Für private Haushalte könnten die Kosten für Trinkwasser um 30 bis 50 Cent pro Kubikmeter steigen . Diese finanzielle Belastung wird letztlich auf die Verbraucher übertragen – eine Folge jahrzehntelanger Praxis in der Landwirtschaft, bei der Pestizide ohne ausreichende Rücksicht auf ihre langfristigen Auswirkungen auf das Grundwasser eingesetzt wurden. 
 Gesteigertes Krebsrisiko durch die Anreicherung von Pestizidrückständen 
 Die Abbauprodukte von S-Metolachlor bleiben nicht nur im Boden und Wasser, sondern können sich auch im menschlichen Körper anreichern. Der Umweltmediziner Dr. Thomas Lob-Corzilus warnt vor den potenziellen Gefahren:  &quot;Potenziell, wenn wir direkt Leitungswasser mit höheren Konzentrationen trinken würden oder trinken müssten, weil es gar kein anderes mehr gäbe, dann würde sich das auch bei uns anreichern und möglicherweise eben krebserregend sein. Und das ist der Grund gewesen zu sagen:  Dieses Risiko gehen wir definitiv  jetzt nicht mehr  ein. &quot;   [5]   Diese Anreicherung über einen längeren Zeitraum hinweg könnte das Risiko von Krankheiten, insbesondere Krebs, erhöhen. 
 Während die genaue Gesundheitsgefahr durch die Abbauprodukte noch nicht vollständig geklärt ist, zeigt die wissenschaftliche Datenlage bereits klare Anzeichen dafür, dass eine langfristige Belastung des Trinkwassers mit diesen Stoffen nicht ohne Risiko ist. Das Umweltbundesamt hatte daher bereits vor einigen Jahren empfohlen, die Zulassung von S-Metolachlor zu überprüfen. 
 Mehr zu den gefahren erfahren Sie auch im Video: Pestizid-Gefahr: Neue Verschmutzung im Trinkwasser | 2024&amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; Quelle: Pestizid-Gefahr: Neue Verschmutzung im Trinkwasser | 2024,  https://www.youtube.com/watch?v=xY4Y8U98dLA , 2024 &amp;nbsp; 
 Regulierung und der neue Grenzwert 
 Im Zuge der Neubewertung von S-Metolachlor erfolgte die Einstufung des Wirkstoffs als &quot;vermutlich krebserregend&quot;. Daraufhin wurde die Anwendung des Wirkstoffs in der EU weitgehend verboten. Mit diesem Verbot einher geht eine strengere Regulierung der zulässigen Konzentrationen von Abbauprodukten im Grundwasser. Der neue Grenzwert liegt bei lediglich 0,1 Mikrogramm pro Liter – ein Wert, der in weiten Teilen Norddeutschlands derzeit deutlich überschritten wird. 
  Zukunftsperspektive: Neue Pestizide und die Verantwortung der Landwirtschaft  
 Neben der Regulierung bestehender Pestizide fordert Olaf Schröder auch, dass die Agro-Chemie und die Landwirtschaft verstärkt auf umweltfreundliche Alternativen setzen. &quot; Die Agro-Chemie müsse endlich aufwachen und Mittel in den Verkehr bringen, die für die Trinkwasserversorgung unbedenklich sind. Dann haben alle was davon&quot;  , betont Schröder.  [6]   
 Die Verantwortung liegt dabei nicht nur bei den Chemiekonzernen, sondern auch bei den Landwirten, die diese Mittel in der Praxis einsetzen. Ein Umdenken in der Landwirtschaft, weg von schädlichen Pestiziden hin zu umweltfreundlichen Alternativen, ist entscheidend, um die Qualität des Grundwassers zu schützen. 
  Fazit: Balanceakt zwischen Landwirtschaft, Umweltschutz und Gesundheit  
 Die Problematik der Pestizidrückstände im Trinkwasser verdeutlicht die komplexe Wechselwirkung zwischen landwirtschaftlicher Praxis und Umweltverträglichkeit. Während S-Metolachlor lange als Unkrautbekämpfungsmittel eingesetzt wurde, zeigt sich nun, dass die Langzeitfolgen, sowohl für die Umwelt als auch für die menschliche Gesundheit, gravierend sind. 
 Die Landwirtschaft muss alternative Wege finden, um den Einsatz von schädlichen Pestiziden zu minimieren, ohne die Erträge zu gefährden. Gleichzeitig stehen die Wasserversorger vor der Aufgabe, Lösungen zu finden, um die Abbauprodukte aus dem Trinkwasser zu filtern, was erhebliche technische und finanzielle Aufwendungen mit sich bringt. 
 Für private Haushalte ist es empfehlenswert, sich zu vergewissern, dass die ganze Familie nur frisches, sauberes Trinkwasser konsumiert. In der Praxis zu Hause lässt sich das am besten mit einer eigenen mehrstufigen Molekular- Wasserfilteranlage  umsetzen. 
   
 
  [1]  Vgl. NDR: &quot;Maisanbau mit Folgen: Rückstände von Pestizid im Trinkwasser&quot;, https://www.ardmediathek.de/video/panorama-3/maisanbau-mit-folgen-rueckstaende-von-pestizid-im-trinkwasser/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS80M2QwYTQ2Zi1iMWYxLTQ5MjctYTA5NC1lODZhZmViNjdmMzc 2024 
 
 
  [2] &amp;nbsp; [3] &amp;nbsp; [6] &amp;nbsp;Tagesschau: Maisanbau mit Folgen, https://www.tagesschau.de/investigativ/panorama/pestizide-trinkwasser-100.html, 2024 
 
 
  [4] &amp;nbsp; [5]  Focus, Experten warten, Pestizid im Grundwasser könnte Krebsrisiko steigern, https://www.focus.de/gesundheit/news/experten-warnen-pestizid-im-grundwasser-koennte-krebsrisiko-steigern_id_260328577.html, 2024 
 
 
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                            <updated>2024-11-22T16:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Trinkwasser-Gefahr: Giftstoffe aus Armaturen und Dichtungen</title>
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                  Armaturen und Gummidichtungen übernehmen eine grundlegende, funktionale Rolle in unseren Trinkwassersystemen. Eine aktuelle Studie der American Chemical Society (ACS), veröffentlicht in den Environmental Science &amp;amp; Technology Letters   [1]   , zeigt jedoch, dass diese Komponenten potenziell schädliche Additive ins Trinkwasser abgeben können. Additive, wie 1,3-Diphenylguanidin (DPG) und N-(1,3-Dimethylbutyl)-N&#039;-phenyl-1,4-benzoldiamin (6PPD), wandeln sich in chlorierte Nebenprodukte um und stellen, zusätzlich zu den Verunreinigungen durch Schwermetalle und andere bedenkliche Stoffe, ein gesundheitliches Risiko dar.  
 Vorkommen und Gefahren von Polymeradditiven 
 Um die Flexibilität und Haltbarkeit von Gummi zu erhöhen, werden Additive wie DPG und 6PPD eingesetzt. Diese Verbindungen sind bekannt für ihre Verwendung in der Reifenherstellung und sorgen für eine Emission von Polymeradditiven durch Reifenabriebpartikel (TWPs), die in die Umwelt gelangen und auch in Gewässern nachgewiesen sind. Die aktuelle Studie zeigt, dass auch Trinkwassersysteme von diesen Additiven betroffen sind. 
 Gummi- und Kunststoffteile in Hausinstallationen, wie Absperr-Armaturen, Dichtungen und Isolierstücke, kommen in direktem Kontakt mit unserem Trinkwasser. Diese Teile setzen Additive frei, die potenziell gesundheitsschädlich sind. 
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 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Additive in Gummidichtungen und ihre Umwandlung 
 In früheren Untersuchungen fanden Wissenschaftler heraus, dass DPG und 6PPD in simuliertem Trinkwasser mit Desinfektionsmitteln reagieren und chlorierte Verbindungen bilden, die potenziell DNA-schädigend sind. In der aktuellen Studie wollten die Studienleiter Dr. Shane Snyder und Dr. Mauricius Marques dos Santos überprüfen, ob Gummiarmaturen diese Additive freisetzen und ob sie in Trinkwasserproben chlorierte Nebenprodukte bilden können. 
 &amp;nbsp;  
 Das Forschungsteam sammelte Trinkwasserproben aus 20 Gebäuden und analysierte sie auf das Vorkommen von Polymeradditiven. Sie fanden DPG und 6PPD in Konzentrationen von Teilen pro Billion in jeder Probe. 
 Besonders hohe Werte wurden in Proben von Wasserhähnen mit Belüftern gemessen. Alle Proben enthielten DPG und eines seiner chlorierten Nebenprodukte, während 6PPD und zwei weitere chlorierte Verbindungen in weniger als fünf Proben nachgewiesen wurden. 
 Zur Überprüfung der Quelle dieser Additive testete das Team Gummi-O-Ringe und Dichtungen von sieben kommerziellen Geräten, darunter Wasserhahnbelüfter und Anschlussdichtungen. 
 Die Dichtungen wurden bis zu zwei Wochen lang in Wasser mit oder ohne chlorierte Desinfektionsmittel gelegt. Die meisten Dichtungen, mit Ausnahme der auf Silikonbasis, setzten DPG und 6PPD frei. Sanitärteile in desinfektionsmittelbehandeltem Wasser erzeugten chlorierte Formen von DPG in Mengen, die mit denen in den Trinkwasserproben übereinstimmten. 
 Stiftung Warentest und die Qualität von Wasserhahn-Armaturen 
 Auch laut Stiftung Warentest geben zwei von drei Wasserhahn-Armaturen Schadstoffe ins Leitungswasser ab.  [2]   Diese Schadstoffe können aus verschiedenen Materialien und Beschichtungen der Armaturen stammen und die Wasserqualität erheblich beeinträchtigen. Besonders problematisch sind dabei Schwermetalle wie Blei und Nickel, die in hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein können. 
 Sowohl günstige als auch teure Modelle schnitten schlecht ab, wobei die Mengen an Blei und/oder Nickel über den erlaubten Grenzwerten lagen. Blei kann die Entwicklung des Nervensystems, insbesondere bei Schwangeren, Föten, Säuglingen und Kindern beeinträchtige, während Nickel allergische Reaktionen hervorrufen kann. Einige Modelle, die zunächst Blei abgaben, hielten nach zwölf Wochen die Grenzwerte ein. Andere, wie &quot;Mida HD chrom&quot; von Blanco, &quot;Nyvattnet&quot; von Ikea und &quot;Minta&quot; von Grohe, gaben auch nach 16 Wochen noch zu viel Nickel ab. 
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 Video: Blei in Armaturen und im Wasserhahn,  Blei in Armaturen und im Wasserhahn (youtube.com) &amp;nbsp; 
 Weitere Verunreinigungen im Trinkwasser 
 Eine Auswertung von über 1500 Wasserproben durch das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) verdeutlichen Überschreitungen von Grenzwerten für Schwermetalle und Nitrat.  [3]   
 Jede sechste Probe enthielt Schwermetalle wie Nickel, Blei, Kupfer, Eisen oder Mangan in Konzentrationen über den erlaubten Werten. Besonders problematisch sind erhöhte Nitratwerte in Hausbrunnen, die durch intensive landwirtschaftliche Bodennutzung verursacht werden. 
 Eine weitere Studie beschäftigt sich mit der Bleikontamination im kommunalen Trinkwasser in den USA.  [4]   Dabei stellte sich heraus, dass private Brunnen tendenziell höhere Bleiwerte aufweisen als die öffentliche Wasserversorgung. Diese Studie liefert wichtige Erkenntnisse zur Bürgerbeteiligung an der Wasserqualitätsüberwachung und trägt dazu bei, das Bewusstsein für Wasserqualitätsfragen zu schärfen. 
 Fazit und Empfehlungen 
 Die Ergebnisse der Studie der ACS zeigen, dass Gummidichtungen in Sanitäranlagen potenziell gefährliche Additive ins Trinkwasser abgeben können. Dies stellt eine zusätzliche Belastung neben bekannten Verunreinigungen wie Schwermetallen und anderen toxikologische bedenklichen Stoffen dar. Es ist wichtig, dass Regulierungsbehörden und Hersteller von Sanitärmaterialien diese Risiken berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, um die Freisetzung dieser schädlichen Additive zu minimieren. Verbraucher sollten sich über die Qualität ihrer Hausinstallationen informieren und gegebenenfalls auf alternative Materialien wie Edelstahl umsteigen. 
 Darüber hinaus spielen moderne  Wasserfiltersysteme  mit mehrstufiger Molkularfiltration eine zentrale Rolle. Dabei handelt es sich um eine fortschrittliche Technologie, die Verunreinigungen durch eine semipermeable Membran entfernt. Wasser wird mit Druck durch die Membran gepresst, wodurch sich bis zu 99% der Verunreinigungen, einschließlich Schwermetallen, Nitraten, chemischen Verbindungen und Additiven, herausfiltern lassen. Dies verbessert nicht nur die Wasserqualität und den Geschmack, sondern schützt auch die Gesundheit der ganzen Familie. 
   
 
   [1]   Vgl. ACSPub: &quot;Occurrence of Polymer Additives 1,3-Diphenylguanidine (DPG), N-(1,3-Dimethylbutyl)-N′-phenyl-1,4-benzenediamine (6PPD), and Chlorinated Byproducts in Drinking Water: Contribution from Plumbing Polymer Materials&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.estlett.3c00446, 2023 
 
 
   [2]   Vgl. Stiftung Warentest: &quot;Küchen­armaturen im Test 
 Welche gutes Trink­wasser liefern&quot;, https://www.test.de/Kuechenarmaturen-im-Test-Welche-gutes-Trinkwasser-liefern-5771194-0/, 2021 
 
 
   [3]   Vgl. Frauenhofer: &quot;Trinkwassercheck Deutschland – Jede sechste Probe überschreitet Grenzwert&quot;, https://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2015/wassercheck.html, 2015 
 
 
   [4]   Vgl. ScienceDirect: &quot;Protection through participation: Crowdsourced tap water quality monitoring for enhanced public health&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0043135419309832, 2020 
 
 
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                                            Der Skandal um Nestlés systematische Manipulation von natürlichem Mineralwasser hat die Öffentlichkeit erschüttert. Neue Enthüllungen zeigen, dass der Lebensmittelriese wahrscheinlich über mindestens 15 Jahre hinweg illegale Filtermethoden angewandt hat, um verunreinigtes Wass...
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                  Der Skandal um Nestlés systematische Manipulation von natürlichem Mineralwasser hat die Öffentlichkeit erschüttert. Neue Enthüllungen zeigen, dass der Lebensmittelriese wahrscheinlich über mindestens 15 Jahre hinweg illegale Filtermethoden angewandt hat, um verunreinigtes Wasser als &quot;natürliches Mineralwasser&quot; zu verkaufen und damit mehr als 3 Milliarden Euro umsetzte.   [1]    Trotz der bekannten Gesundheitsrisiken wurden die Verbraucher vollkommen im Dunkeln gelassen. Unser Artikel wertet aktuelle Informationen aus und beleuchtet die Hintergründe, die Methoden des Betrugs und die notwendigen Konsequenzen. &amp;nbsp; 
  &amp;nbsp;     
     
  Bild von&amp;nbsp; Dmitriy &amp;nbsp;auf&amp;nbsp; Pixabay   
 Wie begann der Skandal um Nestlés Mineralwasser? 
 Nestlés unklaren Aktivitäten im Bereich Mineralwasser begannen laut Medienrecherchen in den 1990er Jahren. Der Konzern nutzte illegale Filtermethoden, um verunreinigtes Wasser zu reinigen und als &quot;natürliches Mineralwasser&quot; zu verkaufen. Diese Praktiken blieben jahrzehntelang unbemerkt, bis unabhängige Recherchen den Skandal ans Licht brachten. Die Enthüllungen zeigen, dass Nestlé über 15 Jahre hinweg mehr als drei Milliarden Euro durch den Verkauf dieses „gefälschten“ Mineralwassers eingenommen hat.  [2]   
 Welche illegalen Filtermethoden wurden verwendet? 
 Die Untersuchungen ergaben, dass Nestlé mehrere verbotene Filtermethoden anwandte, um verunreinigtes Wasser zu reinigen. Dazu gehörten die Verwendung von UV-Filtern und Aktivkohlefiltern, die in der Verarbeitung von natürlichem Mineralwasser nicht erlaubt sind. Trotz der Reinigung blieben jedoch erhebliche Gesundheitsrisiken bestehen.  [3]   
 Welche Wassermarken gehören zu Nestlé? 
 Was vielen Verbrauchen nicht klar ist, sind die weitläufigen Markennamen, die vom Betrug betroffen sind. Folgende Marken gehören zum Konzern:&amp;nbsp; 
 
 Acqua Panna 
 Arrowhead 
 Buxton 
 Contrex 
 Erikli 
 Henniez 
 Ice Mountain 
 Levissima 
 Nestlé Aquarel 
 Nestlé Pure Life 
 Perrier 
 Poland Spring 
 San Pellegrino 
 S. Pellegrino 
 Vittel&amp;nbsp; 
 
 Was sind die gesundheitlichen Risiken? 
 Medienrecherchen und Berichte der französischen Lebensmittelbehörde ANSES haben auf die möglichen Gesundheitsrisiken hingewiesen.  [4]   Die verunreinigten Mineralwasserquellen wiesen hohe Konzentrationen von Fäkalien, Escherichia Coli-Bakterien, PFAS und Pestiziden auf. Diese Stoffe können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben: 
 Kurzfristige Gesundheitsrisiken 
 Der Konsum von Wasser, das mit Escherichia Coli-Bakterien verunreinigt ist, kann akute Magen-Darm-Erkrankungen verursachen. Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen können auftreten. 
 Fäkalverunreinigungen im Wasser erhöhen darüber hinaus das Risiko von Infektionskrankheiten. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. 
 Langfristige Gesundheitsrisiken 
 PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind bekannt dafür, das Hormonsystem zu stören und können langfristig zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Schilddrüsenerkrankungen Leberschäden und Fettleibigkeit führen. 
 Langfristiger Konsum von Pestizid-belastetem Wasser erhöht zudem das Risiko für chronische Krankheiten wie Krebs und neurologische Störungen.  [5]   
 Fragwürdige Methoden der Konzerne bereits länger in der Kritik? 
 Die Methoden von Mineralwasser Konzernen stehen schon länger in der Kritik: In Ländern weltweit erfolgt eine Ausbeutung der Ressourcen und auch vor unserer Haustüre passieren mehr als fragwürdige Dinge. 
 Die folgende Doku enthüllt, wie dreist politische Entscheidungen beeinflusst werden, wenn sich Bewohner wehren und welche irreversiblen Schäden bereits entstanden sind. 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
  
 
 &amp;nbsp; Auf dem Trockenen - Wie Großkonzerne unsere Wasserressourcen ausbeuten | Doku HD | ARTE | #nestle (youtube.com)  
 Wie reagierten die Behörden? 
 Foodwatch hat die deutschen Lebensmittelbehörden für ihre Untätigkeit im Skandal um Nestlé-Mineralwasser scharf kritisiert. Weder das Bundesamt für Verbraucherschutz noch die zuständige Kontrollbehörde in Frankfurt am Main haben bisher geeignete Maßnahmen ergriffen, um Verbraucher vor Betrug und Gesundheitsrisiken durch das illegal „gefilterte und desinfizierte“ Wasser zu schützen. Nach wie vor gibt es keinen öffentlichen Rückruf. 
 In einem Schreiben an die Verbraucherorganisation wies das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) jede Verantwortung von sich: Für Lebensmittelkontrollen seien die Bundesländer zuständig, man empfehle daher, „sich an die örtlich zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde zu wenden.” In diesem Fall ist dies das Ordnungsamt in Frankfurt am Main, da dort Nestlé seinen Deutschlandsitz hat. Doch auch hier sieht man offenbar keinen Handlungsbedarf: Es seien „keine besonderen Maßnahmen erforderlich“, heißt es in einem Schreiben an foodwatch von Anfang Mai. 
 Am 10. Mai dann schrieb das Amt kryptisch: „Es wurde versucht eine entsprechende Probennahme durchzuführen, was bislang erfolglos blieb.“  [6]   
 In Frankreich informierte die Lebensmittelüberwachungsbehörde bereits im vergangenen Jahr die Regierung über die Hygienemängel, jedoch ohne dass ein öffentlicher Rückruf oder eine Warnung ausgesprochen wurde. Erst nach öffentlichen Enthüllungen und Druck durch Verbraucherorganisationen wie foodwatch begann eine Untersuchung auf europäischer Ebene. Die Europäische Kommission hat inzwischen einen Prüfbericht über die Maßnahmen der französischen Behörden angekündigt.&amp;nbsp; 
 Welche Konsequenzen hatte der Skandal für Nestlé? 
 Nestlé sieht sich nun mit mehreren Klagen und öffentlichen Forderungen nach Konsequenzen konfrontiert. Verbraucherorganisationen fordern nicht nur einen Rückruf aller betroffenen Produkte, sondern auch strenge rechtliche Maßnahmen gegen den Konzern. Der Ruf von Nestlé hat erheblichen Schaden genommen, und das Vertrauen der Verbraucher in die Marke wurde schwer erschüttert.&amp;nbsp; 
 Welche Forderungen stellt Foodwatch? 
 Foodwatch hat eine klare Position zu den Enthüllungen über Nestlé eingenommen und fordert umfassende Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher.  [7]   Die wichtigsten Forderungen umfassen: &amp;nbsp;  
 
  Öffentlicher Rückruf aller betroffenen Produkte:  
 
 Foodwatch fordert einen sofortigen und umfassenden Rückruf aller betroffenen Mineralwasserprodukte, die mit den illegalen Filtermethoden behandelt wurden, um keine weiteren potenziell gefährlichen Produkte im Umlauf zu halten.&amp;nbsp; 
 
  Transparente Information und Aufklärung der Verbraucher  
 
 Foodwatch drängt darauf, dass die Behörden und Nestlé klare und detaillierte Informationen bereitstellen, damit die Verbraucher informierte Entscheidungen treffen können.&amp;nbsp; 
 
  Strengere Kontrollen und Durchsetzung der gesetzlichen Vorschriften  
 
 Foodwatch fordert eine Verschärfung der Kontrollen und die konsequente Durchsetzung der bestehenden gesetzlichen Vorschriften für natürliches Mineralwasser. Dies beinhaltet regelmäßige und unangekündigte Inspektionen sowie harte Strafen für Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen.&amp;nbsp; 
 
  Untersuchung und Sanktionierung der verantwortlichen Unternehmen  
 
 Foodwatch fordert, dass Nestlé und andere beteiligte Unternehmen strafrechtlich verfolgt und angemessen sanktioniert werden, um ein klares Signal zu senden, dass solche Praktiken nicht toleriert werden.&amp;nbsp; 
 
  Verpflichtung zur Offenlegung und Transparenz  
 
 Unternehmen sollten verpflichtet werden, ihre Produktions- und Filtermethoden offenzulegen, um sicherzustellen, dass die Verbraucher wissen, welche Prozesse zur Wasseraufbereitung verwendet werden und dass diese den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.&amp;nbsp; 
 
  Stärkung der Verbraucherrechte  
 
 Foodwatch plädiert für eine Stärkung der Verbraucherrechte, einschließlich des Rechts auf Zugang zu umfassenden und transparenten Informationen über Lebensmittelprodukte.&amp;nbsp; 
 Wie geht es weiter? 
 Die Zukunft des Skandals hängt von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen und den Maßnahmen der Behörden ab. Die EU-Kommission hat Frankreich aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu erklären, und plant weitere Vor-Ort-Untersuchungen. Verbraucherorganisationen drängen darauf, dass auch die deutschen Behörden Maßnahmen ergreifen und die Öffentlichkeit umfassend informieren. Ein umfassendes Video zum Nestle Skandal finden Sie auch unter:  Nestlé: Mineralwasser-Betrug? - Die ganze Doku | ARTE  
 Weitere Blogbeiträge: 
  Jahrhundertgift PFAS konzentriert im Boden und Wasser  
 &amp;nbsp; BUND deckt PFAS Verunreinigung in Leitungs- und Mineralwasser auf | Blog | WasserManufaktur  
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 Fazit 
 Der Skandal um Nestlés systematische Manipulation von natürlichem Mineralwasser ist ein schwerwiegender Fall von Verbrauchertäuschung und stellt erhebliche Gesundheitsrisiken dar. Über Jahrzehnte hinweg wurde verunreinigtes Wasser mit nicht zugelassenen Methoden gereinigt und als &quot;natürliches Mineralwasser&quot; verkauft, ohne dass die Verbraucher informiert wurden. 
 Die Enthüllungen haben das Vertrauen in Konzerne wie Nestlé weiter erschüttert und die Notwendigkeit für strengere Kontrollen und Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher verdeutlicht. 
 In Anbetracht der Gesundheitsrisiken, die mit verunreinigtem Mineralwasser verbunden sind, empfehlen wir Verbrauchern professionelle mehrstufige Molekularfilteranlagen in Betracht ziehen. Diese Systeme bieten eine zuverlässige Methode zur Reinigung von Trinkwasser, um Verunreinigungen effektiv zu entfernen. Durch den Einsatz können Familien sicherstellen, dass ihr Trinkwasser frei von Schadstoffen ist, was langfristig eine optimale Wasserqualität gewährleistet und die Gesundheit schützt. 
   
 
   [1]   Vgl. MEDIAPART: &quot;Scandale des eaux en bouteille : la fraude de Nestlé s’élève à plus de 3 milliards en 15 ans&quot;, https://www.mediapart.fr/journal/france/180724/scandale-des-eaux-en-bouteille-la-fraude-de-nestle-s-eleve-plus-de-3-milliards-en-15-ans, 2024 
 
 
   [2]   Vgl. foodwatch: &quot;Neue Enthüllungen im Mineralwasser-Skandal: Nestlé nutzte illegale Filtermethoden offenbar schon seit Jahrzehnten&quot;, https://www.foodwatch.org/de/neue-enthuellungen-im-mineralwasser-skandal-nestle-nutzte-illegale-filtermethoden-offenbar-schon-seit-jahrzehnten, 2024 
 
 
   [3]   Vgl. Bild: Bild: &quot;Illegal aus verunreinigten Quellen gefiltert: 
 Schon wieder Skandal um Nestlé-Mineralwasser?&quot;, https://www.bild.de/geld/wirtschaft/illegal-aus-verunreinigten-quellen-skandal-um-nestle-mineralwasser-669a8d444b9ee64d3870bc63, 2024 
 
 
   [4]   Vgl. Vgl. MEDIAPART: &quot;Scandale des eaux en bouteille : la fraude de Nestlé s’élève à plus de 3 milliards en 15 ans&quot;, https://www.mediapart.fr/journal/france/180724/scandale-des-eaux-en-bouteille-la-fraude-de-nestle-s-eleve-plus-de-3-milliards-en-15-ans, 2024 
 
 
   [5]   Vgl: European Environment Agency: &quot;Was sind PFAS und inwiefern sind sie für meine Gesundheit gefährlich?&quot;, https://www.eea.europa.eu/de/help/haeufig-gestellte-fragen-faq/was-sind-pfas-und-inwiefern, 2024 
 
 
   [6]   Vgl. foodwatch Pressemitteilung: &quot;„keine besonderen Maßnahmen erforderlich“: foodwatch kritisiert Untätigkeit deutscher Behörden im Skandal um Nestlé-Mineralwasser&quot;, https://www.foodwatch.org/de/keine-besonderen-massnahmen-erforderlich-foodwatch-kritisiert-untaetigkeit-deutscher-behoerden-im-skandal-um-nestle-mineralwasser, 2024 
 
 
   [7]   Vgl. foodwatch: &quot;Nach neuen Enthüllungen im Skandal um Nestlé-Mineralwasser: foodwatch fordert Rückruf aller betroffenen Produkte in Deutschland&quot;, https://www.foodwatch.org/de/nach-neuen-enthuellungen-im-skandal-um-nestle-mineralwasser-foodwatch-fordert-rueckruf-aller-betroffenen-produkte-in-deutschland, 2024 
 
 
 
 
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                            <updated>2024-07-25T10:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">BUND deckt PFAS Verunreinigung in Leitungs- und Mineralwasser auf</title>
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                                            Die jüngsten Untersuchungen des BUND zeigen das alarmierende Ausmaß an Ewigkeits-Chemikalien in unserem Leitungs- und Mineralwasser. Bundesweit wurden Proben analysiert, wobei PFAS in zahlreichen Leitungswasser- und Mineralwasserproben nachgewiesen wurden. Der BUND beschwichti...
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                  Die jüngsten Untersuchungen des BUND * zeigen das alarmierende Ausmaß an Ewigkeits-Chemikalien in unserem Leitungs- und Mineralwasser. Bundesweit wurden Proben analysiert, wobei PFAS in zahlreichen Leitungswasser- und Mineralwasserproben nachgewiesen wurden.   [1]   &amp;nbsp;Der BUND beschwichtigt, dass die gefundenen Mengen PFAS im Trinkwasser die EU-Grenzwerte von 500 ng/L für alle PFAS und 100 ng/L für besonders besorgniserregende PFAS-Substanzen nicht überschreiten. Allerdings zeigen Vergleiche mit den strengeren US-Vorschriften der EPA, die beispielsweise für PFOA einen Grenzwert von 0,004 ng/L und für PFOS von 0,02 ng/L festlegen, dass der US-Wert für PFOA etwa 125.000 Mal niedriger ist als der EU-Grenzwert für die Gesamtmenge an PFAS in einer Probe!   [2]     
 Hintergrund und Methodik der Untersuchung 
   Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS oder Ewigkeits-Chemikalien genannt, sind äußerst vielseitig einsetzbar und daher in der Industrie weit verbreitet. Von Schaumlöschmitteln bis hin zu Lebensmittelverpackungen - sogar in Bratpfannen, Möbeln, Teppichen und Outdoortextilien finden sich die Chemikalien. PFAS ist auch nur ein Oberbegriff und diese Stoffgruppe umfasst nach aktuellen Schätzungen mehr als 13.000 verschiedene Stoffe. PFAS kommen nicht natürlich vor und können bereits in geringsten Mengen durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit massiv beeinflussen. PFAS besitzen eine extreme Beständigkeit. Weder biotische noch abiotische Prozesse können sie zersetzen. Diese Persistenz führt dazu, dass PFAS sich in der Umwelt anreichern und langfristig eine große Gefahr darstellen. Denn sie sind nicht nur äußerst langlebig, sondern besitzen eine hochtoxische Wirkung. 
 Eine Studie  [3]   mit folgender Grafik veranschaulicht die globale Verbreitung von PFAS. Sie zeigt, dass 69 Prozent der globalen Grundwasserproben, die von Health Canada festgelegten Kriterien für sicheres Trinkwasser übertrafen, während 32 Prozent der gleichen Proben den von den USA vorgeschlagenen Gefahrenindex für Trinkwasser überschritten. Besonders viele unterschiedliche PFAS und vor allem die höchsten Konzentrationen, wen verwundert es, werden in den Industrieländern gefunden, leider eben auch in der gesamten EU und explizit in Deutschland. 
 &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  Quelle: Fig.1 . Global map of PFAS concentration in water, https://www.nature.com/articles/s41561-024-01402-8/figures/1, 2024  
 Zur Thematik PFAS unterzog der BUND im Zeitraum von November bis Dezember 2023 fünf Mineralwasser- und zehn Leitungswasserproben einer eingehenden Laboruntersuchung. Die Proben wurden aus den Wohnorten deutscher EU-Politiker*innen entnommen, teilweise von ihnen selbst. 
 Auf welche Chemikalien hat der BUND getestet? 
 Im Fokus der Studie standen die Ewigkeits-Chemikalien: Trifluoressigsäure (TFA), Melamin, und Benzotriazole für das Leitungswasser sowie 1,4-Dioxan für Mineralwasser.  [4]   
  Trifluoressigsäure (TFA):   
 Die Entdeckung von Trifluoressigsäure (TFA) in acht Leitungswasser- und drei Mineralwasserproben verdeutlicht die weitreichende Verbreitung dieser PFAS-Chemikalie. Als kleinste Molekülvariante in der Gruppe der PFAS-Chemikalien zeigt TFA eine bemerkenswerte Mobilität in der Umwelt. Obwohl einige der über 13.000 PFAS-Chemikalien zu TFA abgebaut werden können, bleibt TFA über Jahrhunderte in der Umwelt bestehen und ist in Oberflächengewässern und Meeren weit verbreitet. 
 &amp;nbsp;Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Hubertus. E. Brunn beschreibt in einem Interview die systematischen Folgen von TFA:  „Sie entsteht unter anderem als Abbauprodukt des Kältemittels 2,3,3,3-Tetrafluorpropen in Auto-Klimaanlagen und von Pharmazeutika und Pestiziden, die -CF3 Gruppen enthalten. Trifluoressigsäure ist über alle Maße persistent, wird jedes Jahr in Deutschland mit ca. 3000 Tonnen in die Umwelt eingebracht und verbleibt dort. Inzwischen findet man TFA überall auf der Welt, vor allem im aquatischen Milieu. In Blättern und Nadeln deutscher Bäume haben sich die Konzentrationen seit dem Jahr 1990 verfünffacht.  In Trinkwasser aus Deutschland wurde TFA inzwischen auch gefunden.  Bislang sind vergleichsweise wenige biologische Wirkungen von TFA erforscht, und es wird diesem Stoff derzeit noch recht wenig Beachtung geschenkt. Allerdings gibt es erste Anzeichen für eine reproduktionstoxische Wirkung von Trifluoressigsäure.“    [5]    
 Die laufende Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA zeigt, dass TFA hohe Risiken für die Fortpflanzung birgt. Die niederländische Gesundheits- und Umweltbehörde RIVM hat bereits einen Richtwert für TFA im Leitungswasser festgelegt, da es möglicherweise Leber- und Immunsystem beeinträchtigen kann. Eine ältere niederländische Studie bestätigt diese Notwendigkeit.  [6]   
  Melamin:   
 Melamin in sieben Leitungswasserproben verdeutlicht die weitreichende Verbreitung dieser Massenchemikalie. Mit einer Produktionsmenge von über 100.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland, ist Melamin in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens präsent. 
 Die EU stuft Melamin als besonders besorgniserregende Substanz ein, da sie im Verdacht steht, Nierensteine und Nierenkrebs zu verursachen. Obwohl EU-weite Grenzwerte existieren, werden sie oft überschritten. 
  Benzotriazole   
 Die Präsenz von Benzotriazolen in zwei Leitungswasserproben zeigt die Komplexität der Problematik rund um PFAS-Chemikalien. Diese Verbindungen, die in verschiedenen Haushaltsprodukten wie Geschirrspülmitteln Verwendung finden, sind nicht nur persistent, sondern auch potenziell schädlich für Wassertiere und stehen im Verdacht, als hormonelle Schadstoffe zu wirken. 
 Die Herausforderung bei der Regulierung von Benzotriazolen liegt unter anderem darin, dass Hersteller von Geschirrspülmitteln nicht verpflichtet sind, alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung anzugeben. Obwohl die EU-Detergenzienverordnung vorschreibt, dass Hersteller diese Informationen bereitstellen müssen, sind sie oft nur auf den Internetseiten der Hersteller zu finden. Diese Intransparenz erschwert es Verbrauchern, informierte Entscheidungen über den Einsatz dieser Produkte zu treffen. 
  1,4-Dioxan  
 Während der ToxFox-Trinkwassertest kein 1,4-Dioxan in Mineralwasserproben nachweisen konnte, bleibt diese Chemikalie dennoch eine potenzielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit,  denn sie wurde in früheren Studien in 70 Prozent der Leitungswasser Proben nachgewiesen.   [7]   
 Verwendet als Lösungsmittel in einer Vielzahl von Produkten wie Klebstoffen, Farbstoffen und Entfettern, steht 1,4-Dioxan im Verdacht, krebserregend zu sein und sich nur langsam in der Umwelt abzubauen. 
 Zu welchen Ergebnissen kommt die Studie? 
  In neun von zehn Proben von Leitungswasser und in drei von fünf Proben von Mineralwasser wurden Ewigkeits-Chemikalien entdeckt.  Besonders prominent war dabei die Präsenz der PFAS-Chemikalie Trifluoressigsäure. Melamin wurde mehrfach nachgewiesen, ebenso wie Benzotriazol, das in zwei Wasserproben gefunden wurde. 
 Die Mineralwasserproben zeigten unterschiedliche Gehalte an PFAS: Spreequell aus Brandenburg wies 200 Nanogramm Trifluoressigsäure pro Liter auf, Gerolsteiner Naturell aus Rheinland-Pfalz 92 Nanogramm pro Liter, und Hassia Still aus Hessen 53 Nanogramm pro Liter. In Naturell Mierbachquelle Quellbrunn Aldi aus Hessen und Saskia Medium Wörth am Rhein Lidl aus Rheinland-Pfalz keine PFAS nachgewiesen. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
  Quelle: Tabelle 1 - BUND: DEUTSCHLANDWEITE TOXFOX-TRINKWASSERTEST, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/pfas-trinkwasser-mineralwasser-leitungswasser-wasser-test-deutschland-toxfox-bund.pdf,2024  
  Des Weiteren wurden Leitungswasserproben an zehn verschiedenen Orten genommen. In neun dieser Orte wurde PFAS im Leitungswasser gefunden: Berlin, Burgdorf, Frankfurt am Main, Kiel, Neustadt an der Weinstraße, Meschede, Osnabrück, Stuttgart und im EU-Parlament in Brüssel. Einzig Celle blieb unterhalb der Bestimmungsgrenze.  
 &amp;nbsp; 
   
  &amp;nbsp;Quelle: Tabelle 2 - BUND: DEUTSCHLANDWEITE TOXFOX-TRINKWASSERTEST, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/pfas-trinkwasser-mineralwasser-leitungswasser-wasser-test-deutschland-toxfox-bund.pdf,2024  
 Um die gemessenen Werte besser einordnen zu können, zeigt die folgende Tabelle die Konzentrationen der gefundenen PFAS. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Tabelle 3 - BUND: DEUTSCHLANDWEITE TOXFOX-TRINKWASSERTEST, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/pfas-trinkwasser-mineralwasser-leitungswasser-wasser-test-deutschland-toxfox-bund.pdf,2024  &amp;nbsp;  
 Problematik der Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) 
 Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Hubertus. E. Brunn bringt die komplexen Zusammenhänge für uns Menschen auf den Punkt:  „ Der Mensch als letztes Glied in zahlreichen Nahrungsketten ist der Aufnahme von PFAS vor allem über die Lebensmittel und das Trinkwasser ausgesetzt . Aufgrund des amphiphilen Charakters sind kürzerkettige PFAS, bei denen die hydrophile funktionielle Gruppe überwiegt, vergleichsweise gut wasserlöslich;  ihre Verteilung und Verbreitung erfolgt vorwiegend über den Wasserpfad . Sie können, wie bereits erwähnt,  von Nutzpflanzen über den Boden oder das Beregnungs- beziehungsweise Regenwasser aufgenommen werden und gelangen damit in pflanzliche Lebensmittel . Längerkettige PFAS, bei denen das hydrophobe Fluorkohlenstoffgerüst überwiegt, neigen stärker zur Bioakkumulation und Biomagnifikation entlang von Nahrungsketten und reichern sich damit eher in tierischen Lebensmitteln an.  Die humane Exposition gegenüber PFAS resultiert in erster Linie aus der Aufnahme von Lebensmitteln inklusive Trinkwasser,  hier steht der Verzehr tierischer Produkte wie Innereien, Fisch, Fleisch und Eier im Vordergrund; bei Kindern ist die Milch besonders bedeutsam. Das Vorkommen ist demnach abhängig von der Art der Lebensmittel:  Pflanzliche Lebensmittel, Trink­wasser und Mineralwasser enthalten überwiegend kürzerkettige PFAS , tierische Lebensmittel enthalten überwiegend längerkettige PFAS (C6 – C14).  Expositionsabschätzungen beim Menschen zeigen, dass die durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority; EFSA) im Jahr  2020 festgelegte tolerierbare wöchentliche Dosis (TWI) für vier bestimmte PFAS – PFOS, PFOA, PFNA und PFHxS – von 4,4 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht häufig erreicht und in vielen Fällen sogar überschritten wird.  Das dürfte allerdings noch nicht alles sein: Die besonders häufig vorkommenden  Vertreter PFOS und PFOA sind nach neuen Erkenntnissen vermutlich krebserzeugend. Das hat die U.S.-amerikanische Umweltbehörde Ende März dieses Jahres unmissverständlich festgestellt und extrem niedrige Grenzwerte für Trinkwasser vorgeschlagen, die weit niedriger sind als bisher .“   [8]     
 Untersuchung belegt Überschreitung der Aufnahme von PFAS 
 Bereits in der Vergangenheit zeigte das Human-Biomonitoring von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen in deutschen Blutplasmaproben von 1982 bis 2019,  dass die Aufnahme von PFAS durch den Menschen über Nahrung und Trinkwasser häufig den von der EFSA vorgeschriebenen Grenzwert übertraf .  [9]   
 Die Studie identifizierte anhand von 100 menschlichen Plasmaproben ein breites Spektrum von 37 PFAS und macht deutlich, dass die Exposition gegenüber PFAS nicht auf spezifische Standorte oder Berufe beschränkt ist, sondern dass die allgemeine Bevölkerung einer Hintergrundkonzentration ausgewählter PFAS ausgesetzt ist. 
 Bemerkenswerterweise wurden in jeder Plasmaprobe die Altstoffe PFOA und PFOS nachgewiesen, die als verzweigte Isomere vorlagen, was auf eine komplexe Expositionslandschaft hinweist. 
 Auswirkungen von PFAS 
 PFAS werden mit gesundheitsschädlichen Auswirkungen assoziiert, darunter endokrine, immunologische, reproduktive und entwicklungsbezogene Effekte. Diese Auswirkungen werden insbesondere für die bekannten Substanzen PFOS und PFOA beschrieben.  [10]   
 Verschiedene Studien weltweit decken die weitreichenden Auswirkungen von PFAS auf die Gesundheit auf. Eine aktuelle deutsche Studie ergab beispielswese, dass PFAS im Blut eine allgegenwärtige Präsenz aufweisen und mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind.  [11]   
  In Norditalien wurde eine alarmierende erhöhte Sterberate festgestellt, die mit PFAS im Trinkwasser in Verbindung gebracht wurde.   [12]   
 Eine weitere Studie aus den USA legt nahe, dass PFAS im Körper das Krebsrisiko bei Frauen erhöht. Die Forschung zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber PFAS und einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebsarten.  [13]   
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  &amp;nbsp;  
 Fazit und Ausblick PFAS 
 Gesundheits- und Umweltauswirkungen führen zu einer Forderung nach einer strengen Regelung für allgegenwärtige &quot;ewige Chemikalien&quot;.  [14]   Der BUND setzt sich für ein umfassendes Verbot von PFAS mit zeitlich begrenzten Ausnahmen für essenzielle Anwendungen ein. Die Hauptgesetzgebung zu Chemikalien erfolgt auf EU-Ebene, daher müssen Umweltministerin Lemke und Wirtschaftsminister Habeck sich für ein EU-weites Verbot von PFAS einsetzen. 
 Um PFAS und andere Schadstoffe zu vermeiden, sollten Sie auf Produkte mit den Kennzeichnungen &quot;PFAS-frei&quot;, &quot;PFC-frei&quot; oder &quot;fluorcarbonfrei&quot; achten, da sie keine PFAS enthalten. Vermeiden Sie Geschirrspülmittel und Spülmaschinen-Tabs mit Benzotriazolen und meiden Sie PFAS-beschichtetes Backpapier sowie Teflon-beschichtete Pfannen. Verzichten Sie auf Camping- und Kindergeschirr aus Melaminharz und prüfen Sie bei Kühlschränken und Wärmepumpen, ob sie keine fluorhaltigen Gase enthalten. Die kostenlose ToxFox-App kann Ihnen helfen, Schadstoffe wie Melamin in Alltagsprodukten aufzuspüren.   [15]   
 Um potenzielle Gesundheitsrisiken zu umgehen, empfehlen wir, auf den Gebrauch von Trinkwasser in Plastikflaschen zu verzichten und stattdessen nur mehrfach gefiltertes Leitungswasser zu konsumieren.  Wasserfilteranlagen  mit mehrstufiger Molekularfiltration bieten eine wirksame Lösung, um Verunreinigungen, einschließlich PFAS, aus dem Leitungswasser zu entfernen und frisches und sauberes Trinkwasser sicherzustellen. 
 &amp;nbsp; 
 *&amp;nbsp;Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland  
 
     [1]     Vgl. BUND: „PFAS im Trinkwasser: BUND entdeckt Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser“, PFAS im Trinkwasser: BUND entdeckt Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser, 2024 
 
 
  [2]  Vgl. Tagesschau: &quot;PFAS - Die Methodik der Recherche&quot;, https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/pfas-methodik-101.html, 2023 
 
 
  [3]  Vgl. nature geoscience: &quot;Underestimated burden of per- and polyfluoroalkyl substances in global surface waters and groundwaters&quot;, https://www.nature.com/articles/s41561-024-01402-8, 2024 
 
 
  [4]  Vgl. BUND: DEUTSCHLANDWEITE TOXFOX-TRINKWASSERTEST, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/pfas-trinkwasser-mineralwasser-leitungswasser-wasser-test-deutschland-toxfox-bund.pdf,2024 
 
 
  [5]  Vgl. WILEY Analytical Science: &quot;Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) – Ein Problem?&quot; https://analyticalscience.wiley.com/content/article-do/per--und-polyfluorierte-alkylsubstanzen-pfas-ein-problem, 2023 
 
 
  [6]  Vgl. ACS: &quot;Presence of Emerging Per- and Polyfluoroalkyl Substances (PFASs) in River and Drinking Water near a Fluorochemical Production Plant in the Netherlands&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.7b02488, 2017 
 
 
  [7]  Vgl. Umwelt Bundesamt: &quot;A prioritization framework for PMT/vPvM Substances under REACH for registrants, regulators, researchers and the water sector”, https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/a-prioritization-framework-for-pmtvpvm-substances, 2023 
 
 
  [8]  WILEY Analytical Science: &quot;Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) – Ein Problem?&quot; https://analyticalscience.wiley.com/content/article-do/per--und-polyfluorierte-alkylsubstanzen-pfas-ein-problem, 2023 
 
 
  [9]  Vgl. Göckener, B., Weber, T., Rüdel, H., Bücking, M. und Kolossa-Gehring, M. (2020) Humanes Biomonitoring von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen in deutschen Blutplasmaproben von 1982 bis 2019. Environ Int 145 :106123. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.106123 
 
 
  [10]  Vgl. Göckener, B., Weber, T., Rüdel, H., Bücking, M. und Kolossa-Gehring, M. (2020) Humanes Biomonitoring von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen in deutschen Blutplasmaproben von 1982 bis 2019. Environ Int 145 :106123. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.106123 
 
 
  [11]  Cgl. Springer: &quot;Per- and Polyfluoroalkyl Substances Concentrations are Associated with an Unfavorable Cardio-Metabolic Risk Profile: Findings from Two Population-Based Cohort Studies&quot;, https://link.springer.com/article/10.1007/s12403-023-00622-4, 2024 
 
 
  [12]  Vgl. TAZ: &quot;Erhöhte Sterberate in Norditalien:Gift aus dem Wasserhahn&quot;, https://taz.de/Erhoehte-Sterberate-in-Norditalien/!6004557/, 2024 
 
 
  [13]  Vgl. Spiegel: &quot;Studie aus den USA Studie zeigt Zusammenhang zwischen PFAS im Körper und Krebsrisiko bei Frauen&quot;, https://www.spiegel.de/wissenschaft/ewige-chemikalien-studie-zeigt-zusammenhang-zwischen-pfas-im-koerper-und-krebsrisiko-bei-frauen-a-d542334d-c649-40c3-aeb1-e1438d596103, 2023 
 
 
  [14]  Vgl. European Commision: &quot;Gesundheits- und Umweltauswirkungen führen zu einer Forderung nach einer strengen Regelung für allgegenwärtige &quot;ewige Chemikalien&quot;&quot;, https://environment.ec.europa.eu/news/health-and-environmental-impacts-prompt-call-strict-ruling-ubiquitous-forever-chemicals-2023-10-19_en, 2023 
 
 
  [15]  Vgl. BUND: „PFAS im Trinkwasser: BUND entdeckt Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser“, PFAS im Trinkwasser: BUND entdeckt Ewigkeits-Chemikalien in Leitungs- und Mineralwasser, 2024 
 
 
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                            <updated>2024-05-15T16:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mikroplastik und Nanoplastik in Flaschenwasser – bis zu 100.000 000 Nano-Part...</title>
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                                            Die Verschmutzung durch Mikro- und Nanoplastik stellt eine wachsende Bedrohung für die Umwelt und die menschliche Gesundheit dar. Insbesondere Nanoplastik, mit einer Größe von weniger als 1 μm, hat in den letzten Jahren aufgrund seiner allgegenwärtigen Präsenz und potenziellen...
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                  Die Verschmutzung durch Mikro- und Nanoplastik stellt eine wachsende Bedrohung für die Umwelt und die menschliche Gesundheit dar. Insbesondere Nanoplastik, mit einer Größe von weniger als 1 μm, hat in den letzten Jahren aufgrund seiner allgegenwärtigen Präsenz und potenziellen Risiken zunehmend an Bedeutung gewonnen. Verschiedene Studien werfen mit neuen Analysemöglichkeiten ein vollkommen neues Licht auf das Ausmaß der Verschmutzung durch Nanoplastik in Wasserflaschen.   
  &amp;nbsp;   
  &amp;nbsp; Quelle: Mikroplastik Verschmutzung elementsenvato, Lizenzierung 
  Zusammenfassung der 3 aktuellen Studien:  
 Eine bahnbrechende Studie entwickelte eine Methode zur Identifizierung von Nanoplastik in Plastikwasserflaschen, wobei Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Nanoplastik nachgewiesen wurde. Der durchschnittliche jährliche Konsum von Nanoplastik durch den Menschen, allein durch Trinkwasser in Flaschen, könnte bei erschreckenden 10¹⁴ = 100. 000 000 000 000 Partikel (hundert Billionen) Partikeln liegen. 
 Eine separate Studie aus den USA zeigt, dass pro Liter Wasser in Flaschen über 105.000 Mikro-Nano-Kunststoffpartikel gefunden wurden. Die Auswirkungen von Nanoplastik in Trinkwasserflaschen auf die Gesundheit, insbesondere auf das Verhalten und die Immunität von Mäusen, sind besorgniserregend. 
 Mit einem weltweiten Verbrauch von 391 Milliarden Litern Trinkwasser aus Plastikflaschen im Jahr 2019 wird der Einfluss auf Mensch und Umwelt deutlich. Die Studienergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von dringenden Maßnahmen zur Minimierung und Überwachung von Mikro- und Nanoplastik. Der Verzicht auf Wasser in Plastikflaschen zugunsten von mehrfach gefiltertem Leitungswasser durch moderne Wasserfiltersysteme mit Molekularfiltration werden als Lösungen empfohlen. 
 Nanoplastiken in kommerziell abgefülltem Flaschen- bzw. Trinkwasser 
 Eine Studie  [1]  , die 2023 veröffentlicht wurde, beschäftigt sich mit Nanoplastiken in kommerziell abgefülltem Trinkwasser. Bislang haben sich praktische und konsistente Analysemethoden, insbesondere für Spurenmengen dieser Kunststoffe, als schwierig erwiesen. 
 Das Forscherteam präsentierte dazu eine innovative Methode zur Identifizierung von Nanoplastik in Plastikwasserflaschen. Hierfür wurde ein für die oberflächenverstärkte Raman-Spektroskopie (SERS) aktives Substrat entwickelt, das eine deutliche Erkennung von Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Nanoplastik ermöglicht und bis zu einer Größe von nur 50 nm reicht sowie eine Erkennungsschwelle von 0,001 % (1,5 × 10¹¹ Partikel/ml) aufweist. 
 Auf dieser Basis identifizierten die Forscher Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Nanoplastik in handelsüblichem Trinkwasser in Flaschen mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 88,2 nm. Mithilfe der Nanopartikel-Tracking-Analyse (NTA) schätzten sie die Konzentration in den Proben auf etwa 10⁸ Partikel/ml. 
  Zur Verdeutlichung: 10⁸ Partikel/ml = 100.000 000 Partikel/ml (hundert Millionen)  
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Quelle: https://pubs.acs.org/cms/10.1021/acs.est.3c00842/asset/images/large/es3c00842_0007.jpeg 
 Geht man von einer täglichen Wasseraufnahme von 2 Litern für Erwachsene aus, bedeutet dies, dass der durchschnittliche jährliche Konsum von Nanoplastik durch den Menschen, allein durch Trinkwasser in Flaschen, bei 10¹⁴ Partikel liegen könnte. 
  Zur Verdeutlichung: 10¹⁴&amp;nbsp; Partikel = 100. 000 000 000 000 Partikel (hundert Billionen)  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 Quelle:  https://pubs.acs.org/cms/10.1021/acs.est.3c00842/asset/images/large/es3c00842_0005.jpeg  
  Zusammenfassung der Studienergebnisse:  
 
 Durchbruch mit einem neuartigen, für SERS aktiven Substrat für bislang fehlende Analysemethoden 
 Substrat erkennt Standard-Polystyrol (PS)-Nanoplastiken bis zu 50 nm Größe mit erstaunlicher Genauigkeit (0,001 %, 1,5 × 10¹¹ Partikel/ml) 
 alarmierende Entdeckung von PET-Nanoplastik in handelsüblichem Flaschen-Trinkwasser (88,2 nm Größe) 
 Nanopartikel-Tracking-Analyse (NTA) schätzt eine Konzentration von etwa 10⁸ Partikel/ml in den Wasserproben 
 Extrapolation ergibt einen erschreckend hohen jährlichen Konsum von Nanoplastik durch Menschen allein durch Trinkwasser aus Flaschen (10¹⁴ Partikel) 
 
 &amp;nbsp; 
  Weitere Studie aus den USA: Pro Liter Wasser in Flaschen über 105.000 Mikro-Nano-Kunststoffpartikel  
 Für eine Studie  [2]   haben Forscher eine innovative optische Bildgebungstechnik entwickelt. Ein innovativer Durchbruch in der optischen Bildgebung ermöglicht die präzise Erkennung und Analyse dieser mikroskopisch kleinen Gesundheitsbedrohungen. Die hyperspektral stimulierte Raman-Streuung (SRS)-Bildgebungsplattform in Verbindung mit einem automatisierten Identifikationsalgorithmus zeigt alarmierende Mengen an Nanoplastik, das aufgrund seiner geringen Größe als potenziell toxisch betrachtet wird. 
 Dabei wurden pro Liter Wasser in Flaschen über 200.000 Mikro-Nano-Kunststoffpartikel gefunden, die meisten davon waren Nanoplastik. &quot;Das ist zehn- bis hundertmal mehr als nach früheren, primär auf größere Mikropartikel ausgerichteten Schätzungen&quot;, berichtet Naixin Qia, Studie-Mitautorin. 
 Möglicherweise ist die Kontamination von Tafel- und Mineralwasser durch Nanoplastik noch umfangreicher als bisher angenommen. Obwohl eine neue Analysemethode entwickelt wurde, konnte das Team um Qian nur etwa 10 Prozent der identifizierten Nanoteilchen zweifelsfrei als Kunststoffpartikel erkennen, was zu der Schätzung von 200.000 Partikeln pro Liter führte. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass die verbleibenden 90 Prozent der Nanopartikel höchstwahrscheinlich ebenfalls aus Nanoplastik bestehen. (siehe Daten der oberen Studie)&amp;nbsp; 
 Auswirkungen von Nanokunststoffen in Trinkwasserflaschen und anderen Plastikflaschen 
 Weltweit belief sich 2019 der Verbrauch von Trinkwasser aus Plastikflaschen auf 391 Milliarden Liter. Dieser hohe Konsum macht den Einfluss von Plastikwasserflaschen auf Menschen und Umwelt besonders relevant. Einer der Gründe warum sich eine Studie  [3]  , aus Februar 2022, auf die Charakteristiken von Nanoplastik in Flaschenwasser fokussierte. 
 Bisherige Forschungen vor dieser Zeit haben sich hauptsächlich auf Makro- und Mikroplastik konzentriert, während die vorliegende Forschung neue Techniken nutzte. Darunter die Tangentialfluss-Ultrafiltration (TFU), eine hochauflösende optische Nanoskopie mit Mikrosphärenlinse, um Nanoplastikpartikel zu visualisieren und deren Molekülstruktur zu analysieren. 
 Die Ergebnisse zeigen einen hohen Anteil organischer Nanopartikeln, die hauptsächlich aus dem Zerfall von Plastikwasserflaschen stammen. Die Forschung legt nahe, dass Nanoplastiken aufgrund ihrer geringen Größe und einzigartigen Eigenschaften ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellen. Ihre winzige Struktur ermöglicht es ihnen, tief in biologische Gewebe einzudringen, was zu schwerwiegenderen Auswirkungen führen kann. Neben Gefahren, wie oxidativen Schäden, Entzündungen und Genveränderungen, zeigen sich auch eine Verbindung zwischen der Exposition gegenüber Nanoplastik und neurodegenerativen Erkrankungen sowie Krebs. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 Quelle: Characteristics of nano-plastics in bottled drinking water, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304389421023724 
 Eine jüngst im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichte Studie  [4]  , verdeutlicht nun, wie Mikroplastik im Trinkwasser das Verhalten und die Immunität von Mäusen beeinträchtigt. Die Forschung, durchgeführt von einem Team der University of Rhode Island, deckte signifikante Verhaltensänderungen und Immunreaktionen sowohl bei jungen als auch bei alten Mäusen auf. 
 Die Studie konzentrierte sich darauf, wie Mikroplastik das Verhalten und die Immunantwort von Säugetieren, möglicherweise auch beim Menschen, beeinflussen kann. Um dies zu untersuchen, wurden weibliche C57BL/6J-Mäuse drei Wochen lang verschiedenen Konzentrationen von Polystyrol-Mikroplastik in ihrem Trinkwasser ausgesetzt. Diese Methode sollte die tägliche Exposition von Menschen gegenüber Mikroplastik nachahmen. 
 Die Ergebnisse zeigten, dass Mäuse, die dem Mikroplastik ausgesetzt waren, signifikante Veränderungen im Verhalten aufwiesen, insbesondere bei älteren Mäusen. Diese Veränderungen wurden durch Freiland- und Hell-Dunkel-Präferenztests gemessen, die auf eine erhöhte Bewegungs- und Aufzuchtaktivität hindeuteten. Die Forscher stellten auch Veränderungen in der Immunantwort fest, wobei ältere Mäuse stärker betroffen waren. Besorgniserregend war, dass Mikroplastik in verschiedenen Geweben, einschließlich dem Gehirn, nachgewiesen wurde, was darauf hinweist, dass es Schutzbarrieren wie die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. 
  Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass schon kurze Expositionen gegenüber winzigen Plastikpartikeln signifikante Auswirkungen auf das Verhalten von Mäusen und auch andere Säugetiere haben, einschließlich uns Menschen . 
 &amp;nbsp; 
  Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren folgenden Blogbeiträgen.  
  Mikroplastik in Plastikflaschen  
  Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen. Mikroplastik löst Entzündungen aus und dient als Magnet für Umweltgifte.  
  Mikroplastik in unserer Ernährung und Körperpflege?  
  Schädigt Mikroplastik unsere Zellen  
  Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?&amp;nbsp;  
  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
  Zeitbombe Plastik  
 &amp;nbsp; 
 Alarmierende Präsenz von Nanoplastik und mögliche Maßnahmen 
 Fortschrittliche Analysemethoden ermöglichen nun die Identifizierung und Charakterisierung von Nanoplastik mit bisher unerreichter Genauigkeit. Die aktuelle Studienlage verdeutlicht die alarmierende Präsenz von Nanoplastik in handelsüblichem Trinkwasser. Angesichts der potenziellen Gefahren für die menschliche Gesundheit und Ökosysteme erfordert dies dringende Maßnahmen zur Minimierung und Überwachung von Nanoplastik. 
 Um mögliche Risiken für die Gesundheit auszuschließen, sollten Konsument generell auf den Gebrauch von Trinkwasser in Plastikflaschen verzichten und stattdessen ausschließlich sauberes Wasser trinken. 
 Moderne &amp;nbsp; Wasserfiltersysteme  mit mehrstufiger Molekularfiltration garantieren eine effektive Entfernung von Verunreinigungen, einschließlich Plastikpartikeln, aus dem Leitungswasser. Diese leistungsstarken Filter ermöglichen es, sauberes Trinkwasser direkt an der Entnahmestelle bereitzustellen. 
 &amp;nbsp; 
   
 
   [1]   Vgl. ACSPublications: &quot;Identification of Poly(ethylene terephthalate) Nanoplastics in Commercially Bottled Drinking Water Using Surface-Enhanced Raman Spectroscopy&quot;, 2023 
 https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.3c00842 
 
 
   [2]   Vgl. PNAS: &quot;Rapid single-particle chemical imaging of nanoplastics by SRS microscopy”, 2024   https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2300582121  
 
 
   [3]   Vgl. ScienceDirect: &quot;Characteristics of nano-plastics in bottled drinking water&quot;, 2022 
 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304389421023724 
 
 
   [4]   Vgl. MDPI: &quot;Acute Exposure to Microplastics Induced Changes in Behavior and Inflammation in Young and Old Mice&quot;,&amp;nbsp; chemical imaging of nanoplastics by SRS microscopy”, 2023 
 https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2300582121 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2024-01-25T10:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wie viel Wasser benötigt Ihr Körper täglich?</title>
            <id>https://www.wassermanufaktur.com/blog/wie-viel-wasser-benoetigt-ihr-koerper-taeglich</id>
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                                            Eine Faustregel besagte bislang, dass wir rund 2 Liter täglich Trinkwasser zu uns nehmen sollten. Der Mediziner Dr. Fereydoon Batmanghelidj veröffentlichte bereits 1992 das Buch „Sie sind nicht krank, sie sind durstig“ indem er verdeutlichte, dass der tägliche Bedarf an Wasser...
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                <![CDATA[
                  Eine Faustregel besagte bislang, dass wir rund 2 Liter täglich Trinkwasser zu uns nehmen sollten. Der Mediziner Dr. Fereydoon Batmanghelidj veröffentlichte bereits 1992 das Buch „Sie sind nicht krank, sie sind durstig“ indem er verdeutlichte, dass der tägliche Bedarf an Wasser auch vom Gewicht abhängig ist und entwickelte die Formel von 30 ml je kg Körpergewicht in Kombination mit Zufuhr von hochwertigem Salz für eine optimale Wasserversorgung.   [1]    Eine aktuelle Studie aus Japan ist nun erneut der Frage nachgegangen, wie viel ein Mensch täglich trinken sollte und beschreibt weitere Einflussfaktoren.   [2]     
  &amp;nbsp;  
     
  &amp;nbsp;  
 Japanische Studie im Überblick 
 Wasser ist überlebenswichtig, aber einer von drei Menschen weltweit (2,2 Milliarden Menschen) hat keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Vor diesem Hintergrund untersuchten 90 Forscher um Yosuke Yamada vom japanischen Nationalen Forschungsinstitut für Gesundheit und Ernährung die Anforderungen an die tägliche Wasseraufnahme. 
 Sie untersuchten den Wasserumsatz von 5604 Personen im Alter von 8 Tagen bis 96 Jahren aus 23 Ländern mit Hilfe von speziellen Isotopen-Tracking (2H)-Methoden. Dabei standen Alter, Körpergröße und -zusammensetzung im signifikanten Zusammenhang mit dem Wasserumsatz, ebenso wie körperliche Aktivität, sportlicher Status, Schwangerschaft, sozioökonomischer Status und Umweltmerkmale (Breitengrad, Höhe, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit). Auf der Grundlage dieser umfangreichen Daten stellten die Forscher Gleichungen zur Vorhersage des menschlichen Körpergewichts in Abhängigkeit von anthropometrischen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Faktoren auf. 
 Wasserbedarf sehr individuell 
 Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Bedarf an Trinkwasser bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Besonders hoch ist der Wasserbedarf bei Neugeborenen bei denen täglich rund 28 % des Wassers in ihrem Organismus erneuert werden müssen. 
 Bei Erwachsenen beeinflusst besonders der Körperfettanteil den Wasserbedarf, denn Fettgewebe enthält weniger Wasser als andere Gewebestrukturen. Grundsätzlich stellten die Forscher fest, dass sportliche Personen im Schnitt einen Liter mehr Wasser im Körper umsetzen als unsportliche. Demnach ist eine allgemeingültige Regel für alle Menschen eher ungeeignet. 
 Weitere Beiträge rund um Trinkwasser findest Du auch in unseren folgenden Blogbeiträgen: 
 &amp;nbsp; 
    Deutsche trinken zu wenig Wasser, aber wieviel ist eigentlich empfehlenswert?    
   Studie 2022: Regenwasser weltweit nicht trinkbar  &amp;nbsp; 
   Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet   
   Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“   
   Ist Leitungswasser die beste Wahl?   
   Wasser 2050: Lebt die Hälfte der Menschen in Wasserrisikogebieten?   
 &amp;nbsp; 
 Fazit: Persönlichen Wasserbedarf ermitteln 
 Der menschliche Körper besteht zu etwa 25 Prozent aus fester Masse, während ganze 75 Prozent aus Wasser bestehen. Dieses Verhältnis verdeutlicht die essenzielle Rolle der Flüssigkeitszufuhr für unseren Organismus. Um herauszufinden, wie viel Wasser dein Wohlbefinden fördert, kannst du ganz einfach einen Wasserbedarf-Rechner nutzen. 
 Um den persönlichen Wasserbedarf zu ermitteln, solltest du deine Lebensumstände, aber auch Alter und Gewicht unter die Lupe nehmen. Eine gute Orientierungshilfe bietet die Berechnung nach Dr.Fereydoon Batmanghelidj mit 30 ml je Kg Körpergewicht. 
 Du willst genau wissen, wie viel Wasser dein Wohlbefinden fördert und dabei weitere Faktoren wie Sport, Jahreszeit etc. berücksichtigen? Dann probiere den&amp;nbsp; Wasserbedarfs-Rechner  aus. 
 Wir empfehlen dir im Zweifel immer etwas mehr zu trinken und dabei vor allem auf die Wasserqualität zu achten. Trinke ausschließlich reines Trinkwasser, dass frei von Schwermetallen, Chemikalien, Mikroplastik und sonstigen Schadstoffen ist. Ideale Voraussetzungen dafür bietet Idir gefiltertes Wasser aus Molekularfilteranlagen. Mehr dazu erfährst du in unserem  Wasserwissen . 
   
 
   [1]   Vgl. Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!: Heilung von innen mit Wasser und Salz | F. Batmanghelidj | ISBN: 9783935767255 
 
 
   [2]   Vgl. Yosuke Yamada, Xueying Zhang: &quot;Variation in human water turnover associated with environmental and lifestyle factors.&quot;, https://www.science.org/doi/10.1126/science.abm8668, November 2022 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2023-11-28T10:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Chemikalien: Belastung von Mensch und Umwelt bislang stark unterschätzt</title>
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                <![CDATA[
                  Nur wenige Dutzend der mehreren tausend vorhandenen Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) werden derzeit mittels konventioneller Zielanalyse überwacht. Eine neue Nachweismethode des Helmholtz-Zentrum Hereon zeigt überraschend viele der Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen in den untersuchten deutschen sowie chinesischen Flüssen und macht deutlich, dass wir bislang erst die Spitze des Eisbergs kennen und das nach dem Verbot von Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA) zum Einsatz kommende Ersatzstoffe genauso problematisch sind .  [1]    Darüber hinaus sind selbst modernste Klärwerke nicht in der Lage, alles zu filtern.   [2]    Welche Folgen hat das für unser Trinkwasser?  
 &amp;nbsp; 
     
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 Studie des Helmholtz-Zentrum Hereon 
 Die Studie des Helmholtz-Zentrum Hereon wurde in einem Fachartikel der Environmental Science &amp;amp; Technology veröffentlicht und verwendete verdächtiges Screening, um Muster von neu auftretenden und neuartigen PFAS in deutschem und chinesischem Flusswasser zu untersuchen, das von industriellen Chemikalien betroffen ist. Insgesamt wurden 86 PFAS (vorläufig) in Deutschland und China identifiziert und in 18 Strukturkategorien gruppiert. 
 PFAS - Per- und polyfluorierte Chemikalien 
 Schon seit den 1940ern werden in vielen unserer alltäglichen Produkte, wie Kleidung Verpackungen, Kosmetikartikel und Medizin PFAS verarbeitet. Dabei werden sie für Ihre Stabilität und Schmutz- sowie Wasserabweisung geschätzt. Möglich wird dies durch die darin enthaltenen Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen. Während die Industrie von diesen Verbindungen profitiert, belasten PFAs zunehmend die Umwelt, denn sie bauen sich kaum ab und haben nachgewiesen sogar in unserem Organismus eine Halbwertszeit von 9 Jahren. 
 Das große Problem dabei nicht nur in der Umwelt sind die PFAS überall zu finden, sondern auch unser Körper ist zunehmend damit belastet mit weitreichenden Folgen. Insbesondere im Hinblick auf das mit den PFAS in Verbindung stehen Risiko an Krebs zu erkranken. 
 Weiterführende Artikel zu diesem Thema finden Sie in unserem Blog auch unter:    
   Jahrhundertgift PFAS konzentriert im Boden und Wasser: Welche zusätzlichen Herausforderungen entstehen dadurch für die Wasserversorgung?   
   Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) – auch im Wasser angekommen   
   Studie 2022: Regenwasser weltweit nicht trinkbar   
   Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen. Mikroplastik löst Entzündungen aus und dient als Magnet für Umweltgifte.   &amp;nbsp; &amp;nbsp; 
 Inwieweit werden PFAs kontrolliert? 
 Offiziell wird regelmäßig davon gesprochen, wie unter anderem unser Wasser mit klassischen Methoden im Labor auf bedenkliche Inhaltsstoffe hin untersucht wird. 
 Allerdings müssen diese bereits bekannt sein und Vergleichsmuster existieren. Die Industrie hingegen legt in vielen Fällen überhaupt nicht offen, welche PFAs zum Einsatz kommen. So bleibt oft vollkommen unklar, welche Chemikalien tatsächlich ihren Weg in unsere Umwelt finden. 
 Dr.Hanna Joerss vom Helmholtz-Zentrum Hereon für Umweltchemie bestätigt im Rahmen der Studie: „ Bis vor Kurzem mussten wir im Vorfeld genau wissen, welche Stoffe wir nachweisen wollen. Wir haben nun eine neue Methode eingesetzt, die auch das sogenannte Dark Matter, also die unbekannten Substanzen in den Proben, aufzeigt“. Dafür entnahmen sie zunächst Wasserproben aus deutschen und chinesischen Flüssen in der Nähe von Industriestandorten. Unter anderem mithilfe der hochauflösenden Massenspektrometrie konnten sie über die Bestimmung der Masse schließlich alle in den Proben befindlichen chemischen Verbindungen identifizieren und quantifizieren .“ 
 Toxische Ersatzstoffe wie HFPO-DA 
 Die meisten fluorierten Kohlenwasserstoffe konnte das Expertenteam um Joerss im Fluss Xiaoqing mit 63 PFAS und im bayrischen Fluss Alz mit 56 PFAS belegen. Im Ergebnis wurden in der Untersuchung 86 PFAS identifiziert, nur rund 30 davon werden in Labors überhaupt im Wasser analysiert. 
 Zwar sind weltweit Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA) heute verboten, jedoch werden Ersatzsubstanzen wie unter anderem Hexafluorpropylenoxid-Dimersäure (HFPO-DA) verarbeitet, die auch als „regrettable substitutes“ bezeichnet werden und deren toxische Auswirkungen auf Mensch und Umwelt erst in aufwendigen Studien nachgewiesen werden müssen. So kann es Jahrzehnte dauern, bis diese überhaupt untersucht, reguliert oder verboten werden. 
 Klärwerke filtern nicht alles 
 Im Rahmen einer neuen Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag und der ETH Zürich [3]  wurden 11 Klärwerke ausgewählt, die entweder über fortschrittliche Behandlungsmethoden für Industrieabwässer verfügen und sich auch auf synthetische organische Verbindungen fokussieren oder als mechanische und biologische Standardkläranlagen für häusliche und industrielle Abwässer fungieren. 
 Über mehrere Monate wurden täglich Wasserproben entnommen und mit Hilfe des Verfahrens der hochauflösenden Massenspektrometrie überwacht. Damit lässt sich die gesamte Anzahl aller vorhandenen Substanzen im Wasser und deren Spitzenzeiten beobachten. 
 Erwartungsgemäß enthielt das Industrieabwasser einen höheren Anteil an synthetisch organischen Verbindungen und war bis zu 15-mal vielfältiger als die des häuslichen Abwassers. Darüber hinaus wurde jedoch auch eine Vielzahl an nicht identifizierbaren Chemikalien ausfindig gemacht, die in Spitze Werte bis zu 70.000 erreichten, die weit über die Standardliste von Zielschadstoffen hinausgeht und somit unerkannt bleibt und nicht herausgefiltert werden 
   
 Eigenverantwortung übernehmen 
 Solange unklar bleibt, welche PFAS überhaupt in welchen Mengen in unsere Umwelt und in unser Trinkwasser gelangen und Klärwerke nicht in der Lage sind, alle herauszufiltern, ist es besonders wichtig selbst Verantwortung zu übernehmen. Unsere  Wasserfiltersysteme  garantieren Ihnen dank mehrstufiger Molekularfilterung reinstes Trinkwasser, frei von toxischen PFAs und anderen Schadstoffen. 
   
 
   [1]   Vgl: Joerss, Menger, Tang: &quot;Beyond the Tip of the Iceberg: Suspect Screening Reveals Point Source-Specific Patterns of Emerging and Novel Per- and Polyfluoroalkyl Substances in German and Chinese Rivers&quot; https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c07987, 2022 
 
 
   [2]   Anliker, S.; Santiago, S.; Fenner, K.; Singer, H. (2022) Large-scale assessment of organic contaminant emissions from chemical and pharmaceutical manufacturing into Swiss surface waters, Water Research, 215, 118221 (10 pp.), doi:10.1016/j.watres.2022.118221 
 
 
   [3]   Vgl. ScienceDirect: A. Anliker, S. Santiago: &quot;Large-scale assessment of organic contaminant emissions from chemical and pharmaceutical manufacturing into Swiss surface waters&quot;,https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0043135422001841?via%3Dihub, 2022 
 
 
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            <title type="text">Trinkwasser radioaktiv belastet?</title>
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                                            Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) untersuchte 2020 die radioaktive Strahlung in unserem Trinkwasser. Dabei wurden große Schwankungen in der Strahlenbelastung festgestellt. Bis Ende 2022 sollten Daten von 15.000 Wasserversorgern ausgewertet werden. Bis heute existiert jedo...
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                  Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) untersuchte 2020 die radioaktive Strahlung in unserem Trinkwasser. Dabei wurden große Schwankungen in der Strahlenbelastung festgestellt. Bis Ende 2022 sollten Daten von 15.000 Wasserversorgern ausgewertet werden.   [1]    Bis heute existiert jedoch nur ein Leitfaden   [2]    und keine verbindlichen Vorschriften in der neuen Trinkwasserverordnung 2023   [3]   , die eine spezifische Messung und Überwachung der Radioaktivität im Trinkwasser gesetzlich vorschreiben.   [4]   
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Quelle: PublicDomainPictures auf Pixabay 
   Die Arbeit des BfS hatte die Zielstellung, zukünftig einen verbesserten Einblick in die radioaktiven Stoffe in unserem Trinkwasser in Deutschland zu erhalten. Seit 2019 wurden dazu umfangreiche Daten von vielen Wasserversorgern im ganzen Land angefordert, die im Rahmen der laufenden Studie bis Ende 2022 analysiert werden sollten. 
 Datenmaterial aus 2009 
 Eine veraltete Studie des BfS aus dem Jahr 2009 weist auf das Vorhandensein radioaktiver Stoffe im Trinkwasser hin. Laut dem BfS handelte es sich dabei insgesamt um niedrige Werte. Das BfS erklärte weiterhin:  „Erwachsene sind aufgrund von Radionukliden im Trinkwasser durchschnittlich einer Strahlung von etwa 0,009 Millisievert pro Jahr ausgesetzt. Bei Säuglingen liegt dieser Wert im Schnitt etwa bei 0,05 Millisievert. Zum Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung, der die Bevölkerung insgesamt im Schnitt pro Jahr ausgesetzt ist, beträgt etwa 2,1 Millisievert“ .  [5]  &amp;nbsp;  
 Eine damalige Untersuchung zur Präsenz von Radon im Trinkwasser bestätigte eine geringe Belastung durch natürliche radioaktive Stoffe im deutschen Trinkwasser. Dennoch variierte der Gehalt an natürlichen Radionukliden im Trinkwasser aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds stark und ist regional unterschiedlich. Bis Ende 2019 waren nur große Wasserversorger gemäß der Deutschen Trinkwasserverordnung verpflichtet, die Konzentration von Radionukliden im Trinkwasser zu überprüfen. In Gebieten mit erhöhtem Radongehalt sollen die Wasserversorger Maßnahmen ergreifen, um den Radonanteil im Trinkwasser zu reduzieren.  [6]   
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Daten von 15.000 Wasserversorgern 
 Im Jahr 2020 strebte das BfS einen verbesserten Überblick über die Wasserqualität in Deutschland an. Die Forschung konzentrierte sich dabei ausschließlich auf natürliche radioaktive Stoffe, insbesondere die Zerfallsprodukte von Uran-238, Uran-235 und Thorium-232, die in unserem Trinkwasser aufgrund der unterschiedlichen Gesteine und Böden vorkommen können. 
 Diese radioaktiven Stoffe haben weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Uran schädigt unseren Körper auf zwei Arten: Als Schwermetall ist es giftig und zusätzlich radioaktiv. Es sendet gefährliche Alphastrahlen aus, die Zellen zerstören oder verändern. Geschädigte Zellen wiederrum haben ein höheres Potential Krebs zu entwickeln. Die Einlagerung von Uran in unserem Körper wird auch mit zahlreichen Krankheiten, Entwicklungsstörungen, Fruchtbarkeitsproblemen und Nervenversagen in Verbindung gebracht.  [7]   
 Ergebnisse Studie: Radionuklidgehalte im Trinkwasser 2020- 2022 
 Im Rahmen der Studie wurde eine zentrale Datenbank erstellt, in der rund 13.000 Datensätze mit Informationen über den Gehalt an natürlichen radioaktiven Stoffen im Trinkwasser zusammengeführt wurden. Diese Daten stammen von etwa 3.700 Wasserversorgungsanlagen und wurden von den Wasserversorgungsunternehmen und den zuständigen Behörden der Bundesländer für verschiedene Regionen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Die Datensätze enthalten vor allem Informationen über Radon und die Gesamt-Alpha-Aktivitätskonzentration im Trinkwasser, wie es in den Vorschriften der Trinkwasserverordnung gefordert ist. 
 Die entwickelte Datenbank soll den Wasserversorgungsunternehmen und den zuständigen Behörden helfen, einen Überblick über die natürliche Radioaktivität im Trinkwasser in Deutschland zu erhalten. Bei Bedarf wollen sie so Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung ableiten und ihrer Informationspflicht gegenüber betroffenen Verbrauchern nachkommen.  [8]   Konkrete Aussagen zur tatsächlichen radioaktiven Belastung des Trinkwassers wurden nicht getroffen. Abgesehen von einem Leitfaden gab es keine Änderungen, auch die neue Trinkwasserverordnung 2023  [9]   blieb davon unberührt. 
 &amp;nbsp; 
 Unser Resümee zur Radioaktivität im Trinkwasser 
 Obwohl das BfS veröffentlicht, dass die Belastung des Trinkwassers mit radioaktiven Stoffen gering ist, beeinflusst selbst eine geringe Menge die Qualität unseres Wassers. Moderne  Wasserfiltersysteme  für den privaten, geschäftlichen und mobilen Gebrauch filtern biologische, chemische und radioaktive Stoffe zuverlässig aus unserem Trinkwasser heraus. Dadurch können wir reinstes Wasser genießen, ohne uns Sorgen über mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen machen zu müssen. 
   
 
  [1]  Vgl. BfS: „BfS lässt aktuelle Daten zur Radioaktivität im Trinkwasser auswerten“ https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2020/014.html 
 
 
  [2]  Vgl. Bfs: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/trinkwasser/trinkwasser.html 
 
 
  [3]  Vgl. Trinkwasserverordnung 2023 https://www.dvgw.de/themen/wasser/trinkwasserverordnung 
 
 
  [4]  Vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: &quot;Aktuelle Studie: Radionuklidgehalte im Trinkwasser&quot;, https://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/projekte/trinkwasser/trinkwasser.html, 2020 
 
 
  [5]  Vgl. Fachbereich Strahlenschutz und Umwelt: Strahlenexposition durch natürliche Radionuklide im Trinkwasser in der Bundesrepublik Deutschland, Beyermann, M., Bünger, T., Gehrcke, K. Obrikat, D.http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-20100319945/3/BfS_2010_SW_06_09.pdf, 2009 
 
 
  [6]  Vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: &quot;Aktuelle Studie: Radon im Trinkwasser&quot;, https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/vorkommen/trinkwasser.html, 2020 
 
 
  [7]  Vgl. ICBUW Deutschland: &quot;Wie wirkt abgereichertes Uran auf die Gesundheit?&quot;, https://www.uranmunition.org/das-problem/gesundheitsfolgen/, 2020 
 
 
  [8]  BfS: „Studie: Radionuklidgehalte im Trinkwassern“ Vgl. https://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/projekte/trinkwasser/trinkwasser.html 
 
 
  [9]  Vgl. Trinkwasserverordnung 2023 https://www.dvgw.de/themen/wasser/trinkwasserverordnung 
 
 
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            <title type="text">„forever chemicals“ – PFAS - Ewige Chemikalien im Leitungswasser?</title>
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                  Fast die Hälfte des Leitungswassers in den Vereinigten Staaten enthält sogenannte &quot;ewige Chemikalien - PFAS&quot;, wie eine Studie der US-Wissenschaftsbehörde USGS festgestellt hat.   [1]    Diese per- und polyfluorierten Substanzen sind in mindestens 45 Prozent des landesweiten Leitungswassers vorhanden. In Städten sind etwa 75 Prozent der Versorgung betroffen, besonders hohe Mengen wurden in Metropolen wie New York, Boston und Los Angeles festgestellt, während es in ländlichen Regionen immerhin noch 25 Prozent sind. Hier führen das Ranking Gebiete wie Colorado oder Wisconsin an, in denen Chemiekonzerne produzieren.  
  &amp;nbsp;   
 Quelle: Bild von RayMark auf Pixabay 
 Ewige Chemikalien PFAS 
 PFAS (Per- und&amp;nbsp;Polyfluoralkylsubstanzen ) sind eine Gruppe von synthetischen Chemikalien, die in vielen alltäglichen Anwendungen enthalten sind, von Fast-Food-Verpackungen und antihaftbeschichtetem Kochgeschirr bis hin zu Feuerlöschschaum und anderen Produkten. 
 Bedenklich ist, dass höhere Konzentrationen einiger PFAS laut der US-Umweltschutzbehörde (U.S. Environmental Protection Agency) beim Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Forscher arbeiten daran, die möglichen langfristigen Auswirkungen einer Exposition gegenüber PFAS besser zu verstehen. 
 Das besorgniserregende an PFAS ist ihre extreme Langsamkeit beim Abbau, weshalb sie als &quot;Ewige Chemikalien&quot; bezeichnet werden. Diese Eigenschaft, kombiniert mit ihrer starken Verbreitung, stellt ein besonderes Problem für die Wasserqualität dar. 
 Gegenstand der Studie 
 Die Forscher führten von 2016 bis 2021 eine umfangreiche Untersuchung durch, bei der sie Wasserproben aus etwa 700 öffentlichen und privaten Wasserhähnen in allen Bundesstaaten auf das Vorhandensein von 32 verschiedenen PFAS-Verbindungen untersuchten. Gut zu wissen: es existieren schätzungsweise  12.000 Arten von PFAS  und in dieser Studie wurden nur bestimmte Vertreter dieser Chemikaliengruppe analysiert und mit einer vom USGS National Water Quality Laboratory entwickelten Methode untersucht. 
 Die in dieser Studie am häufigsten nachgewiesenen Verbindungen waren PFBS, PFHxS und PFOA. Besonders besorgniserregend dabei: die vorläufigen Gesundheitsempfehlungen der EPA (regelt die öffentliche Wasserversorgung in den USA) aus dem Jahr 2022 für PFOS und PFOA wurden in sämtlichen Proben überschritten, in denen diese Verbindungen nachgewiesen wurden. 
  „USGS-Wissenschaftler testeten Wasser, das direkt aus den Spülbecken der Menschen im ganzen Land kommt, und lieferten damit die bisher umfassendste Studie über PFAS im Leitungswasser sowohl aus privaten Brunnen als auch aus der öffentlichen Wasserversorgung&quot; , sagte die USGS-Forschungshydrologin Kelly Smalling, die Hauptautorin der Studie. &quot; Die Studie schätzt, dass mindestens eine Art von PFAS - von denen, die überwacht wurden - in fast der Hälfte des Leitungswassers in den USA vorhanden sein könnte. Darüber hinaus waren die PFAS-Konzentrationen in der öffentlichen Versorgung und in privaten Brunnen ähnlich.“   
 Reaktion von Gesundheitsbehörden in den USA 
 Um die Gesundheitsbelastungen zu minimieren, empfehlen Gesundheitsorganisationen den Verbrauchern Wasserfilter mit Aktivkohle oder Umkehrosmoseanlagen (Molekularfiltration). Einige Städte setzen bereits Filtertechnologien ein, um PFAS aus dem Trinkwasser zu entfernen, bevor es in die Haushalte gelangt. 
 Allerdings warnen Experten in Minnesota vor den hohen Kosten für die Reinigung des Wassers und schätzen, dass allein in diesem Bundesstaat in den nächsten 20 Jahren bis zu 28 Milliarden Dollar aufgewendet werden müssen, um das Wasser von PFAS zu säubern. 
 Eine Sprecherin betonte, dass es wichtig sei, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Chemikalien erst gar nicht in den Wasserkreislauf gelangen zu lassen. Dies könnte nicht nur finanzielle Belastungen reduzieren, sondern auch langfristige gesundheitliche Risiken mindern. Die Bemühungen, den Eintrag von PFAS in die Umwelt zu minimieren, sind von entscheidender Bedeutung, um die Wasserqualität zu schützen und die Gesundheit der Menschen zu wahren.  [2]   
 PFAS weltweit und auch in Deutschland im Trinkwasser? 
 Nach den Studienergebnissen aus den USA ist davon auszugehen, dass es auch in Deutschland bei der Belastung des Trinkwassers mit PFAS nicht viel besser aussieht. 
 Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren folgenden Blogbeiträgen: 
  Jahrhundertgift PFAS konzentriert im Boden und Wasser: Welche zusätzlichen Herausforderungen entstehen dadurch für die Wasserversorgung?  
  Kaum noch ökologisch intakte Gewässer in Deutschland | Blog | WasserManufaktur  
  Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  Bayern: Krebserregende Chemikalie PFOA im Trinkwasser  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“  
 Fazit: PFAS sind ein unkalkulierbares Risiko für unsere Gesundheit 
 Der Anteil an PFAS im Trinkwasser ist besorgniserregend und ist bislang leider ein unberechenbares Gesundheitsrisiko. In Deutschland existieren bislang keine flächendeckenden Untersuchungen. &amp;nbsp;Um das Risiko zu minimieren, empfehlen wir den Einsatz von Wasserfiltern für die ganze Familie. 
 Ein effektive  Wasserfilteranlage , die nach dem Prinzip der Umkehrosmose arbeitet, entfernt Verunreinigungen wie PFAS zuverlässig aus Ihrem Leitungswasser und macht es zu sauberem und sicherem Trinkwasser. 
   
 
  [1]  Vgl. USGS: &quot;Tap water study detects PFAS &#039;forever chemicals&#039; across the US&quot;, https://www.usgs.gov/news/national-news-release/tap-water-study-detects-pfas-forever-chemicals-across-us, 2023 
 
 
  [2]  Vgl. FAZ: &quot;Gefährliches Trinkwasser in den USA&quot; https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/gefaehrliches-trinkwasser-in-den-usa-19021534.html, 2023 
 
 
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                            <updated>2023-07-24T13:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Leitungswasser und Prostatak...</title>
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                  Forscher des Barcelona Institute for Global Health weisen im Rahmen einer Studie im Journal Environmental Health Perspectives auf eine mögliche Verbindung zwischen dem Konsum von ungefiltertem Leitungswasser und einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs im Zusammenhang mit Nitrat und Trihalomethanen (THMs) hin.   [1]    Leitungswasser und in Flaschen abgefülltes Wasser enthalten oft Nitrat, das hauptsächlich durch die Verwendung von Düngemitteln in der Landwirtschaft und Gülle entsteht. Bei THMs handelt es sich um Nebenprodukte der Wasserdesinfektion. Wir fragen nicht nur anlässlich des Weltwassertages: Wie lässt sich die Gefahr reduzieren?  
 &amp;nbsp; 
     
 Diagnose Krebs 
 Jedes Jahr erhalten fast 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs, wobei Männer etwa 20% häufiger betroffen sind als Frauen. Prostatakrebs ist dabei die häufigste Krebsart bei Männern. 
 Ziel der Studie zum Konsum von wassergetragenem Nitrat und Trihalomethanen in Leitungs- und Flaschenwasser 
 Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Nitrat und Trihalomethanen (THM) im Trinkwasser und dem Risiko für Prostatakrebs zu bewerten. Nitrat und THM sind zwei häufige Verunreinigungen im Trinkwasser. 
 Nitrat stammt aus landwirtschaftlichen Düngemitteln und Gülle aus der Intensivtierhaltung und gelangt in Flüsse, Seen und in das Grundwasser. 
 THMs hingegen entstehen als Nebenprodukte der Wasserdesinfektion mit Chlor und können auch beim Duschen, Schwimmen in Schwimmbädern oder beim Geschirrspülen eingeatmet und über die Haut aufgenommen werden. 
 Die Studie untersuchte, ob eine langfristige Exposition gegenüber Nitrat im Erwachsenenalter das Krebsrisiko erhöht und ob eine Langzeitexposition gegenüber THMs mit einem erhöhten Risiko für Blasenkrebs in Zusammenhang steht. 
 Krebs und Langzeitbelastung durch Nitrat und THMs im Trinkwasser 
 Ein Forschungsteam unter der Leitung von ISGlobal untersuchte 697 Fälle von Prostatakrebs, darunter 97 aggressive Tumore, die zwischen 2008 und 2013 in spanischen Krankenhäusern diagnostiziert wurden. Außerdem wurde eine Kontrollgruppe aus 927 Männern im Alter von 38 bis 85 Jahren, die zum Zeitpunkt der Studie keinen Krebs hatten, gegenübergestellt. 
 Die Studie hatte das Ziel zu beurteilen, ob es einen Zusammenhang zwischen einer langfristigen Exposition gegenüber Nitrat und THMs im Trinkwasser und Prostatakrebs gibt. Die Forscher schätzten die durchschnittliche Exposition jedes Teilnehmers gegenüber Nitrat und Trihalomethanen, basierend auf ihrem Wohnort, der Art des konsumierten Wassers (Leitungswasser, Flaschenwasser oder Brunnenwasser) und der Menge des getrunkenen Wassers im Laufe ihres Lebens. 
 Die Schätzungen basierten auf verfügbaren Daten von Trinkwasserkontrollen, Analysen von Flaschenwasser verschiedener Marken und Messungen an verschiedenen Orten in Spanien, die durch Grundwasser versorgt wurden. 
 Die Studie des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) macht deutlich, dass der langfristige Konsum von Leitungs- und Flaschenwasser mit hohem Nitratgehalt insbesondere bei jüngeren Männern und aggressiven Tumoren ein Risikofaktor für Prostatakrebs sein könnte. 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Quelle: Welt, Donat G. et al., Enviromental Health Perspectives, 2023 
 Bei Teilnehmern mit einer höheren Nitratexposition durch Trinkwasser (im Durchschnitt mehr als 14 mg pro Tag über ihr Leben) war die Wahrscheinlichkeit, einen niedrig- oder mittelgradigen Prostatakrebs zu entwickeln, 1,6-mal höher und die Wahrscheinlichkeit, einen aggressiven Prostatakrebs zu entwickeln, fast 3-mal höher als bei Teilnehmern mit niedrigerer Nitratexposition (im Durchschnitt weniger als 6 mg pro Tag). 
  „Es wurde vermutet, dass aggressiver Prostatakrebs, der mit einer schlechteren Prognose einhergeht, andere ätiologische Ursachen hat als langsam wachsende Tumore mit einem indolenten Verlauf, und unsere Ergebnisse bestätigen diese Möglichkeit“ , erklärte ISGlobal-Forscherin Dr. Carolina Donat-Vargas, Leiterin Autor der Studie.  „Die Risiken im Zusammenhang mit der Aufnahme von Nitrat über Wasser werden bereits bei Menschen beobachtet, die Wasser mit Nitratwerten konsumieren, die unter dem von den europäischen Richtlinien zulässigen Höchstwert liegen, der 50 mg Nitrat pro Liter Wasser beträgt.“  
 Deutsche Forscher warnten bereits vor dem Krebsrisiko durch Leitungswasser und ...&quot; dass besonders Gebiete mit hohem Viehbesatz - etwa in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind .&quot;  [2]   
 Das Problem liegt unter anderem, im globalen Risiko schlechter Wasserqualität und der damit einhergehenden regionalen und weltweiten Belastung durch Stickstoff aus Dünger und Gülle. 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Quelle: Umweltbundesamt 2016 
 Das deutsche Umweltbundesamt hat festgestellt, dass in vielen Regionen die gemessenen Nitratmengen im Trinkwasser zwei- bis dreimal höher als die empfohlenen Werte sind. Um diese Werte zu senken, müsste in einigen Regionen das jährliche Nitrat auf pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche um mehr als 100 Kilogramm reduziert werden. 
 Besonders in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Regionen in Bayern betreiben Versorgungsunternehmen heute einen enormen Aufwand, um Grundwasser für die Trinkwasserversorgung aufzubereiten.  [3]   Darüber hinaus ist auch in Brandenburg das Grundwasser stark mit Nitrat belastet. Ein Bericht des Landesumweltamtes in Brandenburg zeigt, dass bereits zwischen 2006 und 2012 die zulässige Nitratkonzentration im Grundwasser um bis zu 329 Milligramm pro Liter überschritten wurde.   [4]    Im Jahr 2015 wiesen rund 14 Prozent der Messstellen im Land mehr als 50 Milligramm Nitrat pro Liter auf, wie eine Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft belegt.  [5]   
 Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren folgenden Blogbeiträgen: 
  Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord  
  Trinkwasser mit Nitrat belastet?  
  Weltbank warnt vor massiver, weltweiter Krise der Wasserqualität  
  Ist Leitungswasser die beste Wahl?  
  Wasser 2050: Lebt die Hälfte der Menschen in Wasserrisikogebieten?  
  Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“  
  Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  Bayern: Krebserregende Chemikalie PFOA im Trinkwasser  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
 Im folgenden Video der Weltbank „Quality Unknown: The Invisible Water Crisis“ (Übersetzung: Qualität unbekannt - Die unsichtbare Wasserkrise) wird das Problem noch einmal in seinem vollen Ausmaß klar: 
    
 
 
 Quelle:&amp;nbsp; https://www.youtube.com/watch?v=Zm4UoafYCMs  
 
 
 
 
 Fazit: Wie lässt sich das Risiko für Erkrankungen wie Prostatakrebs durch verunreinigtes Trinkwasser reduzieren? 
 Die spanische Studie unter Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) legt nahe, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Die Forscher fanden heraus, dass der Verzehr von viel Ballaststoffen, Obst/Gemüse und Vitamin C die negative Wirkung von Nitrat im Trinkwasser verringern könnte.  [6]   Dieser Ansatz geht uns jedoch nicht weit genug. 
 Solange die Grenzwerte für Nitrat und zahlreiche weitere chemische Substanzen im Trinkwasseraus unserer Sicht zu hoch angesetzt sind oder bestimmte Stoffe (PFAS, Medikamente, Mikro- und Nanoplastik usw.) erst gar nicht untersucht werden, schützen sich Verbraucher zu Hause nur mit einer guten  Wasserfilteranlage . Diese filtert Nitrat, THMs und weitere Schadstoffe aus dem Wasser und ermöglicht den Konsum von reinstem Trinkwasser. 
   
 
  [1]  Vgl. ehp - Environmental Health Perspectives: &quot;Long-Term Exposure to Nitrate and Trihalomethanes in Drinking Water and Prostate Cancer: A Multicase–Control Study in Spain (MCC-Spain)&quot;, https://ehp.niehs.nih.gov/doi/10.1289/EHP11391, März 2023 
 
 
  [2]  Vgl. BUND-Studie: Nitrat im Trinkwasser, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/fluesse/fluesse_trinkwasser_nitrat_studie.pdf, 2019 
 
 
  [3]  Vgl. Welt: In diesen Regionen ist das Grundwasser besonders belastet&quot;, https://www.welt.de/wirtschaft/article167452318/In-diesen-Regionen-ist-das-Grundwasser-besonders-belastet.html, 2017 
 
 
  [4]  Vgl. BUND-Studie: Nitrat im Trinkwasser, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/fluesse/fluesse_trinkwasser_nitrat_studie.pdf, 2019 
 
 
  [5]  Vgl. BDEW: &quot;Bericht zur Nitratbelastung der Trinkwasserressourcen in Deutschland&quot;, https://www.bdew.de/media/documents/20181217_Nitratbericht.pdf, 2019 
 
 
  [6]  Vgl. ehp - Environmental Health Perspectives: &quot;Long-Term Exposure to Nitrate and Trihalomethanes in Drinking Water and Prostate Cancer: A Multicase–Control Study in Spain (MCC-Spain)&quot;, https://ehp.niehs.nih.gov/doi/10.1289/EHP11391, März 2023 
 
 
 
 
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            <title type="text">Jahrhundertgift PFAS konzentriert im Boden und Wasser: Welche zusätzlichen He...</title>
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                                            In Zusammenarbeit mit WDR und der &quot;Süddeutschen Zeitung&quot; hat Panorama in einer monatelangen Recherchearbeit aufgedeckt, wie verseucht deutsche Böden mit PFAS sind. Trotz der bekannten gesundheitlichen Gefahren durch PFAS-Chemikalien zeigt das Rechercheteam von NDR, WDR und SZ,...
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                  In Zusammenarbeit mit WDR und der &quot;Süddeutschen Zeitung&quot; hat Panorama in einer monatelangen Recherchearbeit aufgedeckt, wie verseucht deutsche Böden mit PFAS sind. Auslöser war ein Einsatz der Kieler Feuerwehr, die bei einem Großbrand 2009 Löschschaum verwendete, der hochgiftig war. Darin enthaltene PFAS, per- und polyfluorierte Chemikalien, eine Gruppe aus mehr als 10.000 künstlich hergestellten Stoffen sind heute noch in nicht unerheblichen Mengen im Boden vor Ort zu finden. Die Panorama-Recherchen zeigen, wie weit die Verseuchung mit toxischen PFAS in Deutschland vorangeschritten ist. An über 1.500 Orten fand sich in Deutschland das Jahrhundertgift PFAS konzentriert im Boden. Trotz der bekannten gesundheitlichen Gefahren durch PFAS-Chemikalien zeigt das Rechercheteam von NDR, WDR und SZ, dass es dazu keine Regulierungen gibt, auch nicht für unser Grund- und Trinkwasser. Ein großes Problem für Wasserversorger und Verbraucher.   [1]     
       
 Keine Regulierung von PFAS im Trinkwasser 
 Deutschlandweit existieren keine einheitlichen Reglungen rund um die Entsorgung von per- und polyfluorierten Chemikalien in Wasser, Luft und Boden. 
 Im Rahmen der Recherchetätigkeit von NDR, WDR&amp;nbsp;und &quot;Süddeutsche Zeitung&quot; wurden 150 private und kommunale Wasserversorger in Deutschland befragt, inwieweit sie ihr Wasser auf PFAS prüfen. Darunter Wasserversorger die von 2500-740.000 Einwohnern täglich mit Trinkwasser versorgen. Diese vermerkten in ihren Antworten häufig, dass es keinerlei Testpflicht gibt, und antworteten in diesem Kontext:  &quot;Auf PFAS wird bisher noch nicht untersucht, da es hierzu noch keine Pflicht gibt&quot;  
 Eine Änderung dieses Sachverhaltes ist 2026 angedacht, da dann der erste von zwei neuen verbindlichen Grenzwerten für PFAS im Trinkwasser eingeführt werden soll. Der zweite Grenzwert, der maximal 20 Nanogramm pro Liter für vier besonders bedenkliche Stoffe vorsieht, soll 2028 folgen. 
 Es ist vollkommen paradox, aber was bei Trinkwasserversorgern künftig unter Kontrolle steht, darf an anderen Stelle unreguliert in die Umwelt und somit in unser Wasser gelangen, u. a. PFAS-haltiges industrielles Abwasser oder PFAS-haltige Feuerlöschschäume. Die Umweltminister der Bundesländer baten dazu bereits 2010 die Bundesregierung, einheitliche PFAS-Messverfahren zu etablieren und Grenzwerte zu definieren, bis heute wurde der Forderung keine Folge geleistet. 
 Industrie mit weitreichendem Einfluss 
 Zehn Jahre nach dem Verbot der ersten PFAS-Chemikalie im Jahr 2016 veröffentlichte die Länderarbeitsgruppe „Wasser“ einen Report über Mikroschadstoffe Gewässern in Deutschland. Als Reaktion darauf setzte das Bundesumweltministerium eine Arbeitsgruppe ein, in der zahlreiche Industrievertreter, darunter Bayer und BASF sowie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), eine &quot;Mikroschadstoffstrategie&quot; entwickeln sollten. 
 Bereits in einer der ersten Sitzungen der Arbeitsgruppe forderten die Industrievertreter die Ersetzung des Begriffs &quot;Mikroschadstoffe“ mit dem Argument der &quot;Vorverurteilung ihrer Produkte&quot;. Stattdessen wurde der &quot;Spurenstoffdialog&quot; ins Leben gerufen, mit der Begründung durch VCI, dass erst dann von &quot;Mikroschadstoffen&quot; ausgegangen werden kann, wenn die betreffenden Substanzen nachweislich gesundheitsschädigend seien. 
 Verantwortung auf Bürger abgewälzt 
 Laut Thomas Kullick, einem Industrievertreter und Leiter der Arbeitsgruppe für freiwillige Maßnahmen, ist es angebracht, dass die Bürger für ihre Lebensgewohnheiten und deren Auswirkungen finanziell verantwortlich sind. 
 Auf der anderen Seite kritisiert Martin Weyand vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), dass die Industrie sich ihrer Verantwortung entzieht, indem sie weiterhin die Lizenz zur Verschmutzung erhält und Wasserversorger und Verbraucher sich um den Aufwand und die Kosten zur Beseitigung kümmern müssen. 
 Das Bundesgesundheitsministerium gab auf Anfrage der Journalisten an, dass die Wasserpreise durch die neue Trinkwasserverordnung steigen könnten, und rechnet mit einer Erhöhung von 0,46 Euro bis maximal 4,60 Euro pro Person und Jahr. Allerdings findet eine mögliche Verantwortung der Industrie in Bezug auf die Verschmutzung des Wassers keinerlei Erwähnung. Den Original Tagesschau-Artikel dazu finden Sie online auch unter:  Jahrhundertgift PFAS: Auf die lange Bank .&amp;nbsp; 
 Einsatz und Toxizität von PFAS 
 PFAS, per- und polyfluorierte Chemikalien werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt unter anderem in Outdoorbekleidung, Pfannenbeschichtungen, Imprägnier Sprays, Kosmetika aber auch im Löschschaum der Feuerwehr. 
 Je mehr PFAS hergestellt und in den Umweltkreislauf gelangen, desto höher sind die Anreicherungsmengen in Menschen und Tieren. 
 Lebensmittelchemiker Dr. Stefan Effkemann vom Labor des niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Cuxhaven weist darauf hin: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass jeder Mensch in Deutschland PFAS-Substanzen in sich trägt, die Stoffe sind quasi überall.&quot; 
 PFAS sind höchst problematisch, denn sie kommen nicht in der Natur vor und werden extrem langsam durch biologische und chemische Prozesse abgebaut, d.h., dass sie sich in der Umwelt und in lebenden Organismen anreichern und toxisch wirken. 
 So sind einige PFAS-Verbindungen nicht nur bereits als gesundheitsgefährdend eingestuft, sondern stehen in Verdacht verschiedene Krebsarten auszulösen, Leberschäden, Erkrankungen der Schilddrüse und erhöhte Cholesterinwerte zu verursachen sowie die Fortpflanzung zu stören.  [2]   Die folgende Grafik gibt eine Übersicht über die massiven Gesundheitsauswirkungen. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
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 &amp;nbsp; 
 Quelle Umweltbundesamt: besorgniserregende Eigenschaften von PFAS,&amp;nbsp; Besorgniserregende Eigenschaften von PFAS | Umweltbundesamt  
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 Weiterführende Informationen zu PFAS finden Sie auch in unseren folgenden Blogbeiträgen:&amp;nbsp; 
  Studie 2022: Regenwasser weltweit nicht trinkbar  
 &amp;nbsp; Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) – auch im Wasser angekommen  
 &amp;nbsp; Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  PFC´s im Leitungswasser  
  Bayern: Krebserregende Chemikalie PFOA im Trinkwasser  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“  
 &amp;nbsp; 
 In Deutschland bislang wenig Überwachung zu PFAS 
 Bislang wenig Beachtung zu diesem Thema fanden Hotspots wie Flughäfen und Militärstandorte, auf denen es bereits zu Einsätzen von PFAS-haltigen Löschschaum kam. 
 Kaum berücksichtigt wurden bisher auch Kläranlagen und Deponien, bei denen es zu Ansammlungen von PFAS-haltigen Abwässern und Gegenständen kommt. 
 Öffentlich diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch selten, dass es nur schwer möglich und mit hohen Kosten verbunden ist, PFAS aus dem Wasser von Kläranlagen herauszufiltern. 
 Die Panorama-Reporter hatten im Rahmen ihrer Recherchen hierzu rund 1.000 derartige Standorte auf die Überprüfung von Wasser oder Böden auf PFAS angefragt. In den meisten Fällen wurden bislang dazu keine Messungen gemacht.  [3]   
 2000 PFAS-Hotspots mit hohem Gesundheitsrisiko gefunden 
 Bislang erreichte das Thema kaum die Öffentlichkeit und es gelangen allenfalls Informationen zu PFAS-Kontaminationsstellen wie ein Feldin Rastatt in Baden-Württemberg, mit belastetem Papierschlamm oder der Düsseldorfer Flughafen, bei dem nach einem Großbrand PFAS-haltiger Löschschaum in Boden und Grundwasser sickerte, über die Medien an ein breiteres Publikum. 
 Journalisten von Panorama haben in Kooperation mit WDR und der &quot;Süddeutschen Zeitung&quot; in einem ersten Schritt mehr als 1.500 Orte ausfindig machen können  [4]  , an denen PFAS zu finden sind, darunter über 300 Hotspots. 
 Darüber hinaus verzeichnete das &quot;Forever Pollution Projects&quot;  [5]   mit 18 europäischen Partnermedien in ganz Europa mehr als 17.000 Orte mit hohen PFAS Kontaminationen inklusive über 2.000 Hotspots, die erhebliche Gesundheitsgefahren bergen.&amp;nbsp; 
   
 Klicken Sie auf den Originalbeitrag und suchen direkt nach Konzentrationen von PFAS in ihrer Lebensumgebung:  Jahrhundertgift PFAS: Auf die lange Bank  
 Recherchen zur Ausbreitung von PFAS schlagen hohe Wellen 
 Aktuell befassen sich die Medien intensiv mit dem Thema der PFAS Kontamination. Ein Beitrag dazu findet sich auch in der Tagesschau: 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
  
 
 Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=UA4VXK0BoN8  
 Die Original Reportage können Sie in der NDR Mediathek unter folgendem Link abrufen:  Jahrhundertgift PFAS: Wie verseucht ist Deutschland?  
 Trotz der schon in den 1960er-Jahren gemachten Feststellung des Chemieriesen DuPont, dass PFAS bei Tieren Lebervergrößerungen hervorrufen können und späteren Tests, die belegten, dass sich die Stoffe im Blut der Mitarbeiter anreicherten, gibt es bis heute in Deutschland keine systematischen Regeln zur Begrenzung des Gebrauchs und der Entsorgung von PFAS. 
 Mehrere PFAS-Gruppen stehen seit Jahren im Verdacht, Krebs sowie Unfruchtbarkeit zu verursachen, zur Fettleibigkeit beizutragen und das Immunsystem zu schwächen. Es existiert jedoch weiterhin keine Entscheidung über ein Verbot von PFAS und die nächste Prüfung ist frühestens für das Jahr 2025 vorgesehen.  [6]   
 Der Gegenwind dazu ist groß, denn gegen ein mögliches Verbot der PFAS-Gruppen kämpfen laut der Recherche der Journalisten etwa 100 Lobbyverbände und Firmen, darunter auch große deutsche Unternehmen wie Bayer und BASF.  [7]   
 Tatsächliches Ausmaß der PFAS-Belastung möglicherweise erst in Jahren deutlich 
 Es ist sehr wahrscheinlich, dass das tatsächliche Ausmaß der PFAS-Verschmutzung in Deutschland erst in vielen Jahren deutlich wird, da es einige Jahrzehnte dauern kann, bis die Substanzen durch den Boden ins Grundwasser gelangen. Ein Beispiel dafür ist das Pflanzenschutzmittel Atrazin, das jahrelang eingesetzt und großflächig verwendet wurde. Heute gilt es als am häufigsten im Grundwasser nachgewiesener Wirkstoff, obwohl es bereits 1991 verboten wurde.  [8]   
 Lösungsansätze zu PFAs für Konsumenten 
 PFAs sind weit in unsere Umwelt vorgedrungen und landen früher oder später im Wasserkreislauf und somit auch im Leitungswasser oder Mineralwasser. Die begrenzten Untersuchungen und die aktuellen Recherchen zu per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) zeigen derzeit nur die Spitze des Eisbergs. 
 Fakt ist: Über viele Themen wie Medikamentenrückstände, Mikro und Nanoplastik oder aktuell auch PFAs in unserem Trinkwasser, die wir in der WasserManufaktur aufgreifen, wird lange in Politik, Wirtshaft und Öffentlichkeit diskutiert, aber es passiert oft zu lange leider zu wenig. 
 Um als Konsument bedenkenlos Leitungswasser konsumieren zu können, lässt sich eine gute  Trinkwasseraufbereitungsanlage  zu Hause installieren. Professionelle Trinkwasseranlagen sind in der Lage Chemikalien wie PFAs sowie andere per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) aus dem Wasser zu entfernen und garantieren Ihnen den Genuss reinsten Wassers, frei von Schadstoffen. 
 Das Jahrhundergift verbreitet sich in Deutschland 
 Mehr dazu auch in der Pro7 Reportage: Die tödliche Chemikalie PFAS von Thilo Mischkes.&amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
  
 
 Quelle:&amp;nbsp; https://www.youtube.com/watch?v=AdPNNOrrkJw  
 
 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl. tagesschau.de: &quot;Jahrhundertgift PFAS: Auf die lange Bank&quot;, https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/pfas-wasserversorger-101.html, Februar 2023 
 
 
  [2]  Vgl. Definition Umweltbundesamt Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)- https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1 
 
 
  [3]  Vgl. NDR: &quot;Jahrhundertgift&quot; PFAS: So verschmutzt ist Norddeutschland&quot;, https://www.ndr.de/nachrichten/info/Jahrhundertgift-PFAS-So-verschmutzt-ist-Norddeutschland,pfas108.html, 2023 
 
 
  [4]  Vgl. Spiegel Wissenschaft: &quot;Potenziell giftige PFAS könnten mehr als 1500 Orte in Deutschland belasten&quot;, https://www.spiegel.de/wissenschaft/pfas-in-deutschland-potenziell-giftige-chemikalien-koennten-mehr-als-1500-orte-belasten-a-4e77eee9-6eb6-4848-8665-db64c7b706d1, 2023 
 
 
  [5]  Vgl. Forever Pollution Project: &quot;Journalists tracking PFAS across Europe&quot;, https://foreverpollution.eu/, 2023 
 
 
  [6]  Vgl. sciencemediacenter: &quot;Mögliches Verbot der PFAS&quot;, https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/rapid-reaction/details/news/moegliches-verbot-der-pfas/, Februar 2023 
 
 
  [7]  Vgl. Zeit: Mehr als 1.500 deutsche Orte weisen giftige Chemikalien auf, https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-02/pfas-giftige-chemikalien-deutschland-verschmutzung, 2023 
 
 
  [8] &amp;nbsp;Vgl. tagesschau.de: &quot;Jahrhundertgift PFAS: Auf die lange Bank&quot;, https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/pfas-wasserversorger-101.html, Februar 2023 
 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2023-02-27T17:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Kaum noch ökologisch intakte Gewässer in Deutschland</title>
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                                            Bereits im vergangenen Jahr haben wir darüber berichtet, dass deutschlandweit rund 35 Prozent des Grundwassers in schlechtem Zustand sind. Aktuell veröffentlichte Daten des Umweltbundesamts und des Bundesumweltministeriums zeigen, dass nur noch 10 Prozent unserer Seen, Flüsse ...
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                <![CDATA[
                  Bereits im vergangenen Jahr haben wir darüber berichtet, dass deutschlandweit rund 35 Prozent des Grundwassers in schlechtem Zustand sind.   [1]    Aktuell veröffentlichte Daten des   Umweltbundesamts und des   Bundesumweltministeriums zeigen  , dass nur noch 10 Prozent unserer Seen, Flüsse und auch Küstengewässer in einem ökologisch guten Zustand sind.   [2]    &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Daten des Umweltbundesamts und des Bundesumweltministeriums 
 In der im Oktober 2022 veröffentlichten „Wasserrahmenrichtlinie - Gewässer in Deutschland 2021 - Fortschritte und Herausforderungen“ wurde jeder fünfte Grundwasserkörper in Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte als schlecht bewertet. 
 Schadstoffe gelangen auf verschiedensten Wegen in unsere Gewässer und wirken je nach der Art des Stoffes, Höhe des Eintrags und Zerfalldauer unterschiedlich auf Menschen, Tier- und Pflanzenwelt. 
 Das Oberflächenwasser ist dabei Mehrfachbelastungen durch die wesentlichen Belastungsgruppen wie Landwirtschaft, Kommunen und Haushalte, Energiegewinnung, Hochwasserschutz, Schifffahrt und Bergbau ausgesetzt. 
 &amp;nbsp;  
 Abbildung 1: Umweltbundesamt;  https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/221010_uba_fb_wasserrichtlinie_bf.pdf , Seite 44 
 &amp;nbsp; 
 86 Prozent der Oberflächenwasserkörper sind von diesen Belastungen betroffen. Die Details veranschaulicht folgende Grafik. 
 &amp;nbsp;  
 Abbildung 2: Umweltbundesamt;  https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/221010_uba_fb_wasserrichtlinie_bf.pdf , Seite 37 
 Wird das ökologische Potenzial getrennt vom ökologischen Zustand betrachtet, ergeben sich deutliche Unterschiede im Grad der Zielerreichung, wie die folgende Abbildung 3 zeigt. In den natürlichen Gewässern erreichen derzeit fast 14 Prozent aller Wasserkörper das Bewirtschaftungsziel der Wasserrahmenrichtlinie. Demgegenüber sind es in den erheblich veränderten und künstlichen Gewässern nur 5 Prozent. Fast 60 Prozent dieser Gewässer weisen zudem ein Potenzial auf, das nicht über die Bewertung befriedigend hinausgeht. 
 &amp;nbsp;  
 Abbildung 3: Umweltbundesamt;  https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/221010_uba_fb_wasserrichtlinie_bf.pdf , Seite 55 
 Weiterführende Artikel zu diesem Thema finden Sie in unserem Blog unter: 
   Deutschland: rund 35 Prozent des Grundwassers in schlechtem Zustand   
   Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?   
   Sauberes Wasser für Umwelt und Gesundheit   
   Weltbank warnt vor massiver, weltweiter Krise der Wasserqualität   
 EU-Wasserrahmenrichtlinie wird nicht erreicht 
 Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht für Gewässer bis 2027 vor, dass diese chemisch, ökologisch und - beim Grundwasser - auch in der verfügbaren Menge &quot;gut&quot; sind. Bundesumweltministerin Steffi Lemke führt dazu aus:  &quot;Das Fischsterben an der Oder hat uns unmissverständlich gezeigt, wie stark wir die Gewässer mit Nutzungen überfordern. Wir müssen deshalb neu bewerten, was wir den Gewässern in Zeiten von Klimakrise, von Hitze, von niedrigen Wasserständen noch zumuten können.&quot;  
 Umweltbundesamt Präsident Prof. Dr. Dirk Messner erklärt dazu: „ Zu hohe Nähr- und Schadstoffeinträge und der kompromisslose Ausbau der Gewässer in den vergangenen Jahrzehnten sind die Hauptprobleme, unter denen unsere Gewässer leiden. Zu viele Nährstoffe finden ihren Weg vom Acker in den Fluss und dann ins Grundwasser. Auch über Kläranlagen werden noch zu viele gewässerschädliche Stoffe eingetragen.“  
 Die Prognosen zur Entwicklung des Zustands der Gewässer lassen bereits heute erahnen, dass die Ziele der ⁠Wasserrahmenrichtlinie⁠ auch 2027 nicht erreicht werden. 
 Letztendlich wird ein Teil des Trinkwassers auch aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen usw.) gewonnen. Da dort die unterschiedlichen Schadstoffeinträge im großen und teilweise noch unbekannten Ausmaß existieren, leidet auch die Qualität des Trinkwassers. Es ist schier unmöglich alle Schadstoffe permanent zu messen und somit eine absolute Sicherheit zu gewährleisten. 
   Studie 2022: Regenwasser weltweit nicht trinkbar   
   Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser    Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser   
  Um eine optimale Versorgung mit reinstem Trinkwasser zu gewährleisten,  helfen Ihnen in Gewerbe und Privathaushalten moderne  Wasserfilter,  die über das System der mehrfachen Molekularfiltration alle Rückstände aus dem Trinkwasser filtern und eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen.&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl. Tagesschau: &quot;Pestizid-Belastungen - Der aufwendige Trinkwasser-Schutz&quot;, https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/trinkwasser-schutz-landwirtschaft-101.html, 2021 
 
 
  [2]  Vgl. Umweltbundesamt: „Trotz Fortschritten nur zehn Prozent der deutschen Gewässer ökologisch intakt,“https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/trotz-fortschritten-nur-zehn-prozent-der-deutschen#:~:text=Gew%C3%A4sser%20in%20Deutschland%202021.,aber%20weiter%20vor%20gro%C3%9Fe%20Herausforderungen, Oktober 2022 
 
 
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                            <updated>2022-12-07T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Studie 2022: Regenwasser weltweit nicht trinkbar</title>
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                                            Neue Studienergebnisse der Universität Stockholm und der ETH Zürich machen den Ernst der Lage sichtbar. Bereits heute enthält unser Regenwasser fast überall auf der Erde bedenkliche Mengen an Per- und Polyfluoralkylen Substanzen (PFAS) , die auch als &quot;ewige Chemikalien&quot; bezeic...
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                <![CDATA[
                  Neue Studienergebnisse der Universität Stockholm und der ETH Zürich   [1]    machen den Ernst der Lage sichtbar. Bereits heute enthält unser Regenwasser fast überall auf der Erde bedenkliche Mengen an Per- und Polyfluoralkylen Substanzen (PFAS)   [2]   , die auch als &quot;ewige Chemikalien&quot; bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um mehr als 10000 künstliche Schadstoffe, die toxisch auf Umwelt, Mensch und Tier wirken und das Regenwasser untrinkbar machen.   
 &amp;nbsp;  
 Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind überall 
 PFAS ist eine Sammelbezeichnung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen oder hochfluorierte Substanzen, die eine ähnliche chemische Struktur aufweisen. Alle PFAS sind entweder extrem persistent in der Umwelt oder zerfallen in extrem persistente PFAS, was ihnen den Spitznamen &quot;ewige Chemikalien&quot; eingebracht hat. 
 PFAS werden mit einer Vielzahl von ernsthaften Gesundheitsschäden in Verbindung gebracht, darunter Krebs, Unfruchtbarkeit und Schwangerschaftskomplikationen, erhöhter Cholesterinspiegel und Probleme des Immunsystems. 
 PFAS sind weltweit in der Atmosphäre verbreitet und tauchen daher selbst an den entlegensten Orten der Erde im Regenwasser und Schnee auf. 
  Wir berichten regelmäßig in unserem Blog darüber:  
  Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) – auch im Wasser angekommen  
  Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  PFC´s im Leitungswasser  
  Bayern: Krebserregende Chemikalie PFOA im Trinkwasser  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“  
 In den letzten 20 Jahren sind die Richtwerte für PFAS im Trinkwasser, Oberflächengewässern und Böden aufgrund neuer Erkenntnisse über ihre Toxizität deutlich gesunken. Dieser Umstand geht mit weitreichenden Folgen einher. 
 Dr. Jane Muncke, Geschäftsführerin der Stiftung Food Packaging Forum in Zürich, Schweiz, betont:  &quot;Es kann nicht sein, dass einige wenige wirtschaftlich profitieren, während sie das Trinkwasser für Millionen anderer verschmutzen und ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Die enormen Beträge, die es kosten wird, PFAS im Trinkwasser auf ein Niveau zu reduzieren, das nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Verständnis sicher ist, müssen von der Industrie bezahlt werden, die diese giftigen Chemikalien herstellt und verwendet. Die Zeit zu handeln ist jetzt.&quot;    [3]    &amp;nbsp; 
 Aktuelle Studie der Universität Stockholm und der ETH Zürich 
 Ein Perspektivartikel von Forschern der Universität Stockholm und der ETH Zürich, der im Environmental Science &amp;amp; Technology veröffentlicht wurde, zeigt nun die Auswirkungen, die erst jetzt entdeckt werden, nachdem die Schadstoffe bereits global verbreitet sind und dadurch schlecht reversibel oder irreversibel sind. 
 Aufgrund des Mangels an Informationen war es im Rahmen der Studie unmöglich, eine vollständige Bewertung der planetaren Grenzbedrohung für die vielen Tausenden von PFAS in der Klasse vorzunehmen. 
 Auf der Grundlage der vier in der Studie betrachteten PFAs wird jedoch bereits der Schluss gezogen, dass in vielen von Menschen bewohnten Gebieten die planetarische Grenze für PFAS auf der Grundlage der Werte im Regenwasser, Oberflächenwasser und Boden deutlich überschritten wurden. 
  &quot; Basierend auf den neuesten US-Richtlinien für PFOA im Trinkwasser würde Regenwasser überall als unsicher zu trinken eingestuft.  Obwohl wir in der industriellen Welt nicht oft Regenwasser trinken, erwarten viele Menschen auf der ganzen Welt, dass es sicher ist, es zu trinken,  und es liefert viele unserer Trinkwasserquellen &quot;.  &amp;nbsp;PFAS sind mittlerweile „so hartnäckig“ und allgegenwärtig, dass sie nicht mehr von der Erde verschwinden werden.  „ Wir haben den Planeten unumkehrbar verseucht “  so Prof. Dr. Ian Cousins Hauptautor der Studie. 
  &quot;Die extreme Persistenz und der kontinuierliche globale Kreislauf bestimmter PFAS werden zu einer fortgesetzten Überschreitung der oben genannten Richtlinien führen&quot; , ergänzt Prof. Dr. Martin Scheringer, Co-Autor der Studie an der ETH Zürich in der Schweiz und RECETOX, Masaryk-Universität in der Tschechischen Republik.&amp;nbsp; 
 Fazit 
 Nicht nur diese Studienergebnisse verdeutlichen erneut, dass die Schnelligkeit und Eintragsrate von PFAs unsere Umwelt schon lange bedrohen. Laut einer Veröffentlichung von Dr. Linn Persson und ihren Kollegen vom Stockholm Environment Institute in der Zeitschrift „Environmental Science &amp;amp; Technology“ sogar die Bewohnbarkeit unseres Planeten gefährden. [4]  
  Wenn PFAs bereits heute überall im Regenwasser, auch an den abgelegensten Orten der Welt, in hohen Mengen enthalten sind, wie wahrscheinlich ist es dann, dass sie auch überall im Oberflächen- und Grundwasser und somit auch in unserem Leitungs- und Mineralwasser auftauchen?  In der Trinkwasserverordnung werden sie nicht berücksichtigt, in der aus 1984 stammenden Mineralwasserverordnung, die ebenfalls nur sehr wenige Stoffe bzw. Belastungen Stoffe prüft, ebenfalls nicht. 
 Zum eigenen Schutz und dem der ganzen Familie tragen hier moderne  Wasserfilter-Systeme  bei, die zuverlässig per- und polyfluoralkyle Substanzen (PFAS) herausfiltern können und sicherstellen, dass Sie reinstes Trinkwasser, frei von Schadstoffen, genießen können.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
    
   Video - Quelle:  Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen , https://youtu.be/lvNaYuKUIlE&amp;nbsp; &amp;nbsp;  
  [1]  Vgl. Ian T. Cousins, Ian T. Cousins, Jana H. Johansson, Matthew E. Salter, Bo Sha, and Martin Scheringer&quot;Outside the Safe Operating Space of a New Planetary Boundary for Per- and Polyfluoroalkyl Substances (PFAS)&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.2c02765, 2022 
 
  [2]  Vgl. Definition Umweltbundesamt Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)- https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1 
 
 
  [3]  Vgl: Stockholm University: It’s raining PFAS: even in Antarctica and on the Tibetan plateau rainwater is unsafe to drink, https://www.su.se/english/news/it-s-raining-pfas-even-in-antarctica-and-on-the-tibetan-plateau-rainwater-is-unsafe-to-drink-1.620735, 2022 
 
 
  [4]  Vgl. Environmental Science &amp;amp; Technology: &quot;Outside the Safe Operating Space of the Planetary Boundary for Novel Entities&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c04158#, 2022 
 
                ]]>
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                            <updated>2022-08-11T12:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen. Mikroplastik löst En...</title>
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                                            Eine Reihe von aktuellen Studien zeigt die weitreichenden Einflüsse von Mikroplastik auf unseren Körper.Winzige Kunststoffpartikel: Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen Gesundheitsrisiko: Mikroplastik löst Entzündungen aus Mikroplastik: Magnet für Umweltgifte 
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                 &amp;nbsp; 
   Eine Reihe von aktuellen Studien zeigt die weitreichenden Einflüsse von Mikroplastik auf unseren Körper. Wir haben Ihnen die wichtigsten Themen in unserem Blogbeitrag zusammengefasst.   
   1. Winzige Kunststoffpartikel: Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen   
   2. Gesundheitsrisiko: &amp;nbsp;   Mikroplastik löst Entzündungen aus    
   3. Mikroplastik: Magnet für Umweltgifte   
   
 &amp;nbsp; 
  1. Winzige Kunststoffpartikel: Mikroplastik erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen  
   Nachdem bereits eine Studie der Universität Marburg Mikroplastik im Blutkreislauf von Nagern die Wirkung von Mikroplastik im Blut und damit verbundene Entzündungen belegt hat        [1]        , konnte eine Untersuchung von Wissenschaftlern in den Niederlanden ebenfalls Mikroplastik im Blut nachweisen. Sie befürchten weitreichende gesundheitliche Folgen und vorzeitige Todesfälle durch winzige Plastikpartikel.        [2]       
             
  Studie Universität Marburg Mikroplastik im Blutkreislauf  
  Bereits im vergangenen Jahr konnte PD Dr. Karsten Grote Leiter des Grundlagenwissenschaftlichen Labors mit dem Schwerpunkt Kardiologie der Philipps-Universität Marburg die immensen Folgen von Polystyrol (Kunststoff) im Blutkreislauf in Tierversuchen belegen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass die Gefäßwandzellen, nachdem sie in Kontakt mit winzigen Plastikpartikeln waren, deutlich mehr Immunzellen an sich binden und es zur vermehrten Freisetzung von Entzündungsproteinen kommt. Anreicherungen von Mikroplastik in der Leber und entzündliche Vorgänge sowie erhöhte Entzündungswerte der Aorta waren die Folgen. Warum sich außerhalb der Bedingungen im Labor noch stärkere Entzündungsreaktionen bei Menschen zeigen könnten,     [3]      erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Blogs.  
  Auch eine Studie von Dr. Vladimir Baulin, Physiker und Forscher am Lehrstuhl für Physikalische und Anorganische Chemie am URV, in Zusammenarbeit mit Dr. Jean-Baptiste Fleury von der Universität des Saarlandes hat aufgedeckt, dass Mikroplastik Lipidmembranen mechanisch destabilisieren kann, indem es sie festhält und festzieht.   
   Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift    PNAS    veröffentlicht.  „Die mögliche Toxizität von Mikroplastik in menschlichen Zellen wird derzeit diskutiert&quot; , erklärt Jean-Baptiste Fleury. &quot; A priori ist Mikroplastik nicht unmittelbar nach der Aufnahme in lebende Organismen tödlich. Es wird jedoch zunehmend erkannt, dass Mikroplastik Zellen durch biologische Prozesse oxidieren oder belasten kann. Die Möglichkeit, dass sie auch eine Zellmembran durch rein physikalische Prozesse belasten können, wird jedoch von der überwiegenden Mehrheit der Studien völlig ignoriert  &quot;      [4]         
  Winzige Plastikpartikel im Blut  
  Wissenschaftler der Vrije Universität Amsterdam analysierten Blutproben von anonymen Spendern und konnten in den meisten Proben Plastikrückstände nachweisen. Dabei handelte es sich um PET-Kunststoff, der bei der Herstellung von Getränkeflaschen zum Einsatz kommt, ebenso wie um Polystyrol aus Lebensmittelverpackungen und Polyethylen, die bei der Herstellung von Plastiktaschen zum Einsatz kommen.      [5]         
  Prof. Vethaak betont in der Veröffentlichung: &quot;Detailliertere Forschung darüber, wie Mikro- und Nanokunststoffe die Strukturen und Prozesse des menschlichen Körpers beeinflussen und ob und wie sie Zellen umwandeln und die Krebsentstehung auslösen können, ist dringend erforderlich, insbesondere angesichts der exponentiellen Zunahme der Kunststoffproduktion. Das Problem wird mit jedem Tag dringlicher.“  
  „Auch vulnerable Gruppen wie Kleinkinder und Babys könnten mit winzigen Plastikpartikeln kontaminiert sein, nachdem frühere Arbeiten zeigten, dass im Stuhl von Babys zehnmal mehr PET-Mikroplastik zu finden ist als in dem von Erwachsenen. Babys, die mit Plastikflaschen gefüttert werden, könnten täglich Millionen von Mikroplastikpartikeln schlucken“  
  Weitreichende Gesundheitsrisiken und potenzielle Karzinogenität  
  Eine Studie hinterfragt die Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf unsere Gesundheit, insbesondere auf die Entstehung von Krebs. Die folgende Grafik veranschaulicht mögliche Forschungsfragen, die Antworten liefern können.   
   Dabei ist u. a. nicht nur die Frage entscheidend:   Welche Mengen an   Mikro- und Nanoplastik werden aus Lebensmittel- und Getränkeverpackungen, synthetischer Kleidung oder anderen Kunststoffartikeln freigesetzt? Was ist die Größe, Form und Zusammensetzung dieser Partikel? Sondern beispielsweise auch: wie können wir diese auf ihrem Weg durch den Körper verfolgen? Oder Wenn sie sich im Darmgewebe ansammeln, tragen Mikro- und Nanoplastik zur Entwicklung, zum Wachstum und zur Ausbreitung von Krebs bei?        [6]         
  &amp;nbsp;   
  Abbildung 1: Springer: &quot;To Waste or Not to Waste: Hinterfragung potenzieller Gesundheitsrisiken von Mikro- und Nanoplastik mit Fokus auf deren Aufnahme und potenzielle Karzinogenität&quot;, https://link.springer.com/article/10.1007/s12403-022-00470-8#Fig1, 2022  
  Mikro- und Nanoplastik in Wasser- bzw. Getränkeflaschen   
  Insbesondere das Thema Mikro- und Nanoplastik in Wasser- bzw. Getränkeflaschen wurde bereits in mehreren Untersuchungen beleuchtet. Das Projekt „Mikroplastik in Lebensmitteln, Futtermitteln und Kosmetika“ am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelte dazu ein Verfahren zur Bestimmung von Mikroplastik in Mineralwasser basierend auf dem hohen Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland.  
  In der Studie wurden 38 Mineralwässer in Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen, in Glasflaschen und in Getränkepackungen untersucht. Dabei wurden Mineralwässer aus 22 verschiedenen Mehrwegflaschen und Einwegflaschen aus PET, 3 Getränkekartons sowie 9 verschiedenen Glasflaschen unter die Lupe genommen. In allen Verpackungsarten befand sich Mikroplastik im kleinen (50-500 µm) und sehr kleinen (1-50 µm) Größenbereich! Etwa 80 %&amp;nbsp;der Teilchen zählen zu den kleinsten untersuchten Größenbereich von 5-20 µm. Besonders gravierend sind die Konzentrationen in den Mehrwegflaschen.   
           
   Abbildung 2:     Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe     
   Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog:    Gesundheitsrisiko: Mikroplastik in unserer Ernährung und Körperpflege?     
  Auch in den folgenden Verlinkungen finden Sie Informationen zu den gesundheitlichen Risiken von Plastikpartikeln.   
    Mikroplastik in Plastikflaschen    
    Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet    
    Schädigt Mikroplastik unsere Zellen?    
    Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?    
    Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel    
    Nanopartikel im Trinkwasser    
    Fazit:    Mikro- und Nanoplastik hat längst den Weg bis in unser Blut und unsere Organe gefunden. Umso wichtiger ist es Plastik in der Umwelt zu reduzieren und auch in unserem täglichen Alltag so wenig wie möglich winzige Plastikteilchen aufzunehmen. Unsere mehrstufigen     Wasserfiltersysteme  &amp;nbsp; unterstützen Sie und Ihre Familie dabei, reinstes Trinkwasser ohne Mikroplastik zu konsumieren.    
  &amp;nbsp;  
         
 
       [1]       Vgl. Vlacil AK et al. (2021). Polystyrene microplastic particles induce endothelial activation. PLOS ONE. doi.org/10.1371/journal.pone.0260181   
 
 
       [2]       Vgl. Heather A.Leslie, Martin J.M.van VelzenaSicco, H.Brandsmaa,&amp;nbsp; A. DickVethaakabJuan, J.Garcia-Vallejoc, Marja H.Lamoree: &quot;Discovery and quantification of plastic particle pollution in human blood&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160412022001258, 2022   
 
 
       [3]       Vlacil AK et al. (2021). Polystyrene microplastic particles induce endothelial activation. PLOS ONE. doi.org/10.1371/journal.pone.0260181   
 
 
       [4]       Vgl. Microplastics can deform cell membranes and affect their functioning, https://www.eurekalert.org/news-releases/924520, 10.1073/pnas.2104610118, 2021   
 
 
       [5]       Vgl. Heather A.Leslie, Martin J.M.van VelzenaSicco, H.Brandsmaa,&amp;nbsp; A. DickVethaakabJuan, J.Garcia-Vallejoc, Marja H.Lamoree: &quot;Discovery and quantification of plastic particle pollution in human blood&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160412022001258, 2022   
 
 
       [6]      Vgl. Springer: &quot;To Waste or Not to Waste: Hinterfragung potenzieller Gesundheitsrisiken von Mikro- und Nanoplastik mit Fokus auf deren Aufnahme und potenzielle Karzinogenität&quot;, https://link.springer.com/article/10.1007/s12403-022-00470-8#Fig1, 2022  
 
 
  &amp;nbsp;  
    
  2. Gesundheitsrisiko: Mikroplastik löst Entzündungen aus  
    Unsere Umwelt ist voll von winzigen Plastikpartikeln, die schon länger unter Verdacht stehen in unserem Organismus u. a. diverse Entzündungen hervorrufen zu können. Bislang wurde jedoch eine Langzeitaufnahme und die damit verbundenen Auswirkungen nur wenig untersucht. Forscher der Universität Marburg konnten jüngst nachweisen, dass Mikroplastik im Körper das Risiko für Gefäßerkrankungen erhöht   .      [1]        &amp;nbsp;  
  Der enorme Einfluss der winzigen Teilchen  
   Immer mehr Studien bringen die Folgen von winzigen Partikeln aus Plastik, die in unserem Körper verbleiben, auf unsere Gesundheit ans Licht. Es erfolgt eine Anreicherung in unseren Zellen und umfassende hormonelle Aktivitäten durch hormon-wirksame Substanzen, die beim Zerfall von Mikroplastik freigesetzt werden,   die als endokrine Disruptoren langfristige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben könnten und sich unter anderem in der menschlichen Plazenta nachweisen lassen .      [2]         .  Darüber hinaus binden die kleinen Teilchen Gifte aus der Umwelt wie Toxine oder auch Bakterien, Viren und Pilze.    
  Wir haben bereits in zahlreichen Blogbeiträgen über die Auswirkungen von Mikroplastik auf unseren Körper berichtet.  
    Gesundheitsrisiko: Mikroplastik in unserer Ernährung und Körperpflege?    
    Schädigt Mikroplastik unsere Zellen?    
    Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?    
    Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet    
    Mikroplastik in Plastikflaschen    
    Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel    
    Nanopartikel im Trinkwasser    
   PFC´s im Leitungswasser   
  &amp;nbsp;  
  Effekte von Mikroplastik im Blutkreislauf  
  PD Dr. Karsten Grote Leiter des Grundlagenwissenschaftlichen Labors &amp;nbsp;mit dem Schwerpunkt Kardiologie der Philipps-Universität Marburg und sein Team berichtet nun im Wissenschaftsmagazin PLOS ONE über ihre Versuche mit Zellkulturen und die weitreichenden Effekte von Polystyrol (häufig verwendeter Kunststoff) im Blutkreislauf. Die Forscher entdeckten in Tierversuchen, dass die Gefäßwandzellen, nachdem sie in Kontakt mit winzigen Plastikpartikeln waren, deutlich mehr Immunzellen an sich binden und es zur vermehrten Freisetzung von Entzündungsproteinen kam.   
  Bei den Tieren kam es nicht nur zu Mikroplastik Anreicherungen in der Leber und damit verbundenen Entzündungen, sondern auch die Gefäßwand der Aorta wies erhöhte Entzündungswerte auf. Die Experten betonten in diesem Zusammenhang, dass es sich im Rahmen der Studie um steriles Plastik gehandelt hat, welches zum Einsatz gekommen ist. Außerhalb der sterilen Laborbedingungen könnten die Entzündungsreaktionen noch stärker ausfallen, da die Partikel zusätzlich toxische Stoffe binden, was das Risiko für die Gesundheit weiter erhöhen kann.      [3]        
 &amp;nbsp; 
  Mikroplastik: Ursachen, Verbreitung und Wirkungffekte von Mikroplastik im Blutkreislauf  
  Im Infobrief Wissenschaftliche Dienste für den Deutschen Bundestag - Mikroplastik: Ursachen, Verbreitung und Wirkung sind die weitreichenden Verknüpfungen und Einflüsse von Mikroplastik sehr eindrücklich beschrieben. Hier finden Sie die wichtigsten Auszüge:  
    „5. Wirkung Die ubiquitäre Belastung der Umwelt mit Mikroplastik bedingt, dass auch Menschen, Pflanzen und Tiere dem Fremdstoff ausgesetzt sind. Mikroplastik kommt in Nahrungsmitteln vor und wurde konkret in Mineralwasser, Bier, Salz, Fisch, Meeresfrüchten, Honig, Gemüse und Obst nachgewiesen (Paul et al. 2020). Der Mensch kann Mikroplastik vorrangig auf zwei Wegen aufnehmen: Mikroplastik kann prinzipiell über die Atemluft mittels Inhalation in den Körper gelangen, wie auch Feinstaub den menschlichen Organismus erreicht. Weiterhin kommt Mikroplastik mit belasteten Nahrungsmitteln in den Magen-Darmtrakt (Paul et al. 2020). Analog dazu nehmen Pflanzen und Tiere Mikroplastik über die Nahrung auf, was im Falle von Pflanzen vornehmlich über den Nährstofftransport aus dem Boden bzw. über das Wasser geschieht. Organismen, die einen Gasaustausch mit der Luft aufrechterhalten, wie viele Vertreter der Flora und Fauna könnten theoretisch auch darüber mit Mikroplastik befrachtet werden. Die Aufnahmepfade von Mikroplastik verschiedener Spezies sind empirisch kaum untersucht, da sich die Detektionsmethoden zum Nachweis und zur Messung von Mikroplastik in den verschiedenen Medien (Pflanzengewebe, Zellen, Blut) aktuell in Entwicklung befinden.    
    5.1. Mensch Menschen sind Mikroplastik ausgesetzt und nehmen es insbesondere aus der Nahrung und der Luft auf (Paul et al. 2020). Gleichwohl schwanken die Angaben in bisherigen Studien, wie viel Mikroplastik Menschen typischerweise aufnehmen, erheblich. Eine Ursache abweichender Angaben ist nach wie vor die Methodik, die sich immer noch in der Entwicklung befindet. In einer der ersten Abschätzungen wurde die durchschnittliche Aufnahmemenge von Mikroplastik auf 74.000 bis 121.000 Teilchen pro Jahr und Kopf beziffert. Die Forscher gingen davon aus, dass noch einmal 90.000 Partikel hinzukämen, wenn die Flüssigkeitszufuhr ausschließlich durch Wasser aus Plastikflaschen gedeckt würde. Beim Verarbeiten und Abfüllen lösen sich unweigerlich kleine Kunststoffteilchen aus den Behältern ab (Cox et al. 2019). Diese Hochrechnung ist gleichwohl als Momentaufnahme anzusehen, da erst nach und nach weitere Lebensmittel auf ihren Mikroplastikgehalt untersucht werden. So detektierten Forschende bis zu 223 000 Plastikteilchen je Gramm Obst oder Gemüse. Sie untersuchten Brokkoli, Salat, Karotten, Kartoffeln, Birnen und Äpfel. Je wasserhaltiger das Lebensmittel, desto mehr Kunststoff fanden sie darin. Mit nur einem einzigen Apfel würde ein Mensch demnach über eine Million Partikel aufnehmen und damit die von Cox auf das Jahr ermittelte Anzahl von 121.000 Teilchen weit überschreiten. Der Grund für die hohen Partikelanzahlen ist: Anders als frühere Forschungsarbeiten analysierten die Autorinnen Teilchen kleiner zehn Mikrometer (Conti et al. 2020). Da Makroplastik über die Zeit in immer kleinere Teilchen zerfällt, ist zu erwarten, dass die Anzahl der Teilchen steigt, je kleiner ihr Durchmesser ist. Gewöhnlich interessiert in der Toxikologie auch das Gewicht an aufgenommenen Schadstoffen je Kilogramm Körpergewicht. Solche Angaben fehlen gleichwohl bislang bei Mikroplastik im Menschen, da in der Regel die Zahl der Plastikteilchen ermittelt wird. Das Gesamtgewicht ließe sich nur aus der Größenverteilung und Gewichtsverteilung der Partikel errechnen. Die Erfassung dieser Daten würde eigenständige analytische Methoden erfordern. Weiterhin analysierten Forscher kürzlich Stuhlproben von Kindern und Erwachsenen auf das Vorkommen von PET und Polycarbonat, zwei Kunststoffarten, die aber nicht die dominierenden Verpackungskunststoffe darstellen. Sie fanden eine höhere Belastung der kindlichen Stuhlproben verglichen mit erwachsenen Proben (Zhang et al. 2021). Dass Kinder höher mit Schadstoffen belastet sind, ist aus toxikologischer Sicht insofern zu erwarten, da sie bezogen auf ihr Körpergewicht mehr essen, zumal sie sich in der Wachstumsphase befinden. Entscheidend für die fragliche Wirkung von Mikroplastik im Menschen ist dessen Verhalten im Körper, seine Beschaffenheit und Größenverteilung. Aus der Forschung zu toxikologischen Effekten von Feinstaub ist bekannt, dass die Wirkungen mit abnehmender Größe relevanter werden können. Ein vergleichbares Bild zeichnet sich der bisherigen Datenlage folgend bei Mikroplastik ab: Mikroplastikteilchen kleiner 20 Mikrometer können Organe erreichen und solche kleiner zehn Mikrometer können Zellmembranen und die Plazentaschranke in Zellkultur- und Tierversuchen überwinden, fasst Kannan den aktuellen Erkenntnisstand zusammen (Kannan, Vimalkumar 2021). Risiken infolge von Mikroplastik können sich in vierfacher Hinsicht ergeben: Kunststoffe bestehen durchgängig aus mehreren Inhaltsstoffen, die darin oftmals nicht fest gebunden sind. Sie zersetzen sich ganz allmählich infolge von Alterung und mechanischer Beanspruchung, was mit einem chemischen Abbau bis hin zu den Ausgangsstoffen der Kunststoffe, den Monomeren, oder anderer niedermolekularer Stoffe einhergehen kann. All diese Substanzen können aus Plastikteilchen in das umgebende Milieu migrieren (vgl. Kapitel 3). Eine denkbare Quelle der Toxizität besteht also in der Toxizität der Inhaltsstoffe, namentlich genannt seien: Weichmacher, Farbstoffe, Füllstoffe, UV-Stabilisatoren, Flammhemmer etc. Von diesen sind teils toxische Effekte ab bestimmten Dosen6 bekannt, etwa von Bisphenol A und S, bestimmten Phthalaten oder bromierten Flammhemmern. Diese Form der (chemischen) Toxizität versuchen Forscher derzeit genauer zu untersuchen, wobei die Fragen beantwortet werden müssen, wie viele Mikroplastikteilchen im menschlichen Körper wie lange verweilen, wie sich diese bei der Passage oder der Einlagerung in den menschlichen Körper verhalten und wie viel ihrer chemischen Fracht in den Körper übergeht (vgl. Leslie, Depledge 2020). Partikel können zudem aufgrund ihrer Größe und Gestalt, also ihrer physikalischen Eigenschaften eine entzündliche Reaktion im Gewebe hervorrufen. Dies ist aus der Toxikologie etwa bei inhalativer Aufnahme von Holzstäuben oder Mehl bekannt, die schließlich bei langzeitlicher Exposition und anhaltender Entzündung das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen können. Es gibt Hinweise, dass diese physikalische Toxizität auch bei Mikroplastik relevant ist. Entzündliche Reaktionen werden in Zellkulturexperimenten beobachtet (vgl. Fleury, Baulin 2021 und Hong et al. 2020). Weiterhin besitzen Kunststoffe die Eigenschaft, bestimmte Schadstoffe, persistente7 organische Substanzen, wie PCB (polychlorierte Biphenyle), Dioxine und Furane, aber auch Metalle anzulagern (Umweltbundesamt 2015). Diese zusätzliche chemische Fracht kann womöglich im Verdauungstrakt des Menschen, insbesondere im sauren Milieu des Magens, wieder abgegeben werden (z. B. Hildebrandt et al. 2021) und könnte sodann toxisch wirken. Und viertens dienen Mikroplastikpartikel Mikroorganismen und Viren als zu besiedelnde Oberfläche. Aus demselben Grund bilden sich auf Kunststoffen verschiedenster Art in feuchter Umgebung schnell Biofilme, die sich aus dort lebenden Mikroorganismen zusammensetzen. Gegenstand laufender Forschungen ist, in welchem Umfang Mikroplastik als Siedlungsraum und globales Transportsystem für antibiotikaresistente Keime im Wasser wie auch für Krankheitserreger dient. Für beide Zusammenhänge liegen mehrfache wissenschaftliche Indizien aus Studien vor. Damit könnte Mikroplastik als Vehikel zur Verbreitung bestimmter Viren und Mikroorganismen dienen und infolge seiner ubiquitären Verteilung über Luft, Wasser, auch den Boden zum globalen Transport entsprechender Spezies, mithin auch von Krankheitserregern beitragen (vgl. Bowley et al. 2021). Nach gegenwärtigem Stand der Forschung gibt es insgesamt erst wenige wissenschaftliche Daten zur Frage des Vorkommens von Mikroplastik im Menschen und zur Toxizität des Mikroplastiks (SAPEA 2019, WHO 2019). Daher kam das wissenschaftliche Beraterkonsortium Science Advice for Policy by European Academies SAPEA, das Teil der wissenschaftlichen Politikberatung der EU ist, zu dem Fazit: „Die fehlende Evidenz für Risiken durch Mikroplastik lässt gegenwärtig nicht den Schluss zu, dass mit ausreichender Sicherheit gesagt werden kann, dass ein Risiko besteht und genauso wenig, dass kein Risiko besteht.“ (SAPEA 2019: 11). Vielmehr ist es gegenwärtig nicht möglich, wissenschaftlich zu beurteilen, was die Anwesenheit von Mikroplastik im Körper über die Lebenszeit bewirkt. Zu bedenken ist dabei, dass negative Wirkungen sich als begründbare wissenschaftliche Hypothese aus den bisherigen Erkenntnissen der Toxikologie und Mikrobiologie im obigen Sinne postulieren lassen (Leslie, Depledge 2020). Bis vor etlichen Jahren war die Hypothese durchaus verbreitet, Mikroplastik würde vollständig und unverändert ausgeschieden; es sei inert8 und stelle kein Risiko dar. Es blieb allerdings unklar, auf welche wissenschaftliche Argumentationsführung und Evidenz sich diese oft als These ausgeführte Einschätzung stützte. Erst in den letzten Jahren setzte Forschungsförderung zur Klärung von toxikologischen Wirkungen von Mikroplastik ein. Nach bisherigen Erkenntnissen wird Mikroplastik nicht vollständig und unterschiedlich abhängig von Größenverteilung ausgeschieden (vgl. Cox et al. 2019). Aber auch die direkte Passage von Schadstoffen, ohne dass diese in bestimmten Geweben gespeichert werden, besagt allein nichts über die toxikologische Wirkweise. Es sind zahllose Beispiele von Schadstoffen bekannt, die zwar rasch verstoffwechselt und kaum in Gewebe eingelagert werden, aber dennoch toxisch auf den Menschen wirken können, etwa perfluorierte Verbindungen aus der Kategorie der PFAS. Das gilt insbesondere dann, wenn sie täglich über Nahrung und Luft neu aufgenommen werden, sie also quasi-persistent9 sind, wie es auch bei Mikroplastik der Fall ist. 5.2. Umwelt Grundsätzlich ist bezüglich der toxischen Wirkungen von Mikroplastik auf Mikroorganismen auf Organismen zu bedenken, dass Mikroplastik sich bereits seit vielen Jahrzehnten in den Biota in möglicherweise zunehmenden Mengen - infolge der zunehmenden Plastikproduktion - befindet. Wenn es auf Spezies akut toxisch gewirkt hat, hat sich deren Niedergang wahrscheinlich schon in der Vergangenheit vollzogen. Bei Mikroplastik handelt es sich aber um ein langzeitig einwirkendes Schadstoffkonglomerat mit ganz unterschiedlichen, teils toxischen Inhaltsstoffen, die erwartungsgemäß in physiologische Prozesse von Organismen eingreifen könnten, ohne dass diese unmittelbar sterben. Subletale Effekte dieser Art können die Fortpflanzung, die Entwicklung von Organismen, genauso das Verhalten wie die Nahrungsaufnahme oder das Verhalten gegenüber Fressfeinden und vieles mehr betreffen. Grundsätzlich stellen unnatürliche toxische Substanzen einen Stressor für Organismen dar. Eine Schwächung von Populationen kann, wie die Forschung zum Korallensterben, zum Insektensterben, zum Amphibiensterben etc. schlüssig darlegt, in den Verlust der Biodiversität münden. Dieser ist multifaktoriell, wobei anthropogene toxische Substanzen, etwa Pestizide im Falle des Insektenrückgangs, einen Faktor unter mehreren Ursachen darstellen. Analog dazu kann die Mikroplastikbelastung Organismen und ihre Bestände zusätzlich belasten. Es ist bekannt, dass Makroplastik eine Gefahr für Meerestiere und Wasservögel darstellt, da sie Plastikmüll verschlucken, gesundheitliche Schädigungen erleiden und daran auch ersticken können. Im Fokus der ökotoxikologischen Wirkungen von Mikroplastik steht momentan der aquatische Lebensraum. Es konnte gezeigt werden, dass Mikroplastik von verschiedenen Lebewesen in Meeren, Flüssen und Seen wie Fischen, Muscheln, Plankton, Vögeln, Walen, Schildkröten etc. aufgenommen wird. Dies ist insoweit zu erwarten, als sämtliche Lebewesen über Luft, Wasser und Boden Mikroplastik ausgesetzt sind und zwecks Atmung und Nahrungsaufnahme mit dem Umweltmilieu in Austausch stehen. So wiesen Forschende zuletzt auch nach, dass Korallen Mikroplastik über ihre Polypen aufnehmen und auch ausscheiden können, aber zu einem gewissen Grad auch in ihr Kalkskelett einbauen. Welche Konsequenzen für Korallen im Speziellen daraus resultieren, ist Gegenstand weiterer Forschungen (Hierl et al. 2021). Eine Schwierigkeit für die Forschungen besteht darin, die kontinuierliche Belastung mit Mikroplastik der realen Welt auf Laborbedingungen zu übertragen. Kurzzeitige Effekte auf die Gesundheit von aquatischen Organismen stellen sich bei höheren Dosen in Laborexperimenten ein. Etwa vermindern bestimmte Muscheln dann schon in einer Woche ihre Filtrationsrate; DNA-Schädigungen sind nachweisbar. Indes wirken Mikroplastikpartikel in Realität über den gesamten Lebenszyklus der Organismen mitunter in geringeren Dosen auf diese ein (SAPEA 2019: 10ff). Über 42 Wochen bildeten Forschende daher die Belastung von Miesmuscheln mit niedrigen Dosen an Mikroplastik in Süßwasservorkommen im Experiment nach. Sie untersuchten schließlich, verschiedene nicht normierte Vitalitätsparameter der Spezies. Dazu gehörten zum Beispiel die Wachstumsraten der jungen Muscheln, die Produktion der Haftfäden, mit denen sie sich am Untergrund festhalten, oder auch das Fressverhalten. Schwache, negative Effekte traten zum Ende der 42 Wochen auf (Hamm, Lenz 2021). Den bisherigen Labor- und Umweltstudien zufolge kann Mikroplastik bestimmte Organismen beeinträchtigen. Teils ist unklar, was die beobachteten Effekte für den Erhalt einer Population bedeuten. Kritisch hinterfragt werden Laborexperimente, die mit hohen Dosen an Mikroplastikpartikeln in kurzer Zeit durchgeführt wurden, da sie die reale Belastung über den gesamten Lebenszyklus eines Organismus mit geringerer Menge an Mikroplastik nur näherungsweise abbilden. Dies ist eine generelle und bekannte Herausforderung in der toxikologischen Erforschung von Langzeiteffekten. Die offenen Fragen veranlassen die Wissenschaft zu weiteren Untersuchungen. Sie werden seitens der Kunststoffindustrie und in der politischen Debatte als Begründung herangezogen, an bisher entwickelten Kunststoffen als eines der wichtigsten Materialien des Industriezeitalters festzuhalten.“      [4]          
  Quellen:  
   Allen, Steve et al. (2019). Atmospheric transport and deposition of microplastics in a remote mountain catchment.   In: Nature Geoscience, 12, 339–344, Abstract online abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s41561-019-0335-5 (11. Januar 2022) Bergmann, Melanie et al.   (2019). White and wonderful? Microplastics prevail in snow from the Alps to the Arctic. In: Science Advances, 5, 8, online abrufbar unter: https://advances.sciencemag.org/content/5/8/eaax1157/tab-pdf (6.   Januar 2022) Bertling, Jürgen; Bertling, Ralf; Hamann, Leandra (2018). Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik: Ursachen, Mengen, Umweltschicksale, Wirkungen, Lösungsansätze, Empfehlungen. Kurzfassung der Konsortialstudie, 21. Juni 2018, abrufbar unter:   https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf (6.   Januar 2022) Bowley, Jake et al (2021). 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  &amp;nbsp;  
     
 
       
 
 
 
      [1]       Vlacil AK et al. (2021). Polystyrene microplastic particles induce endothelial activation.  PLOS ONE. doi.org/10.1371/journal.pone.0260181 
 
 
        [2]&amp;nbsp;      &amp;nbsp;&quot;Plasticenta: First evidence of microplastics in human placenta&quot;, Volume 146, January 2021, 106274, https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.106274, Seite 1,&amp;nbsp; 2021      
 
 
      [3]       Vlacil AK et al. (2021). Polystyrene microplastic particles induce endothelial activation.  PLOS ONE. doi.org/10.1371/journal.pone.0260181 
 
 
   [4]   Infobrief Wissenschaftliche Dienste für den Deutschen Bundestag - Mikroplastik: Ursachen, Verbreitung und Wirkung, https://www.bundestag.de/resource/blob/880118/cfd8399ae3644eb10f8b08d580902b5d/Mikroplastik-data.pdf, 2021&amp;nbsp; 
 
 
   
 
 &amp;nbsp; 
 
 
  3. Gefährliche Verbindung: Mikroplastik &amp;amp; Umweltgifte  
   Über unsere tägliche Nahrung aber auch die Luftzirkulation gelangen winzige Plastikpartikel in unseren Organismus. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass nicht nur von ihnen selbst, sondern auch von ihrer Eigenschaft Umweltgifte an sich zu binden, Gefahren für unsere Gesundheit ausgehen.   
  &amp;nbsp;  
  Toxische Eigenschaften von Mikro- und Nanoplastik  
  Diverse Untersuchungen legen immer mehr nahe, dass winzige Plastikteilchen weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben und unter anderem zur Abtötung von menschlichen Körperzellen führen können      [1]       aber aktuellen Erkenntnissen zur Folge auch eine gefährliche Symbiose mit Umweltschadstoffen eingehen und diese über lange Zeit hinweg an sich binden, bevor sie letztendlich in unseren Lebensmittelkreislauf und damit in unseren Körper gelangen.      [2]         
  Die Studie zeigt, dass sich Mikroplastikpartikel über Jahrzehnte hinweg mit Giftstoffen anreichern können und sobald sie über Lebensmittel oder Trinkwasser in unseren Körper eintreten, diese ungefiltert an die im Verdauungstrakt befindlichen Zellen übermitteln. Die Studie wurde von Dr. Ines Zucker von der Fakultät für Maschinenbau und der Porter-Schule für Umwelt- und Geowissenschaften der Universität Tel Aviv zusammen mit dem Doktoranden Andrey Eitan Rubin durchgeführt. Sie veranschaulicht, dass Mikroplastik in der Meeresumwelt giftige organische Stoffe absorbiert und konzentriert und so deren Toxizität um den Faktor 10 erhöht, was zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit führen kann.  
  Doktorand Andrey Eitan Rubin erläutert  &quot;Zum ersten Mal stellen wir einen vollständigen &#039;Lebenszyklus&#039; von Mikroplastik dar: vom Moment ihrer Freisetzung in die Umwelt über die Adsorption von Umweltschadstoffen bis hin zu ihrer gemeinsamen Toxizität beim Menschen. Die Menge an Müll, die jedes Jahr in den Ozean gekippt wird, ist enorm - das bekannteste Beispiel ist die Plastikinsel im Pazifik, deren Fläche 80-mal größer ist als die des Staates Israel. Aber dies ist nicht nur ein entferntes Problem - aus unseren vorläufigen Überwachungsdaten geht hervor, dass Israels Küsten zu den am stärksten mit Mikroplastikmüll verschmutzten gehören. Jedes der Mikroplastikpartikel, die in diesen Gebieten ausgeschieden werden, hat ein enormes Schadenspotenzial, da sie als effektive und stabile Plattform für jeden Schadstoff dienen, auf den sie auf ihrem Weg in den menschlichen Körper stoßen.&quot;   
  Dr. Zucker fasst zusammen:  &quot;Wir haben herausgefunden, dass die Adsorptionskapazität eines oxidierten Mikroplastikpartikels (die Konfiguration des Mikroplastiks nach der Verwitterung durch die Umwelt) deutlich höher ist als die eines nicht oxidierten Partikels. Nachdem die Umweltschadstoffe an das Mikroplastik adsorbiert wurden, kann das vorbelastete Teilchen durch die Aufnahme von kontaminierten Lebensmitteln und Wasser in den Verdauungstrakt gelangen, wo es die Giftstoffe in unmittelbarer Nähe der Zellen des Verdauungstrakts freisetzt und so die Toxizität dieser Stoffe erhöht. Dies ist eine weitere schmerzhafte Erinnerung an die schrecklichen Folgen der Verschmutzung der Meeres- und Landumwelt mit gefährlichen Industrieabfällen, die in den letzten Jahrzehnten leider mit Plastik überschwemmt wurde. Die Gefahren sind nicht theoretisch, sondern greifbarer denn je. Das Problembewusstsein ist zwar groß, aber die Präventionsmaßnahmen vor Ort sind noch weit davon entfernt, deutliche Spuren zu hinterlassen.&quot;   
  Fazit   
  Neueste Studienergebnisse machen deutlich, dass sowohl die Kunststoffherstellung, -nutzung als auch deren Ende als Mikroplastik, immense Auswirkungen auf uns hat, als bis noch vor ein paar Jahren angenommen wurde. Bislang existieren keine vereinheitlichten Regulierungsmechanismen, die eine Reduktion von Mikroplastik auf den Weg bringen. Doch nur so wäre ein vorausschauender Umgang und weitreichender Schutz für alle Menschen möglich. Solange dies aber Wunschdenken ist, haben Sie nur die Möglichkeit selbst für den Schutz Ihrer Gesundheit und der Ihrer Familie zu sorgen.  
  Unsere  Wasserfiltersysteme  filtern zuverlässig Mikro- und Nanoplastik – für tatsächlich reines Trinkwasser.  
     
 
      [1]       Vgl. ScienceDirect: Evangelos Danopoulosa, Maureen Twiddy, Robert West, Jeanette M. Rotchellc: &quot;A rapid review and meta-regression analyses of the toxicological impacts of microplastic exposure in human cells, April 2022, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304389421028302?via%3Dihub  
 
 
      [2]       Vgl. ScienceDaily: &quot;Microplastics increase the toxicity of organic pollutants in the environment by a factor of 10, study finds&quot;, Februar 2022, https://www.sciencedaily.com/releases/2022/02/220216112233.htm  
 
 
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                ]]>
            </content>

                            <updated>2022-05-23T12:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Glyphosat – und die Langzeitfolgen für Umwelt, Tiere und Menschen </title>
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                  Aktuelle Studien zeichnen erneut ein erschreckendes Bild wie unter anderem Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln die Biodiversität bei der Entwicklung von Kaulquappen im Wasser stört und zu Veränderungen wie kleinen Hirnen, schwachen Herzen, sowie krummen Körpern führt.   [1]    Eine Europäische Bürgerinitiative fordert bereits seit 2017 ein Verbot von Glyphosat zum Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden.   [2]   In Deutschland ist trotz langjährigen Forderungen nach einem Verbot der Einsatz von Glyphosat nur eingeschränkt und soll erst Ende 2023 gänzlich verboten werden.   [3]     
     
 Was ist Glyphosat? 
 Die Entdeckung der chemischen Substanz aus den Salzen von Phosphaten erfolgte 1950. Der US-Konzern Monsanto verwendete es ab der 1970er Jahren als Breitbandherbizid, um sämtliche Unkräuter abzutöten. Seitdem kommt es nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im privaten Gartenbau zum Einsatz und war über viele Jahre hinweg ein Bestandteil in Pflanzenschutzmitteln. 
 Ist Glyphosat krebserregend? 
 Verschiedene Umweltorganisationen und das „Monsanto Tribunal“ (ein Zivilzusammenschluss) machten auf gesundheitliche Risiken aufmerksam bei dem in Argentinien und anderen lateinamerikanischen Ländern für den gesamten Anbau von Soja Glyphosat zum Einsatz kam. Neben Missbildungen bei Kindern traten in diesen Regionen vermehrt chronische Krankheiten und Krebs auf. 
 Wissenschaftliche Studien der Vergangenheit zeigten in Laborversuchen bei denen Kleinstiere mit Glyphosat in Kontakt kamen, dass sich häufigere Krebserkrankungen, kürzeren Schwangerschaftszeiten, Wirkungen auf das Hormonsystem oder Fehlbildungen zeigten. 
 Ein Forscherteam der Universität Ulm untersuchte, wie sich Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln auf die Embryonalentwicklung südafrikanischer Krallenfröschen auswirkt. Die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin PD Dr. Susanne Kühl erklärt passend dazu in einer Publikation im Fachmagazin Aquatic Toxicology, dass Glyphosat und andere Pflanzenschutzmittel Defekte im Gehirn und im Herzen von Kaulquappen auslösten, deren Schwimmfähigkeit verminderten und sie somit anfälliger für Fressfeinde machte. [ 4]   
 Bereits 2015 nahm die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) nach der Untersuchung diverser Studien zu Glyphosat eine Gefahrenanalyse vor und urteilte, dass Glyphosat für den Menschen „wahrscheinlich krebserregend“ sei.  [5]   
 Allerdings ohne echte Konsequenzen. Der Wirkstoff ist in der Europäischen Union zunächst bis Dezember 2022 genehmigt und in Deutschland bis Dezember 2023 in Pflanzenschutzmitteln zugelassen.  [6]   
 Gesundheitsschädliche Glyphosat Konzentrationen in Gewässern 
 Die Wissenschaftler der Universität Ulm fanden besonders beunruhigend an ihren Ergebnissen, dass die geprüften Konzentrationen an Glyphosat die Fehlbildungen bei Kaulquappen auslösten, so bereits in der freien Natur in kleinen stehenden Gewässern unter anderem in Brasilen nachgewiesen werden konnten. „ Die Ergebnisse lassen vermuten, dass Pestizide beim weltweiten Rückgang von Amphibienpopulationen durchaus eine tragende Rolle spielen könnten. Eine strikte Einhaltung und Überwachung der Grenzwerte sowie eine bessere Ausbildung von Personen, die mit solchen Pflanzenschutzmitteln arbeiten, könnten helfen, die negativen Auswirkungen von GBH zu mildern. Auch als Privatperson sollte man sich gut erkundigen, bevor man chemische Pflanzenschutzmittel im Garten ausbringt und wenn immer möglich nach Alternativen suchen “, erklärt PD Dr. Susanne Kühl.   [7]   
 Fazit: Glyphosat aus Trinkwasser entfernen 
 Das Herbizid Glyphosat ist in der Umwelt weit verbreitet, jedoch nach wie vor nicht gänzlich verboten und aufgrund seiner krebserregenden Wirkung umstritten. Die Pestizide gelangen über Grundwasser, Flüsse und Seen auch in unser Trinkwasser. 
 Im Fachjournal Nature Sustainability veröffentlichte ein Wissenschaftlerteam der Friedrich-Alexander Universität Erlangen eine Untersuchung, wie Glyphosat leicht aus Wasser gelöst werden kann. Der beteiligte Werkstoffwissenschaftler Prof. Marcus Halik vom Interdisziplinären Zentrum für Nanostrukturierte Filme und Physiker Prof. Dirk Zahn vom Computer Chemistry Center sowie das Team von Dr. Leena Banspach vom Bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit arbeiten dabei mit der chemischen Struktur von Glyphosat. 
 Dessen Struktur bewirkt eine starke Wechselwirkung mit Oxiden wie Eisenoxid, also Rost. Glyphosat bindet sich aufgrund dieser Eigenschaften an Oberflächen von magnetischen Eisenoxidteilchen, die sich mit Hilfe von Magneten leicht aus dem Wasser entfernen lassen. 
  Möglich ist das im eigenen Haushalt auch über leistungsstarke  Wasserfiltersysteme . Dadurch werden Medikamentenrückstände, Schwermetalle, Mikroorganismen aber auch Stoffe aus Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat zuverlässig herausgefiltert.  
 Nachfolgend noch einige Studien welche zum Nachdenken anregen: 
 Samsel, Anthony, and Stephanie Seneff. 2013. &quot;Glyphosate’s Suppression of Cytochrome P450 Enzymes and Amino Acid Biosynthesis by the Gut Microbiome: Pathways to Modern Diseases&quot; Entropy 15, no. 4: 1416-1463.  https://doi.org/10.3390/e15041416  
 Monika Krüger, Awad Ali Shehata, Wieland Schrödl, Arne Rodloff,  Glyphosate suppresses the antagonistic effect of Enterococcus spp. on Clostridium botulinum, Anaerobe,Volume 20,2013,Pages 74-78,  https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1075996413000188  
 Shehata, A.A., Schrödl, W., Aldin, A.A. et al. The Effect of Glyphosate on Potential Pathogens and Beneficial Members of Poultry Microbiota In Vitro. Curr Microbiol 66, 350–358 (2013).  https://doi.org/10.1007/s00284-012-0277-2  
 Aktuelle Studie zur Auswirkungen von Glyphosat auf das Mikrobiom (Darmmilieu) 
  „Die Soil Physics and Land Management Group (SLM) der Wageningen University (Prof. Coen Ritsema und Prof. Violette Geissen) hat zusammen mit dem Emerging Pathogens Institute der University of Florida (Prof. Ariena van Bruggen), dem Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz der Universität Kassel (Prof. Maria Finckh) und dem Department of Life and Environment Science der Hangzhou Normal University in Zhejiang (Prof. Miaomiao He) einen bemerkenswerten Übersichtsartikel veröffentlicht. Dieser Artikel zu den Auswirkungen von Glyphosat, dem Wirkstoff von Roundup, auf mikrobielle Gemeinschaften und die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen kommt gerade rechtzeitig: In diesem Jahr wird die Europäische Kommission (EC) über die mögliche Verlängerung der Zulassung von Glyphosat als Herbizid in der EU entscheiden.“  
  https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/meldung/2021/10/27/studie-zu-auswirkungen-von-glyphosat-auf-mikrobiome?cHash=5cdec05daad7957d51e769734dc25c4c  
 van Bruggen A. H. C., Finckh M. R., He M., Ritsema C. J., Harkes P., Knuth D., Geissen V., Indirect Effects of the Herbicide Glyphosate on Plant, Animal and Human Health Through its Effects on Microbial Communities, &amp;nbsp;&amp;nbsp;Frontiers in Environmental Science ,9, 2021&amp;nbsp;&amp;nbsp;  https://www.frontiersin.org/article/10.3389/fenvs.2021.763917  
  Diverse Forscher und Forscherinnen versuchen seit vielen Jahren die unterschiedlichen Effekte von Glyphosat zu erkunden und in einen laienverständlichen Zusammenhang zu bringen. So auch Professorin Dr. Monika Krüger, Leiterin Institut für Bakteriologie und Mykologie, Universität Leipzig.  
    
 &amp;nbsp; 
  
 
  [1]  Vgl. Hannah Flach, Alexander Lenz, Sarah Pfeffer, Michael Kühl: &quot;Impact of glyphosate-based herbicide on early embryonic development of the amphibian Xenopus laevis&quot;, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35074614/, 2022 
 
 
  [2]  Vgl. Europäische Bürgerinitiative: &quot;Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden&quot;, https://europa.eu/citizens-initiative/ban-glyphosate-and-protect-people-and-environment-toxic-pesticides_de, Stand 2022 
 
 
  [3]  Vgl. Ärzteblatt: &quot;Glyphosat nur noch eingeschränkt erlaubt&quot;, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127129/Glyphosat-nur-noch-eingeschraenkt-erlaubt, 2021 
 
 
  [4]  Vgl. Hannah Flach, Alexander Lenz, Sarah Pfeffer, Michael Kühl: &quot;Impact of glyphosate-based herbicide on early embryonic development of the amphibian Xenopus laevis&quot;, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35074614/, 2022 
 
 
  [5]  Ärztezeitung: WHO Agentur: &quot;Glyphosat wahrscheinlich krebserregend&quot;, https://www.aerztezeitung.de/Politik/Glyphosat-wahrscheinlich-krebserregend-250536.html, 2015 
 
 
  [6]  Vgl. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: &quot;Fragen und Antworten zu Glyphosat&quot;, https://www.bmel.de/SharedDocs/FAQs/DE/faq-glyphosat/FAQ-glyphosat_List.html, Stand:20022 
 
 
  [7]  Hannah Flach, Alexander Lenz, Sarah Pfeffer, Michael Kühl: &quot;Impact of glyphosate-based herbicide on early embryonic development of the amphibian Xenopus laevis&quot;, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35074614/, 2022 
 &amp;nbsp; 
 
 
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                            <updated>2022-03-23T13:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) – auch im Wasser angekommen</title>
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                                            Rund 350 000 künstliche Stoffe sind bereits im Umlauf und die Menge wächst täglich weiter. Seit den 1950er Jahren auf rund das 50ig-fache! Anders als Umweltschadstoffe, die noch aus der Zeit des Altertums stammen, darunter Schwermetalle (Galvanik), Gerbstoffe (Chromat) und Gif...
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                  Rund 350 000 künstliche Stoffe sind bereits im Umlauf und die Menge wächst täglich weiter. Seit den 1950er Jahren auf rund das 50ig-fache!   [1]    Anders als Umweltschadstoffe, die noch aus der Zeit des Altertums stammen, darunter Schwermetalle   (Galvanik), Gerbstoffe (Chromat) und Gifte (Arsenik) wirken heute neue Schadstoffgruppen wie PFCs äußerst subtil verändernd auf unsere Umwelt.   [2]    Der Gehalt an per- und polyfluorierten Substanzen (PFC, PFAS), insbesondere PFOA und PFOS nimmt stetig zu. Doch um welche Form von chemischen Substanzen handelt es sich dabei und welche Einflüsse auf unsere Umwelt und Gesundheit haben per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)?   
 &amp;nbsp;  
   Quelle PFC: &quot;PFC chemicals in drinking wate&quot;, https://alb-filter.com/blogs/ratgeber/kunststoffe-im-trinkwasser-koennen-wasserfilter-vor-perfluorierten-chemikalien-schuetzen &amp;nbsp;    
 Bedrohung für unseren Planeten 
 Künstlich erzeugte Chemikalien in Plastik, Medikamenten und Hilfsstoffen stellen für Umwelt und unsere Gesundheit ein großes Risiko dar. Die Schnelligkeit und Eintragsrate in unserer Umwelt bedroht laut einer Veröffentlichung von Dr. Linn Persson und ihren Kollegen vom Stockholm Environment Institute in der Zeitschrift „Environmental Science &amp;amp; Technology“ die Bewohnbarkeit unseres Planeten.  [3]   
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Environmental Science &amp;amp; Technology: &quot;Outside&amp;nbsp; Safe Operating Space of the Planetary Boundary for Novel Entities&quot;, pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c04158#, 2022  
 Bereits ein aus 2009 stammendes Konzept zu „planetarischen Grenzen“ verweist auf Werte, die unsere Erde dauerhaft unbewohnbar machen. Das Expertenteam warnt davor, dass bereits heute die Anzahl und Menge der künstlichen Substanzen die Grenze überschritten hat, bis zu der die Kontrolle und Einschätzung des Kontaminierungsgrades möglich ist. 
     
  Quelle: Environmental Science &amp;amp; Technology: &quot;Outside the Safe Operating Space of the Planetary Boundary for Novel Entities&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c04158#, 2022  
  &amp;nbsp;  
 Was sind PFCs? 
 PFC steht für  p er- und  p olyfluorierte  C hemikalien, die ebenfalls als  PFAS  (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) oder  PFT  (perfluorierte Tenside) bezeichnet werden.&amp;nbsp; 
 Bei PFCs, darunter auch  PFOA  (Perfluoroktansäure) und  PFOS  (Perfluoroktansulfonsäure) handelt es sich um industriell gefertigte Verbindungen, die eine hohe thermische und chemische Stabilität aufweisen und keinen natürlichen Ursprung haben. 
 Sie kommen in der modernen Industrie zum Einsatz und sind beliebt, da sie wasser-, fett-, sowie schmutzabweisend sind. PFC werden nicht nur in Kleidung oder Baustoffen, sondern auch in Pappbechern und Pizzakartons sowie vielen weiteren Produkten des täglichen Lebens verarbeitet.&amp;nbsp; &amp;nbsp;  
 PFCs und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit 
 Inzwischen existieren mehr als 5000 PFCs! Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie) kennt die Hintergründe: „… Viele der Stoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil eben nicht explizit danach gesucht wurde. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielzahl wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, für alle Stoffe alle notwendigen Daten für eine Risikoabschätzung zu erheben. …“   [4] &amp;nbsp;  
 Studien zeigen, dass PFCs aufgrund Ihrer Langzeitbelastung eine hohe toxische Wirkung auf Menschen und Tiere haben. Dabei ist der Abbauprozess enorm langsam, da PFC von der Natur nahezu überhaupt nicht abgebaut werden kann. PFC steht im Verdacht krebserregend sowie fortpflanzungsgefährdend zu sein.  [5]  
     
  Quelle: EUROPEAN ENVIRONMENT AGENCY, NACH: US NATIONAL TOXICOLOGY PROGRAM (2016), C8 HEALTH PROJECT REPORTS (2012), WHO IARC (2017), BARRY ET AL. (2013), FENTON ET AL. (2009), WHITE ET AL. (2011); ÜBERSETZUNG: SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT (AUSSCHNITT), https://www.spektrum.de/wissen/pfas-umweltgifte-fuer-die-ewigkeit/1724648  
 &amp;nbsp;Die folgende Abbildung des Umweltbundesamts verdeutlicht die Eigenschaften dieser chemischen Substanzen:&amp;nbsp; 
     
 Quelle Umweltbundesamt: besorgniserregende Eigenschaften von PFC,  Besorgniserregende Eigenschaften von PFC | Umweltbundesamt  
 Was vielen Deutschen nicht bekannt ist, diese Erkenntnisse bestätigte der Deutsche Bundestag bereits 2015 in einer Antwort auf eine Anfrage Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.   [6]   
 Jedoch ohne Konsequenzen, wie u. a. ein Fachbeitrag im Ärzteblatt zeigt. Demzufolge beispielsweise 2018 die Auswertungen von Blutproben durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen, deutlich erhöhte Blutwerte durch mit möglicherweise krebserregenden Chemikalien verunreinigtes Trinkwasser im Bezirk Altötting ergaben. 
 Getestet wurden die Werte von Perfluoroctansäure (PFOA) die zu den industriell gefertigten per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS)zählen, die bei den Probanden bei 20 Mikrogramm je Liter Blut lagen. Diese Ergebnisse wurden jedoch durch das LGL als „nicht schädlich für die Gesundheit“ eingestuft. Und das, obwohl das LGL ebenfalls angibt, dass das PFOA im Organismus nicht abgebaut wird und erst nach 3 Jahren über die Niere ausgeschieden werden kann.  [7]   So entwickeln sich globale Umweltgifte zu regionalen Problemen, wie die  Broschüre zum PAFS/PFC-Dilemma  verdeutlicht. 
 PFC Problem in der Wasserversorgung in Deutschland? 
 Produkte aus der pharmazeutischen und chemischen Industrie wie Arzneimittel, Desinfektionsmittel, Kontrastmittel, Farbstoffe, Pestizide, Lacke, Waschmittel etc. gelangen durch ihre bestimmungsgemäße Anwendung in die aquatische Umwelt. 
 Die Qualität des Wassers wird durch den Eintrag an sog. Spurenstoffen zunehmend bedroht. Bei den „neuartigen Spurenstoffen“ handelt es sich um eine Vielzahl an Stoffen mit chemisch sehr heterogenen Eigenschaften.  [8]   Bei Herstellung, Gebrauch sowie bei Entsorgung werden die PFCs freigesetzt. Bei der Behandlung in den Kläranlagen entstehen noch mehr dieser Stoffe, die anschließend ungehindert in Flüsse und Meere geleitet werden sowie als Klärschlamm-Dünger weltweilt in das Grundwasser gelangen. 
 Allein in Bayern wurden in 34 Regionen per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in Grund- und Trinkwasser nachgewiesen, teilweise in besorgniserregend hoher Konzentration. Die Menschen machen sich vor Ort nicht grundlos sorgen und fragen sich, wie gefährlich diese Stoffe wirklich sind? 
 Leider gibt es keine Garantie, dass das Trinkwasser in Deutschland PFOA-frei ist. Besonders deutlich wurde das unter anderem am PFOA-Skandal von Altötting  [9]  . Bis 2008 gelangte PFOA über einen Chemiepark bei Gendorf in die Umwelt und ins Trinkwasser. 
 Noch 2018 wurde in einem Umweltgutachten festgestellt, dass die Grenzwerte der Trinkwasserrichtwerte der Trinkwasserkommission langfristig überschritten wurden. [ 10 ] &amp;nbsp;In der Nähe von Altötting in der Gemeinde Haiming hingegen wurde bereits 2009 ein Aktivkohlefilter in den Brunnen eingebaut, wodurch der PFOA-Wert deutlich sank.  [11]   
 Mehr dazu lesen Sie auch im Blogbeitrag:  Per-und Polyfluorierte Chemikalien im Wasser  
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
    
  Video - Quelle:  Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen , https://youtu.be/lvNaYuKUIlE&amp;nbsp;&amp;nbsp;  
 Alarmierende Fakten zu PFC aus einer US Studie 
 2016 berichtete eine Studie in den USA über alarmierende Ergebnisse. Sie untersuchte in Ohio die Kontaminierung von Trinkwasser mit Perfluoroctansäure durch eine dort ansässige Fabrik und ermittelte Krankheiten, deren Ursachen wahrscheinlich mit dieser Exposition in Zusammenhang stehen, darunter Nieren-, Hodenkrebs, die chronische Darmerkrankung „Colitis Ulcerosa“, sowie Erkrankungen der Schilddrüse, Bluthochdruck in der Schwangerschaft und ein besonders erhöhter Cholesterinspiegel.   [12]   Trotz dieser Studienergebnisse mangelt es weltweit weiter an konsequenten Untersuchungen des Trinkwassers. Die Unsicherheit und Sorge der Bevölkerung bleibt. 
 Fazit: Wasserfilter zur Beseitigung von PFCs aus dem Leitungswasser 
 Studien und Untersuchungen zu per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) bilden an vielen Stellen nur die Spitze des Eisbergs ab. Häufig erfolgten die Bewertung und Reaktion auf auffallende Studienergebnisse wie am Beispiel in Altötting, Deutschland nur verhalten. 
 Um als Konsument bedenkenfrei Wasser dort genießen zu können, wo es als Trinkwasser in unserem Haushalt aus der Leitung kommt, können Sie es mit einem guten  Trinkwasseraufbereitungssystem  direkt zu Hause filtern. Chemikalien wie PFOA werden dabei zuverlässig herausgefiltert, ebenso wie andere Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
  
 
  [1]  Vgl. Environmental Science &amp;amp; Technology: &quot;Outside the Safe Operating Space of the Planetary Boundary for Novel Entities&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c04158#, 2022 
 
 
  [2]  LGA Bericht: &quot;Schadstoff-Alarm! PFC und NSO gefährden Gewässer!, https://www.lga-geo.de/images/Infomaterial/PFC-NSO_schadstoffe.pdf, 2018 
 
 
  [3]  Vgl. Environmental Science &amp;amp; Technology: &quot;Outside the Safe Operating Space of the Planetary Boundary for Novel Entities&quot;, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c04158#, 2022 
 
 
  [4]  Klaus Kümmerer: &quot;Neuartige Spurenstoffe im Wasser&quot;, http://www.wassermanufaktur.com/media/pdf/f6/86/20/Neuartige-Spurenstoffe-im-Wasser-Prof-Kuemmerer.pdf, 2010 
 
 
  [5]  Definition Umweltbundesamt Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)- https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1 
 
 
  [6]  Deutscher Bundestag: Per- und polyfluorierte Chemikalien in der Umwelt 2015, http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/059/1805905.pdf 
 
 
  [7]  Ärzteblatt: Trinkwasser belastet: Blutwerte erhöht, Behörde sieht kein Gesundheitsrisiko, 2018, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96403/Trinkwasser-belastet-Blutwerte-erhoeht-Behoerde-sieht-kein-Gesundheitsrisiko 
 
 
  [8]  Vgl. Klaus Kümmerer: &quot;Neuartige Spurenstoffe im Wasser&quot;, http://www.wassermanufaktur.com/media/pdf/f6/86/20/Neuartige-Spurenstoffe-im-Wasser-Prof-Kuemmerer.pdf, 2010 
 
 
  [9]  DW: &quot;Der PFOA-Skandal von Altötting&quot;, https://www.dw.com/de/der-pfoa-skandal-von-alt%C3%B6tting/av-47790294 
 
 
  [10]  Br: https://www.br.de/nachrichten/bayern/altoettinger-buergerinitiative-gegen-pfoa-belastung-wird-verein,RQO8Muj 
 
 
  [11]  Zeit: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/trinkwasser-chemikalien-bayern-altoetting-ueberlan 
 
 
  [12]  Study: Public water supply is unsafe for millions of Americans https://edition.cnn.com/2016/08/09/health/contaminated-water/index.html, 2016 
 
 
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                            <updated>2022-01-28T16:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Trinkwasser Studie aus USA: „Gefährlicher Cocktail aus Chemikalien“</title>
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                                            Ein aktueller Report der Environmental Working Group (EWG) , basierend auf einer Leitungswasserdatenbank mit Daten aus den Jahren 2014 bis 2019 von 50.000 Wasserversorgern aus allen 50 Bundesstaaten, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. Viele Amerikaner, die über ihre Wasse...
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                  Ein aktueller Report der Environmental Working Group (EWG)   [1]   , basierend auf einer Leitungswasserdatenbank mit Daten aus den Jahren 2014 bis 2019 von 50.000 Wasserversorgern aus allen 50 Bundesstaaten, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. Viele Amerikaner, die über ihre Wasserhähne ein Glas Wasser konsumieren, trinken einen Cocktail aus Chemikalien wie Blei und Arsen sowie aus mehr als 50 neuen Schadstoffen, darunter vor allem PFAs, Perfluoralkyl- und Polyfluoralkyl-Stoffe.  
 &amp;nbsp;  
 Gesundheitsschäden durch das Trinkwasser 
 Die leitende Wissenschaftlerin der EWG, Tasha Stoiber beschreibt die aktuelle Situation um die Trinkwasserversorgung in den USA mit den Worten:  &quot;Wenn US-Amerikaner ein Glas Leitungswasser trinken, nehmen sie möglicherweise auch eine Dosis industrieller oder landwirtschaftlicher Schadstoffe auf, die mit Krebs, Hirn- und Nervensystemschäden, Fruchtbarkeitsstörungen, Hormonstörungen und anderen Gesundheitsschäden in Verbindung gebracht werden.&quot;  
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
    
   &amp;nbsp; Quelle: EWG&#039;s Tap Water Database: What’s in Your Drinking Water?,&amp;nbsp;https://www.youtube.com/watch?v=Hs__Layx9w0&amp;amp;t=37s  
 &amp;nbsp; 
    
   &amp;nbsp; Quelle: EWG Explains: Chemical mixtures and cancer risk, https://www.youtube.com/watch?v=iLO1QT-EX6o  
 &amp;nbsp; 
    
   &amp;nbsp; Quelle: EWG Explains: PAFs,&amp;nbsp;https://www.youtube.com/watch?v=y5kwd5-ocuM  
 Darüber hinaus besteht ein umfassendes Problem mit der Verschmutzung durch Nitrat. Dabei handelt es sich um eine krebserregende Chemikalie, die insbesondere über Düngemittel, die auf Felder ausgebracht werden, in den Wasserkreislauf gelangt. Die dabei als sichere Mengen durch die Bundesbehörden proklamierten Richtwerte sind gemäß EWG viel zu hoch und bereits seit Jahrzehnten nicht auf dem aktuellen Stand. 
 Mehr zu diesem Thema auch zum Trinkwasser in Deutschland erfahren Sie in unserem Blog: 
  PFC´s im Leitungswasser  
  Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser  
  Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel  
  Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet  
  Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  Deutschland: rund 35 Prozent des Grundwassers in schlechtem Zustand  
  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
 EMG Empfehlung für effektive Wasserfilter 
 Die EMG empfiehlt als effektivste Methode zum Filtern von Wasser sogenannte Umkehrosmoseanlagen.  [2]   Was genau Osmose ist, erfahren Sie in unserem Artikel  Was ist Osmose? | Technik Hintergrund | WasserManufaktur  
 Umkehrosmoseanlagen, die für die Heiminstallation verkauft werden, umfassen typischerweise einen oder mehrere Aktivkohle- und Sedimentfilter, so dass solche Systeme Verunreinigungen deutlich reduzieren oder vollständig entfernen. 
 Die Aktivkohlebehandlung fängt Chlor, Trihalomethane und VOCs (volatile organic compounds, flüchtige organische Stoffe ) ein und entfernt sie. Als nächstes durchläuft Leitungswasser während der Umkehrosmosefiltration eine semipermeable Membran, die alle Partikel blockiert, die größer als Wassermoleküle sind. Infolgedessen entfernen Umkehrosmosesysteme effektiv viele Verunreinigungen wie Arsen, Fluorid, sechswertiges Chrom, Nitrate und Perchlorat.    
 Entscheidend bei der Auswahl ist die Qualität der Filtersysteme. Leider kommt es vor, dass billige Filter verbaut werden, durch die das Wasser aufgrund von Weichmachern oder Schadstoffen bis hin zum Wasserhahn noch mehr belastet wird. Worauf Sie beim Kauf einer Filteranlage unbedingt achten sollten, erfahren Sie auf der Infoseite. Worauf sollten Sie beim Kauf einer Filteranlage achten?  
  Fazit:  Die   Molekularfilteranlagen der WasserManufaktur   bieten eine solide Bauweise mit verschiedenen Vorfilterstufen, welche die Osmosemembran schonen. Zum Einsatz kommt eine hochwertige TFC Osmosemembran, die einzige Membran der Welt, die selbst Uran aus dem Wasser filtert. Zusätzlich wird das Wasser nach der Osmose Filterung in einem mehrstufigen Spezialverfahren elektrochemisch nachbehandelt und optimiert und schlussendlich in einem 14-stufigen Prozess physikalisch aufbereitet und energetisiert. Eine sogenannte „direct-flow“ Technologie bietet die größtmögliche Sicherheit, denn das Wasser wird genau dann gefiltert, wenn Sie es benötigen. So gelangt, sauberstes, frisch gefiltertes Wasser aus dem Wasserhahn direkt in Ihr Glas. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Thema:  Filter als Kapital . 
 &amp;nbsp; 
    
 
  [1]  Vgl. EWG: &quot;State of American drinking water&quot;, https://www.ewg.org/tapwater/state-of-american-drinking-water.php, November 2021 
 
 
  [2]  Vgl. EWG: &quot;Water filter technology: A primer&quot;, https://www.ewg.org/tapwater/water-filter-technology.php#ro, 2020 
 
 
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                            <updated>2021-12-10T17:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Mineralwasser in Flaschen versus Abfüllstationen - unverpackt einkaufen</title>
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                                            Umweltschonende Konzepte, die auf unnötige Verpackungen verzichten und auf mitgebrachte Behälter setzen, erfahren eine wachsende Nachfrage. In diesem Zusammenhang spielt auch unser Wasserkonsum sowie die damit verbundene Verpackungen für den Transport eine extrem wichtige Roll...
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                 Mineralwasser in Flaschen versus Abfüllstationen - unverpackt einkaufen 
 &amp;nbsp; 
  Umweltschonende Konzepte, die auf unnötige Verpackungen verzichten und auf mitgebrachte Behälter setzen, erfahren eine wachsende Nachfrage. In diesem Zusammenhang spielt auch unser Wasserkonsum sowie die damit verbundene Verpackungen für den Transport eine extrem wichtige Rolle. Wie lassen sich sauberes Trinkwasser und ein umweltfreundlicher Umgang mit unseren Ressourcen in Einklang bringen?  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;      
  Quelle: BIO COMPANY Berlin Schöneberg/Kreuzberg (Yorckstraße 37, 10965 Berlin)  
 &amp;nbsp; 
 Das Geschäftsmodell Wasserflaschen - Mineralwasser 
 Lag der Konsum von Mineralwasser im Jahr 1970 noch bei 12,5 Litern pro Kopf, konsumierte 2020 jeder Einwohner in Deutschland im Schnitt rund 133 Liter Mineralwasser im Jahr.  [1]   
 Das Geschäftsmodell, bei dem Wasserflaschen an einer Abfüllanlage mit Mineral- und Tafelwasser befüllt und anschließend über den Handel transportiert und verkauft werden, hat weitreichende Folgen auf unsere Umwelt, Gesundheit aber auch auf gesellschaftliche sowie politische Aspekte. 
 Aus ökologischer Sicht ist der Getränkekonsum aus Flaschen nur schlecht vertretbar, da durch Herstellung, Transport, Reinigung, Recycling und Müll von Flaschen nicht nur wertvolle Ressourcen verschwendet, sondern auch Gewässer und Böden durch Plastikmüll langfristig verunreinigt werden. 
 Darüber hinaus kommt es zu einer zunehmenden Verunreinigung von Wasser und einer Belastung mit Spurenstoffen. Diese gelangen im Kreislauf durch eine Verschmutzung von Gewässern und Böden, aber auch über den Abfüllprozess in unser Trinkwasser. Zusätzlich geben Plastikflaschen Mikro- und Nanoplastik in das enthaltene Wasser ab. Die Verunreinigung geht so weit, dass heute auch in Glasflaschen Mikro- und Nanoplastik zu finden ist. 
 Durch den Abbau von winzigen Plastikteilchen können z.B. Chemikalien wie Phthalate (Weichmacher) oder Bisphenol A und viele weitere Substanzen in unserem Körper gelangen und dort als sogenannte endokrine Disruptoren wirken. Dabei handelt es sich um hormonähnlich wirkende Stoffe, die schon in geringsten Mengen Entzündungen oder oxidativen Stress und Dysbalancen im Hormonhaushalt verursachen können. Ein Nachweis gelang sogar bereits in unserer DNA, bei der es über Jahre hinweg zu Schädigungen des Erbguts kommen kann. 
 Aus gesellschaftlicher und politischer Sicht verdienen Großkonzerne Geld damit Grundstücke und Brunnen zu kaufen, der lokalen Bevölkerung den Zugang zu verwehren und das Trinkwasser in Flaschen abzufüllen und über lange Transportwerge teuer zu verkaufen. Hinzu kommt, dass sie mit dem Angebot an Tafelwasser mögliche Restriktionen und politische Bestimmungen, die für Mineralwasser bestehen, umgehen. 
 Mehr zum Thema Flaschenwasser finden Sie auch in unseren Blogbeiträgen: 
  Deutschland: Trauriger Rekordhalter beim Export von Plastikmüll  
  Gesundheitsrisiko: Mikroplastik in unserer Ernährung und Körperpflege?  
  Schädigt Mikroplastik unsere Zellen?  
  Wasser aus Flaschen  
  Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet  
  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
  Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel  
 &amp;nbsp; 
 Gefiltertes Wasser aus Abfüllstationen 
 Immer mehr Kunden sehen Verpackungen als notwendiges Übel und würden gern darauf verzichten, wie eine NABU-Umfrage zeigt. [ 2]   Das Ziel hinter der Idee der Zapfstationen für Wasser ist eine umweltfreundlichere Welt, die immer frisches, sauberes und klares Wasser liefert, genau dort, wo es gebraucht wird als wichtige Grundlage für alle Getränke. 
 Möglich wird dies durch das Konzept „Unverpackt“, eine umweltfreundliche Alternative für den täglichen Konsum.  [3]   Einen Überblick über alle Anbieter finden Verbraucher auch beim Verband der Unverpackt-Läden.  [4]   
 Die ökologischen Vorteile der Abfüllstationen sind für Anbieter und Kunden relevanter und aktueller als jemals zuvor. Das Geschäftsmodell vermeidet Transportwege von Wasser und den ewigen umweltschädigenden Behälterkreislauf. 
 Da Behälter vom selben Kunden immer wieder verwendet werden, wird der Bedarf an Behältern und der Wiederaufbereitung deutlich reduziert. Auf diese Weise könnten allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Milliarden Plastikflaschen eingespart werden. Schon in der Anlaufphase unserer Pilotprojekte wurden in Frankfurt (Oder) mehr als 1.000.000 Flaschen weniger im Jahr verbraucht. 
 Aus den meisten Kunststoffbehältern können sich Weichmacher und andere chemische Verbindungen lösen und in das Wasser übergehen und zu Belastungen im Körper werden. Die in unseren Abfüllstationen nutzbaren Blauglasflaschen sowie Wasserkanister dienen als optimale Trinkwasserbehälter für mehrfach gefiltertes und aufbereitetes Wasser. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle:  BIO COMPANY Berlin Schöneberg/Kreuzberg (Yorckstraße 37, 10965 Berlin)   
 &amp;nbsp; 
 Interessanter Fakt: Technikinnovationen und die bestehende Geschäftskonstellation ermöglichen weitere Getränkeoptionen mit Geschmack und funktionalen Inhaltsstoffen an unseren Zapfstationen. 
 &amp;nbsp; 
  &amp;nbsp; 
  Quelle:  BIO COMPANY Berlin Schöneberg/Kreuzberg (Yorckstraße 37, 10965 Berlin)   
 An Abfüllstationen gezapftes Wasser in der WasserManufaktur bietet in Hinblick auf toxikologische und biologische Reinheit aber auch in Sachen elektrochemische Qualität und physikalische Struktur zahlreiche Vorteile, die in folgender Grafik zusammengefasst sind: 
     
   
 
    
 
 &amp;nbsp; 
 Anlage in der BIOCOMPANY 
 Ein konkretes Angebot finden Sie an unseren Wasserzapfstellen der WasserManufaktur. Diese finden Sie z.B. in der  BIO COMPANY Berlin Yorckstraße  Berlin oder direkt in der WasserManufaktur in Frankfurt/Oder. 
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   Quelle: WM WasserManufaktur GmbH Produktionsstätte (Josef-Gesing-Str. 10, 15234 Frankfurt (Oder))   
 Wir sind von der Qualität und vom Geschmack unseres Wassers überzeugt. Aus diesem Grund laden wir Sie ein, unser Wasser kostenlos und unverbindlich kennenzulernen. 
 Dazu können Sie ganz einfach gratis die  WasserCard  Probierkarte oder eine WasserCard mit Wasserguthaben nutzen. Diese funktioniert wie eine PrePaid Karte für das Handy. Man lädt sie mit einer Wassermenge, dem sogenannten WasserGuthaben auf und zapft das Wasser an einer unserer Wasserzapfstellen bis es aufgebraucht oder die Laufzeit der WasserCard abgelaufen ist. 
 Dort kann jeder während der Öffnungszeiten vorbeischauen und sich die benötigte Menge Wasser in sein eigenes Gefäß oder in eine unserer praktischen Blauglasflaschen,  Wasserkanister  oder  Wasserspender  abfüllen. Die WasserCards können jederzeit über den Online-Shop der WasserManufaktur neu mit WasserGuthaben aufgeladen werden. 
  Wassercard Probierkarte   
  Wassercard mit Wasserguthaben  
       Quelle:  BIO COMPANY Berlin Schöneberg/Kreuzberg (Yorckstraße 37, 10965 Berlin)   
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  Fazit : So wie heute ein Backshop zu nahezu jedem Einkaufsmarkt gehört, wird langfristig in jedem Einkaufsmarkt eine Wasserzapfstation stehen und Getränkekästen ersetzen. Die Zeit dafür ist reif – das Bewusstsein in der Bevölkerung ist da und die WasserManufaktur bietet das passende, innovative Produkt. Eine Wasserversorgung vor Ort, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten, trägt dazu bei Müll und Umweltbelastung durch Herstellung, lange Transportwege oder Recycling zu vermeiden und reinstes Wasser in erstklassiger Qualität, frei von Schadstoffen, Schwermetallen und Mikroplastik, zu trinken. 
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  [1]  Vgl. Statista: Pro-Kopf-Konsum von Mineral- und Heilwasser in Deutschland in den Jahren 1970 bis 2020,  https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2809/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-mineral-und-heilwasser/ , 2021 
 
 
  [2]  Vgl. Nabu.de, &quot;Unverpackt einkaufen: Unser Einkauf muss verpackungsärmer werden&quot;, https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/nachhaltigkeit/19107.html, 2021 
 
 
  [3]  Vgl. Original unverpackt, https://original-unverpackt.de/, 2021 
 
 
  [4]  Vgl. unverpackt e.V., https://www.unverpackt-verband.de/, 2021 
 
 
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                            <updated>2021-11-30T14:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gesundheitsrisiko: Mikroplastik in unserer Ernährung und Körperpflege?</title>
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                                            Winzige Plastikpartikel sind nicht nur in Kosmetikartikeln, sondern auch in Lebensmitteln Fisch, Honig, Bier oder Mineralwasser zu finden. Im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) wird seit Ende 2015 in einer Kooperation mit der Westfäli...
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                  Winzige Plastikpartikel sind nicht nur in Kosmetikartikeln, sondern auch in Lebensmitteln Fisch, Honig, Bier oder Mineralwasser zu finden. Im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) wird seit Ende 2015 in einer Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster an der Thematik Mikroplastik in unserem Alltag geforscht. Die Ergebnisse zeigen, wie weitreichend der Einfluss ist und welche gesundheitlichen Risken damit einhergehen.   [1]    &amp;nbsp; 
         
 Primäre und sekundäre Mikroplastik in unserer Umwelt 
 Unsere Gebrauchsgegenstände sind voller Plastik aber auch die Verpackungsindustrie setzt insbesondere bei Einwegprodukten auf das flexible Material. Die folgenden Grafiken veranschaulichen neben der globalen Plastikproduktion, den Plastikmüll der größten Konsumgüterkonzerne und zeigt, wofür wir Plastik brauchen.&amp;nbsp;In der dritten Grafik ist unschwer zu erkennen, dass die größte Menge den Verpackungen zugeordnet werden kann.&amp;nbsp; Diesen Umstand können wir als Konsumenten sofort beeinflussen! 
 &amp;nbsp; 
   
   
   
 Quelle:   PLASTIKATLAS 2019   - Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung sowie Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 
 Gleichzeitig wachsen die Müllberge und es gelangen jährlich allein zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen in die Ozeane. Wird dieser Entwicklung nicht entgegengewirkt, erhöht sich die Mengen an Plastik bis 2025 um den Faktor 10. [ 2]   Denn unter naturbedingten Umständen bauen sich Kunststoffe nur extrem langsam ab. Wenn sie systematisch zerfallen, entstehen sogenannte kleinste Polymere mit einer Größe zwischen 5mm und 1 µm. In diesem Zusammenhang sprechen Experten auch von sekundärem Mikroplastik. 
 Im Meer aber auch in allen Fließgewässern und Seen bewegen sich so unzählige Mikroplastikpartikel, die über den Nahrungskreislauf letztendlich in unserem Körper landen. 
 Hinzu kommen der Abrieb von Reifen, Kleidung aus Kunststoff oder Heimtextilien aus Polyester, Polyethylen und Elasthan sowie Kosmetikartikel wie Duschgel, Peelings, Zahnpasta mit winzigen Kunststoffpartikeln. Sogar in Lacken und Farben kommen Plastikpartikel zum Einsatz. Die Herstellung all dieser Alltagsprodukte wird auch unter der Bezeichnung primäre Mikroplastik zusammengefasst.  [3]   
 Mehr dazu lesen Sie auch in unserem Artikel: 
   Zeitbombe Plastik: Plastikmüll wird in Deutschland nur zu 16 % (größtenteils Verpackungen) recycelt   
 Es gelangen immer mehr winzige Plastikteilchen insbesondere über primäre Mikroplastik aus Kosmetik sowie sekundärer Plastik aus Textilien unter anderem über das Abwasser in die Umwelt. Die winzigen Partikel bewegen sich über die Abwasserentsorgung in die Kanalisation und können von Kläranlagen nur teilweise herausgefiltert werden. Ein Großteil hingegen wird über Klärschlämme auf unsere Felder ausgetragen und gelangt so in landwirtschaftlich genutzte Böden. Neben der Verteilung des Mikroplastiks über Wasser und Böden ist auch eine Verteilung über die Luft möglich.  [4]   
 Gesundheitliche Gefahren mit weitreichenden Folgen 
 Über konkrete Anteile von Mikroplastik in unserer Ernährung existieren bislang nur wenige Daten. Der Nachweis war bislang in Fischen  [5]   möglich, Mikroplastik ist ebenso beispielsweise in Muscheln  [6]   oder Meersalz  [7]   enthalten. Aber auch Lebensmittel wie Honig, Bier oder Zucker  [8]   weisen eine „Grundkontamination“ mit winzigen Plastikteilchen auf. 
 Welche Belastung an Mikroplastik dabei einen üblichen Haushalt betrifft, verdeutlicht eine Studie von Catarino und Kollegen  [9]  . Über das Verfahren wurden 114 Mikroplastikpartikel pro Mahlzeit nachgewiesen, hochgerechnet auf das gesamte Jahr bedeutete das rund 13 731 bis 68 415 Partikel. 
 Eine fundierte Analyse der gesundheitlichen Risiken durch das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es nicht.  [10] &amp;nbsp; Letztendlich verweisen alle zuständigen Institutionen immer auf den Sachverhalt, dass es noch zu wenig aussagekräftige Daten gibt. Wir finden, dass die bereits vorhandenen Daten ein sehr klares Bild von den ökologischen und gesundheitlichen Langzeitfolgen liefern. 
 Basierend auf der lückenhaften Datenlage wurde u.a. das Projekt „ Mikroplastik in Lebensmitteln, Futtermitteln und Kosmetika “ am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster realisiert. 
 Ein Verfahren wurde zur Bestimmung von Mikroplastik in Mineralwasser entwickelt basierend auf dem hohen Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland. 
   
 &amp;nbsp;Quelle: VDM Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. 2019 
 In der Studie wurden 38 Mineralwässer in Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen, in Glasflaschen und in Getränkepackungen untersucht. Dabei wurden Mineralwässer aus 22 verschiedenen Mehrwegflaschen und Einwegflaschen aus PET, 3 Getränkekartons sowie 9 verschiedenen Glasflaschen unter die Lupe genommen. In allen Verpackungsarten befand sich Mikroplastik im kleinen (50-500 µm) und sehr kleinen (1-50 µm) Größenbereich! Etwa 80 %&amp;nbsp;der Teilchen zählen zu den kleinsten untersuchten Größenbereich von 5-20 µm. Besonders gravierend sind die Konzentrationen in den Mehrwegflaschen (siehe Grafik). 
     
 &amp;nbsp; 
 Quelle:&amp;nbsp; Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe  
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  Mehr über die Thematik lesen Sie auch in unseren weiteren Blogbeiträgen:  
   &amp;nbsp;   
   Mikroplastik in Plastikflaschen   
   Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?   
   Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?   
   Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel   
    Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet    
 Eine Reihe neuer Studien belegen die weitreichenden Folgen auf unsere Gesundheit, denn unser Körper ist nicht in der Lage die winzigen Partikel vollständig über Urin oder den Kot auszuleiten. So bleiben kleinste Plastikfragmente in unserem Organismus, die sich im Zeitverlauf zersetzen, noch kleiner werden und physikalische Vorgänge triggern. Es kommt zu einer Anreicherung in den Zellen sowie massiven Hormonaktivitäten durch sogenannte Endokrine Disruptoren (hormon-wirksame Substanzen) beim Zerfall der jeweiligen Moleküle.&amp;nbsp;Des Weiteren können sich an die kleinen Partikel Umweltgifte und alle weiteren Arten von Toxinen und oder mikrobiologische Erreger (Bakterien, Viren, Pilze usw.) anheften und die Mikro- und Nanoplastikteilchen als Transportmedium nutzen.&amp;nbsp; 
   
 Quelle:&amp;nbsp;  PLASTIKATLAS 2019  &amp;nbsp;- Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung sowie Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 
  Mehr zum Thema Mikroplastik in unserem Körper sowie die daraus resultierenden Zellschäden lesen Sie in folgenden Blogbeiträgen.  
   Schädigt Mikroplastik unsere Zellen?   
   Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?   
  Unser Fazit:  Mikroplastik ist überall. Wir selbst müssen Sorge dafür tragen, dass wir nicht nur die Reduktion von Plastik in der Umwelt unterstützen, sondern im Alltag so wenig wie möglich Plastikteilchen über die Nahrung und das Trinkwasser aufnehmen. Unsere mehrstufigen  Wasserfiltersysteme  helfen Ihnen dabei, reinstes Trinkwasser ohne Mikroplastik oder andere gesundheitsgefährdenden Substanzen zu genießen. 
  &amp;nbsp;   
  &amp;nbsp;      
   
 
  [1]  Vgl. Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe: &quot;Untersuchung von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika&quot;, https://www.cvua-mel.de/index.php/aktuell/138-untersuchung-von-mikroplastik-in-lebensmitteln-und-kosmetika 
 
 
  [2]  Vgl. Jambeck, J.R.; Geyer, R.; Wilcox, C.; Siegler, T.R.; Perryman, M.; Andrady, A.; Narayan, R.; Law, K.L. Plastic waste inputs from land into the ocean. Science 2015, 347, 768–771. 
 
 
  [3]  Vgl. D. Miklos, N. Obermaier, M. Jekel. Mikroplastik: Entwicklung eines Umweltbewertungskonzepts, Erste Überlegungen zur Relevanz von synthetischen Polymeren in der Umwelt; 2016. Available online:&amp;nbsp; https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mikroplastik-entwicklung-eines . 
 
 
  [4]  Vgl. Dris, R.; Gasperi, J.; Saad, M.; Mirande, C.; Tassin, B. Synthetic fibers in atmospheric fallout: A source of microplastics in the environment? Marine Pollution Bulletin 2016, 104, 290–293. 
 
 
  [5]  Vgl. Wieczorek, A.M.; Morrison, L.; Croot, P.L.; Allcock, A.L.;Rochman, C.M.; Tahir, A.; Williams, S.L.; Baxa, D.V.; Lam, R.; Miller, J.T.; Teh, F.-C.; Werorilangi, S.; Teh, S.J. Anthropogenic debris in seafood: Plastic debris and fibers from textiles in fish and bivalves sold for human consumption. Sci. Rep. 2015, 5, 14340. 
 
 
  [6]  Vgl. van Cauwenberghe, L.; Claessens, M.; Vandegehuchte, M.B.; Janssen, C.R. Microplastics are taken up by mussels (Mytilus edulis) and lugworms (Arenicola marina) living in natural habitats. Environmental pollution (Barking, Essex : 1987) 2015, 199, 10–17. 
 
 
  [7]  Vgl. Yang, D.; Shi, H.; Li, L.; Li, J.; Jabeen, K.; Kolandhasamy, P. Microplastic Pollution in Table Salts from China: Environmental Science &amp;amp; Technology. Environ. Sci. Technol. 2015, 49, 13622–13627. 
 
 
  [8]  Vgl. Liebezeit, G.; Liebezeit, E. Non-pollen particulates in honey and sugar. Food Additives &amp;amp; Contaminants: Part A 2013, 30, 2136–2140.sowie Liebezeit, G.; Liebezeit, E. Synthetic particles as contaminants in German beers. Food Additives &amp;amp; Contaminants: Part A 2014, 31, 1574–1578. 
 
 
  [9]  Vgl. Catarino, A.I.; Macchia, V.; Sanderson, W.G.; Thompson, R.C.; Henry, T.B. Low levels of microplastics (MP) in wild mussels indicate that MP ingestion by humans is minimal compared to exposure via household fibres fallout during a meal. Environmental pollution (Barking, Essex : 1987) 2018, 237, 675–684. 
 
 
  [10]  Vgl. Bundesinstitut für Risikobewertung. Mikroplastikpartikel in Lebensmitteln: Stellungnahme Nr. 013/2015 des BfR vom 30 Stellungnahme Nr. 013/2015 des BfR vom 30. April 2015. 
 
 
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                            <updated>2021-10-29T17:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Schädigt Mikroplastik unsere Zellen?</title>
            <id>https://www.wassermanufaktur.com/blog/schaedigt-mikroplastik-unsere-zellen</id>
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                                            Eine aktuelle Studie, die durch Prof. Ralf Seemann und Dr. Jean-Baptiste Fleury (Universität Saarland) sowie Dr. Vladimir Baulin (Universität Tarragona) zeigt den Einfluss von Mikroplastik auf unsere Zellen. Es sorgt für eine Destabilisierung unserer Lipidmembranen aufgrund vo...
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                <![CDATA[
                  Eine aktuelle Studie, die durch Prof. Ralf Seemann und Dr. Jean-Baptiste Fleury (Universität Saarland) sowie Dr. Vladimir Baulin (Universität Tarragona)   zeigt den Einfluss von Mikroplastik auf unsere Zellen. Es sorgt für eine Destabilisierung unserer Lipidmembranen aufgrund von mechanischer Dehnung. Demnach konnte in der Untersuchung gezeigt werden, dass die Anreicherung von 1-10 Mikrometer winzigen Teilchen die Membranen unserer Zellen in Spannung versetzen und dehnen. Die Folge können Membranschäden und entzündliche Reaktionen sein.   [1]      
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 Verschmutzung mit Mikroplastik 
 Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen an Plastik in unsere Meere, Böden und Gewässer. Aufgrund der Produktion von Massenwaren aus Plastik haben sich die winzigen Teilchen in all unseren Lebensräume ausgebreitet und gelangen über Umwelt und Ernährung sowie Trinkwasser in unseren Körper. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren zahlreichen Blogbeiträgen rund um das Thema Mikroplastik. 
   Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel   
   Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet   
   Mikroplastik in Plastikflaschen   
    Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?    
   Nanopartikel im Trinkwasser   
   Zeitbombe Plastik: Plastikmüll wird in Deutschland nur zu 16 % (größtenteils Verpackungen) recycelt   
   Wichtige Studien zu Mikroplastik in Lebensmitteln im Wasser und in der Luft   
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   Mikroplastik in Teebeuteln   
 Ein Anteil der aufgenommenen winzigen Plastikteilchen wird über den Kot wieder aus dem Körper ausgeleitet. Ein Teil kann jedoch in Gewebe und Organen verbleiben. 
 Studie zur Auswirkung von Mikroplastik in Zellmembranen 
 In einer Studie, die durch Prof. Ralf Seemann und Dr. Jean-Baptiste Fleury (Universität Saarland) sowie Dr. Vladimir Baulin (Universität Tarragona) durchgeführt wurde, konnten jetzt die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Zellen verdeutlicht werden. Dabei führen die Experten an, dass bislang in ähnlichen Untersuchungen nur die Frage nach einer Toxizität von Mikroplastik diskutiert, bislang aber die rein physikalischen Einflüsse nicht berücksichtigt wurden. 
 Laboruntersuchungen an einer Doppelmembran verdeutlichen den Einfluss von Mikroplastik mit 1-10 Mikrometer Durchmesser, das zu einem Eindellen in der Zellmembran führt. Bei 25 bis 200 Mikrogramm Mikroplastik pro Milliliter kommt es zu einer Verdopplung der Membranspannung von 4 auf 8 Millinewton pro Meter und somit nahe an den Grenzwert, bei dem sich eine Membran auflöst. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Plastikteilchen sich aufgrund von Diffusion weiter auf der Zellmembran hin- und herbewegen. 
 Zur Überprüfung der Folgen dieser mechanischen Einflüsse starten die Forscher ein Experiment mit Roten Blutkörperchen. Dazu wurden über eine Pipette Blutkörperchen aufgesaugt, deren innerer Durchmesser kleiner war, als der der Blutzellen. Die Blutkörperchen wurden gedehnt bis die Membran platzte. Zum Vergleich wurde der Versuch mit und ohne 0,5 Mikrometer Plastikteilchen durchgeführt, mit klaren Ergebnissen. 
 Fazit: Auswirkung von Mikroplastik auf lebende Organismen 
 Sobald Mikroplastik beteiligt war, wurde der Zeitraum deutlich kürzer, bis es zum Aufreißen der Zellmembran kam. So führte die Anlagerung von Plastik zur Destabilisierung der Zellmembranen. Dadurch kann es sowohl bei tierischen als auch bei menschlichen Zellen zu irreparablen Schäden kommen. Die Forscher sehen darin eine mögliche Ursache, wie Mikroplastik als Auslöser von Entzündungen fungieren könnte. 
 Diese Studie zeigt einmal mehr, dass viele Bereiche der Wirkweisen von Mikro- und Nanoplastik noch lange nicht verstanden sind. Im Bereich Nanoplastik gibt es noch weniger Erkenntnisse, weil es fast unmöglich ist diese kleinsten Teilchen zu detektieren. Wenn die Plastikteilchen im Körper verbleiben und im Laufe der Zeit sich zersetzen und immer kleiner werden, entstehen so auch immer weitere physikalische Effekte. Die massiven Hormonaktivitäten durch Endokrine Disruptoren (hormon-wirksame Substanzen) können wir noch lange nicht abschätzen. Hinzu kommt, dass die Teilchen auch als Transportmedium für andere Toxine und Erreger in den Körper dienen können. Auch dazu gibt es aktuell nur wenige klare bis gar keine Daten.     Entscheidend ist es den Anteil an Mikroplastik im Alltag, in der Ernährung aber auch beim Genuss von Trinkwasser oder Mineralwasser auf ein Minimum zu reduzieren. Möglich wird das mit mehrstufigen  Wasserfiltern , die nach dem System der Molekularfiltration arbeiten, die für sauberes Trinkwasser, frei von Mikroplastik und anderen bedenklichen Inhaltsstoffen, sorgen. 
   
 
  [1]  Vgl. J.-B. Fleury,V. A. Baulin: &quot;Microplastics destabilize lipid membranes by mechanical stretching&quot;, Proceedings of the National Academy of Sciences, 2021; doi: 10.1073/pnas.2104610118 
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            <title type="text">Ist Leitungswasser die beste Wahl?</title>
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                                            Frühere Untersuchungen sowie eine aktuelle Studie des Institutes for Global Health in Barcelona beschäftigen sich mit der Frage, welche enormen Auswirkungen der Konsum von abgefülltem Flaschenwasser haben kann. Doch auch Leitungswasser birgt Gefahren rund um Spurenstoffe, Mikr...
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                  Frühere Untersuchungen sowie eine aktuelle Studie des Institutes for Global Health in Barcelona beschäftigen sich mit der Frage, welche enormen Auswirkungen der Konsum von abgefülltem Flaschenwasser haben kann. Doch auch Leitungswasser birgt Gefahren rund um Spurenstoffe, Mikroplastik und mikrobiologischen Verunreinigungen, auf die es nach geltenden Bestimmungen und Trinkwasserverordnungen teilweise überhaupt nicht oder unzureichend untersucht wird. Gibt es dennoch einen goldenen Mittelweg und eine Zwischenlösung für einen ökologisch vertretbaren Wasserkonsum, der gleichzeitig reinstes Trinkwasser sicherstellt?  
     
 Verbrauch von Flaschenwasser enorm gestiegen - mit fatalen Folgen 
 Frühere Studien zeigen, dass der Wasserverbrauch von Flaschen Wasser weltweit enorm angestiegen ist.   [1]   Die Ursachen dafür sind vielfältig und begründet unter anderem in der Risikowahrnehmung   [2]   , im mangelnden Vertrauen in die Qualität des Trinkwassers   [3]   sowie dem Einfluss der Marketingaktivitäten der Flaschenwasserindustrie.   [4]    Der Verbrauch von abgefülltem Wasser hat jedoch viel größere negative Umweltauswirkungen.   [5]    Dies verdeutlicht auch eine aktuelle Studie aus des Untersuchung des Institutes for Global Health in Barcelona.   [6]    
  Auch in Deutschland nimmt der Gesamtabsatz bzw. der Pro-Kopf-Verbrauch jährlich zu.&amp;nbsp;  
   
 Studie des Institutes for Global Health in Barcelona 2021 
 Die Wissenschaftler der Studie in Barcelona untersuchten in einer repräsentativen Umfrage unter 4000 Einwohnern das Trinkverhalten in der Metropole. Dabei gaben 58% der Studienteilnehmer an, in regelmäßigen Abständen zu Flaschen Wasser zu greifen. Anhand von statistischen Erhebungen wurde passend dazu der daraus resultierende Müll sowie die notwendigen Chemikalien erfasst. Das Resultat ist erschreckend: würden alle Einwohner Barcelonas ab sofort nur noch abgefülltes Flaschenwasser konsumieren, hätte das einen 3500 mal negativeren Einfluss auf die Umwelt als der Konsum von Leitungswasser. 
 Dabei legen ältere Studien nahe, dass Flaschenwasser häufiger mit Weichmachern, insbesondere aus Plastikflaschen, belastet ist. Dazu gehört beispielsweise Bisphenol A, dass hormonartige Auswirkungen auf unseren Organismus besitzt und einen negativen Einfluss auf Gesundheit sowie Fruchtbarkeit nehmen kann.   [7]    
 Die folgende Grafik veranschaulicht die enormen Einflüsse, die im Rahmen der Studie des Institutes for Global Health in Barcelona erfasst wurden, nochmals in einer Übersicht: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: ScienceDirect: &quot;Health and environmental impacts of drinking water choices in Barcelona, Spain: A modelling study&quot;, https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2021.148884, 2021  
 Goldener Mittelweg 
 Laut den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Trinkwasserverordnungen werden in den meisten Fällen die Grenzwerte der Stoffe eingehalten, die untersucht werden. Wir haben allerdings viele Studien und Informationen gesammelt, die belegen, dass es in unserem Leitungswasser zahlreiche Spurenstoffe sowie Mikroplastik oder mikrobiologische Erreger gibt, die aus unserer Sicht nicht in das Trinkwasser gehören. 
 Darüber hinaus ist es aus ökologischer Betrachtungsweise nicht empfehlenswert Flaschen Wasser zu konsumieren. Begründen lässt sich diese Ansicht unter anderem mit den hohen Aufwendungen für Energie, Materialien und Transportwege, die eine enorme Belastung unserer Umwelt darstellen. Zusätzlich existieren Untersuchungen, die Verunreinigungen von Flaschenwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik bestätigen. Weiterführende Informationen finden Sie in den folgenden Blogbeiträgen: 
  Chemiekeule in unserem täglichen Trinkwasser?  
  PFC´s im Leitungswasser  
  Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet  
  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
  Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?  
  Mikroplastik in Flaschenwasser  
  Unser Fazit : Wir von der WasserManufaktur haben eine optimale Zwischenlösung gefunden, indem wir mit Hilfe von hocheffizienten Wasserfiltern Wasser dezentral vor Ort nochmal aufbereiten, um daraus wirklich reinstes Trinkwasser zu machen und damit alle Nachteile, die Flaschenwasser mit sich bringt, beseitigen – für hochreinen, puren, umweltfreundlichen und kosteneffizienten Wasser-Genuss. 
   
 
  [1]  Vgl. J.G. Rodwan, Bottled water 2017: staying strong. U.S. and international developments and statistics, Bottled Water Reporter (2018) 
 
 
  [2]  Vgl. M. de F. Doria, N. Pidgeon, P.R. Hunter: „Perceptions of drinking water quality and risk and its effect on behaviour: a cross-national study“, Sci. Total Environ., 407 (2009), pp. 5455-5464, 10.1016/j.scitotenv.2009.06.031 
 
 
  [3]  Vgl. A. Saylor, L.S. Prokopy, S. Amberg: What’s wrong with the tap? Examining perceptions of tap water and bottled water at Purdue University, Environ. Manag., 48 (2011), pp. 588-601, 10.1007/s00267-011-9692-6 
 
 
  [4]  Vgl. P.H. Gleick: Bottled and Sold: The Story Behind Our Obsession With Bottled Water 
 Island Press, Washington DC, 2010 
 
 
  [5]  Vgl. M. Garfí, E. Cadena, D. Sanchez-Ramos, I. Ferrer: Life cycle assessment of drinking water: comparing conventional water treatment, reverse osmosis and mineral water in glass and plastic bottles J. Clean. Prod., 137 (2016), pp. 997-1003, 10.1016/j.jclepro.2016.07.218 
 
 
  [6]  Vgl. ScienceDirect: &quot;Health and environmental impacts of drinking water choices in Barcelona, Spain: A modelling study&quot;, https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2021.148884, 2021 
  [7]  Vgl. Nature Communications: Fluorene-9-bisphenol is anti-oestrogenic and may cause adverse pregnancy outcomes in mice, https://www.nature.com/articles/ncomms14585, 2017 
 
 
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                            <updated>2021-08-20T10:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Keimgefahr in Refill Trinkwasser-Stationen?</title>
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                                            Refill-Stationen versprechen deutschlandweit an rund 5600 Stellen das kostenlose Zapfen von Leitungswasser. Eine aktuelle Studie des SGS Institut Fresenius im Auftrag des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), deren Ergebnisse in der WELT AM SONNTAG veröffentlicht wurden, z...
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                  Refill-Stationen versprechen deutschlandweit an rund 5600 Stellen das kostenlose Zapfen von Leitungswasser. Eine aktuelle Studie des SGS Institut Fresenius im Auftrag des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), deren Ergebnisse in der WELT AM SONNTAG veröffentlicht wurden, zeigt, dass die Wasserqualität dabei häufig mangelhaft ist. In jeder&amp;nbsp;  3. der 30 Proben aus Trinkbrunnen sowie 57 % der 30 untersuchten Refill-Anlagen fanden sich mikrobiologische sowie chemische Verunreinigungen.    [1]      &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Was ist Refill Deutschland? 
 Die Gesellschaft Refill-Deutschland wurde 2017 gegründet und bietet mittlerweile etwa 5600 Trinkbrunnen und Abfüllstationen. Dabei erhalten Konsumenten die Möglichkeit, kostenlos Wasser in eigene Flaschen und Gefäße abzufüllen. 
 Nun hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) das Institut Fresenius damit beauftragt, die Qualität des Wassers von öffentlichen Trinkbrunnen sowie Trinkstationen genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei die Qualitätskriterien von Stiftung Warentest zum Mineralwasser Test aus 2019 anzuwenden. 
 Ergebnisse aus der Untersuchung des Institut Fresenius&amp;nbsp; 
 Welt am Sonntag berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass bei der Untersuchung jeder Dritte von 30 Trinkwasserbrunnen sowie 57% der untersuchten Refill Anlagen mit Mikroorganismen, Chemikalien, darunter Rückständen aus Kontrastmitteln, sowie pathogenen Keimen belastet war. 
 Dabei entstehen gemäß Biostoffverordnung Gesundheitsrisiken insbesondere für Menschen mit Immunschwäche wie beispielsweise Krebs- oder Aids-Patienten aber auch für Säuglinge. 
 Reaktion von Refill Deutschland und VDM&amp;nbsp; 
 Die FAQ von Refill-Deutschland weisen darauf hin, dass die Nutzer die Anlagen in eigener Verantwortung verwenden und darauf achten müssen, dass genutzte Gefäße und Flaschen sauber sind.&amp;nbsp; 
 Spezielle Vorgaben rund um die Hygiene scheint es dazu nicht zu geben. Vielmehr verweist die Initiative auf die Wasserversorgung der öffentlichen Hand:  „Das Wasser kommt so aus dem Hahn. Leitungswasser hat in Deutschland eine hervorragende Qualität und wird von den Wasserbetrieben ständig überprüft.“    [2]    
 Verbandsvorsitzende Karl Tack, des VDM äußert sich dazu wie folgt:  „Natürlich ist Leitungswasser Trinkwasser und damit genusstauglich. Die Verkeimung passiert in den Leitungen und Armaturen hinter dem jeweiligen Hausanschluss.“    [3]     &amp;nbsp; 
 Besonders entscheidend sind hier die letzten Meter (auch “Last Mile”) zwischen Wasseruhr und Wasserhahn, bei denen es darauf ankommt, das sowohl Armatur als auch Perlator regelmäßig einer Reinigung unterzogen werden und das Leitungswasser schon nach 4 Stunden des Stillstandes abgelassen werden muss, bis es spürbar kühler ist.&amp;nbsp; 
 Der Verband Deutscher Mineralbrunnen macht nun die Forderung deutlich, dass neben den Behörden auch die Refill Stations Betreiber alle Anforderungen des HACCP-Konzeptes im Blick behalten müssen. Dabei geht es um eine Analyse des Risikos, insbesondere an kritischen Kontrollpunkten, um die Qualität von Lebensmitteln, wie Trinkwasser, langfristig zu sichern. So fordert Verbandsvertreter Karl Track, dass ähnlich wie in der Gastronomie, gleiche Sicherheitsstandards gelten und somit optimale Trinkwasserqualität für die Konsumenten sichergestellt wird. 
 In diesem Zusammenhang schaltet sich auch die Branchenorganisation Dialog Natürliches Mineralwasser ein. Deren Leiter Ulrich Schweitzer betont, dass die Füllstationen stark von einem Positivimage in der Gesellschaft leben. Demnach zeigen Umfragen unter anderem von Foerster &amp;amp; Thelen, dass rund 85 % der Konsumenten glauben, dass die Refill Stationen in Deutschland strengen Qualitätskontrollen unterliegen. Dies ist jedoch laut Ulrich Schweizer in Wirklichkeit nicht der Fall. 
 Leitungswasser hat auch aus dem Grude ein gutes Image, weil die öffentlichen Versorger viele Jahre mit dem Claim &quot;bestkontrolliertes Lebensmittel in Deutschland&quot; werben konnten. Diese Aussage untersagte nun im Dezember 2020 das Landgericht Hannover im Urteil&amp;nbsp;Az. 18 O 178/19 mit folgendem Wortlaut: „ Bei strenger Betrachtung wird das Leitungswasser zu dem Zeitpunkt, in dem es auch rechtlich zum Lebensmittel wird (an der Entnahmestelle), tatsächlich gar nicht mehr kontrolliert “ 
 &amp;nbsp; 
  Unser Fazit:  Vertrauen ist gut, aber Kontrolle für unsere Gesundheit eindeutig besser. Die WasserManufaktur hat neue technische Innovationen entwickelt und stellt auf deren Basis neue Möglichkeiten bereit, die den Verbrauchern alle Vorteile der Wasserversorgung - zentral, umwelt- und ressourcenschonend bereitstellt und dabei die modernen Wasserfilteranlagen dennoch nicht verkeimen lassen und alle toxikologischen Rückstände rausgefiltert werden. So entstand eine sichere und nachhaltige Alternative zu Mineral- und Leitungswasser.&amp;nbsp;&amp;nbsp;  Zapf Dir Wasser   
 Aus diesem Grund setzen unsere Wasserfiltersysteme ebenfalls genau dort an, wo es auf der “Last Mile” ankommt, um das Zapfen von hochreinem Trinkwasser sicherzustellen. Das gilt für unsere  Wasserfilter für zu Hause  und fürs&amp;nbsp; Gewerbe  ebenso, wie für unser Konzept&amp;nbsp;&amp;nbsp;  Zapf Dir Wasser .  Denn Mineralwasser ist generell keine ökologisch sinnvolle Lösung, weil es unzählige Ressourcen verbraucht und Unmengen an Verpackungsmüll bei den Flaschen entstehen - mehr dazu auch im Beitrag Deutschland:   Trauriger Rekordhalter beim Export von Plastikmüll &amp;nbsp; - &amp;nbsp; und es mittlerweile eine Reihe von Fremdstoffen enthält sowie viele Parameter, darunter der Gehalt an Mikroplastik, überhaupt nicht untersucht werden. Mit unserem Modell wird das vorhandene Leitungswasser vor Ort genutzt und die 1-2 Prozent, die wir tatsächlich Trinken technisch so gut aufbereitet, dass das Wasser frei von Keimen, toxikologischen Rückständen wie beispielsweise Medikamenten oder Mikroplastik ist - für reinsten Trinkgenuß! 
  Weiterführende Infos zum Thema finden Sie unter anderem in unseren Blogbeiträgen:  
   Chemikalien &amp;amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?   
   Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser   
   Antibiotika-resistente Keime in deutschen Gewässern   
   Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet   
   MRT-Kontrastmittel Gadolinium deutschlandweit in Trinkwasser und Softdrinks nachgewiesen   
   Radioaktivität in unserem Trinkwasser   
   
 
    [1]    Vgl. welt.de: &quot;Mehr als jede zweite Auffüllstation für Trinkwasser keimbelastet&quot;, https://www.welt.de/wirtschaft/article232579753/Refill-Deutschland-Jede-zweite-Trinkwasser-Station-ist-keimbelastet.html, Stand: 18.07.2021 
 
 
    [2]    Refill-Deutschland: &quot;Wird das Leitungswasser in den Refill Stationen auf Hygiene geprüft?&quot;, https://refill-deutschland.de/ufaqs/hygiene-wird-das-wasser-geprueft/, Stans Juli 2021 
 
 
    [3]    welt.de: &quot;Mehr als jede zweite Auffüllstation für Trinkwasser keimbelastet&quot;, https://www.welt.de/wirtschaft/article232579753/Refill-Deutschland-Jede-zweite-Trinkwasser-Station-ist-keimbelastet.html, Stand: 18.07.2021 
 
 
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                            <updated>2021-07-19T13:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Deutschland: rund 35 Prozent des Grundwassers in schlechtem Zustand</title>
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                                            Etwa ein Drittel des deutschen Grundwasservorkommens ist bereits betroffen, das Wasser in vielen Orten gefährdet. Diese Aussage gilt sogar für Wasserschutzgebiete, in denen immer häufiger eine hohe Belastung mit Pflanzenschutzmitteln und anderen Schadstoffen nachgewiesen wird....
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                  Etwa ein Drittel des deutschen Grundwasservorkommens ist bereits betroffen, das Wasser in vielen Orten gefährdet. Diese Aussage gilt sogar für Wasserschutzgebiete, in denen immer häufiger eine hohe Belastung mit Pflanzenschutzmitteln und anderen Schadstoffen nachgewiesen wird. Um diesem Problem tatsächlich entgegenzuwirken, müssten Wasserversorger, Behörden sowie Landwirte eng zusammenarbeiten -&amp;nbsp; doch oft werden die Gefahren weiterhin heruntergespielt.    [1]      
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
   
  &amp;nbsp;  
 Dabei wurden die Risiken jüngst erst durch eine Anfrage der Grünen an die Staatsregierung in Bayern erneut offensichtlich, die einen Nitratwert aufdeckten, der sich deutlich über dem gesetzlichen Schwellenwert für das Grundwasser bewegt. Doch nicht nur der Nitratgehalt ist bedenklich. Das bereits 1991 als Herbizid in der bayerischen Landwirtschaft verbotene Atrazin lässt sich auch über 30 Jahre später nach wie vor im Grundwasser, unter anderem in Schwaben, belegen. Ein deutliches Zeichen dafür, wie problematisch ein laxer Umgang mit Pflanzenschutzmitteln für unsere Trinkwasserversorgung ist.   [2]   &amp;nbsp; 
 Zulassung für über 1760 Pflanzenschutzmittel 
 Ganz gleich, ob Insektizide, Herbizide oder Fungizide - die Liste der Pflanzenschutzmittel, die über die Landwirtschaft in unser Grundwasser geraten, ist lang und die Konzentration so hoch, dass eine aufwendige Filterung notwendig wird. 
 Dieser Aufgabe geht unter anderem der Zweckverband Wasserversorgung Laber- Naab im Raum Regensburg nach. Zur Filterung eingesetzt wird dabei Aktivkohle, deren Kosten sich auf 30 Cent pro Kubikmeter Wasser belaufen. Rund 60.000 Menschen werden so mit gereinigtem Trinkwasser versorgt.   [3]    
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
     
  &amp;nbsp;Quelle: Tageschau, https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-883147.html, 2021  
 Trotz weitreichender Wasserschutzgebiete in der Region, in denen die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln streng geregelt ist und die Landwirte für deren Einhaltung finanziell unterstützt werden, ist die Wirkung auf die Grundwasserbeschaffenheit beschränkt. 
 Selbst in den Wasserschutzgebieten gibt es Orte an denen das Grundwasser eine hohe Pestizidbelastung aufweist. Ursache hierfür ist nicht der Einsatz von Pestiziden im Ackerbau, sondern auch die geologischen Bodenverhältnisse des Jurakarst-Gebiets, das Kalk- und Dolomitgestein aufweist. Durch die darin bestehenden Spalten fließt das Wasser schnell in den Grundwasserspeicher, ohne dabei einer natürlichen Filterung durch verschiedene Gesteinsschichten zu unterliegen. Nitrate und Pestiziden gelangen in großen Mengen direkt ins Grundwasser und sorgen so für hohe Schadstoffgehalte. 
 Qualität des Trinkwassers in Gefahr 
 Der Eintrag an Schadstoffen macht sich vielerorts bemerkbar. Seit den 90er Jahren wurden allein im Raum Regensburg von mehr als 700 Trinkwasserbrunnen bereits ein Fünftel stillgelegt. Eine Entwicklung die auch deutschlandweit zu verzeichnen ist. 
 Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeiträge: 
    Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord    
    Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet    
    Pestizid Chlorothalonil verunreinigt Trinkwasser in der Schweiz großflächig    
   Grundwasserknappheit lässt Brunnen versiegen   
 So meldet das Umweltbundesamt, dass etwa 35 % des Grundwasservorkommens in Deutschland bereits heute in einem schlechten chemischen Zustand ist und somit eine Gefahr für unser Trinkwasser darstellt. Auslöser ist der Eintrag von Stickstoff und Pestiziden durch die Landwirtschaft. Ein Pilotprojekt in der Oberpfalz soll nun den Trinkwasserschutz im Oberpfälzer Jura unterstützen. 
 Dabei wird vollständig auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet und die Bodenbeschaffenheit unter anderem mit dem Anbau von Zwischenfrüchten verbessert. Landwirte, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen, erhalten jährlich pro Hektar bis zu 800 € Unterstützung. Dieses Vorgehen ist deutlich günstiger, als die Schadstoffe im Nachgang mit Aktivkohle aus dem Wasser zu filtern. Doch nicht überall stößt die Idee auf Begeisterung, denn Landwirte sorgen sich um Ertragsverluste. 
 In der Region wurden 600 Bauern angesprochen, von denen bislang nur 15 am Projekt teilnehmen. Ein Grund dafür liegt darin, dass bereits jetzt die Düngeverordnungen aufgrund von zu hohen Nitratwerten extrem streng sind und zu einer Minderung der Erträge bei den Landwirten geführt haben. 
   Unser Fazit:   Trinkwasserschutz muss neu gedacht werden. Dabei sollten nicht nur positive Anreize für Landwirte geschaffen werden, sondern ein ganzheitliches Umdenken stattfinden. Maßnahmen zum Schutz des Grundwasservorkommens müssen konsequent und langfristig umgesetzt werden, denn deren Effekte auf das Wasser zeigen sich oft erst Jahre später. Um im eigenen Haushalt für reinstes Trinkwasser zu sorgen, ist aus diesem Grund die Nutzung einer  Wasserfilteranlage  empfehlenswert, die alle Schadstoffe zuverlässig aus dem Wasser herausfiltert. 
   
 
    [1]    Vgl. Tagesschau: &quot;Pestizid-Belastungen - Der aufwendige Trinkwasser-Schutz&quot;, https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/trinkwasser-schutz-landwirtschaft-101.html, 2021 
 
 
    [2]    Vgl. Augsburger Allgemeine: &quot;Schadstoffe im Grundwasser gefährden unser Trinkwasser&quot;, https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Umwelt-Schadstoffe-im-Grundwasser-gefaehrden-unser-Trinkwasser-id59971701.html, Juni 2021 
 
 
    [3]    Vgl. Tagesschau: &quot;Pestizid-Belastungen - Der aufwendige Trinkwasser-Schutz&quot;, https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/trinkwasser-schutz-landwirtschaft-101.html, 2021 
 
 
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                            <updated>2021-07-15T14:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Grundwasserknappheit lässt Brunnen versiegen</title>
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                                            Ein Sinken der Grundwasserspiegel sorgt für eine Gefährdung der Wasserversorgung für Milliarden von Menschen weltweit. Bei niedrigen Ständen des Grundwassers reichen Brunnen nicht mehr tief genug in die Erde und unterbrechen die Versorgung mit Wasser. Bereits heute sind rund 2...
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                   Ein Sinken der Grundwasserspiegel sorgt für eine Gefährdung der Wasserversorgung für Milliarden von Menschen weltweit. Bei niedrigen Ständen des Grundwassers reichen Brunnen nicht mehr tief genug in die Erde und unterbrechen die Versorgung mit Wasser. Bereits heute sind rund 20 % der bestehenden Grundwasserbrunnen von einer Austrocknung betroffen. Eine aktuelle Untersuchung im Fachmagazin “Science” verdeutlicht das ganze Ausmaß.        [1]       
  &amp;nbsp; &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
   Warum ist Grundwasser so wichtig?    
  Rund die Hälfte der gesamten Bevölkerung der Erde bezieht Wasser aus Grundwasser. Interessanter Fakt: Grundwasser macht 96 % unserer Vorräte an Süßwasser aus.  
  Leider werden in vielen Regionen die Vorräte deutlich schneller reduziert, als sie sich regenerieren können. Neben Klimawandel mit Dürreperioden steigt die Nachfrage in Landwirtschaft und Industrie exponentiell und beutet so die Vorräte aus.  
  &amp;nbsp;   &amp;nbsp;   
   Aktuelle Studie zeigt verheerende Ausmaße   
  Wissenschaftler der University of California haben im Rahmen einer globalen Erhebung die Gefährdung von Grundwasserbrunnen eingeschätzt. Sie untersuchten dazu Unterlagen von rund 40 Millionen Grundwasserbrunnen in 40 Ländern weltweit.  
  Dabei stellten sie fest, dass eine Vielzahl der Brunnen nicht mehr als 5 Meter tief ist und somit bereits heute oder in naher Zukunft die Grundwasservorkommen nicht mehr erreichen. Bereits ein Absinken des Grundwasserspiegels um wenige Meter erhöht das Risiko der Austrocknung von Millionen von Brunnen enorm.  
  &amp;nbsp;  
   Wurden vorausschauende Maßnahmen getroffen?   
  Rund um die Frage der Anlage von Tiefenbrunnen untersuchten Jasechko und Perrone die Tiefe von neu gebauten Brunnen. Im Vergleich zu älteren Anlagen zeigten sich hier Brunnen, die bis in größere Tiefen gebaut wurden.  
  Allerdings ist dieser Vorgang in Ländern, die mit einem extremen Abfall des Grundwasserspiegels zu kämpfen haben, nicht zu beobachten:   „Neuere Brunnen werden an einigen der Orte, an denen der Grundwasserspiegel signifikant sinkt, nicht tiefer gebaut als ältere Brunnen, was darauf hindeutet, dass neuere Brunnen mindestens genauso wahrscheinlich trocken fallen werden wie ältere Brunnen, wenn der Grundwasserspiegel weiter sinkt  “  
  &amp;nbsp;  
   Globales Umdenken erforderlich   
  Die aktuelle Studie zeigt, wie groß die Bedrohung für Brunnen ist, wenn die Grundwasserspiegel weltweit nur um wenige Meter fallen. Sie sollte als&amp;nbsp; eindringliche Warnung verstanden werden, wie stark der Zugang zu Grundwasser in der Zukunft gefährdet sein wird.  
  Aus diesem Grund sind regional aber auch global schnellstmöglich Gegenmaßnahmen einzuleiten. Neben einer nachhaltigen Verwaltung von Wasser spielt hier die Politik aber auch jeder einzelne Haushalt eine tragende Rolle.  
  &amp;nbsp;  
   Selbst Initiative ergreifen   
  Unterschiedliche      Publikationen      zeigen, wie gefährdet die Ressource Wasser auf unserem Planeten ist. Umso entscheidender ist es, dass jeder einzelne Haushalt einen kleinen Beitrag zum großen Ganzen leistet.  
  Wir empfehlen, Wasser dort aufzubereiten, wo es verwendet wird. Damit lassen sich nicht nur große Mengen an Energie sparen und somit wertvolle Umweltressourcen schonen, sondern ein solides      Trinkwasseraufbereitungssystem      bietet jederzeit frisches und sauberes Wasser in Ihrem Haushalt.  
  &amp;nbsp;  
   Auswirkungen sinkender Grundwasser auch bei uns spürbar   
  Aufgrund des Klimawandels und den damit steigenden Temperaturen, verstärkt sich auch die Verdunstung und das Grundwasser sinkt. Jüngstes Beispiel ist der Helenesee, der bislang Brandenburgs längsten Badestrand geboten hat. Dort kam es nach dem Absinken des Grundwasserspiegels zu einem Abrutschen eines Teils des ausgekohlten Grunds (nach Flutung der früheren Braunkohlegrube 1958) am Oststrand.     [2]     
  Dabei handelt es sich nur um ein regionales Beispiel dafür, wie auch bei uns die Grundwasserspiegel sinken und wir bereits heute und in Zukunft von Wasserknappheit betroffen sind. Der Klimawandel hinterlässt in Brandenburg seit Jahren Spuren. So ist es seit 1881 um rund 1,3 Grad Celsius wärmer geworden und deutlich trockener.     [3]     
         
 &amp;nbsp; 
     
 
       [1]       &amp;nbsp;Vgl. Scott Jasechko, Debra Perrone: &quot;Global groundwater wells at risk of running dry&quot;, https://science.sciencemag.org/content/372/6540/418, 2021  
 
 
       [2]        Vgl. Berliner Zeitung: &quot;Lebensgefahr! Der schöne Helenesee ist gesperrt&quot;, https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/lebensgefahr-der-schoene-helenesee-ist-gesperrt, 2021  
 
 
       [3]        Vgl. Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK): &quot;Klimawandel - seine Folgen und Anpassung in Brandenburg&quot;,&amp;nbsp;https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/klimaschutz/klimawandel/klimawandel-folgen-und-anpassung/&amp;nbsp;  
 
 
                ]]>
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                            <updated>2021-05-26T10:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Chemikalien &amp; Wasserkreislauf: Errungenschaft mit unkalkulierbarem Risiko?</title>
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                  Chemische Substanzen gelten nicht nur als Errungenschaft der modernen Human- und Tiermedizin, sondern finden unzählige Anwendungsbeispiele in unserem Alltag – vom Putzmittel bis zum Kosmetikprodukt. Ein kritischer Blick in die Vergangenheit und Gegenwart zeigt allerdings, dass eine rasant wachsende Anzahl an Spurenstoffen, über kurz oder lang in unseren Wasserkreislauf gelangt und dort heute und in Zukunft Probleme verursacht.  
 &amp;nbsp; 
     
 &amp;nbsp; 
 Eawag Publikation 2009 
 Ein Blick auf Ergebnisse des Wasserforschungsinstituts Eawag der ETH-Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) von vor 12 Jahren zeigt, dass bereits damals der «Chemical Abstract Service» über 47 Millionen natürliche, synthetische und organische sowie anorganische Substanzen aufführte. 
 Die größte Datenbank für Chemikalien SciFinder umfasste 2012 65 Millionen Stoffe, bei denen es sich größtenteils um synthetische, organische Substanzen handelt. Täglich kommen etwa 15.000 neue Substanzen hinzu. Eine Tendenz die sich weiter fortsetzt und kaum verwunderlich ist, da in der Theorie eine Dezillion (eine Eins mit 60 Nullen) verschiedene chemische Strukturen denkbar sind.   [1]    
 Ein Vergleich zu 1930 macht deutlich, dass die globale Produktion an Chemikalien in dieser Zeit von 1 Million Tonnen auf über 300 Millionen Tonnen im Jahr angestiegen ist.   [2]    
 Status Quo 2021: Chemikalien in der Wasserversorgung 
 Bis heute sind Chemikalien stetig fortlaufende Begleiter in unserem alltäglichen Leben. Genutzt werden sie unter anderem für Arzneimittel, Pestizide, Gebrauchsgegenstände, Kleidungsstücke, Reinigungsmittel und Produkte rund um unsere Körperpflege. 
 Sie besitzen zwar unterschiedliche chemische Strukturen, sind aber an einer Stelle gleich: als Spurenstoffe können Sie über den Wasserkreislauf bis in unser Trinkwasser gelangen. Die Problematik dabei: der enorme Anstieg an neuen Chemikalien, auf die unser Wasser bislang kaum untersucht wird. Der Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie Prof. &amp;nbsp;Dr. Klaus Kümmerer bringt es auf den Punkt: 
  „… Viele der Stoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil eben nicht explizit danach gesucht wurde. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielzahl wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, für alle Stoffe alle notwendigen Daten für eine Risikoabschätzung zu erheben. …“    [3]    
 Die Spurenstoffe stammen z.B. von Rückständen aus Arzneimitteln, Desinfektionsmitteln, Kontrastmitteln, Farbstoffen, Pestiziden, Lacken, Waschmitteln etc. Aber auch Nano- und Mikroplastik sowie die daraus entstehenden hormonähnlichen Substanzen (Endokrine Disruptoren) werden immer mehr nachgewiesen. Hinzu können multiresistente Keime kommen, die in einem unbekannten Cocktail, in weiten Teilen kaum erforschte Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben können. Hinzu kommt, dass chemische Stoffe in der Umwelt zu Substanzen umgewandelt werden können, die stabiler, besser wasserlöslich und in einzelnen Fällen gar toxischer sind als die Ausgangsverbindung. 
 Klärwerke und Wasserwerke an der Belastungsgrenze 
 Klärwerke und Wasserwerke stehen vor der enormen Herausforderung, die vielfältigen Substanzen, zu denen unter anderem Medikamentenrückstände, Röntgenkontrastmittel, Weichmacher, Mikroplastik sowie  per- und polyfluorierte Chemikalien  zählen, aus dem Ab- und Trinkwasser zu eliminieren. 
 Eine zusätzliche Belastung mit Spurenstoffen stammt nach der Aufbereitung&amp;nbsp; beispielsweise von ausdiffundierenden Stoffen aus maroden oder Kunststoff-Rohrsystemen, alten oder qualitativ schlechten Armaturen oder problematischen Dichtungsmaterialien. 
 Unklar bleibt in vielen Fällen, welche Qualität unser Trinkwasser aus dem Wasserhahn besitzt. Diese Vielfalt der Möglichkeiten labortechnisch zu überwachen ist praktisch nicht möglich bzw. unbezahlbar. Aktuelle Untersuchungen weniger Substanzen und mikrobiologischer Parameter laut Trinkwasserverordnung sind somit zwar praktisch umsetzbar, aber leider aus unserer Sicht lange nicht ausreichend. 
 Flaschenwasser ökologisch problematisch 
 Aus ökologischer Sicht bietet auch der Konsum von Flaschenwasser keine sinnvolle Alternative. Denn die für die Herstellung aufgewendete Energie sowie Materialien und lange Transportwege gelten nicht nur als unwirtschaftlich, sondern auch als Belastung für die Umwelt. 
 Darüber weisen diverse Berichte aus Wissenschaft und Medien immer wieder Probleme mit Verunreinigungen, darunter Weichmacher, Keime oder Stoffe wie Uran oder Arsen in Flaschenwasser hin. 
 Mehr dazu lesen Sie auch in unserem Blog: 
   Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet   
   Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?   
 Leitungswasser als Alternative mit bedenklichen Inhaltsstoffen 
 Grundsätzlich bietet Leitungswasser eine umweltfreundliche Option zum Konsum von Flaschenwasser. Würden Verbraucher, alternativ zum Wasser aus der Flasche, darauf zurückgreifen, könnten allein in Deutschland jährlich 16 Milliarden Flaschen vermieden werden. 
 Allerdings kommt es im Zusammenhang mit Leitungswasser immer wieder zu negativen Berichterstattungen über gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe wie Mikroplastik, Rückstände von Medikamenten oder einer mikrobiologischen Keimbelastung. Für viele Verbraucher bleibt in der Praxis unklar, in welcher Qualität sich das Wasser aus ihrer Wasserleitung tatsächlich befindet. 
 Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren Beiträgen: 
   Chemiekeule in unserem täglichen Trinkwasser?   
   PFC´s im Leitungswasser   
 Wassergenuss mit Eigenverantwortung 
 Untersuchungen machen deutlich, dass es für derzeitige sowie zukünftige Problemstellungen rund um eine nachhaltige Versorgung mit Wasser ein Umdenken braucht. 
 Neue Ansätze sind gefragt, die sich einfach in jeden Haushalt integrieren lassen. Eine Lösung bieten mehrstufige   Wasserfilter  . Diese machen den Genuss von reinstem Trinkwasser im gewerblichen Bereich sowie zu Hause möglich. 
 Sie filtern Ihr Wasser genau an der Stelle, an der es abgenommen wird und garantieren Trinkgenuss, frei von Spurenstoffen. Um Ihnen dazu einen möglichst objektiven Blickwinkel zu gewähren, finden Sie hier eine Reihe von   wissenschaftlichen Publikationen  . 
   
 
    [1]    Vgl. Eawag: www.eawag.ch/fileadmin/Domain1/Beratung/Beratung_Wissenstransfer/Publ_Praxis/Eawag_News/en73d.pdf 12/2012,Seite 6 
    [2]    Vgl. Eawag: &quot;Anthropogene Spurenstoffe im Wasser: Effekte − Risiken − Massnahmen&quot;, Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs, 67d, Juni 2009 
 
 
    [3]    Kümmerer, K.: Neuartige Spurenstoffe im Wasser, http://www.wassermanufaktur.com/media/pdf/f6/86/20/Neuartige-Spurenstoffe-im-Wasser-Prof-Kuemmerer.pdf W 54. 2010, H. 6 
 
 
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                            <updated>2021-03-18T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Deutschland: Trauriger Rekordhalter beim Export von Plastikmüll</title>
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                                            Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts machen einen erschrecken Rekord deutlich: unser Heimatland ist europaweit mit etwa 1 Million Tonnen, alleine im Jahr 2020, größter Exporteur von Plastikabfällen. Wer dabei an Recycling denkt, wird schnell desillusioniert. Denn nur ein D...
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                  Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts machen einen erschrecken Rekord deutlich: unser Heimatland ist europaweit mit etwa 1 Million Tonnen, alleine im Jahr 2020, größter Exporteur von Plastikabfällen.&amp;nbsp;Wer dabei an Recycling denkt, wird schnell&amp;nbsp; desillusioniert. Denn nur ein Drittel des Plastikmülls wird dem Recycling oder der Verbrennung zugeführt.     [1]     &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;    
 Dabei stellen die aktuellen Zahlen noch nicht einmal den höchsten Wert dar. Im Jahre 2019 wurden noch 8 % mehr Plastikabfälle ins Ausland exportiert. Allein 2020 gingen etwa 170.000 Tonnen nach Malaysia. In den Jahren vor 2018 wurden die meisten Abfälle nach China ausgeführt. Die geänderten Auflagen der Volksrepublik führten aber zu einem Ausweichen der Exporteure auf andere Länder. 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;Quelle: Statistisches Bundesamt (Destaris), 2021 
 &amp;nbsp; 
  Verseuchung der Natur und Meere mit kleinsten Plastikteilchen &amp;nbsp; 
 Besonders kritisch ist die Ausfuhr von unsortiertem Müll und dessen unkontrollierte Umweltauswirkungen. Aufgrund der Mühlberge gelangen immer häufiger größere Plastikpartikel aber auch Mikroplastik in die Umwelt, mit weitreichenden Folgen für Natur, Menschen sowie Tiere. Mehr zu diesem Thema lesen Sie unter anderem in unseren folgenden Blogbeiträgen: 
  Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?  
  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
  Mikroplastik in Plastikflaschen  
  Zeitbombe Plastik: Plastikmüll wird in Deutschland nur zu 16 % (größtenteils Verpackungen) recycelt  
 &amp;nbsp; 
  Recycling findet kaum statt  
 Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes von 2019 macht deutlich, dass nur etwa ein Drittel des Plastikmülls recycelt beziehungsweise verbrannt wird.&amp;nbsp; 
 Demnach entstanden etwa 38 Millionen Tonnen Abfall in Privathaushalten. Das entspricht einem pro Kopf Haushaltsmüll-Anteil von 457 kg. Davon wurde jedoch nur ein Drittel dem Recyclingprozess oder einer Verbrennung zugeführt. Wie viel von diesem kleinen Anteil tatsächlich recycelt wurde lässt sich leider nicht genau sagen. 
 In Deutschlands Privathaushalten wurden 2019 12,1 Millionen Tonnen Wertstoffe, zu denen Abfälle aus Kunststoff, Glas oder Papier gehören, gesammelt. Das entspricht einem pro Kopf Werkstoff-Anteil von 146 kg. Spitzenreiter bei der pro Kopf Werkstoff-Sammlung sind dabei die Städte Berlin, Hamburg und Bremen. 
  &amp;nbsp;  
  Deutsche verbrauchen stündlich etwa 2 Millionen Einweg-Plastikflaschen  
 Aufs Jahr hochgerechnet kommen wir deutschlandweit auf  47 Millionen Einweg-Flaschen täglich , sowie  17,4 Milliarden Plastikflaschen jährlich . Durchschnittlich verbraucht so jeder Deutsche rund 210 Einweg-Plastikflaschen im Jahr. 
 Erschreckendes Detail: Die Kunststoffindustrie veröffentlichte Zahlen, die zeigen dass etwa 70 % der Einwegflaschen aus Neu-Material produziert werden. Um die Produktion zu ermöglichen, wird Rohöl eingesetzt. 
 So wird unsere Umwelt nicht nur durch den enormen Verbrauch von&amp;nbsp; Einweg-Flaschen, sondern auch jährlich mit der Verwendung von mehr als 400.000 Tonnen Rohöl belastet. Um sich ein Bild davon zu machen, wie viel das ist hier ein Vergleich: rund 350.000 Einfamilienhäuser können mit dieser Rohöl-Menge ein Jahr lang beheizt werden .    [2]    
 &amp;nbsp; 
  Im eigenen Haushalt aktiv werden und Plastikmüll vermeiden  
 Mit Hilfe von modernen Wasserfilteranlagen zu Hause wird es nicht nur möglich, Müll durch Einwegflaschen vollständig zu vermeiden, sondern das Leitungswasser wird auch von Schadstoffen sowie von Verunreinigungen mit Mikroplastik befreit. 
 Dabei kommt das Prinzip der Umkehrosmose zum Einsatz, bei der das Wasser durch eine synthetische, halbdurchlässige Membran gepresst wird. Achten Sie dabei auf Systeme mit mehrstufigen Filter-Varianten und hochwertige TFC Membranen, die keine Plastikteile und Weichmacher enthalten. 
 So filtern Sie reinstes Trinkwasser, jederzeit, direkt zu Hause. Ein weiterer Pluspunkt: Das lästige Schleppen sowie die Entsorgung von Flaschen gehören ebenfalls der Vergangenheit an. So leisten Sie Ihren täglichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. 
   
 
    [1]    Vgl. DEStatis: Statistisches Bundesamt Export von Plastikmüll 2020, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/03/PD21_N016_51.html, März 2021 
 
 
    [2]    Vgl. Deutsche Umwelthilfe: &quot;Problem Einweg-Plastikflaschen&quot;, https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/einweg-plastikflaschen/, 2021 
 
 
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                            <updated>2021-03-16T10:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Winzige Plastikteilchen in menschlicher Plazenta?</title>
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                  Eine neue Studie, die im “Environment International” publiziert wurde, zeigt auf, dass Mikroplastikpartikel sich in der Plazenta von Frauen anreichern.    [1]     Die Untersuchung macht deutlich, wie extrem die Auswirkungen von Plastikprodukten sowie deren Rückständen auf unsere Umwelt und unseren Körper sein können. Unklar bleibt, wie weitreichend die langfristigen Gesundheitsfolgen sind...  
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Die Plazenta wird auch als Mutterkuchen bezeichnet und dient der Versorgung ungeborener Kinder mit wichtigem Nähr- sowie Sauerstoff. Darüber hinaus unterstützt sie die Entsorgung aller vom Kreislauf des Kindes kommenden Abfallstoffe. Eine intakte Plazenta ist in der Schwangerschaft entscheiden für die Gesundheit des Kindes. Doch wie gut kann sie die Funktion erfüllen, wenn sie mit Schadstoffen wie Mikroplastik belastet ist?&amp;nbsp; 
 Studienergebnisse in der Übersicht 
 Mikroplastik sind Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind und aus dem Abbau von in der Umwelt vorhandenen Kunststoffelementen stammen. Mikroplastik kann aus der Umwelt in lebende Organismen gelangen. In der Studie des Fatebenefratelli Krankenhauses in Rom und der Universität Politecnica wurden 6 menschliche Plazenten, mittels Raman-Mikrospektroskopie analysiert, um das Vorhandensein von Mikroplastik zu bewerten. 
 Insgesamt konnten dabei 12 Mikroplastikfragmente (mit einer Größe von 5 bis 10 μm) extrahiert werden. Alle Mikroplastikpartikel wurden in Bezug auf Morphologie und chemische Zusammensetzung charakterisiert. 
 Alle waren pigmentiert; drei wurden als gefärbtes Polypropylen, eines als thermoplastisches Polymer, identifiziert, während für die anderen neun nur die Pigmente bestimmt werden konnten, die alle für  künstliche Beschichtungen, Farben, Klebstoffe, Pflaster, Fingerfarben, Polymere und Kosmetika und Körperpflegeprodukte verwendet wurden . 
 Die Studienergebnisse in der Zusammenfassung:&amp;nbsp; 
 
  Zum ersten Mal wurde Mikroplastik mittels Raman-Mikrospektroskopie in menschlichen Plazenten nachgewiesen.  
 
  &amp;nbsp;  &amp;nbsp;  
 
  Mikroplastik wurde in allen Teilen der Plazenta gefunden: in der mütterlichen, fetalen und amniochorialen Membran.  
 
  &amp;nbsp;  &amp;nbsp;  
 
   Mikroplastik trägt Substanzen in sich, die als endokrine Disruptoren langfristige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben könnten   .    [2]      
 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 Diesen Anteil können wir selbst leisten - im Kampf gegen Mikroplastik 
 &amp;nbsp; 
 Mikroplastik lauert heute nahezu überall und verseucht unsere Umwelt. Die Verwendung im Alltag ist vielseitig, darunter kommen die winzigen Partikel unter anderem in synthetischer Kleidung, Autoreifen, Verpackungen aber auch in Haushalts- und Kosmetikartikeln vor. Der Konsum von Wasser aus Plastikflaschen leistet ebenfalls einen Beitrag. Mehr dazu auch in unserem Artikel   Mikroplastik in Plastikflaschen   sowie passend dazu   Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel  . 
 &amp;nbsp; 
  Helfen Sie mit!  Unterstützen Sie die Petition von Hannes Jaenicke und der Deutschen Umwelthilfe e.V. Darin können Sie Ihren ganz persönlichen Protest gegen den Plastikwahnsinn deutlich machen. Einfach dem Link folgen:   E-Mail-Aktion für Meeresschutz  . 
 &amp;nbsp; 
  Achten Sie auf Ihre Einkäufe : Prüfen Sie beim Kauf aller Produkte des täglichen Bedarfs, ob sie Mikroplastik enthalten. Dies wird oft mit zahlreichen, unterschiedlichsten Begriffen deklariert, die erst auf den zweiten Blick erkennbar machen, dass Plastik enthalten ist. Dazu gehören beispielsweise Acrylate Copolymer (AC), Polyamide (PA, Nylon), Acrylate Crosspolymer (ACS), Methicone, Dimethiconol, Polyacrylate (PA), Polymethylmetacrylate (PMMA) oder Polyquaternium (PQ). 
 &amp;nbsp; 
  Achten Sie auf Ihr Trinkwasser : Für sauberes Trinkwasser, frei von Mikroplastikpartikeln, können Sie zu Hause auf einen passenden   Wasserfilter   setzen. Damit erhalten Sie stets reines Trinkwasser, ohne gesundheitsgefährdende Mikro- und Nanoplastik. Zusätzlich wird durch das Zapfen zu Hause der Kreislauf des Abfalls durchbrochen, weil Sie keine PET Flaschen und andere Verpackungen benötigen. 
   
 
    [1]    Vgl. Environment International: &quot;Plasticenta: First evidence of microplastics in human placenta&quot;, Volume 146, January 2021, 106274, https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.106274, 2021 
 
 
    [2]    Vgl. Environment International: &quot;Plasticenta: First evidence of microplastics in human placenta&quot;, Volume 146, January 2021, 106274,   https://doi.org/10.1016/j.envint.2020.106274  , Seite 1,&amp;nbsp; 2021 
 &amp;nbsp; 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2021-02-25T16:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wird Sulfat in der Spree zur dauerhaften Bedrohung für die Qualität des Trink...</title>
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                  Seit Jahren ist, insbesondere aufgrund des Abbaus von Braunkohle in der Lausitz, das Wasser der Spree mit Sulfat verseucht. Mehr als 65000 Menschen sind von einer bis zu 37-fachen Überschreitung der Sulfat-Richtwerte von 280 mg pro Liter betroffen. Ein neues Gutachten des Wirtschaftsministeriums Brandenburg unter Leitung des Staatssekretärs Hendrik Fischer soll nun detaillierten Aufschluss zur Gefährdung geben. Eine Veröffentlichung des Gutachtens steht noch aus, grundlegende Erkenntnisse liegen in Auszügen bereits jetzt vor.    [1]       
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  
 Landesregierung verharmlost Sulfat Problem 
 Staatssekretär Hendrik Fischer versucht derweilen zu beschwichtigen:  &quot;&quot;Wenn der Stand so bleibt wie jetzt, wird es nicht so sein, dass die Sulfatwerte so sehr steigen, dass die Trinkwasserqualität nicht gesichert werden kann&quot;  
 Ein unumstößlicher Fakt ist jedoch, dass sich unser Klima weiter erwärmt und ausreichend Niederschläge in der Zukunft immer häufiger ausbleiben. So könnten sich die Sulfatbelastung bereits in einem kurzen Zeitraum weiter verschlechtern. Dies bestätigt unter anderem eine Sprecherin der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft. 
 Weitere Faktoren, wie eine wachsende Einwohnerzahl im Raum Frankfurt (Oder) die Ansiedlung von Industrieunternehmen könnten die enorme Belastung weiter&amp;nbsp; beschleunigen. 
 Wir hatten in diesem Zusammenhang in unserem Blog bereits mehrfach über die Probleme mit der Trinkwasserversorgung in Frankfurt (Oder) berichtet. Die Beiträge machen deutlich, wie lange die Problemstellungen bereits existieren und teilweise ignoriert werden. Mehr dazu lesen Sie unter anderem in den Artikeln: 
  Sorge um Trinkwasserqualität: Frankfurt (Oder) reicht Klage gegen die Flutung des Cottbuser Ostsees ein  
  Wasserversorgung in Frankfurt (Oder) durch hohe Sulfat Werte bedroht  
 &amp;nbsp; 
 Bereits 2015 schlägt Gutachten des Leibniz-Instituts Alarm 
 Im Sommer 2015 zeigten Messdaten des Leipzig Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)&amp;nbsp; sowie der Landesbehörden, eine hohe Sulfatkonzentration&amp;nbsp; mit Werten, die deutlich über der Grenze von 250 mg pro Liter lagen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wiesen einzelne Zuflüsse der Spree zwischen der Lausitzer Bergbau-Revier und dem Müggelsee  Konzentrationen an Sulfat von mehr als 500 mg pro Liter  auf.   [2]    
 Die folgende Abbildung macht bereits die damals festgestellte Verschmutzung deutlich:&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 Quelle: IGB Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Dosier: &quot;Sulfatbelastung der Spree&quot;, 2015, Seite 6   www.igb-berlin.de/sites/default/files/media-files/download-files/IGB_Dossier_2016_Sulfat_END.pdf   
 &amp;nbsp; 
 Schleppende Maßnahmenplanung 
 Die Bergbaugesellschaft LMBV möchte zur aktuellen Studie des Landes Brandenburg bislang noch keine Stellung nehmen. Das zuständige Wirtschaftsministerium soll die Gesprächspartner zusammenbringen und eine sichere Lösung für die Versorgung des Trinkwassers über die Spree besprechen. 
 Dabei wird schon jetzt deutlich, dass es ohne finanzielle und wirtschaftliche Hilfsmittel nicht gehen wird. Die Ergebnisse der Gespräche sollen im Laufe 2021 bekannt gegeben werden. 
 &amp;nbsp; 
 Unser Fazit: Versorgung mit sauberem Trinkwasser selbst in die Hand nehmen 
 Wir von der WasserManufaktur empfehlen allen Verbrauchern im eigenen Haushalt die Trinkwasserversorgung bestmöglich zu gestalten. Unsere Wasserfilter entfernen mithilfe von mehrstufigen Filtersystemen und Umkehrosmosefiltern, nach dem Vorbild der Natur, alle Schad- und Spurenstoffe aus dem Leitungswasser. 
 So können Sie sicher sein, dass Ihr Trinkwasser im Raum Frankfurt (Oder) frei von Sulfat und anderen Schadstoffen ist. Außerdem haben Sie die Möglichkeit sauberes Trinkwasser über die  Wasserzapfstellen in den WasserManufakturen  zu halten. Diese finden Sie unter anderem in der BioCompany Yorckstraße 35-42 in Berlin oder direkt bei uns in der WasserManufaktur Josef-Gesing-Straße 10 in Frankfurt(Oder).&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
 
    [1]    Vgl. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE): &quot;Sulfatmessung in der Spree: Richtwert für Sulfat in 2020 mehr als 37 Mal überschritten&quot;, https://mwae.brandenburg.de/de/sulfatmessung-in-der-spree-richtwert-f%C3%BCr-sulfat-in-2020-mehr-als-37-mal-%C3%BCberschritten/bb1.c.678324.de, 2020 
 
 
    [2]    Vgl. IGB Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Dosier: &quot;Sulfatbelastung der Spree&quot;, 2015, www.igb-berlin.de/sites/default/files/media-files/download-files/IGB_Dossier_2016_Sulfat_END.pdf 
 
 
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                            <updated>2021-01-18T11:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Umweltschädigende Stoffe in unserem Spülmittel?</title>
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                                            In zahlreichen Tabs und Pulver für die Spülmaschine enthalten ist der Stoff Benzotriazol. Über das verbrauchte Wasser reichert er sich in unserer Umwelt an und ist toxisch für Wasserorganismen wie Fische und Krebse. In unserem Blogbeitrag klären wir über den Giftstoff auf und ...
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                  In zahlreichen Tabs und Pulver für die Spülmaschine enthalten ist der Stoff Benzotriazol. Über das verbrauchte Wasser reichert er sich in unserer Umwelt an und ist toxisch für Wasserorganismen wie Fische und Krebse. In unserem Blogbeitrag klären wir über den Giftstoff auf und zeigen, welche Reiniger frei von Benzotriazol sind.  
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; Quelle: Video “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt | Marktcheck SWR”, https://www.youtube.com/watch?v==tOzG2UUmAbc&amp;amp;feature=youtu.be  
 &amp;nbsp; 
 Was ist Benzotriazol (BTA)? 
 Dabei handelt es sich um eine chemische Substanz, die neben Stoffen wie Tensiden, Phosphaten, Enzymen oder Düften, in zahlreichen Spülmaschinenreinigern enthalten ist. 
 Unbewusst tragen wir sie so mit jedem Geschirrspülgang über das Abwasser in die Umwelt ein. Das Umweltbundesamt warnte bereits in einem Leitfaden aus dem Jahre 2016 vor dem Verdacht auf endokrine Wirkungen von Benzotriazol auf Organismen in unserer Umwelt.   [1]    
 Darüber hinaus betonen Experten bereits seit Jahren, dass sich die chemische Substanz als  besonders langlebig  zeigt und nur  schwer abbaubar  ist.   [2]    Untersuchungen zeigen, das Benzotriazol hormonell bei Fischen wirkt und zu Unfruchtbarkeit führen kann.   [3]    
 &amp;nbsp; 
 Aussagen der Industrie vs. Alarmierung durch Umweltexperten 
 Ein Großteil aller deutschen Haushalte verwendet Tabs oder Pulver zur Geschirreinigung. Ein lukratives Geschäft für die Industrie, die in einem Jahr rund 80&amp;nbsp; Millionen Euro damit umsetzt. Wenig verwunderlich, dass die Spülmittel-Hersteller Benzotriazol, das als Korrosionsschutzmittel bei&amp;nbsp; der Geschirrreinigung zum Einsatz kommt, offiziellen Stellungnahmen zufolge für risikofrei halten.&amp;nbsp; So bestätigt unter anderem der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (EKW) dem SWR Fernsehen, das nach seiner Kenntnis&amp;nbsp; Benzotriazol weder ein Risiko für die Umwelt, noch für die Gesundheit des Menschen darstellt.  [4]   
 Eine Studie belegt die enormen Chemikalienkonzentrationen in Oberflächengewässern. Ein wertvoller Hinweis darauf, dass Benzotriazol ungehindert Kläranlagen passiert und in den Wasserkreislauf eingetragen wird. Die Studie betont, dass eine Überwachung dieser chemischen Substanz in unserem Wasser dringend nötig ist.   [5]    
 Das auch in Frostschutzmittel verarbeite Benzotriazol wurde bereits 2011 von Forschern in der Nordsee nachgewiesen. Deren Auswertungen haben ergeben, dass die giftige Substanz weiter in deutschen Gewässern verbreitet ist, als bisher angenommen.   [6]    Bisher hatten die Experten keine konkreten Messdaten für Flüsse, Seen sowie Meere. Mit der Untersuchung konnte Benzotriazol auch im Grundwasser nachgewiesen werden. 
 In allen Wasserproben aus Weser, Ems oder Elbe aber auch im Rhein und der Nordsee war die chemische Substanz enthalten. Dabei war die Konzentration in Flüssen vielfach höher als in der Nordsee. Den Datenauswertungen der Experten zufolge wurden allein im Jahre 2010 rund 80 Tonnen Benzotriazole in die Nordsee eingetragen. Ein Großteil davon über den Rhein sowie die Elbe. Selbst in der stark verdünnten Nordsee war jedoch KEIN Abbau der giftigen Substanz nachweisbar. Die enorme Verbreitung und die Langlebigkeit von Benzotriazol stellt eine ernstzunehmende Gefahr für Wasserkreislauf und Gesundheit dar, die bislang stark unterschätzt wird. 
 &amp;nbsp; 
 Wie groß ist die Belastung für unsere Gewässer? 
 Zur Gewässerbelastung mit BTA forscht die Hochschule Furtwangen mit einem Expertenteam um Prof. Dr. rer. nat. Andreas Fath (Fakultät Medical and Life Sciences) bereits seit ein paar Jahren. Der Experte entnahm beispielsweise 2014 zahlreiche Wasserproben aus dem Rhein und fand heraus, das Benzotriazol, neben Süßungsmitteln, zu den chemischen Substanzen mit der höchsten Konzentration zählt.&amp;nbsp; Prof. Andreas Fath betont, dass der Stoff sehr stark an Oberflächen haftet und so nicht nur das Geschirr in der Spülmaschine vor Korrosion schützt, sondern auch als feinster Schwebstoff in Gewässern verbleibt. So kann sich beispielsweise Benzotriazol an winzige Mikroplastikpartikel im Wasser anlagern. Diese wiederum werden von Lebewesen im Wasser aufgenommen, die am Ende des Tages auf unserem Speiseteller stehen. 
 Bislang gibt es keinen Grenzwert für BTA in unseren Gewässern. Es existiert lediglich ein Richtwert von 100 Nanogramm Benzotriazol pro einem Liter Wasser. Bereits 2014 wurden allerdings in verschiedenen Städten deutlich höhere Werte gemessen. Bis heute ist die Belastung hoch und aktuelle Werte zeigen, dass selbst Kläranlagen mit modernsten Behandlungsstufen es unmöglich machen, die Richtwerte zu unterschreiten.   [7] &amp;nbsp;   
 &amp;nbsp; 
 Welche umweltfreundlichen Alternativen gibt es? 
 Große Handelsketten betonen, dass die Chemikalie in Ihrer Wirkung alternativlos wäre.   [8]    
 Diese Aussage widerlegte Stiftung Warentest bei einem Vergleich zwischen Spülmaschinentabs sowie -pulver. Darunter schnitten einige Produkte ohne Benzotriazol besonders gut ab. 
 Wichtig für die Verbraucher ist es daher, vor Kauf den Hersteller genau zu prüfen. Leider ist dieser nicht verpflichtet, die Verwendung der chemischen Substanz auf der Verpackung zu kennzeichnen. Allerdings besteht eine Pflicht alle Inhaltsstoffe auf der Internetseite zu deklarieren. 
 &amp;nbsp; 
  Unser Fazit : Einfacher als die aufwendige Recherche helfen Zertifikate wie der “Blaue Engel” oder das “Eu-Ecolabel” bei der Auswahl umweltfreundlicher Produkte. Denn in Reinigern, die diese Label besitzen, ist die Verwendung von Benzotriazol automatisch ausgeschlossen. So entscheiden Sie selbst in Ihrem Haushalt, wie umweltfreundlich Ihr Geschirr-Reiniger ist. Die drei folgenden Produkte besitzen beispielsweise die “Blaue Engel” Kennzeichnung: 
 
 Denk-mit Geschirrreiniger-Tabs Nature 
 Somat All in One-Tabs Pro Nature 
 Domol Eco Geschirrreiniger-Tabs   [9]    
 
 &amp;nbsp; 
 Damit treffen Sie bereits beim Einkauf vor dem Supermarkt eine umweltfreundliche Kaufentscheidung. 
 Unsere mehrstufigen&amp;nbsp;  Wasserfiltersysteme   entfernen alle biologischen und chemischen Substanzen aus unserem Trinkwasser. So können Sie sicher sein, dass Sie pures und umweltschonendes Wasser ohne schädliche Inhaltsstoffe genießen. 
   
 
    [1]    Vgl.&amp;nbsp; Umweltbundesamt&amp;nbsp; &quot;1H-Benzotriazol”&amp;nbsp; Leitfaden nachhaltige Chemikalien,  https://www.umweltbundesamt.de/1h-benzotriazol , 2016 
 
 
    [2]    Vgl. W. Giger, C. Schaffner, HP. Kohler (2006): Benzotriazole and Tolyltriazole as Aquatic Contaminants. 1. Input and Occurrence in Rivers and Lakes. Environ. Sci. Technol. 40, S. 7186–7192. PMID 17180965. 
 
 
    [3]    Vgl. SWR: Marktcheck: “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt&quot;, https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html 
 
 
   [4]   Vgl. SWR: Marktcheck: “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt&quot;,  https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html  
    [5]    Vgl. Gerstel: “Umweltanalytik Eis aber nicht schadstofffrei”,  https://www.gerstel.de/de/GA46_Benzotriazole.htm , Stand 2020 
 
 
    [6]   &amp;nbsp; Vgl. Scinexx: “ Forscher finden giftige Frostschutzmittel in der Nordsee”,  https://www.scinexx.de/news/geowissen/forscher-finden-giftige-frostschutzmittel-in-der-nordsee/ , 2011 
 
 
    [7]    Vgl. SWR: Marktcheck: “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt&quot;, https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html 
 
 
    [8]    Vgl. SWR: Marktcheck: “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt&quot;, https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html 
 
 
    [9]    Vgl. SWR: Marktcheck: “Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt&quot;, https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html 
 
 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2020-12-16T17:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wasser 2050: Lebt die Hälfte der Menschen in Wasserrisikogebieten?</title>
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                  Derzeit leiden rund 17 Prozent der weltweiten Bevölkerung unter Überschwemmungen, Wasserknappheit oder schlechter Wasserqualität. Eine neue Analyse des WWF macht auf die drastischen Veränderungen bis 2050 aufmerksam, wenn nicht umgehend Maßnahmen zur Eindämmung und Anpassung an den Klimawandel ergriffen werden. Dann könnten 51 Prozent der Menschen in Wasserrisikogebieten leben.  [1]  
       
 &amp;nbsp; 
 Der sogenannte Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird jedes Jahr durch die UNESCO sowie deren World Water Assessment Programme (WWAP) für UN-Water erstellt. Der UN-Weltwasserbericht 2019 belegt, dass bereits jetzt rund 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser besitzen. Das bedeutet 3 von 10 Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.  [2]  
 Die aktuelle WMF-Analyse zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft. Demzufolge könnten 2050 weite Teile der Erde als Wasserrisikogebiete gelten. Das Szenario wird in folgender Grafik veranschaulicht: 
   
 Quelle: WWF 2020 https://www.wwf.de/2020/november/wasser-2050-zu-viel-zu-wenig-zu-dreckig 
 &amp;nbsp; 
 Steigender Wasserverbrauch mit verschiedenen Ursachen 
 Der Verbrauch von Wasser steigt seit den 1980er Jahren weltweit um etwa 1 Prozent pro Jahr an. Ursachen liegen im Bevölkerungswachstum, der sozioökonomischen Entwicklung sowie einem sich rasant ändernden Konsumverhalten. Schätzungen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Wasser weltweit bis 2050 ähnlich ansteigt. 
 Für diesen kumulierten Anstieg von 20 - 30 % (Vergleich zum heutigen Wasserverbrauch) ist vor allem die steigende Nachfrage von Industrie und Haushalten maßgeblich. Über 2 Milliarden Menschen leben in Ländern mit hohem Trockenstress bzw. Wassermangel, etwa 4 Milliarden Menschen erleben schwere Wasserknappheit mindestens einen Monat pro Jahr. Der Stressgrad wird weiter steigen, angesichts der wachsenden Wassernachfrage und der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels  [3]  
 Theresa Schiller, Referentin für internationale Wasserressourcen bei WWF Deutschland beschreibt im Rahmen der WWF-Analyse 2020:  „Millionen Menschen sowie zahlreiche Unternehmen sitzen bald auf dem Trockenen oder verlieren ihre Lebens- und Wirtschaftsgrundlage durch Überschwemmungen, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen zur Eindämmung und Anpassung an den Klimawandel ergriffen werden.“ [4]   
 Ist es bereits zu spät für einen Wandel? 
 Theresa Schiller gibt darauf eine Antwort und benennt konkrete Ansätze:  „Es ist noch nicht zu spät, um endlich wirkungsvoll zu handeln. Städte können das Extremszenario vermeiden, indem sie sowohl verstärkt ihre Treibhausgasemissionen reduzieren als auch in naturbasierte Lösungen investieren und damit ihre eigene Widerstandsfähigkeit stärken. Zum Beispiel sorgen mehr Grünflächen dafür, dass Regen wieder im Boden versickert und so die Grundwasserspeicher auffüllt. Außerdem sollten Flüsse und Feuchtgebiete geschützt und renaturiert werden. Sie puffern Hochwasserspitzen, speichern Wasser sowie Kohlenstoff und haben einen kühlenden Effekt. So kann das physische Wasserrisiko abgemildert werden. Zudem sind Flüsse und Feuchtgebiete wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten.&quot; [5]   
 Entwarnung für Deutschland? 
 Nach der Analyse des World Wide Fund for Nature (WWF) schneidet Deutschland im internationalen Vergleich recht gut ab, da unser Land über hohe natürliche Wasservorräte verfügt. Allerdings haben auch hier die vergangenen Jahre deutlich gemacht, dass eine Wasserempfindlichkeit besteht. Trockene Sommer und Winter mit geringen Niederschlägen sorgen bereits heute für Wasserengpässe. 
 Darüber hinaus weist die Deutsche Umwelthilfe darauf hin, wie schwerwiegend unser Plastikflaschenverbrauch ist: 
 
 stündlich werden deutschlandweit 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen konsumiert 
 täglich etwa 45 Millionen Plastikflaschen 
 jedes Jahr sind das 16.4 Milliarden Plastikflaschen knapp 200 Einweg-Plastikflaschen 
 der Marktanteil an Einweg-Plastikflaschen liegt bei rund 52%, damit hauptsächliche Verpackung von Getränken [6]  
 
 &amp;nbsp; 
  Fazit – wir selbst können einen wertvollen Beitrag leisten :Nur mit Hilfe der zeitnahen und konsequenten Umsetzung neuer Konzepte zur Eindämmung sowie Anpassung an den Klimawandel kann hier eine Kehrtwende ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise auch der sorgsame Umgang mit Wasser in unseren Haushalten. Obwohl bei uns im Jahr 2020 fließendes Wasser in jedem Haushalt rund um die Uhr verfügbar ist, wird in Flaschen gefülltes Wasser durch ganz Europa transportiert. Verwendet werden dazu Glasflaschen zu deren Abfüllung, Reinigung und Entsorgung Unmengen an Energie verbraucht werden und für deren Herstellung und Säuberung im Mehrweg-System ein Vielfaches des Wassers benötigt wird, als diese überhaupt transportieren können. Oder in Plastikflaschen, die den Planeten mit mehr und mehr Plastikmüll belasten, dessen Abbauprodukte schwere Folgen haben. Würden alle in Deutschland lebenden Menschen auf Flaschenwasser verzichten, könnten mehrere Millionen Tonnen CO2 und Müll eingespart werden.  Moderne Wasserfilteranlagen  entlasten die Umwelt und sorgen für reinstes Trinkwasser. 
   
 
  [1]  Vgl. WWF-Analyse: &quot;Wasser 2050: Zu viel, zu wenig, zu dreckig&quot;, https://www.wwf.de/2020/november/wasser-2050-zu-viel-zu-wenig-zu-dreckig, 11/2020 
 
 
  [2]  Vgl. UN-weltwasserbericht 2019 - The United Nations World Water Development Report 2019: &quot;LEAVING NO ONE BEHIND&quot;, https://www.unesco.de/sites/default/files/2019-03/UN-Weltwasserbericht_2019_WWDR_Englisch.pdf, 2019 
 
 
  [3]  Vgl. UNESCO , &quot;Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2019 Niemanden zurücklassen&quot;, https://www.unesco.de/sites/default/files/2019-03/-WWDR-2019-Zusammenfassung_0.pdf, 2019g 
 
 
  [4]  Vgl. WWF-Analyse: &quot;Wasser 2050: Zu viel, zu wenig, zu dreckig&quot;, https://www.wwf.de/2020/november/wasser-2050-zu-viel-zu-wenig-zu-dreckig, 11/2020 
 
 
  [5]  Vgl. WWF-Analyse: &quot;Wasser 2050: Zu viel, zu wenig, zu dreckig&quot;, https://www.wwf.de/2020/november/wasser-2050-zu-viel-zu-wenig-zu-dreckig, 11/2020 
 
 
  [6]  Vgl. Deutsche Umwelthilfe: &quot;Problem Einweg-Plastikflaschen&quot;, https://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/einweg-plastikflaschen/, Stand November 2020 
 
 
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                            <updated>2020-11-26T14:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Radioaktivität in unserem Trinkwasser?</title>
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                  Erstmalig hat sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer Untersuchung mit der radioaktiven Strahlung im Trinkwasser beschäftigt. Die Schwankungen der Strahlenexposition sind teilweise beträchtlich. Bislang existieren jedoch keine rechtlich verbindlichen Vorgaben für die Anwendung der Trinkwasserverordnung, die eine Messung sowie Überwachung der Radioaktivität im Trinkwasser überhaupt möglich macht . [1]  
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp; 
 Die Forschungsarbeit des BfS soll in Zukunft einen besseren Überblick über radioaktive Stoffe in unserem Trinkwasser in Deutschland ermöglichen. Seit 2019 wurden dazu bei zahlreichen Wasserversorgern deutschlandweit umfassende Daten angefordert, die im Rahmen der laufenden Studie bis Ende 2022 ausgewertet werden. Die Ergebnisse sollen für eine bessere Bewertung der bestehenden Strahlenexposition der Bevölkerung dienen. 
 Veraltete Zahlen aus 2009 
 Eine ältere BfS Studie aus dem Jahr 2009 deutet auf radioaktive Stoffe im Trinkwasser hin. Dem BfS nach soll es sich dabei um insgesamt geringe Werte handeln. Das BfS führt dazu aus:  „Erwachsene sind aufgrund von Radionukliden im Trinkwasser durchschnittlich einer Strahlung von etwa 0,009 Millisievert pro Jahr ausgesetzt. Bei Säuglingen liegt dieser Wert im Schnitt etwa bei 0,05 Millisievert. Zum Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung, der die Bevölkerung insgesamt im Schnitt pro Jahr ausgesetzt ist, beträgt etwa 2,1 Millisievert“  .  [2]  &amp;nbsp; 
 Eine spezielle Studie zu Radon im Trinkwasser spricht ebenfalls von einer niedrigen Belastung durch natürliche Radionuklide im deutschen Trinkwasser. Jedoch unterliegt das Trinkwasser je nach Beschaffenheit des Untergrunds einem erhöhten Gehalt an natürlichen Radionukliden und somit, je nach Region, starken Schwankungen. 
 Gemäß Deutscher Trinkwasserverordnung waren nur große Wasserversorger bis Ende 2019 dazu verpflichtet worden, die Konzentration von Radionukliden im Trinkwasser zu untersuchen. In Regionen mit einem hohen Radongehalt sollen durch den Wasserversorger Maßnahmen umgesetzt werden, um das Radon im Trinkwasser zu reduzieren. [3]     
   
 &amp;nbsp; 
 Neue Daten von 15.000 Wasserversorgern 
 Mit der neuen Studie wird ein besserer Überblick über unsere Wasserqualität in Deutschland ermöglicht. Dabei beschränkt sich die Forschung ausschließlich auf Radionuklide natürlichen Ursprungs. Bekannt ist bereits, dass je nach Gesteinen und Böden Zerfallsprodukte aus der Reihe von: 
 
 Uran-238 
 Uran-235 
 Thorium-232 
 
 in unserem Trinkwasser enthalten sein können. 
 Mit weitreichenden Folgen: Beispielsweise schädigt Uran unseren Körper auf zwei Wegen. Als Schwermetlall ist es nicht nur toxisch, sondern darüber hinaus radioaktiv. Es strahlt giftige Alphastrahlen aus, die Zellen zerstören oder verändern. Geschädigte Zellen können sich zu Krebsgeschwüren entwickeln. Abgespeichertes Uran in unseren Körper gilt auch als Auslöser für zahlreiche Erkrankungen, Fehlentwicklungen sowie Fruchtbarkeitsstörungen und Nervenversagen. [4]  
  Trinkwasser Ergebnisse lassen noch auf sich warten : Die Zusammenfassung der Untersuchung des Bundesamts für Strahlenschutz zur radioaktiven Strahlung im Trinkwasser sowie ein angedachter Leitfaden werden erst für Herbst 2022 erwartet. 
   Unser Fazit:  Auch wenn das BfS sich auf eine geringe Belastung des Trinkwassers mit radioaktiven Stoffen beruft, beeinträchtigen selbst kleine Mengen die Qualität unseres Wassers. Moderne   Wasserfilter   für zu Hause, Büro und unterwegs filtern biologische, chemische und radioaktive Stoffe zuverlässig aus unserem Trinkwasser – für reinsten Wassergenuss, ohne Sorgen über mögliche gesundheitliche Spätfolgen. 
   
 
  [1]  Vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: &quot;Aktuelle Studie: Radionuklidgehalte im Trinkwasser&quot;, https://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/projekte/trinkwasser/trinkwasser.html, 2020 
 
 
  [2]  Vgl. Fachbereich Strahlenschutz und Umwelt: Strahlenexposition durch natürliche Radionuklide im Trinkwasser in der Bundesrepublik Deutschland, Beyermann, M., Bünger, T., Gehrcke, K. Obrikat, D.http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-20100319945/3/BfS_2010_SW_06_09.pdf, 2009 
 
 
  [3]  Vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: &quot;Aktuelle Studie: Radon im Trinkwasser&quot;, https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/vorkommen/trinkwasser.html, 2020 
 
 
  [4]  Vgl. ICBUW Deutschland: &quot;Wie wirkt abgereichertes Uran auf die Gesundheit?&quot;, https://www.uranmunition.org/das-problem/gesundheitsfolgen/, 2020 
 
 
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                            <updated>2020-11-02T12:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Einnahme von Medikamenten &amp; die Auswirkungen auf unser Wasser</title>
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                  Gewässer leiden immer mehr unter der Verunreinigung mit einer stetig wachsenden Anzahl an Spurenstoffen. Verschiedene Studien rücken Umweltfolgen in den Fokus, zu denen auch ein falscher Umgang mit Medikamenten zählt. Unsere Gesellschaft und jeder einzelne Verbraucher sollte sorgsam mit Arzneimitteln umgehen!  
 Die Studie der civity Management Consultants im Auftrag des BDEW „Arzneimittelverbrauch im Spannungsfeld des demografischen Wandels“ zeigt, dass wir dringend etwas ändern müssen. Ansonsten droht eine Überlastung unseres Wasserkreislaufs durch den Eintrag von Medikamentenrückständen. [1]  
 Der Verbrauch an Arzneimitteln ist in den vergangenen Jahren allein in Deutschland rasant angewachsen. Ein steigender Konsum pro Kopf, der demografische Wandel mit einer immer älter werdenden Bevölkerung aber auch eine erhöhte Verschreibungspraxis sowie Selbstmedikation könnten bis zum Jahre 2045 den Medikamentenverbrauch um bis zu 70 Prozent steigern. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Abbildung 1 - Bildquelle: Studie der civity Management Consultants im Auftrag des BDEW, &quot;Arzneimittelverbrauch im Spannungsfeld des demografischen Wandels&quot;, 2020, Seite 7 
 Diese Entwicklung würde gravierende Folgen für die aquatische Umwelt und unser Trinkwasser mit sich bringen. Veterinärarzneimittel gelangen immer öfter diffus in Gewässer. Humane Arzneimittel hingegen über unsere Ausscheidungen oder eine unsachgemäße Entsorgung über Toiletten und Abflüsse in unsere Abwässer. Einzelne Studien zeigen, dass Rückstände die Gesundheit bestimmter Tierarten bedrohen. Wir haben bereits in unserem Blog über die weitreichenden Folgen berichtet: 
  Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?  
  Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser  
  Trinkwassergefährdung durch schwer abbaubare Arzneimittelrückstände?  
 &amp;nbsp; 
 Welche Stoffe gefährden unsere Umwelt? 
 Aus den Bereichen Arzneimittel, Pestizide, Haushalts- und Industriechemikalien gelangen unkontrolliert immer mehr chemische Substanzen in unsere Umwelt. Die nächste Abbildung gibt einen Überblick über anthropogene Spurenstoffe mit Umweltrelevanz. 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; Abbildung 2 - Bildquelle: Studie civity Management Consultants im Auftrag des BDEW, &quot;Arzneimittelverbrauch im Spannungsfeld des demografischen Wandels&quot;, 2020, Seite 13&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 Welche Gegenmaßnahmen sind nötig? 
 Arzneimittel gelten als Errungenschaft unserer modernen Gesellschaft. Jedoch müssen vermeidbare Einträge durch Arzneimittel in die aquatische Umwelt und unseren Wasserkreislauf so gut wie möglich vermieden werden. Die Wasserwirtschaft kann dieser Problemstellung nicht allein entgegenwirken. Dies wird nur möglich, wenn alle Akteure wie Arzneimittelhersteller, Gesetzgeber, Gesundheitswesen sowie Verbraucher an einem Strang ziehen. Die folgende Grafik zeigt, wie Human- sowie Tiermedizin neu gedacht werden müssen. 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp;Abbildung 3 - Bildquelle: Studie der civity Management Consultants im Auftrag des BDEW, &quot;Arzneimittelverbrauch im Spannungsfeld des demografischen Wandels&quot;, 2020, Seite 9 
 &amp;nbsp; 
 Kampagne zur richtigen Entsorgung von Medikamenten 
 Über dieses Thema klärt das Bundesumweltministerium (BMU) mit der Kampagne &quot;Gib der Natur nicht den Rest“ auf. „Die richtige Entsorgung von Medikamenten verringert die Wirkstoffrückstände von Medikamenten in unserem Wasserkreislauf und schützt unsere Flüsse und Seen in ihrer Funktion als Lebensraum für Tiere sowie als zusätzliche Ressource für unser Trinkwasser“. [2]  
 &amp;nbsp;  
 Abbildung 4 - Bildquelle: BMU: Kampagne &quot;Gib der Natur nicht den Rest.&quot;https://www.bmu.de/richtigentsorgenwirkt/kampagne-gib-der-natur-nicht-den-rest/, 2020 
 &amp;nbsp; 
 Wie Medikamente richtig entsorgen? 
 Als Verbraucher können wir Medikamente richtig entsorgen. Das ist möglich über: 
 
 Apotheken 
 örtliche Schadstoffsammelstellen 
 den Hausmüll (nur wenn dieser verbrannt wird) 
 
 Arzneimittelreste gehören niemals in die Toilette oder den Abfluss! 
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp; 
 Abbildung 5 &amp;nbsp;- Bildquelle: https://www.bdew.de/wasser-abwasser/medikamente-entsorgung/informationsmaterial-zur-medikamenten-entsorgung/, 2020 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
  Mehr zur korrekten Entsorgung erfahren Sie auch in folgendem Video:  
    
 &amp;nbsp; 
 Quelle: Umweltbundesamt,  https://youtu.be/lf6NvRyx4yo  
 &amp;nbsp; 
  Unser Fazit : Nur mit Hilfe von strategischen Maßnahmen für Arzneimittelhersteller, Zulassungs- und Überwachungsverfahren durch den Gesetzgeber, Maßnahmen im Gesundheitswesen bei Ärzten und Apotheken sowie sinnvolle Ansätze für uns Verbraucher können wir den enormen Herausforderungen in Zukunft begegnen. Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten. Achten Sie auf einen moderaten Konsum sowie eine umweltgerechte Entsorgung von Medikamenten. Schützen Sie sich auch selbst vor potentiellen Spurenstoffen und Medikamentenrückständen im Trinkwasser. Mit einer hochwertigen&amp;nbsp; Trinkwasseraufbereitungsanlage &amp;nbsp;in Ihrem Haushalt können Sie u. a. Rückstände von Arzneimitteln und Keime vollständig herausfiltern. 
  
 
  [1]  Vgl. Studie der civity Management Consultants im Auftrag des BDEW, &quot;Arzneimittelverbrauch im Spannungsfeld des demografischen Wandels&quot;, 2020 
 
 
  [2]  BMU: Kampagne &quot;Gib der Natur nicht den Rest.&quot;https://www.bmu.de/richtigentsorgenwirkt/kampagne-gib-der-natur-nicht-den-rest/, 2020 
 
 
                ]]>
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                            <updated>2020-09-30T09:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Gefahr durch Acesulfam im Trinkwasser?</title>
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                  Im Auftrag des NDR zum Beitrag „Tricks mit unserem Wasser“ wurden Proben an mehreren Wasserentnahmestellen in Norddeutschland getestet. In den Untersuchungen fanden sich unter anderem Spuren von Acesulfam, einem künstlichen Zucker-Ersatzstoff.  [1]   Das Umweltbundesamt spricht zwar die Empfehlung aus, eine Acesulfam-K Konzentration auf maximal 10 Mikrogramm je Liter Trinkwasser zu begrenzen, es besteht jedoch keine Pflicht zur Einhaltung. Eine chinesische Studie zum Zuckerersatzstoff zeigt, dass es zu Veränderungen der Neurotransmitter im Gehirn kommen und Acesulfam potenziell neurotoxisch bei Zebrafischen wirken kann.  [2]   Der NDR geht also begründet der Frage nach: Wird die Verschmutzung unseres Wassers verharmlost?   
    
 Bei Acesulfam (abgekürzt auch ACE) handelt es sich um einen Zuckerersatzstoff der in sogenannten „zuckerfreien“ Lebensmitteln wie Light Getränken enthalten ist. Er wird über unsere Verdauung wieder ausgeschieden, in Klärwerken teilweise nicht rausgefiltert und kommt so in unsere Flüsse sowie Seen. Nutzen Wasserversorger nahegelegene Brunnen kann er auch wieder ins Trinkwasser gelangen. 
 Recherchen des NDR zur Belastung des Trinkwassers mit Acesulfam 
 Im Rahmen von Recherchearbeiten des NDR zu die „ Tricks mit unserem Wasser “ wurden in Wasserproben Spuren des künstlichen Süßstoffs Acesulfam-K nachgewiesen. Auf Anfrage beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt heißt es, dass der geringe Anteil im Trinkwasser toxikologisch unbedenklich sei, das Vorkommen aber generell unerwünscht ist. Denn folgt man dem Bundesgesundheitsministerium sollten chemische Stoffe im Trinkwasser generell niedrig sein, unabhängig davon, ob sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellen (Paragraf 6 Absatz 3 der Trinkwasserverordnung). Zur Verteilung von Acesulfam im Trinkwasser liegen dem Bundesgesundheitsministerium jedoch keinerlei Erkenntnisse vor. 
 Studie belegt Gesundheitsgefahren durch Acesulfam 
 Obwohl das Umweltverhalten von ACE bereits gut erforscht ist, wird über seine chronischen ökotoxikologischen Auswirkungen auf aquatische Organismen oder den Menschen nur selten berichtet. In diesem Zusammenhang untersucht eine neue Studie die neurobiologischen Wirkungen von ACE bei 1, 10 und 100 mg/L auf erwachsene Zebrafische mit folgenden Ergebnissen: 
  Acesulfam (ACE)  
 
  ist potenziell neurotoxisch.  
  stört das gesamte Verhaltensprofil von erwachsenen Zebrafischen  
  verändert quantitative Muster von Neurotransmittern im Gehirn  [3]  
 
 Wasserversorger nicht zur Prüfung und Filterung bestimmter Rückstände verpflichtet 
 Der Wasserversorger enercity in Hannover erklärt dem NDR gegenüber, das alle Wasserversorger nach der Trinkwasserverordnung nicht verpflichtet sind zu prüfen, ob das Trinkwasser acesulfamhaltig ist. So ist in den meisten Wasserwerken unbekannt, ob und in welchen Mengen der Süßstoff im Trinkwasser vorkommt. Darüber hinaus wäre eine Reinigung kostenintensiv und aufgrund der eingesetzten Chemikalien eine zusätzliche Belastung für die Umwelt. 
 Ähnliches gilt leider auch für Medikamentenrückstände sowie flüssiges Plastik und weitere Mikro-Schadstoffe: Zahlreiche Problemstoffe werden bei der Abwasserreinigung in Klärwerken nicht herausgefiltert und können unkontrolliert wieder in unser Trinkwasser gelangen. [4]  
 Mehr dazu in unserem Blog: 
  Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser  
  Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?  
 Hinzu kommt der Eintrag von Nitrat durch eine intensive Landwirtschaft. Hier verklagt die EU Deutschland bereits wegen zu hoher Nitrateinträge in Grund- und Oberflächenwasser. [5]  
 Lesen Sie dazu auch: 
  Trinkwasser mit Nitrat belastet?  
  Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord  
  Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet  
 Verantwortung übernehmen 
 Wasserversorger wie „Hamburg Wasser“ fordern dazu auf, dass synthetisch hergestellte, schwer abbaubare Stoffe wie Acesulfam nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Nur so kann unser Vorrat an Grundwasser auch für nächste Generationen erhalten bleiben. [6]  
 Sinnvoll wäre es hier bei Industrie, aber auch Verbrauchen ein Umdenken anzuregen.   Zuckeralternativen &amp;nbsp; wie Xylit und Erythrit können Untersuchungen zufolge natürliche Ersatzstoffe zu Zuckern und Süßstoffen sein. Diese werden aus Naturrohstoffen (Birkenrinde oder Mais) gewonnen, die für unsere Umwelt und unser Trinkwasser unbedenklich sind. Zudem besitzen sie kaum Kalorien und erzeugen, anders als künstliches Acesulfam, nach Aufnahme eine Hormonausschüttung, die zu einem natürlichen Sättigungsgefühl führt. Ein positiver Effekt, der sich auch beim Abnehmen bemerkbar machen kann. [7]  
 &amp;nbsp; 
   Unser Fazit:   Ein Umdenken ist gefragt! Die Anzahl an potentiell gesundheitsgefährdenden Stoffen in unserem Trinkwasser steigt stetig. Immer mehr Studien deuten auf Gesundheitsgefahren hin, die beispielsweise von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln im Trinkwasser [8]  oder synthetischen Stoffen wie Acesulfam [9]  ausgehen. 
 Um bedenkenlos Trinkwasser aus der Leitung zu konsumieren, ist eine gute  Trinkwasseraufbereitungsanlage  empfehlenswert, die alle Schadstoffe herausfiltert und reinstes Wasser liefert. 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl. NDR: &quot;Acesulfam im Trinkwasser: Erlaubt, aber auch ungefährlich?&quot;, 2020, https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Acesulfam-im-Trinkwasser-Erlaubt-aber-auch-ungefaehrlich,wasser712.html 
 
 
  [2]  Vgl. ScienceDirect: GaopanDong, Xiang Li, GuangxiHan, LupeiDu, Minyong Li: &quot;Zebrafish neuro-behavioral profiles altered by acesulfame (ACE) within the range of “no observed effect concentrations (NOECs)”&quot;, 2020, https://doi.org/10.1016/j.chemosphere.2019.125431 
 
 
  [3]  Vgl. ScienceDirect: GaopanDong, Xiang Li, GuangxiHan, LupeiDu, Minyong Li: &quot;Zebrafish neuro-behavioral profiles altered by acesulfame (ACE) within the range of “no observed effect concentrations (NOECs)”&quot;, 2020, https://doi.org/10.1016/j.chemosphere.2019.125431 
 
 
  [4]  Vgl. NDR: &quot;Medikamentenrückstände im Wasser: Eine Gefahr?&quot;, 2020, https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Medikamentenrueckstaende-im-Wasser-Eine-Gefahr,wasser710.html 
 
 
  [5]  Vgl. NDR: &quot;Wie Nitrat das Grundwasser belastet&quot;, 2020, https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Wie-Nitrat-Grundwasser-belastet,wasser714.html 
 
 
  [6]  Vgl. NDR: &quot;Acesulfam im Trinkwasser: Erlaubt, aber auch ungefährlich?&quot;, 2020, https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Acesulfam-im-Trinkwasser-Erlaubt-aber-auch-ungefaehrlich,wasser712.html 
 
 
  [7]  Vgl. NDR: &quot;Helfen Xylit, Erythrit &amp;amp; Co beim Abnehmen?&quot;, Prof. Dr. Kerstin M. Oltmanns, Leiterin Sektion für Psychoneurobiologie Universität zu Lübeck,&amp;nbsp;https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Zuckerersatz-Helfen-Xylit-Erythrit-Co-beim-Abnehmen,suessungsmittel102.html, 2020 
 
 
  [8]  Vgl. Bund.net: &quot;Krank durch Pestizide: Nebenwirkungen der &quot;Pflanzenschutzmittel&quot;, https://www.bund.net/themen/umweltgifte/gefahren-fuer-die-gesundheit/krank-durch-pestizide/, 2020 
 
 
  [9]  Vgl. ScienceDirect: GaopanDong, Xiang Li, GuangxiHan, LupeiDu, Minyong Li: &quot;Zebrafish neuro-behavioral profiles altered by acesulfame (ACE) within the range of “no observed effect concentrations (NOECs)”&quot;, 2020, https://doi.org/10.1016/j.chemosphere.2019.125431 
 
 
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                            <updated>2020-08-13T14:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wasserversorgung in Frankfurt (Oder) durch hohe Sulfat Werte bedroht</title>
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                  Aktuell prüft das Brandenburger Umweltministerium die Trinkwasserqualität am Standort des Wasserwerks Briesen. Ausgelöst durch die enorme Trockenheit könnten die Grenzwerte für Sulfate im Wasser deutlich überschritten werden. Für die Wasserversorgung der 65.000 von der Situation betroffenen Menschen in der Stadt Frankfurt (Oder), Teilen des Oderbruchs sowie einem Einzugsgebiet bis nach Fürstenwalde liegt bislang kein Notfallplan vor.  [1]  
 &amp;nbsp;  
 Bildquelle:  https://pixabay.com/de/photos/oderbruch-oder-fluss-natur-flu%C3%9F-3767915/  
 Sulfat Problematik im Trinkwasser nicht neu 
 Das Problem mit bedenklichen Sulfatwerten (Schwefelsäuresalze) im Raum Frankfurt (Oder) ist nicht neu. Breits im vergangenen Sommer kam es zu einer Klage der Stadt Frankfurt (Oder) gegen die Flutung des Cottbuser Ostsees. [2]  Die Stadt kritisierte dabei eine stärkere Trinkwasserbelastung mit Sulfaten, die unter anderem Darmerkrankungen auslösen können. Wir hatten bereits in einem Blogbeitrag über die Situation berichtet: 
  Sorge um Trinkwasserqualität: Frankfurt (Oder) reicht Klage gegen die Flutung des Cottbuser Ostsees ein  
 Auslöser für die Verunreinigung ist insbesondere der jahrzehntelange Abbau von Braunkohle in der Lausitz, der in diesem Zusammenhang bereits 2018 im Gespräch war. [3]  
 Die dadurch in das Spreewasser eingetragenen Eisen sowie Sulfate können nicht einfach im Wasserwerk herausgefiltert werden. Bislang wurde das Trinkwasser dadurch gewonnen, dass es mit sulfatarmen Wasser aus Sachsens Talsperren gemischt wurde. 
 Aufgrund von jahrelangen geringen Niederschlägen könnte es aber in diesem Jahr deutlich weniger Wasser dafür geben. Experten sprechen anstelle der bisher 20 Millionen Kubikmeter Wasser in 2020 nur von rund 7 Millionen. [4]  
 Drohende Abschaltung des Wasserwerks Briesen 
 Über das Wasserwerk Briesen erfolgt die Trinkwassergewinnung aus gereinigtem Wasser der Spree. Das Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft (FWA) bestätigt, dass das Trinkwasser von Frankfurt (Oder) zu 75 % aus der Spree kommt. [5]  
 Bei der aktuellen Bedrohung darf keine Überschreitung von 250 Milligramm Sulfat pro Liter Trinkwasser auftreten, ansonsten droht ein Abschalten des Wasserwerks Briesen, beschreibt Landeswirtschaftsminister Axel Vogel im Landtag. Tritt der Ernstfall ein, müsste die Versorgung mit Trinkwasser in den jeweiligen Gemeinden über Tankwagen sichergestellt werden. Für Neugeborene wäre eine Trinkwasserflaschen Versorgung nötig. 
 Händeringend Wasseralternativen gesucht 
 Die Stadt Frankfurt (Oder) sucht bereits seit einigen Jahren nach alternativen Trinkwasserquellen, die einen niedrigeren Sulfat Wert aufweisen. Bereits im März 2019 wurde hierfür der Neubau eines Wasserwerks in Müllrose vereinbart. [6] &amp;nbsp; Zusätzlich wird das Vorkommen des Grundwassers am Standort des Wasserwerks Briesen überprüft. 
 Brandenburgs Landeschefin des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland Franziska Sperfeld spricht sich für ein schnelles Handeln aus:  &quot;Dem Bergbauunternehmen wurde lange genug die Ergreifung von Gegenmaßnahmen erspart. Und noch dazu muss es keine Gebühren für das gehobene Grundwasser zahlen. Diese doppelte Begünstigung auf Kosten des Allgemeinwohls muss endlich beendet werden&quot;.  [7]  
 Auch Umweltverbände schlagen Alarm, wie der Tagesspiegel berichtete:  &quot;Umweltverbände warnen vor ökologischer Katastrophe&quot;  
   
 Bildquelle:&amp;nbsp;https://www.tagesspiegel.de/berlin/alarmstufe-braun-in-der-spree-umweltverbaende-warnen-vor-oekologischer-katastrophe/25853136.html 
   Lösung nicht in Sicht  : Derzeit sind keine schnellen Alternativen für eine gesicherte Wasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) in Sicht. Für Konsumenten ist oft nicht klar, inwieweit ihr Trinkwasser mit Eisen oder Sulfaten belastet ist. Mit einem Wasserfiltersystem können  Single-Haushalte und mehrköpfige Familienhaushalte  gleichermaßen selbst dafür sorgen, dass sie ausschließlich reinstes Trinkwasser konsumieren.&amp;nbsp; 
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  [1]  Vgl. RBB24: „Wasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) gefährdet“; https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/2020/05/wasserversorgung-raum-frankfurt-oder-gefaehrdet.html, Mai 2020 
 
 
  [2]  Vgl. RBB 24, Frankfurt (Oder) klagt gegen die Flutung des Ostsees, https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2019/05/frankfurt-oder-klage-flutung-ostsee-grundwasser.html, 2019 
 
 
  [3]  Vgl. ZfK, Brandenburg: Bedenkliche Eisen- und Sulfatwerte in der Spree,&amp;nbsp; https://www.zfk.de/artikel/brandenburg-bedenkliche-eisen-und-sulfatwerte-in-der-spree-2018-08-30/ , 2018 
 
 
  [4]  Vgl. RBB24: 2Wasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) gefährdet2; https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/2020/05/wasserversorgung-raum-frankfurt-oder-gefaehrdet.html, Mai 2020 
 
 
  [5]  Vgl. RBB24: „Wasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) gefährdet“; https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/2020/05/wasserversorgung-raum-frankfurt-oder-gefaehrdet.html, Mai 2020 
 
 
  [6]  Vgl. FWA Frankfurter Wasser: &quot;Spree macht den Neubau des Wasserwerks Müllrose unumgänglich&quot;, https://www.fwa-ffo.de/fwadocs/files/fwz_2_2019.pdf, 2019 
 
 
  [7] &amp;nbsp;Bund Brandenburg: &quot;Dauerhafte Überschreitung der Sulfatwerte muss Folgen haben – Maßnahmen auch bei aktivem Bergbau ergreifen!&quot;, https://www.bund-brandenburg.de/service/presse/pressemitteilungen/news/dauerhafte-ueberschreitung-der-sulfatwerte-muss-folgen-haben-massnahmen-auch-bei-aktivem-bergbau-ergreifen/, Mai 2020 
 
 
  
 
 &amp;nbsp; 
 
 
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                            <updated>2020-05-22T14:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Pestizid Chlorothalonil verunreinigt Trinkwasser in der Schweiz großflächig</title>
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                                            Eine aktuelle Untersuchung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) belegt die starke Belastung des Grundwassers und somit auch einen großen Anteil des Trinkwassers (80 % des Trinkwassers in der Schweiz ist Grundwasser) mit Abbau-Produkten, des seit Januar 2020 verbotenen Pestizids Ch...
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                  Eine aktuelle Untersuchung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) belegt die starke Belastung des Grundwassers und somit auch einen großen Anteil des Trinkwassers (80 % des Trinkwassers in der Schweiz ist Grundwasser) mit Abbau-Produkten, des seit Januar 2020 verbotenen Pestizids Chlorothalonil (auch Chlorthalonil). Dabei spricht das Bafu von einer „erheblichen Verunreinigung“  [1]  . Welche schwerwiegenden Auswirkungen kann Chlorothalonil auf den menschlichen Organismus haben und wie reagieren Bafu und andere Fachstellen?  
 &amp;nbsp;  
  Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/menschen-industrie-im-freien-3578140/        
 Was ist Chlorothalonil? 
 Das Bundesamt für Landwirtschaft erteilte bereits in den 70er Jahren Chlorothalonil die Zulassung, um in Fungiziden Pflanzenschutzmitteln gegen Pilzerkrankungen zu wirken. Dabei werden die Eigenschaften als nicht-systemisches Blattfungizid mit protektiven Effekten für die Pflanzen unter Handelsnamen wie Daconil, Termil, Bravo oder Exotherm genutzt [2] . Allein in der Schweiz wurden in der Vergangenheit davon jedes Jahr etwa 30 Tonnen auf den Feldern verteilt. [3]  
 Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) erstellte 2018 einen Report zur Risikobewertung von Chlorothalonil. Darin wurde das Mittel als gering akut toxisch eingestuft, wenn es oral oder dermal aufgenommen wird. Allerdings bildeten Mäuse sowie Ratten in Tierversuchen Tumore an den Nieren unter Chlorothalonil Zufuhr aus. Aus diesem Grund wird Chlorothalonil verdächtigt auch für uns Menschen krebserregend zu wirken. [4]  
 Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) äußerte sich wie folgt dazu:  „Abbauprodukten von chlorothalonilhaltigen Pflanzenschutzmitteln kann eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat daher Einsatz von Chlorothalonil mit Wirkung auf den 1. Januar 2020 verboten. Die Muttersubstanz Chlorothalonil wird neu als wahrscheinlich krebserregend beurteilt. Gemäß Europäischem Leitfaden, der auch in der Schweiz angewendet wird, gelten aufgrund dieser Beurteilung alle Abbauprodukte als relevant - ungeachtet der Verfügbarkeit von Studien zu Metaboliten, welche einen krebserzeugenden Effekt dementieren.“  [5]  
 Grenzwerte für Chlorothalonil deutlich überschritten 
 Bereits im Dezember 2019 warnte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vor den Abbaustoffen, die auch als Metaboliten bezeichnet werden, des Pflanzenschutz-Fungizids Chlorothalonil und nahm die Einstufung als Trinkwasser-relevant vor. Dabei gilt eine Höchstkonzentration von 0.1 Mikrogramm pro Liter für Trinkwasser (hier identisch mit der Höchstgrenze im Grundwasser). In 12 Schweizer Kantonen wurde dieser Grenzwert jedoch deutlich überschritten. [6]  
   
 Quelle: BAFU,  https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/chlorothalonil-metaboliten-im-grundwasser.html , Mai 2020 
 An einzelnen Messstellen wurden sogar Konzentrationen von mehr als 1 Mikrogramm pro Liter gemessen. Hochrechnungen dazu haben ergeben, dass mehr als der Hälfte aller Messstellen den Wert von 0.1 Mikrogramm pro Liter deutlich überschreiten. [7]  
 In der Schweiz gilt laut: Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen TBDV  „Grundwasser, das als Trinkwasser genutzt wird oder dafür vorgesehen ist, muss so beschaffen sein, dass es nach Anwendung einfacher Aufbereitungsverfahren die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung einhält (Gewässerschutzverordnung GSchV). Daher gilt der Höchstwert der TBDV auch als Grenzwert («numerische Anforderung») für Grundwasser.“  [8]  
 Wie geht das BAFU und andere Fachstellen weiter vor? 
 Erst für Sommer 2020 wird das Bundesamt für Umwelt BAFU für die Schweiz für den Metaboliten Chlorothalonil R417888 ein Langzeit-Monitoring vorlegen, dass alle Datensätze aus rund 550 NAQUA-Messstellen offenlegt. Darüber hinaus sind weitere Forschungen rund um die Konzentration von Chlorothalonil im Trinkwasser angelaufen, die von kantonalen Fachstellen sowie Wasserversorgern unterstützt werden. [9]  
  Unser Fazit : Grundwasser regeneriert sich relativ langsam. Metaboliten von Chlorothalonil gelten als besonders langlebig und könnten somit die Qualität des Grundwassers noch auf Jahre beeinträchtigen. 
 Solange hier keine Klarheit herrscht und keine entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor Verunreinigungen des Trinkwassers mit dem Metabolit vorgenommen worden sind, liegt die Verantwortung bei jedem einzelnen Haushalt selbst. Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten der  Wasserfilterung für Ihr Zuhause . 
   
 
  [1]  Bundesamt für Umwelt BAFU Schweiz: &quot;Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser: Erste Einschätzung der gesamtschweizerischen Belastung&quot;, https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/chlorothalonil-metaboliten-im-grundwasser.html, Mai 2020 
 
 
  [2]  Vgl. Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 819 
 
 
  [3]  Vgl. Angelique Beldner: Verbot kommt im Herbst – Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser. In: srf.ch. 20. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2019. 
 
 
  [4]  Vgl. Maria Arena, Domenica Auteri, Stefania Barmaz, Giulia Bellisai, Alba Brancato: Peer review of the pesticide risk assessment of the active substance chlorothalonil. In: EFSA Journal. Band 16, Nr. 1, 2018, S. e05126, doi:10.2903/j.efsa.2018.5126. 
 
 
  [5]  Bundesamt für Lebensmittesicherheit und Veterinärwesen Schweiz, &quot;Chlorothalonil&quot;, https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/stoffe-im-fokus/pflanzenschutzmittel/chlorothalonil.html, April 2020 
 
 
  [6]  Vgl. Schweizerbauer.ch: &quot;Chlorothalonil: Wasser in 12 Kantonen belastet&quot;, https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/pflanzenschutz/chlorothalonil-wasser-in-12-kantonen-belastet-57367.html, Mai 2020 
 
 
  [7]  Vgl. Bundesamt für Umwelt BAFU Schweiz: &quot;Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser: Erste Einschätzung der gesamtschweizerischen Belastung&quot;, https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/chlorothalonil-metaboliten-im-grundwasser.html, Mai 2020 
 
 
  [8]  Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV), https://www.admin.ch/opc/de/official-compilation/2017/1023.pdf, 2016 
 
 
  [9]  Vgl. Bundesamt für Umwelt BAFU Schweiz: &quot;Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser: Erste Einschätzung der gesamtschweizerischen Belastung&quot;, https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/chlorothalonil-metaboliten-im-grundwasser.html, Mai 2020 
 
 
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            <title type="text">Corona im Trinkwasser?</title>
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                                            Covid-19 legt das öffentliche und private Leben lahm. Bei vielen Menschen sorgt das unsichtbare Virus für Ängste. Immer häufiger taucht die Frage auf, ob Leitungswasser unbedenklich ist oder das Corona Virus vielleicht auch im Trinkwasser steckt? 
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                  Covid-19 legt das öffentliche und private Leben lahm. Bei vielen Menschen sorgt das unsichtbare Virus für Ängste. Immer häufiger taucht die Frage auf, ob Leitungswasser unbedenklich ist oder das Corona Virus vielleicht auch im Trinkwasser steckt?  
     
 Das Umweltbundesamt informiert darüber, dass die Übertragung des SARS-CoV-2 über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen erfolgt. Die Klärwerke in Deutschland sind grundsätzlich in der Lage, Viren wie auch das Corona, aus dem Abwasser zu klären. Darüber hinaus sollen technische Verfahren in Klärwerken das Risiko für eine Trinkwasserbelastung mit Viren reduzieren. [1]  Letztendlich sind Viren aber noch viel kleiner als Bakterien und kommen nicht selten aus dem Klärwerk in die Natur und somit ins Oberflächenwasser. Beispielsweise wurden auch&amp;nbsp; Antibiotika-resistente Keime in deutschen Gewässern &amp;nbsp;(Seen, Flüssen und Badegewässern usw.) gefunden.    Mehr dazu auch in unserem Blog:   Mikrobiologie unseres Leitungswassers &amp;nbsp;oder&amp;nbsp; Weltweite Bedrohung durch Resistenzen: Antibiotikaresistente Erreger in unseren Klärwerken?  
 Eine Übertragung von Corona über die Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand laut Umweltbundesamt also eher unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. [2]  
 Demnach hat beispielsweise Grundwasser bereits über einen längeren Zeitraum den Erdboden durchlaufen. Im Untergrund ist es gut geschützt gegen mikrobielle Verunreinigungen. Unser Trinkwasser besteht aber nicht nur aus Grundwasser. Und genau da besteht eben die Gefahr. Unser Trinkwasser in Deutschland besteht aus ca. 70% Grundwasser, ca. 21% Oberflächenwasser und ca. 9% Uferfiltrat. Dadurch können viele unterschiedliche Schad- und Spurenstoffe in unser Leitungswasser gelangen.  So z.B.&amp;nbsp; Mikroplastik  ,&amp;nbsp;  Medikamentenrückstände  ,&amp;nbsp;  Röntgenkontrastmittel  ,&amp;nbsp;  Weichmacher  ,&amp;nbsp;  Nanopartikel  ,&amp;nbsp;  per- und polyfluorierte Chemikalien  &amp;nbsp;usw.   oder:&amp;nbsp;  Bakterien, Biofilm, Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa, Norovirus  ,&amp;nbsp;   Multiresistente Erreger oder&amp;nbsp;Antibiotika-resistente Keime &amp;nbsp;  usw.  
 Die Trinkwasserversorger unterliegen einem strengen Qualitätsstandard und tun besonders in Deutschland ihr Bestmögliches um diesen Standard einzuhalten. Dennoch ist es technisch nicht möglich, sämtliche Schadstoffe in diesem riesigen Wasserleitungsnetz ohne drastische Kostenerhöhungen herauszufiltern. Die einzig logische Alternative ist die 2% Wasser, welche wir zum Trinken und Kochen benutzen, selbst vor Ort zu filtern. 
 Wie wird das Trinkwasser auf Viren untersucht? 
 Bekannt ist, dass eine Untersuchung auf alle Viren nicht möglich ist, da es einfach zu viele Erreger gibt. Es kommt aber das Indikator-Prinzip zum Einsatz, dabei untersuchen Labormitarbeiter Organismen, welche auf eine Kontamination hinweisen oder sich ähnlich wie andere Erreger verhalten. Die Häufigkeit und Umfang der Untersuchung sind dabei in der deutschen Trinkwasserverordnung festgelegt. Auf das Indikationsprinzip wird bereits seit 100 Jahren gesetzt. Es ist bislang die effizienteste Möglichkeit eventuelle Verunreinigungen des Trinkwassers ausfindig zu machen, um den Menschen Schutz zu bieten. [3]  Allerdings gibt es den absolut vollständigen Schutz nicht. Viren suchen sich immer einen Weg, wie das folgende Beispiel aus den Niederlanden zeigt. 
 Coronavirus im niederländischen Abwasser gefunden 
 Das neue Coronavirus wurde im Rahmen einer Studie in niederländischen Abwässern gefunden. Einige Patienten mit Covid-19 haben das neue Coronavirus im Stuhl. Dieser landet durch die Toiletten in der Kanalisation. Das Coronavirus wurde im Abwasser in Amsterdam, Tilburg, Schiphol und Abwasser von Loon op Zand gefunden. Vier Tage nachdem die erste Person in den Niederlanden positiv getestet wurde, fand sich das Virus demnach auch im Abwasser. [4] &amp;nbsp; 
 Viren im Trinkwasser? 
 Viren (besonders auch Noroviren) können wahrscheinlich auch übers Leitungswasser übertragen werden. Infektionen beispielsweise mit Noroviren durch kontaminiertes Wasser aus Verteilnetzen sind in der internationalen Fachliteratur ausführlich belegt. Solche Ereignisse konnten in den allermeisten Fällen auf Infrastrukturmängel oder Störfälle in Trinkwasserversorgungs- oder Abwasserentsorgungssystemen zurückgeführt werden, sind aber leider nicht vollkommen ausschließbar. [5]  
 In Deutschland werden durch die Trinkwasserverordnung keine verbindlichen Grenzwerte für Viren festgelegt. Insbesondere in Oberflächengewässern und im Grundwasser ist es Viren möglich über Monate hinweg aktiv zu bleiben. Direkte Abwasserleitungen stellen ein weiteres Risiko dar. Auch Ausscheidungen von uns Menschen enthalten Viren und werden in das Abwasser eingetragen. Ist die Aufbereitung und Desinfektion im Klärwerk ungenügend, könnten diese im Wasser überleben. In Mitteleuropa sind in der Vergangenheit Noroviren und Hepatitis A im Leitungswasser auftreten. [6]  
 DWA rät zur Vorsicht 
 Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) verfügt eigenen Angaben zufolge über keinerlei Informationen, ob und wie sich das Corona Virus über den Wasserweg verbreitet oder welche Gefahren daraus entstehen können. Das Virus wurde in menschlichen Ausscheidungen nachgewiesen, aus diesem Grund kam es zu vermehrten Anfragen, ob es zum Beispiel spezielle Gefahren für Mitarbeiter in Kläranlagen geben kann. Das DWA rät hier zu erhöhten Vorsichtsmaßnahmen wie die Beachtung von Arbeitsschutzregeln sowie Hygieneempfehlungen.  [7] &amp;nbsp; 
  Unser Fazit : Nicht nur in Zeiten von Corona Eigenverantwortung übernehmen! Eine   Wasserfilteranlage zu Hause   bietet Ihnen reinstes Trinkwasser in gleichbleibend hoher Qualität. Möglich wird dies durch moderne Filtrations- und physikalische Aufbereitungsstufen, die auch Viren wie Corona rückstandslos aus dem Wasser filtern.&amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Igenieur.de: Corona im Leitungswasser – Umweltbundesamt beruhigt: „Kommen gut klar“, https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/umwelt/corona-im-leitungswasser-umweltbundesamt-beruhigt-kommen-gut-klar/ 
 
 
  [2]  Umweltbundesamt: &quot;Coronavirus: Übertragung über das Trinkwasser unwahrscheinlich&quot;, https://www.umweltbundesamt.de/themen/coronavirus-uebertragung-ueber-das-trinkwasser, 2020 
 
 
  [3]  Berliner Wasserbetriebe: &quot;Viren und Trinkwasser&quot;, https://www.bwb.de/de/24483.php, 2020 
 
 
  [4]  Telegraaf.nl: LIVE | Een vijfde coronapatiënten Tilburgs ziekenhuis overleden, https://www.telegraaf.nl/nieuws/1555039456/live-een-vijfde-coronapatienten-tilburgs-ziekenhuis 
 
 
  [5] &amp;nbsp;Bundesamt für Gesundheit: Noroviren, https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/infektionskrankheiten/norovirus/norovirus-broschuere.pdf.download.pdf/noroviren-biologische-merkmale-epidemiologie.pdf 
 
 
  [6]  Bundesbehörden (2016): „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001)“. URL: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html (10.11.2016).Ärzteblatt (1996): „Mikroorganismen im Trinkwasser“. URL: http://www.aerzteblatt.de/archiv/2518 (10.11.2016).Instituts für Umweltverfahrenstechnik (IUV) der Universität Bremen (2016): „Krankheitserreger“. URL: http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/k/krankheitserreger.htm (10.11.2016). 
 
 
  [7]  EUWID: Coronavirus: DWA empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen, https://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/einzelansicht/Artikel/coronavirus-dwa-empfiehlt-vorsichtsmassnahmen.html, 2020 
 
 
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                            <updated>2020-03-27T13:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Bayern: Krebserregende Chemikalie PFOA im Trinkwasser </title>
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                                            Zwei Jahre liegen die freiwilligen Blut-Untersuchungen von Menschen aus dem Landkreis Altötting (Oberbayern) zurück. Die Tests zeigen, dass die Grenzwerte für die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) deutlich überschritten wurden.
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                <![CDATA[
                  Zwei Jahre liegen die freiwilligen Blut-Untersuchungen von Menschen aus dem Landkreis Altötting (Oberbayern) zurück. Die Tests zeigen, dass die Grenzwerte für die krebserregende Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) deutlich überschritten wurden . 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
 Hohe Konzentration von PFOA im Blut 
 761 von 906 Anwohnern zeigten im Test eine deutliche Überschreitung von Perfluoroctansäure (PFOA) in den Blutwerten, obwohl sie im Beruf keinen Umgang mit der Chemikalie haben. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) führte in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Altötting 2018 im Landkreis Altötting Blutuntersuchungen auf PFOA sowie andere perfluorierte Verbindungen durch. Die jetzt veröffentlichten Human-Biomonitoring-Werte lagen deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten. [1]  
 LGL und Gesundheitsamt bieten kaum Informationen und Unterstützung 
 PFOA zählt zu den mehr als 5000 Variationen, die unter dem Sammelbegriff PFC für per- und polyfluorierte Chemikalien zusammengefasst werden. Es hat rund zwei Jahre gedauert, bis das LGL sowie das Gesundheitsamt Altötting mit vagen Angaben reagierten, denn bereits 2018 berichtete unter anderem das Ärzteblatt über die Untersuchung, bei der die Probanden teilweise 20 Mikrogramm je Liter Blut industriell gefertigten per- und polyfluorierte Alkylverbindungen von Perfluoroctansäure (PFOA) aufwiesen. Diese Resultate wurden allerdings von der LGL als nicht gesundheitsschädigend eingestuft. Diese Einstufung erfolgte, obwohl das LGL ebenfalls Angaben zu PFOA macht, die zeigen, dass diese Chemikalien nicht vom Körper abgebaut werden und erst nach rund 3 Jahren im menschlichen Organismus über die Nieren ausgespült wird.  [2]  
 In Bayern gibt es eine Reihe von belasteten Gebieten, wie die folgende Grafik veranschaulicht: 
   
  Abbildung 1 - Quelle: Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen, https://youtu.be/lvNaYuKUIlE  
 Den höchsten Wert in Bayern erreichten jedoch Untersuchungen im Bereich des Zivilflughafen Nürnberg. Dort wurden die PFOS Richtwert um das 11.000 fache überschritten. 
 &amp;nbsp;  
  Abbildung 2 - Quelle:  Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen , https://youtu.be/lvNaYuKUIlE  
 Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Blog unter: 
   PFC´s im Leitungswasser   
   Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser   
   Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser   
 sowie in folgendem Video. 
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
    
  Video - Quelle:  Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen , https://youtu.be/lvNaYuKUIlE  
 &amp;nbsp; 
 Überschreitung der Grenzwerte für PFOA und deren Folgen 
 Die Kommission Human-Biomonitoring (HBM) des Umweltbundesamtes (UBA) hat jüngst HBM-II-Werte, darunter auch für PFOA, veröffentlicht. Dabei wird von Grenzwerten für PFOA von 10 µg/l für die Allgemeinbevölkerung und 5 µg/l für Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter im Blut gesprochen. Eine Bewertung die deutlich macht, dass die getesteten Anwohner im Landkreis Altötting mit deutlich höheren PFOA-Werten belastet sind. 
 Dies kann gemäß HBM-Kommission nach derzeitigen Stand der Wissenschaft Auswirkungen auf die Gesundheit haben und eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Konkret stehen PFC wie PFOA unter Verdacht krebserregend zu sein. [3]  &amp;nbsp;Darüber hinaus geht PFOA direkt von der Muttermilch auf Neugeborene über. [4]  
 &amp;nbsp; 
   
 &amp;nbsp; Abbildung 3 - Quelle:   Wasserqualität: Bayernweite Belastung: Gefährliche Chemikalien im Trinkwasser? BR Fernsehen  , https://youtu.be/lvNaYuKUIlE  
 Die Kommission empfiehlt Maßnahmen zu treffen, um die Belastung im Trinkwasser deutlich zu reduzieren. Mit neuen Aktivkohle-Filteranlagen soll das Trinkwasser im Landkreis Altötting verbessert werden und die PFOA Konzentration im Blut der Anwohner nach und nach sinken. 
   Unser Resümee:   Untersuchungen, Empfehlungen sowie geeignete Maßnahmen rund um Chemikalien wie PFOA gehen nur schleppend voran. Häufig erfolgt die Bewertung und Reaktion auf auffallende Studien wie in Altötting nur verhalten. 
 Um als Konsument bedenkenfrei Wasser dort zu genießen, wo es als Trinkwasser im eigenen Haushalt aus der Leitung kommt, können Sie es mit einem guten Trinkwasseraufbereitungssystem Ihr Wasser direkt zu Hause filtern.&amp;nbsp; Chemikalien wie PFOA werden dabei schonend herausgefiltert, ebenso wie andere PFC-Schadstoffe. 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl. Landratsamt Altötting: &quot;Humanbiomonitoring (HBM)-II-Werte für PFOA veröffentlicht&quot;, https://www.lra-aoe.de/news/humanbiomonitoring-hbm-ii-werte-fuer-pfoa-veroeffentlicht, 2020 
 
 
  [2]  Vgl. Ärzteblatt: Trinkwasser belastet: Blutwerte erhöht, Behörde sieht kein Gesundheitsrisiko, 2018, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96403/Trinkwasser-belastet-Blutwerte-erhoeht-Behoerde-sieht-kein-Gesundheitsrisiko 
 
 
  [3]  Vgl. Definition Umweltbundesamt Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)- https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1 
 
 
  [4]  Vgl. Landratsamt Altötting: &quot;Humanbiomonitoring (HBM)-II-Werte für PFOA veröffentlicht&quot;, https://www.lra-aoe.de/news/humanbiomonitoring-hbm-ii-werte-fuer-pfoa-veroeffentlicht, 2020 
 
 
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                            <updated>2020-03-11T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Trinkwasser Verschmutzung 2020: Grundwasser stark mit Pestiziden belastet</title>
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                                            Aktuelle Messergebnisse einer neuen Studie aus Schleswig-Holstein belegen: Deutschland zählt zu den größten Trinkwasserverschmutzern innerhalb der Europäischen Union. Die erschreckenden Zahlen machen das Ausmaß der Rückstände von Pflanzenschutzmitteln deutlich.
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                  Aktuelle Messergebnisse einer neuen Studie aus Schleswig-Holstein belegen: Deutschland zählt zu den größten Trinkwasserverschmutzern innerhalb der Europäischen Union.      [1]       Die erschreckenden Zahlen machen das Ausmaß der Rückstände von Pflanzenschutzmitteln deutlich.  
   
 Vielen von uns ist vielleicht gar nicht bewusst, wie stark Nitrate und Pflanzenschutzmittel unsere Böden und damit auch unser Grundwasser belasten. Der Verband der Wasserversorger schlägt jetzt Alarm. Denn neusten Untersuchungen zufolge wurden an 75 Prozent der Grundwasser Messstellen in Schleswig-Holstein Pestizidrückstände nachgewiesen. An vielen Stellen deutlich mehr, als die Grenzwerte erlauben .       [2]       
 Leider nicht zum ersten Mal, denn bereits vor 4 Jahren gab es Warnungen von Experten, vor Pestizidbelastungen unseres Grundwassers. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Blog Beitrag:     Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord     
 Immer wieder werden Stimmen dazu laut, wie wir zum Beispiel in unserem Artikel     33.000 haben Agrarindustrie satt     berichtet hatten. 
 Mit Pestiziden im Grundwasser steigt Gefahr der Pestizidverschmutzung unseres Trinkwassers! 
 Unser Trinkwasser ist gefährdet durch Verschmutzungen mit Nitrat und Pestiziden, die über die Äcker in das Grundwasser gelangen. Vielerorts erfolgt die Trinkwassergewinnung nicht nur in Schleswig-Holstein zu 100 Prozent aus Grundwasser. 
 Die flächendeckende Verunreinigung ist ein Ergebnis der jahrelangen falschen und lobbygeprägten Informationen sowie strategisch desaströsen Förderpolitik in der Landwirtschaft, in die die Agrarpolitik bis heute nicht eingreift. Aufgrund von Massentierhaltung gelangen Unmengen an Gülle auf die Äcker. Das heute in unserem Grundwasser enthaltene Nitrat, kommt hauptsächlich aus Misswirtschaft der Äcker, auf die unkontrolliert Gülle ausgebracht wird. 
 Neue Messresultate liefern erschreckende Ergebnisse zur Belastung des Grundwassers mit Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln. Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Teile Bayerns gehören zu den Regionen mit Intensivtierhaltung und einem enormen Überschuss an mehr als 1 Millionen Tone Gülle. 
 &amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
   Abbildung 1 - Quelle: Umweltbundesamt -    https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/grundwasser/nutzung-belastungen/faqs-zu-nitrat-im-grund-trinkwasser#wie-ist-die-situation-in-deutschland   , 2017   
 &amp;nbsp; 
 Trinkwasserversorger müssen bereits heute großen Aufwand betreiben und investieren, um das Trinkwasser aufzubereiten. Die Kosten dafür tagen die Verbraucher, nicht die Verursacher der Verschmutzung. 
 Neue Untersuchung – hohe Belastung an 75 Prozent der Messstellen in Schleswig-Holstein 
 Einer neuen Studie zufolge weisen von 232 Grundwassermessstellen, die das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) zwischen 2016 und 2018 in Schleswig-Holstein untersucht hat, 75 Prozent Belastungen mit Wirkstoffen von Pflanzenschutzmitteln auf.      [3]       
 &amp;nbsp; 
   
   Abbildung 2 - Quelle: Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Scheswig-Holstein   
 &amp;nbsp; 
 Dabei wird von der Agrarindustrie seit Jahren verschwiegen, dass umfangreich Pestizide und Nitrat auf die Felder ausgebracht werden. Zu den Giften im Grundwasser äußert sich der Bauernverband mit Ignoranz: “ Die Gifte können auch von der Bahn oder Anstrichen von Hauswänden stammen.“ 
 Allerdings zeigen europaweite Studien, wie die aus 2019 um Vera Silva von der Wageningen Universität in den Niederlanden, wie ernst das Problem der Pestizidrückstände, die über das Ackerland bis ins Grundwasser gelangen, ist.      [4]       
 Umsätze, wie die in Schleswig-Holstein erbracht werden, mit rund 1,5 Mrd. Euro aus Tierhaltung (knapp 50 Prozent des gesamten landwirtschaftlichen Umsatzes) im Jahr 2019 scheinen in der Agrarpolitik wichtiger zu sein, als der nachhaltige Schutz von Grund- sowie Trinkwasser. Das Paradoxon: Bauern protestieren, weil sie weniger Pestizide zum Einsatz bringen sollen. 
 Der ehemalige Umweltminister Robert Habeck äußerte sich zu den Ergebnissen des Landesamt für Landwirtschaft wie folgt:  „Pflanzenschutzmittel finden den Weg durch die Böden in unser Grundwasser – und zwar in einem durchaus relevanten Ausmaß. Da haben sie allerdings nichts zu suchen. Schleswig-Holstein beziehe sein Trinkwasser zu 100 Prozent aus dem Grundwasser. Diese Ressource darf nicht gefährdet werden. Eine Gebühr auf die Verwendung für Pflanzenschutzmittel könnte den Einsatz reduzieren. Wir untersuchen derzeit mögliche Modelle.“        [5]        
 Godber Andresen, Biologe beim Landesverband der Wasser- und Bodenverbände bringt es auf den Punkt:  „Die Sünden der Vergangenheit kann man nicht zurückdrehen. Aber man muss sich in Zukunft verstärkt Gedanken darüber machen, welche Stoffe eingesetzt werden, welche schnell genug abgebaut werden können, bevor sie ins Grundwasser gelangen.“     [6]       
 Doch nicht nur in Schleswig-Holstein besteht das Problem der zunehmenden Grundwasserbelastung mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln, sondern weitere deutsche Bundesländer aber auch andere EU-Länder verzeichnen hohe Belastungen teilweise deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten. 
 Lesen Sie auch unsere Blogbeiträge: 
     Trinkwasser mit Nitrat belastet?     
     Pestizide im Trinkwasser     
     Weltbank warnt vor massiver, weltweiter Krise der Wasserqualität     
     Sorge um Trinkwasserqualität: Frankfurt (Oder) reicht Klage gegen die Flutung des Cottbuser Ostsees ein     
     Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser     
   Unser Fazit:  Unser Grundwasser wird durch Nitrat und Pestizide zunehmend verunreinigt. Der Agrar-Lobby muss dringend Einhalt geboten werden. Die Gefahr einer langfristigen Verunreinigung verbunden mit diversen Erkrankungen, Missbildungen und steigenden Krebsraten ist zu groß [7] , um die Qualität unseres Trinkwassers leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Ein Umdenken kann bereits im eigenen Privathaushalt anfangen. Mit unseren  WasserManufaktur Filteranlagen  werden Nitrate und Pestizide, sowie andere Schadstoffe zuverlässig aus Ihrem Trinkwasser gefiltert.  &amp;nbsp;   
 &amp;nbsp; 
     
 
      [1]      Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR):Pflanzenschutzmittelrückstände im Grundwasser  https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/grundwasser/pflanzenschutzmittelGrundwasser.html , 2020 
 
 
      [2]      Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR):Pflanzenschutzmittelrückstände im Grundwasser  https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/grundwasser/pflanzenschutzmittelGrundwasser.html , 2020 
 
 
      [3]      Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR):Pflanzenschutzmittelrückstände im Grundwasser  https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/grundwasser/pflanzenschutzmittelGrundwasser.html , 2020 
 
 
      [4]      ScienceDirect: Pesticide residues in Eurpoeanagricultual soils,  https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969718343420 , 2019 
 
 
      [5]      SHZ: &quot;Pestizide belasten Grundwasser in SH, https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/pestizide-belasten-grundwasser-in-sh-id10090526.html, 2015 
 
 
      [6]      SHZ: &quot;Pestizide belasten Grundwasser in SH, https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/pestizide-belasten-grundwasser-in-sh-id10090526.html, 2015 
 
 
      [7]      Bund.net: &quot;Krank durch Pestizide: Nebenwirkungen der &quot;Pflanzenschutzmittel&quot;, https://www.bund.net/themen/umweltgifte/gefahren-fuer-die-gesundheit/krank-durch-pestizide/, 2020 
 
 
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                            <updated>2020-02-28T18:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Zeitbombe Plastik: Plastikmüll wird in Deutschland nur zu 16 % (größtenteils ...</title>
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                  In Deutschland sind viele Haushalte auf sorgfältige Mülltrennung bedacht, leider nützt das der Umwelt weltweit nur bedingt. Umweltaktivisten machen deutlich wie weniger als 16 Prozent Plastik in Deutschland wirklich wiederverwertbar gemacht werden.  [1]   Warum wir eine weltweite Plastik Krise haben, welche Gesundheitsgefahren von ihr ausgehen und welche Wege es aus der Krise gibt.  
 Problem Plastik 
 Plastik gilt mittlerweile als unverzichtbar und wird nicht nur in Plastiktüten und Smartphones verwendet, sondern in unzähligen Konsumgütern. Doch: Nahezu die Hälfte aller Plastikprodukte ist bereits nach nur 1 Monat Müll! [2]  
 Allein in den Jahren zwischen 1950 und 2015 wurden weltweit rund 8,3 Milliarden Tonnen Plastik hergestellt – mehr als 1 Tonne für jeden von uns. Noch erschreckender ist jedoch der Fakt, dass fast die Hälfte alles jemals hergestellten Kunststoffes seit 2000 produziert wurde. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 15b, /GEYER CC BY 4.0  
 Die Ursachen der Plastik Krise verdeutlicht folgende Übersicht:&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 37a, 2019/GEYER CC BY 4.0  
 Zur Plastikverschmutzung tragen große Konzerne wie Coca-Cola, die Konsumgüter herstellen, entscheidend bei.&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 13a, Plastikatlas 2019/DUH, MACARTHUR, CC BY 4.0  
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 44, Plastikatlas 2019/DUH, MACARTHUR, CC BY 4.0  
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 27b, Plastikatlas 2019/ACC, CC BY 4.0  
  &amp;nbsp;  
 Doch wozu brauchen wir eigentlich das ganze Plastik? Das zeigt folgende Grafik: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 15a, Plastikatlas 2019/Geyer, CC BY 4.0  
 Wir gelten in Deutschland zwar als Recycling Weltmeister, das leider aber nur in den Statistiken. Die Recycling-Quoten in Deutschland lagen demnach im Jahr 2016 bei vorbildlichen 45 Prozent. Eine bewusste Täuschung der Verbraucher, denn dieser Wert bezieht sich nur auf die Anlieferung an ein Recycling-Unternehmen. Leider allerdings nicht auf die tatsächlich recycelten Produkte. [3]  Den Beginn einer Zeitwende verdeutlich folgende Grafik zum Export von Plastikmüll nach China: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 38, Plastikatlas 2019/Greenpeacer, CC BY 4.0  
 In der Praxis werden nicht ganz 16 Prozent der Kunststoffabfälle wiederverwertet. Die folgende Grafik aus dem neuen Plastikatlas 2019 liefert eine Reihe interessanter Facts zum Thema: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 8, Plastikatlas 2019/Geyer, CC BY 4.0  
 Der Plastikatlas macht das Problem deutlich. Weltweit wurden von dem jemals produzierten Plastik nicht einmal 10 Prozent recycelt. In der Praxis wird der Plastikmüll aus Deutschland weltweit exportiert und verseucht in den Zielregionen wie zum Beispiel Malaysia und anderen asiatischen Ländern die Umwelt. 
   
 &amp;nbsp; Quelle: Plastikatlas 2019, 39a, Plastikatlas 2019/Greenpeace, CC BY 4.0  
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 39b, Plastikatlas 2019/Greenpeace, CC BY 4.0 &amp;nbsp; 
 CO2-Ausstoß bei Produktion und Verbrennung von Plastik 
 Im Plastikatlas enthalten ist eine Hochrechnung des &quot;Zentrums für Internationales Umweltrecht&quot;, die davon ausgeht das bis zum Jahre 2050 durch die Plastik-Produktion einen Ausstoß von 52,5 Gigatonnen Kohlendioxid hervorgerufen wird. Es entstehen erhebliche Emissionen von Treibhausgasen beispielsweise durch die Produktion von Polyesterfasern: 
   
 &amp;nbsp; Quelle: Plastikatlas 2019, 23, Plastikatlas 2019/Greenpeace, CC BY 4.0  
 Ein interessanter Fakt: Plastik könnte allein 10-13 % der gesamten Menge an Kohlenstoff verbrauchen, die unsere Weltbevölkerung einsparen müsste, um die Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad einzudämmen. [4]  
 Das Weltklima ist durch Plastik bedroht: 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019, 26, Plastikatlas 2019/CIEL, IPCC, CC BY 4.0 &amp;nbsp; 
 Gesundheitsgefahren durch Plastik 
 Plastik stellt eine Gefahr für die Umwelt dar und gilt als unsichtbares Risiko für unsere Gesundheit. Unter anderem nehmen wir Nanopartikel davon über die Luft, die Nahrung und unser Trinkwasser auf. Als eine Ursache der Kontamination gilt das Ausbringen von Klärschlamm auf unsere Äcker: 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019, 21b, Plastikatlas 2019/Greenpeace, CC BY 4.0  
 Eine aktuelle Studie belegt, dass jeder Erwachse jährlich bis zu 212.000 Partikel Mikroplastik konsumiert. Allein durch die Wasseraufnahme über Plastikflaschen gelangen bis zu 90.000 kleinste Plastik-Teilchen jedes Jahr in unseren Körper. 
   
 Zahlreiche wichtige Informationen dazu finden Sie in diesen Blogbeiträgen: 
   Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?   
   Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel   
   Mikroplastik in Plastikflaschen   
   Nanopartikel im Trinkwasser   
 Doch welche Gefahren zu Wasser, zu Lande und in der Luft sind wir ausgesetzt? 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 16, Plastikatlas 2019/CIEL, CC BY 4.0  
 Die folgende Grafik veranschaulicht die weitreichenden Gesundheitsfolgen, die der Kontakt mit hormonell wirksamen Stoffen aus Plastik haben kann. 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019, 17, Plastikatlas 2019/HEAL, CC BY 4.0  
 Wie denken wir über das Plastikproblem? 
 Eine repräsentative Befragung zeigt, wie wir Deutschen über Plastikmüll und Maßnahmen zur Reduzierung denken: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas 2019, 16, /HBS, CC BY 4.0  
 Die Ausmaße sind deutlich drastischer, als wir an vielen Stellen glauben. Die folgenden Grafiken zeigen beispielsweise die Plastikmenge allein in unseren Weltmeeren sowie die Plastikschwemme. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas, 29a, 2019/GRID, CC BY 4.0  
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Plastikatlas, 32, 2019/UBA, CC BY 4.0 &amp;nbsp; 
 Ist Bio-Kunststoff eine Lösung? 
 Weltweit wird mittlerweile immer häufiger auf Bio-Plastik gesetzt: 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019, 14, /EB, CC BY 4.0  
 Der Plastikatlas macht deutlich, dass bestimmtes Bio-Plastik keine Alternative darstellt. Ein Grund dafür sind die schlechten Klimabedingungen unter denen die dafür verwendeten Pflanzenarten wachsen. Zusätzlich sind viele derartiger Plastikstoffe nicht biologisch abbaubar, sondern lassen sich nur über Entsorgungsanlagen verwerten. Das Versprechen von Bio-Kunststoff ist bislang noch nicht immer einlösbar, wir jedoch brauchen derartige und neue Methoden. 
   
 &amp;nbsp; Quelle: Plastikatlas 2019,35, IFBB.HAUPTMANN, UBA, ZWE, CC BY 4.0 &amp;nbsp; 
 Wege aus der Plastik Flut? 
 Umweltschützer machen ihre Forderung nach einer deutlichen Drosselung des Einweg-Plastik laut. Die EU-Kommission hat hierfür eine Kunststoff-Strategie erstellt, um Schritte gegen die Plastikvermüllung einzuleiten. Ein Punkt dabei ist es, dass bis 2030 alle Verpackungen aus Kunststoffen recycelbar sein müssen. In den Mitgliedstaaten wurden bereits Halme und Besteck aus Plastik verboten. 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019, 42, /UN, CC BY 4.0 &amp;nbsp; 
 Es mangelt nicht an geplanten Initiativen zur Eindämmung der Plastikkrise. Jedoch wird darin meist nur die Entsorgung berücksichtigt und es fehlt an Abstimmung. Darüber hinaus sind bislang viele Hersteller aus der Verantwortung entlassen. Die Lösung liegt nicht allein im Recycling, sondern in neuen Ansätzen. Zero-Waste-Strategien sind gefragt. Wie das funktionieren kann, zeigen eine Reihe von Beispielen mit Vorbildfunktion. Nur was im Kleinen beginnt, kann sich global verbreiten. 
   
  Quelle: Plastikatlas 2019/ZWE, CC BY 4.0  &amp;nbsp;  
  Unser Fazit:   
 Hält man sich den Werdegang vom Flaschenwasser vor Augen, ist klar: Flaschenwasser ist ökologisch nicht vertretbar. So stellen schon allein die anfallende Energie und das Material für die Herstellung und den Transport einen ökologischen Irrsinn dar. Würden WasserTrinker auf Alternativen zu Flaschenwasser zugreifen, könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Flaschen eingespart werden! 
  Jeder kann selbst etwas gegen die Plastikkrise tun und konsequent auf Plastikprodukte wie Wasser in Plastikflaschen verzichten. Bei der  WasserManufaktur  erzeugen wir gesundes Wasser, frei von Mikroplastik und anderen Verunreinigungen, direkt vor Ort, ohne lange Transportwege.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   
 
  [1]  Vgl. Spiegel: &quot;Recycling in Deutschland - Nur 16 Prozent des Plastikmülls werden wiederverwendet&quot;, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastikmuell-nur-16-prozent-werden-in-deutschland-wiederverwendet-a-1271125.html, 2019 
 
 
  [2]  Plastikatlas 2019 Seite 19, https://www.boell.de/sites/default/files/2019-11/Plastikatlas_2019_3._Auflage.pdf?dimension1=ds_plastic_atlas, 2019 
 
 
  [3]  Vgl. Spiegel: &quot;Recycling in Deutschland - Nur 16 Prozent des Plastikmülls werden wiederverwendet&quot;, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastikmuell-nur-16-prozent-werden-in-deutschland-wiederverwendet-a-1271125.html, 2019 
 
 
  [4]  Vgl. Spiegel: &quot;Recycling in Deutschland - Nur 16 Prozent des Plastikmülls werden wiederverwendet&quot;, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastikmuell-nur-16-prozent-werden-in-deutschland-wiederverwendet-a-1271125.html, 2019 
 
 
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            <title type="text">PFC´s im Leitungswasser</title>
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                                            Der Begriff PFC steht für per- und polyfluorierte Chemikalien, von denen es heute mehr als 5000 Varianten gibt, darunter beispielsweise PFOA, PFOS, PFPA. Immer häufiger kommt es zu Verunreinigungen von Leitungswasser durch PFC wie zum Beispiel im Raum Rauental sowie Murgtal. D...
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                  Der Begriff PFC steht für per- und polyfluorierte Chemikalien, von denen es heute mehr als 5000 Varianten gibt, darunter beispielsweise PFOA, PFOS, PFPA. Immer häufiger kommt es zu Verunreinigungen von Leitungswasser durch PFC wie zum Beispiel im Raum Rauental sowie   Murgtal. Dabei gehen die Meinungen der Experten bei der Risikoeinschätzung weit auseinander. Die Stadtwerke Rastatt im Murgtal stellten jedoch aufgrund der hohen Belastung mit PFC und der unklaren Gefahrensituation kostenfreies Mineralwasser für Haushalte bereit. Zurück bleiben verunsicherte Verbraucher …  
 PFC in unserem Wasser 
 Die Problematik ist lange bekannt. Bereits seit den 1940er Jahren kommen immer mehr der Chemikalien, die aufgrund ihrer schmutz- und wasserabweisenden Effekte in Industrieländern zum Einsatz kommen, in die Umwelt. Die folgende Grafik zeigt die Verwendung von PFCs in unserem Alltag. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Umweltbundesamt, https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1  
 In der Praxis gelangt jedes irgendwann in der Vergangenheit produzierte PFC Molekül in unsere Natur. 
 Experten gehen davon aus, dass PFCs unserem Organismus schaden und unter Verdacht stehen Auslöser von Krebs oder Fehlbildungen bei Neugeborenen zu sein. Doch an vielen Stellen ist noch vollkommen unklar, welche Spurenstoffe unser Wasser überhaupt enthält:   Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser   
 Lesen Sie mehr über das Thema in unserem Blog:   Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser  &amp;nbsp; 
 Wie gelangen die PFCs ins Grundwasser? 
 Bereits 2012 wurde beispielsweise durch die Rastatter Stadtwerke im Rauental bekannt, dass es zu Verunreinigungen des Trinkwassers mit PFC gekommen ist. Über mit PFC verseuchten Kompost gelangten hier die Chemikalien wohl zunächst auf die Äcker der Region, verseuchten aber großflächig das Grundwasser. Die PFCs verteilen sich und erreichen mittlerweile auch Tiefbrunnen. [1]  
 Die Ursachen für die PFC Verunreinigungen sind jedoch vielfältiger. Beispielsweise trägt die Bundeswehr mit gesundheitsschädlichem Löschschaum an zahlreichen Standorten zu einer Kontamination mit PFC bei. Auf dem Flugplatz Ingolstadt-Manching der Bundeswehr und umliegenden Gelände sind die Grenzwerte für PFCs im Grundwasser teilweise um das 400-fache überschritten. [2]  Das folgende Video zeigt das ganze Ausmaß der Nutzung, da die Chemikalien praktisch als nicht abbaubar für die Umwelt gelten: 
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 PFC Aufnahme über Nahrung und Luft 
 Der BUND für Umwelt und Naturschutz macht in einer Studie klar, wie umfassend die PFC Belastungsquellen für uns Menschen sein können: „Abhängig etwa von den Verzehrgewohnheiten, können hoch belastete Lebensmittel beträchtliche Belastungen hervorrufen. Für PFOS und sehr langkettige organische Fluorverbindungen (PFC) stellen der  Fleisch- und Fischkonsum  mit Abstand die wichtigste Quelle dar, allerdings scheint dies unter bestimmten Bedingungen auch für kurzkettige PFC möglich zu sein, wie die Anreicherung kurzkettiger PFC in Schweinen zeigt. Sowohl für PFOA als auch insbesondere für die kurzkettigen PFC spielen auch  pflanzliche Lebensmittel  sowie  Trinkwasser  eine Rolle. Darüber hinaus sind sowohl lang- als auch kurzkettige PFC bei der Aufnahme von Hausstaub über die Atmung von Bedeutung.“ [3]  
 PFC befinden sich heute praktisch überall im Blut, in Honig, im Grundwasser. Die Belastung mit PFC trifft schon die Jüngsten. Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen 2014-2017 zeigte beispielsweise, dass bereits fast alle Kinder mit Weichmachern und PFOA belastet sind. [4]  
 Das folgende Video verdeutlicht das Problem und die Tatsache, dass der Aufwand, die giftigen Chemikalien aus den Böden zu entfernen, unseren Behörden zu groß ist. 
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 Studien machen Langzeitfolgen von PFC deutlich 
 Bereits seit 2000 wissen Experten, dass PFC bei Ratten zu Krebs in Leber, Hoden oder Pankreas führen können. Darüber hinaus wurden bei den auf PFC untersuchten Tieren Immunschwäche, neurologische Veränderungen, Fettleibigkeit und Verzögerung der Brustdrüsenentwicklung belegt. Studien mit Mäusen zeigten darüber hinaus, dass die Nachkommen von PFC kontaminierten Muttertieren unter geringem Geburtsgewicht, Problemen der Knochen sowie schneller Geschlechtsreife leiden. [5]  
 PFC besitzen eine Reihe von höchst besorgniserregenden Eigenschaften, wie folgende Grafik zeigt: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: Umweltbundesamt, https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffe-ihre-eigenschaften/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc/besorgniserregende-eigenschaften-von-pfc  
 PFC Skandal Rastatt 
 Die Region Rastatt und das Thema PFC gelten aktuell als einer der größten Umweltskandale in Deutschland. Bereits seit rund 20 Jahren wird dort der Boden mit PFC verseucht und es herrschen Unklarheit und viele offene Fragen. Das Ausmaß wird erst nach und nach deutlich, denn PFC findet sich längst nicht mehr nur im Boden und im Grundwasser, sondern auch in teilweise hohen Konzentrationen im Blut der Bevölkerung! [6]  
 PFC Gefahr unterschätzt 
 Es mangelt nicht nur an festen Grenzwerten für PFCs. Experten sind sich auch vollkommen uneins darüber, wie hoch die Gefahr ist, die von PFCs ausgeht. Dies zeigt das Beispiel einer PFC Verseuchung des Trinkwassers im Murgtal. Nachdem das Gesundheitsamt insbesondere für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder in Förch, Kuppenheim, Gernsbach und Gaggenau-Selbach empfohlen hatte, kein Wasser aus dem Hahn zu trinken, sprach sich der Wasserversorgungsverband Vorderes Murgtal für eine Unbedenklichkeit aus, obwohl das Leitungswasser des Versorgungsverbands Vorderes Murgtal für die Verbindung PFOA einen Wert von 0,052 Mikrogramm pro Liter aufwies. Das Umweltbundesamt senkte den Leitwert für PFOA jedoch von 0,1 auf 0,05 Mikrogramm. Aus diesem Grund sprachen sich auch Gesundheits- und&amp;nbsp; Landratsamt dafür aus, dass Risikogruppen wie Schwanger und Kinder das Wasser weder trinken, noch zum Kochen verwenden sollen. [7]  
 Im gesamten bayrischen Raum konnten Experten mittlerweile Kontaminationen mit PFC nachweisen. Ein Beispiel ist der Landkreis Altötting, in dem viele Menschen über Jahre hinweg mit per- und polyfluorierte Chemikalien belastet Trinkwasser aus der Leitung konsumiert haben. Ursache war hier unter anderem ein Chemiepark, der bis 2008 die Chemikalien einsetzte. Blutuntersuchungen konnten belegen, dass die Menschen im Landkreis bis zu zwanzigfach höhere Konzentrationen von Perfluoroctansäure, kurz PFOA, im Körper aufweisen. Unklar bleiben die konkreten Auswirkungen auch im Zusammenhang mit der Muttermilch, die ebenfalls bereits Säuglingen einen hohen PFOA Anteil zuführen könnte. [8] &amp;nbsp; 
 PFC Verunreinigung – Ausmaß unbekannt 
 Nicht nur in Bayern oder &amp;nbsp;im Landkreis Rastatt ist das vollständige Ausmaß der Verunreinigung mit PFC in Böden und Grundwasser bislang noch vollkommen unbekannt. Der Landkreis Rastatt will zunächst bis 2021 genauer ermitteln, welche Flächen in Mittelbaden wie stark mit per- und polyfluorierten Chemikalien verseucht sind. Bereits rund 1750 Hektar der untersuchten Äcker, von denen 877 Hektar mit PFC belastet waren, könnten nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Der Bedarf an entsprechenden Untersuchungen ist enorm und es fehlen bislang gesetzliche Grenzwerte für PFCs im Trinkwasser. [9]  
 Fazit 
 In unserm Wasser finden sich zahlreiche Stoffe, die weder untersucht noch mit Grenzwerten versehen sind. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Blogbeitrag   Chemiekeule in unserem täglichen Trinkwasser? &amp;nbsp; Solange es keine verlässlichen Untersuchungen und Grenzwerte für Chemikalien in unserem Wasser gibt, bleibt Verbrauchern nur die Eigenverantwortung für sauberes Wasser zu übernehmen. Informieren Sie sich über die  Möglichkeiten zur Filterung von Wasser . 
 &amp;nbsp; 
  
 
  [1]  Vgl.: Badische Neuste Nachrichten &quot;PFC in Trinkwasser und Lebensmitteln: Wie die wichtigsten Ressourcen der Natur vergiftet wurden&quot;, https://bnn.de/magazin/pfc-das-gift-in-uns/pfc-in-trinkwasser-und-lebensmitteln-wie-die-wichtigsten-ressourcen-der-natur-vergiftet-wurden, 2019 
 
 
  [2]  Vgl.: Tagesschau: &quot;Schleichendes Gift Das PFC-Problem der Bundeswehr&quot;, https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/bundeswehr-pfc-101.html 2019 
 
 
  [3]  Vgl.: Studie BUND für Umwelt und Naturschutz: &quot;Praktisch, langlebig und giftig&quot;, https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/fluor_studie.pdf, S.55 ff. 2019 
 
 
  [4]  Vgl. Spiegel: &quot;Umweltbundesamt fast alle Kinder sind mit Weichmachern belastet&quot;, https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/weichmacher-und-pfoa-fast-alle-kinder-mit-gesundheitskritischen-chemikalien-belastet-a-1286708.html, 2019 
 
 
  [5]  Vgl.: Spektrum &quot;Vorsicht, Trinkwasser!&quot;, https://www.spektrum.de/news/wie-gefaehrlich-sind-pfc-im-trinkwasser/1483181, 2017 
 
 
  [6]  Vgl. Vgl.: Badische Neuste Nachrichten &quot;Chemie im badischen Boden: Zwanzig Jahre PFC und viele offene Fragen&quot;, https://bnn.de/magazin/pfc-das-gift-in-uns/chemie-im-badischen-boden-zwanzig-jahre-pfc-und-viele-offene-fragen, 2019 
 
 
  [7]  Vgl. Vgl.: Badische Neuste Nachrichten &quot;PFC-Skandal erreicht eine neue Dimension – Rastatter Stadtwerke verteilen kostenloses Mineralwasser&quot;, https://bnn.de/lokales/rastatt/pfc-skandal-erreicht-eine-neue-dimension-rastatter-stadtwerke-verteilen-kostenloses-mineralwasser, 2019 
 
 
  [8]  Vgl. BR: &quot;Gifte in der Nahrungskette: Chemie-Altlasten in Bayern&quot; https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/bayernweite-belastung-gefaehrliche-chemikalien-im-trinkwasser-100.html und https://www.br.de/nachrichten/bayern/gifte-in-der-nahrungskette-chemie-altlasten-in-bayern,RkS7wMp, 2019 
 
 
  [9]  Vgl.: Badische Neuste Nachrichten &quot;Landkreis Rastatt will bis Ende 2021 gesamtes Ausmaß der PFC-Belastungen kennen&quot;, https://bnn.de/lokales/rastatt/landkreis-rastatt-will-bis-ende-2021-gesamtes-ausmass-der-pfc-belastungen-kennen, 2019 
 
 
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            <title type="text">Sauberes Wasser für Umwelt und Gesundheit </title>
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                  Sauberes Trinkwasser dient uns als Basis für unsere Gesundheit. Nicht nur in vergangenen Zeiten, als Cholera oder ähnliche Seuchen über das Wasser verbreitet wurden, war die Kontrolle entscheidend. Das Thema ist brandaktuell und wir sind von neuen Verunreinigungen bedroht, die eine zeitgemäße Überwachung der Gewässer unbedingt notwendig machen. Doch wie ist der Status Quo und welche Entwicklungen sind notwendig?  
 Welche Schwerpunkte in der Forschung 2020? 
 Im Fokus der Wissenschaft stehen heute Verunreinigungen unserer Gewässer mit: 
 
  Mikroplastik  
  Antibiotikaresistente Keime  
  Rückstände von Medikamenten  
  Chemikalien  
 
 Der Eurogress Aachen beschäftigte sich im Rahmen der 52. ESSENER TAGUNG mit Fragen rund um unsere Wasserwirtschaft. Die Tagung gilt als wichtiges deutsches Treffen von Experten aus dem Landesamt für Natur sowie zahlreichen Instituten. Dabei werden die neusten Ergebnisse der Forschung aber auch Rahmenbedingungen aus Politik und Administration diskutiert.&amp;nbsp; 
 Status quo zum Thema sauberes Wasser 
 Dr. Thomas Delschen, Präsident des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz berichtete unter anderem über die Probleme mit Mikroplastik. Deutlich wurde dabei, dass Untersuchungsergebnisse aus 5 Bundesländern an Rhein und Donau hohe Konzentrationen von Mikroplastik im Flusswasser zu finden sind. Stark belastet ist beispielsweise der Rhein in der Region Düsseldorf mit bis zu 4,5 Plastikpartikeln pro Kubikmeter. Hier zeigt sich, dass die Kläranlagen in den Kommunen Mikroplastik nicht zurückhalten können und Teile davon wieder in unsere Gewässer gelangen. [1]  Unklar bleibt hingegen, wie genau die  Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Umwelt und den Organismus von Mensch und Tieren  sind.&amp;nbsp; 
 Besondere Herausforderung – Spurenstoffe 
 Ebenfalls zu den Schwerpunkten der modernen Überwachung unserer Gewässer zählt die Kontrolle der Spurenstoffe. Dabei handelt es sich um Rückstände von Chemikalien, Medikamenten, Reinigungsmitteln, Pflegeprodukten, die mit rasant wachsender Anzahl in unser Wasser gelangen. Dabei werden bisher nur rund 600 Spurenstoffe überhaupt in unserem Wasser untersucht. Unklar bleibt, wie es sich mit Spurenstoffen verhält, die wir bislang weder untersuchen noch messen. Das Expertenteam der ESSENER TAGUNG weißt auf etwa 3000 Spurenstoffe hin, die es im Grunde zu kontrollieren gilt – mit steigender Tendenz. [2]  
 Weitere Informationen dazu finden Sie auch im Beitrag:  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;    
 &amp;nbsp; 
 Problematik Antibiotika und andere Medikamentenreste 
 Unsere Ausscheidungen sind immer häufiger mit Resten von Medikamenten belastet. Was zunächst harmlos klingt, ist ein ernstzunehmendes Problem für unsere Umwelt. Denn was wir als Abwasser wegspülen können viele Klärwerke nicht filtern und es gelangt in unsere Gewässer. Einmal in Flüssen und Seen bilden sich beispielsweise gegen  Antibiotika resistente Keime , die sich immer weiter in unserer Umwelt verbreiten. 
 &amp;nbsp;    
 &amp;nbsp; 
 Prof. Martin Exner aus dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn findet hierfür klare Worte:  „Krankenhäuser mit Intensivstationen sind derzeit als Quelle im Fokus. Wir haben in der Tat schon seit etlichen Jahren von Seiten der Weltgesundheitsorganisation sehr klare Hinweise, wir müssen mehr tun. Wenn wir keine Antibiotika, die wirksam sind, mehr haben, dann droht eine Gefahr der Infektionsbekämpfung. Das muss mit verschiedenen Strategien unter Kontrolle gebracht werden.“  [3]  
 Mehr zum Thema erfahren Sie auch in unseren folgenden Blogbeiträgen: 
  Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?  
  Weltweite Bedrohung durch Resistenzen: Antibiotikaresistente Erreger in unseren Klärwerken? &amp;nbsp; 
 Hohe Kosten für sauberes Wasser 
 Ein Weg ist die Filterung von Rückständen wie Medikamenten in Klärwerken, das wird jedoch nicht ohne hohe Kosten realisierbar sein. Um alle Klärwerke in den deutschen Kommunen nachzurüsten, wird es für uns Verbraucher teuer. Experten schätzen für die rund 3000 Kläranlagen ein Investitionsvolumen von rund 36 Milliarden EURO allein bis 2045. Martin Weyand, Geschäftsführung, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft:  „Die Abwassergebühren würden drastisch steigen. Wir rechnen damit, dass sie um 15 bis 20 Prozent steigen können. Und das ist den Bürgern nicht zumutbar. Wir müssen endlich dazu übergehen, dass auch diejenigen, die die Umwelt verschmutzen, auch die Kosten dafür zahlen. Die Verursacher sind die pharmazeutische Industrie und die chemische Industrie.“ [   4]  
 &amp;nbsp; 
  Klärwerk am Limit: Zu viel Mikroplastik und Medikamente im Abwasser | UNKRAUT | BR  
    
 &amp;nbsp; 
   Fazit:  Sauberes Wasser für Umwelt und unsere Gesundheit ist alles andere als selbstverständlich. Unklar bleibt wie viele Spurenstoffe in welchen Konzentrationen täglich in unser Wasser gelangen. Es fehlt an geeigneten Mess- sowie Filterverfahren. Für sauberes Trinkwasser zu Hause können Sie allerdings selbst sorgen –&amp;nbsp; mit einem passenden  Wasserfiltersystem .  
   
 
  [1]  Vgl. LANUV NRW: Experten beraten auf der 52. ESSENER TAGUNG über neue Herausforderungen des modernen Gewässerschutzes, https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/bodenschutz-und-altlasten/service/aktuelles/veroeffentlichungen-altlasten/234-sauberes-wasser-fuer-umwelt-und-gesundheit, 2019 
 
 
  [2]  Vgl. LANUV NRW: https://www.lanuv.nrw.de/landesamt/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/details/1228-expertengespraech-mikroschadstoffe 
 
 
  [3]  ZDF Frontal 21: &quot;Beitrag: Antibiotika im Wasser – 
 &amp;nbsp;Gefährliche Keime, steigende Kosten&quot; https://www.zdf.de/assets/manuskript-antibiotika-im-wasser-100~original, 2019 
 
 
  [4]  ZDF Frontal 21: &quot;Beitrag: Antibiotika im Wasser – 
 &amp;nbsp;Gefährliche Keime, steigende Kosten&quot; https://www.zdf.de/assets/manuskript-antibiotika-im-wasser-100~original, 2019 
 
 
  
 
 
 &amp;nbsp; [JS1] Bitte alle vier zu passenden Blogtexten verlinken ;) 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; [JS2] Ggf. Verwies auf Blogartikel &amp;gt; m.E. hatten wir zu den Auswirkungen auch schon etwas geschrieben&amp;nbsp; &amp;gt; Dr. Tamara Grumt UBA 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; [JS3] Gern auf Blog verweisen &amp;gt; Antibiotika resistente Keime 
 
 
 
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            <title type="text">MRT Kontrastmittel Gadolinium gesundheitsgefährdend?</title>
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                                            Kontrastmittel sollten eigentlich nur einmalig und nur in besonderen und wirklich nötigen Fällen eingesetzt werden. Soweit die Theorie – in der Praxis sieht das leider häufig ganz anders aus. NDR, WDR und &quot;Süddeutscher Zeitung&quot; berichten darüber, dass es für Ärzte zehntausende...
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                  Kontrastmittel sollten eigentlich nur einmalig und nur in besonderen und wirklich nötigen Fällen eingesetzt werden. Soweit die Theorie – in der Praxis sieht das leider häufig ganz anders aus.   NDR, WDR und &quot;Süddeutscher Zeitung&quot; berichten darüber, dass es für Ärzte zehntausende Euro Zusatz-Verdienst bedeutet mit einem Gewinn von 50 EUR pro Patient, wenn Kontrastmittel zum Einsatz kommen . [1]   Dabei handelt es sich bei MRT Kontrastmitteln wie Gadolinium keineswegs um harmlose Stoffe, denn das Schwermetall kann ähnlich toxisch sein wie Blei oder Quecksilber.  [2]  
    
 Quelle:NDR  https://www.youtube.com/watch?v=Q4Nt33vQBC8  
  MRT Kontrastmittel Gadolinium noch nach über einem Jahr nachweisbar?  
 Die meisten Patienten machen sich darüber wahrscheinlich keine Gedanken, aber Gadolinium ist ein Seltenerdmetall. Es kommt bei der Magnetresonanz Tomografie zum Einsatz. Weit gefehlt ist der Ansatz, dass das Kontrastmittel schnell über die Nieren wieder ausgeschieden wird. 
 Nach der Untersuchung im MRT ist das Schwermetall noch lange im Körper vorhanden, lagert sich neusten Studien zufolge auch im Gehirn ab und ist anderthalb Jahre nach der Behandlung noch in Haut sowie Knochen nachweisbar. [3]  
  Gadolinium Einsatz trotz Verbot seit 2018 als lineares Kontrastmittel&amp;nbsp;  
 2017 erfolgte die Empfehlung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung der vier linearen Kontrastmittel: 
 
 Gadobensäure 
 Gadodiamid 
 Gadopentetat 
 Gadoversetamid 
 
 für die Magnetresonanztomographie (MRT) zu verbieten. [4]  
 Seit 2018 ist die Nutzung von linearen Kontrastmitteln, die Gadolinium enthalten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte untersagt. [5]  
 Doch das Schwermetall findet weiter täglich Verwendung in makrozyklischen Kontrastmitteln, die wahrscheinlich nicht so schädigend für den Körper sind. Doch auch damit wurden noch lange Zeit nach der Behandlung im MRT, Reste des Schwermetalls im Gehirn der Patienten bewiesen. 
 Immer wieder wird Kritik am Zulassungsverfahren für Gadolinium Präparate laut. Für die Zulassung wird lediglich die einmalige Verabreichung des Stoffs geprüft, unberücksichtigt bleiben aber Patienten mit Erkrankungen wie Krebs, die sich in engen Zeitabständen MRT Untersuchungen unterziehen müssen. 
 Bislang bleiben die Nebenwirkungen wie Nierenprobleme, Hautveränderungen, neurologische Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Gefühlsstörungen von denen zahlreiche Patienten berichten, ungehört. [6]  Auch bei nierenkranken Patienten steht das Kontrastmittel unter Verdacht schwere Nebenwirkungen zu verursachen. [7]  
  Gewinnbringendes Geschäft mit dem toxischen Kontrastmittel  
 Der Einsatz von Gadolinium Kontrastmitteln ist für deutsche Ärzte ein lukratives Geschäft. Die Kassenärztliche Vereinigung bestätigte allein für die 117 in Hamburg ansässigen Radiologen einen satten Gewinn von über 60.000 Euro im Jahr durch Kontrastmittel, die zusätzlich zum Ärztehonorar und den Einnahmen aus der eigentlichen MRT Untersuchung abgerechnet werden. [8]  
  Kontrastmittel wie Gadolinium stellen auch eine Gefahr für unser Trinkwasser dar  
 Kontrastmittel gelangen über Ausscheidungen und Entsorgung in das Abwasser und sind über die herkömmlichen Verfahren in Klärwerken kaum zu entfernen. Sie gelangen unkontrolliert in den Wasserkreislauf und in unser Trinkwasser. 
 Eine Studie der Jacoby University Bremen zeigt, wie diese Stoffe systematisch in unsere Nahrungskette und unser Trinkwasser gelangen. [9]  
 Lesen Sie dazu auch unsere Blogbeiträge: 
  MRT-Kontrastmittel Gadolinium deutschlandweit in Trinkwasser und Softdrinks nachgewiesen  
  Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser  
  Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel  
  Fazit:  Es bleibt dem mündigen Patienten nur der Weg, sich auf wirklich notwendige MRT Untersuchungen zu beschränken. Unmöglich wird dies jedoch für Patienten, die aufgrund einer Erkrankung auf eine regelmäßige Kontrolle im MRT angewiesen sind. Entscheidend ist es hier, dass die Krankenkassen reagieren und der Gesetzgeber über Regularien zusätzliche Gewinne durch den Einsatz von Kontrastmitteln für Ärzte unmöglich macht. 
   
 
  [1]  Vgl. NDR: &quot;So viel verdienen Ärzte mit Kontrastmitteln&quot;, https://www.ndr.de/nachrichten/info/So-viel-verdienen-Aerzte-mit-Kontrastmitteln,kontrastmittel124.html, Stand 2019 
 
 
  [2]  Vgl. NDR: &quot;Kontrastmittel im MRT: Wie schädlich ist Gadolinium?&quot;, https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Kontrastmittel-im-MRT-Wie-schaedlich-ist-Gadolinium,kontrastmittel106.html, Stand 2019 
 
 
  [3]  Vgl. NDR: &quot;Kontrastmittel im MRT: Wie schädlich ist Gadolinium?&quot;, https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Kontrastmittel-im-MRT-Wie-schaedlich-ist-Gadolinium,kontrastmittel106.html, Stand 2019 
 
 
  [4]  Vgl. Ärzteblatt, &quot;EMA erwägt Verbot von vier MRT-Kontrastmitteln&quot;, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73573/EMA-erwaegt-Verbot-von-vier-MRT-Kontrastmitteln, 2017 
 
 
  [5]  Vgl. Ärzteblatt, &quot;EMA erwägt Verbot von vier MRT-Kontrastmitteln&quot;, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73573/EMA-erwaegt-Verbot-von-vier-MRT-Kontrastmitteln, 2017 
 
 
  [6]  Vgl. NDR: &quot;Kontrastmittel im MRT: Wie schädlich ist Gadolinium?&quot;, https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Kontrastmittel-im-MRT-Wie-schaedlich-ist-Gadolinium,kontrastmittel106.html, Stand 2019 
 
 
  [7]  Vgl. NDR: &quot;So viel verdienen Ärzte mit Kontrastmitteln&quot;, https://www.ndr.de/nachrichten/info/So-viel-verdienen-Aerzte-mit-Kontrastmitteln,kontrastmittel124.html, Stand 2019 
 
 
  [8]  Vgl. NDR: &quot;So viel verdienen Ärzte mit Kontrastmitteln&quot;, https://www.ndr.de/nachrichten/info/So-viel-verdienen-Aerzte-mit-Kontrastmitteln,kontrastmittel124.html, Stand 2019 
 
 
  [9]  Vgl. Jacobs University: &quot;Researchers from Jacobs University Bremen find gadolinium from MRI contrast agents in soft drinks from fast-food restaurants&quot;, https://www.jacobs-university.de/news/researchers-jacobs-university-bremen-find-gadolinium-mri-contrast-agents-soft-drinks-fast-food, 2019 
 
 
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                            <updated>2019-11-19T18:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">US-Studie: 100.000 Krebsfälle aufgrund Chemikalien im Leitungswasser?</title>
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                  Eine neue kumulative Risikoanalyse der Schadstoffe im Trinkwasser der Vereinigten Staaten für den Zeitraum 2010-2017 zeigt, dass über 100.000 Krebsfälle auf krebserregende Chemikalien im Leitungswasser zurückzuführen sein könnten.  [1]   Diese Studie ist die Erste mit einer kumulativen Bewertung des Krebsrisikos aufgrund von 22 krebserregenden Schadstoffen, die in der USA im Trinkwasser gefunden wurden. Sie macht deutlich, dass es für uns weltweit an der Zeit ist, uns nicht länger nur mit der Bewertung einzelner Stoffe auseinandersetzen, sondern uns der komplexen Cocktailwirkung (Zusammenspiel aller Stoffe) zu widmen.  
 Risikobewertungen konzentrierten sich bislang weltweit nur auf einzelne Stoffe, die zur Verunreinigung von Trinkwasser führen. Dazu wurden Untersuchungen für Stoffe wie Arsen oder Nitrat oder kleine Gruppen verwandter Chemikalien wie Desinfektionsnebenprodukte oder Metalle durchgeführt. 
 Trinkwasserverunreinigung – Risikobewertung anhand Cocktailwirkung 
 In der Fachzeitschrift Heliyon veröffentlichten Forscher der Environmental Working Group eine Studie, die sich in einem bislang noch nicht da gewesenem analytischen Rahmen bewegt und zeigt, dass es etwas wie „sicheres Leitungswasser“ nicht gibt. [2]  Dazu berechneten sie die kombinierten gesundheitlichen Auswirkungen von  22 krebserregenden Stoffen  (Karzinogenen) in  48.363 kommunalen Wassersystemen in den USA . 
 Die folgende Tabelle zeigt dabei alle untersuchten Verunreinigungen. Dabei könnte nach noch wesentlich mehr Stoffen gesucht werden: 
 &amp;nbsp;  
  Abbildung 1: Quelle, Heliyon, &quot;Cumulative risk analysis of carcinogenic contaminants in United States drinking water&quot;, https://www.heliyon.com/article/e02314, S. 2, 2019  
 Der größte Teil des in der Studie ermittelten Krebsrisikos ist auf Schadstoffe wie Arsen, Desinfektions-Nebenprodukte sowie radioaktive Verunreinigungen zurückzuführen. 
 Dabei könnten der Studie zufolge die Krebsrisiken auf bundesstaatlicher und nationaler Ebene aufgrund von Wasserverunreinigungen ähnlich hoch ausfallen, wie die im Zusammenhang mit Schadstoffen in der Luft. 
 Sydney Evans, ein wissenschaftlicher Autor der Studie betont dabei:  &quot;Trinkwasser enthält komplexe Verunreinigungen, aber Regierungsbehörden bewerten die Gesundheitsgefahren von Schadstoffen im Leitungswasser bislang lediglich einzeln. Im Alltag sind die Menschen allerdings komplexen chemischen Cocktails ausgesetzt, daher ist es wichtig, dass wir beginnen, die gesundheitlichen Auswirkungen zu bewerten, indem wir das vollständige Zusammenspiel diverser Schadstoffe betrachten.&quot;  [3]  
 Globales Problem: Die Gefahr von verunreinigten Trinkwasser betrifft uns alle 
 Chemische Substanzen gelangen weltweit durch Desinfektions-, Kontrast-, Reinigungsmittel, Medikamente, Pestizide und vieles mehr in unsere Umwelt und als Spurenstoffe auch in unser Wasser. Diese Spurenstoffe setzen sich aus zahlreichen Substanzen zusammen, deren Zusammenspiel und komplexe Auswirkungen auf den menschlichen Organismus bislang kaum erforscht sind. 
 Mehr dazu lesen Sie auch in unserem Blogbeitrag:     Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasse r    
 Die Studie aus der USA zeigt, dass es sich hier höchstwahrscheinlich um ein globales Problem handelt. Wir sollten also in Deutschland nicht glauben, dass es uns noch nicht betrifft bzw. betreffen wird. 
 Mehr erfahren Sie auch in unseren Blogbeiträgen: 
     Chemiekeule in unserem täglichen Trinkwasser?     
     Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser     
     Pestizide im Trinkwasser     
 Das macht auch ein Fachartikel aus dem Jahr 2010 von Prof. Dr. rer. nat. K. Kümmerer deutlich, der darauf hinweist: 
  „Die Qualität des Wassers wird durch den Eintrag an sog. Spurenstoffen zunehmend bedroht. Bei den „neuartigen Spurenstoffen“ handelt es sich um eine Vielzahl an Stoffen mit chemisch sehr heterogenen Eigenschaften. Eine technische Elimination im Rahmen der erweiternden Abwasserreinigung ist daher nicht ausreichend wirksam und stellt auf lange Sicht keine nachhaltige Lösung dar. Spurenstoffe im aquatischen Wassernutzungskreislauf werden in Zukunft eine der größten Herausforderungen für ein nachhaltiges Wassermanagement sein.“   [4]  
 Die Wissenschaftler der Environmental Working Group fordern in Ihrer aktuellen Studie zum Handeln auf: „ Die Verbesserung der Wasserqualität am Wasserhahn und Investitionen in Maßnahmen zum Schutz der Quellgewässer bieten Möglichkeiten zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Verringerung der potenziellen Krankheitshäufigkeit aufgrund von Umweltverschmutzung .“ [5]  
  Unser Fazit:  Eine wertvolle Studie! Doch leider steht die Environmental Working Group mit diesen Forschungsergebnissen noch ganz am Anfang. Solange weltweit weiter komplexe Cocktails aus einer Vielzahl an Spurenstoffen in unser tägliches Trinkwasser gelangen, können Haushalte nur selbst mit einem     eigenen Wasserfiltersystem     aktiv werden. 
   
 
  [1]  Vgl. Heliyon, &quot;Cumulative risk analysis of carcinogenic contaminants in United States drinking water&quot;, https://www.heliyon.com/article/e02314, 2019 
 
 
  [2]  Vgl. GreenMedInfo, „Why There is No Such Thing as &#039;Safe&#039; Tap Water“, https://www.greenmedinfo.com/blog/why-there-no-such-thing-safe-tap-water, 2019 
 
 
  [3]  GlobalResearch: &quot;Study Estimates More than 100,000 Cancer Cases Could Stem from Contaminants in Tap Water&quot;,https://www.globalresearch.ca/study-estimates-100000-cancer-cases-contaminants-tap-water/5689861, 2019 
 
 
  [4]  Prof. Klaus Kümmerer: „Neuartige Spurenstoffe im Wasser“,  http://www.wassermanufaktur.com/media/pdf/f6/86/20/Neuartige-Spurenstoffe-im-Wasser-Prof-Kuemmerer.pdf , 2010 
 
 
  [5]  Heliyon, &quot;Cumulative risk analysis of carcinogenic contaminants in United States drinking water&quot;, https://www.heliyon.com/article/e02314, 2019 
 
 
                ]]>
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            <title type="text">MRT-Kontrastmittel Gadolinium deutschlandweit in Trinkwasser und Softdrinks n...</title>
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                  Im Rahmen einer aktuellen Studie untersuchte Dr. Katja Schmidt und ihr Wissenschaftsteam von der Jacoby University Bremen, inwieweit Gadolinium und andere Medikamentenrückstände über das Trinkwasser auch in unsere Softgetränke gelangen. In allen 6 Teststädten viel das Ergebnis in Trinkwasser- und Colaproben positiv aus.  [1]   Das Studienergebnis ist ein Indikator dafür, wie Rückstände von Arzneimitteln über das Trinkwasser in unsere Nahrungskette gelangen. Frühere Studien belegen diesen Zusammenhang bereits für endokrine Disruptoren, d. h. Stoffe die bereits in geringen Mengen auf Mensch und Tier wie Hormone wirken und unsere Gesundheit gefährden können wie Blutdrucksenker, Antibiotika und Antidepressiva.  [2]      
  &amp;nbsp;   
  Quelle:  https://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S0048969719331882-ga1_lrg.jpg  „Anthropogenic gadolinium in tap water and in tap water-based beverages from fast-food franchises in six major cities in Germany&quot;, 2019  
  Was ist Gadolinium?  
 Bei Gadolinium handelt es sich um ein sogenanntes Seltenerdmetall, dass in der Allgemeinmedizin häufig als Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Tomografie genutzt wird. Wissenschaftler waren davon ausgegangen, dass unser Organismus die Substanz nach der Behandlung vollständig wieder ausscheidet, allerding konnten neuste Untersuchungen belegen, dass Gadolinium zumindest teilweise im Hirn verbleibt. Die Langzeitfolgen sind bislang nicht bekannt. [3]  
 Eine aktuelle Studie belegt jetzt, dass das ausgeschiedene Gadolinium in unser Abwasser und später über den Wasserkreislauf auch wieder in das Trinkwasser gelangen kann. 
  Medikamentenrückstände wie Gadolinium in unserem Trinkwasser und Softdrinks?  
 Im Rahmen einer Studie an der Jacoby University Bremen wurden Fast-Food-Restaurants wie McDonalds und Burger King getestet. Diese erhalten ihre Getränkelieferungen in Form von Sirup, der dann im Restaurant mit Leitungswasser und CO2 zu Cola oder anderen Softgetränken weiterverarbeitet wird. In 6 deutschen Städten darunter Berlin, Düsseldorf, Essen, Karlsruhe, München sowie Dresden wurde anthropogenes (aufgrund von menschlichen Einflüssen in die Umwelt gelangtes) Gadolinium in Cola und anderen Softgetränken nachgewiesen. Besonders hoch waren die Werte in Berlin und Düsseldorf. 
 Ergebnisse der Studie in Prozent – Kontrastmittelrückstände aus menschlichen Quellen: 
 
 Berlin und Düsseldorf: 85 bis 99 Prozent 
 München 91 Prozent 
 Dresden 63 Prozent 
 Karlsruhe34 Prozent 
 Bremen 31 Prozent [4]    
 
  Erschreckend ist dabei, dass nicht nur Städte wie Berlin und Düsseldorf betroffen sind, wo das Leitungswasser hauptsächlich aus Uferfiltration gewonnen wird, sondern auch München, wo das Leitungswasser aus dem flachen Grundwasser der Alpentäler kommt. Auch hier ist das Wasser bereits stark kontaminiert.  
 Lesen Sie dazu auch unsere Blogbeiträge: 
  Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?  
  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Wie ist es um den ökologischen Zustand der Fließgewässer in Deutschland bestellt?  
  Kontrastmittel und andere Arzneimittelrückstände kaum oder überhaupt nicht in Klärwerken aus Wasser entfernbar?  
 Kontrastmittel aber auch andere Rückstände von Medikamenten sind über die Klärwerke schwierig oder überhaupt nicht entfernbar. Somit gelangen sie beispielsweise über Uferfiltration in Brunnen, die Grundwasser befördern und deren Wasser in unsere Trinkwasserleitungen kommt. 
 Die Studienergebnisse der Jacoby University Bremen belegen, wie aus Abwasser gewonnene Fremdstoffe wie Arzneimittel und hormonaktive Stoffe in unser Trinkwasser und unsere Nahrungskette befördert werden. Wir sind also täglich potenziell schädlichen anthropogenen Verbindungen ausgesetzt. 
 Mehr über die Belastung unseres Trinkwassers mit schädlichen Stoffen erfahren Sie auch in unseren Artikeln: 
  Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser  
  Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel  
  Risiken für unsere Gesundheit durch sogenannte endokrine Disruptoren?  
 Neben den Einträgen an MRT-Kontrastmittel wie Gadolinium können auch andere Medikamentenrückstände in unser Trinkwasser und somit auch in unsere Getränke gelangen. Frühere Studien belegen die Kontamination von Gewässern mit  Blutdrucksenkern , Antibiotika sowie  Antidepressiva . [5]  
 Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel: 
  Trinkwassergefährdung durch schwer abbaubare Arzneimittelrückstände?  
 Dabei handelt es sich um endokrine Disruptoren. Diese besitzen einen hormonähnlichen Effekt auf unseren Organismus und können, anders als beispielsweise Gadolinium, schon in Kleinstmengen unseren Körper beeinflussen. 
  Fazit:  Die Studie mit dem Kontrastmittel Gadolinium ist ein schwerwiegender Indikator dafür, wie einfach zahlreiche Stoffe über unser Trinkwasser direkt in unsere Nahrungskette kommen. [6]  Um diesen Risiken zu entgehen, helfen aktuell nur  moderne Wasserfilter zu Hause  und  im Gewerbe  dabei, reines Trinkwasser, frei von Medikamentenrückständen und anderen Zusatzstoffen, zu konsumieren. 
   
 
  [1]  Vgl. Dr. Katja Schmidt, Michael Bau, Gila Merschel, Nathalie Tepe: &quot;Anthropogenic gadolinium in tap water and in tap water-based beverages from fast-food franchises in six major cities in Germany&quot;, https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2019.07.075 , 2019 
 
 
  [2]  Vgl. Michael Bau, Science of the Total Environment, 2019; doi: 10.1016/j.scitotenv.2019.07.075 
 
 
  [3]  Vgl. Scinexx, „MRT-Kontrastmittel in Cola nachgewiesen“, https://www.scinexx.de/news/geowissen/mrt-kontrastmittel-in-cola-nachgewiesen/, 2019 
 
 
  [4]  Vgl. Scinexx, „MRT-Kontrastmittel in Cola nachgewiesen“, https://www.scinexx.de/news/geowissen/mrt-kontrastmittel-in-cola-nachgewiesen/, 2019 
 
 
  [5]  Vgl. Jacobs University: &quot;Researchers from Jacobs University Bremen find gadolinium from MRI contrast agents in soft drinks from fast-food restaurants&quot;, https://www.jacobs-university.de/news/researchers-jacobs-university-bremen-find-gadolinium-mri-contrast-agents-soft-drinks-fast-food, 2019 
 
 
  [6]  Vgl: Science of the Total Environment, 2019; doi: 10.1016/j.scitotenv.2019.07.075 
 
 
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            <title type="text">Weltbank warnt vor massiver, weltweiter Krise der Wasserqualität</title>
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                  Während sich bislang die meisten Diskussionen rund um die Menge an Wasser, beispielsweise bei Dürren oder Überschwemmungen drehten, zeigt die Weltbank in einer aktuellen Studie „Qualität unbekannt - Die unsichtbare Wasserkrise“ aus dem August 2019 das die unbekannten und verborgenen Gefahren in der eigentlichen Wasserqualität liegen. Die Probleme betreffen dabei nicht nur Entwicklungsländer, sondern sie sind global.  [1]  
 Die deutschen Forscher Haber und Bosch erhielten im Jahre 1918 den Nobelpreis, für die Gewinnung von Stickstoff. Mit diesem Kunstdünger war es plötzlich möglich große landwirtschaftliche Flächen nutzbar zu machen und Hungersnöte einzudämmen. Segen und Fluch zugleich: denn die Folgen für die Verschmutzung unseres weltweiten Wassers sind enorm. 
 Im folgenden Video der Weltbank „Quality Unknown: The Invisible Water Crisis“ (Übersetzung: Qualität unbekannt - Die unsichtbare Wasserkrise) wird das Problem noch einmal in seinem vollen Ausmaß klar: 
    
 &amp;nbsp; 
 In der neuen Weltbank Studie erklärt Wissenschaftler Richard Damania, dass die Konsequenzen aus der Verschmutzung des Wassers mit Stickstoff und unzähligen anderen Chemikalien sowie Mikroteilchen eines der größten Problemstellungen unserer Zeit ist. [2]  
 Darüber hinaus prüfte die Studie auch den Gehalt an Salz sowie den Gehalt an biologischen Sauerstoff in unserem Wasser: mit erschreckenden Erkenntnissen. Weltweit besteht ein enormes Risiko für unsere Wasserqualität. 
 Insbesondere Europa unter anderem auch Deutschland aber auch die USA, China sowie Afrika und Australien sind größtenteils davon betroffen. Die unbekannte Wasserbedrohung ist demzufolge viel tiefgreifender, als es bisher angenommen wurde. Veraltet ist dabei die Annahme, dass die Wasserverschmutzung nur ein Problem in armen Ländern ist. Auch ein hohes Einkommen ist kein Garant für eine gute Wasserqualität. Aufgrund des starken Wachstums der Wirtschaft, insbesondere Industrieländern, nehmen die chemischen Zusatzstoffe, die auch ins Grundwasser gelangen täglich zu. 
  &amp;nbsp;   
  Quelle: WorldBank - Richard Damania, Sébastien Desbureaux, Aude-Sophie Rodella, Jason Russ, and Esha Zaveri: QUALITY UNKNOWN THE INVISIBLE WATER CRISIS, https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/32245/9781464814594.pdf?sequence=3&amp;amp;isAllowed=y, August 2019, S. 7  
  Gewaltige Belastung des Wasserkreislaufs mit chemischen Stoffen  
 In den Industriestaaten werden ständig neue Chemikalien in die Umwelt und das Grundwasser eingetragen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass beispielsweise in den USA so jedes Jahr rund 1000 neue Substanzen in das Grundwasser gelangen. 
 Länder wie Deutschland, Frankreich oder Griechenland belasten die Wasserqualität, indem sie beispielsweise die Grenzwerte für Nitrat deutlich überschreiten. Mehr darüber erfahren Sie unter anderem hier:  Nitratbelastung im Grundwasser: im EU-Vergleich hält Deutschland den Rekord  
 Diese Länder wurden bereits mehrfach mit Sanktionen des europäischen Gerichtshofs belegt. Sie beteuern ihre Bemühungen, die Politik bleibt aber bislang untätig. 
 Die Europäische Union hat Deutschland, aufgrund der hohen Grundwasserbelastung mit Nitrat, mit einer letzten Fristsetzung gedroht. Dabei gilt der Konflikt um die Trinkwasserqualität zwischen Berlin und Brüssel seit langem als bekanntes Thema. Deutschland steht wegen deutlicher Überschreitung der Nitratwerte im Grundwasser eine neue Klage durch die EU-Kommission mit einer drohenden Zwangsgeldverordnung von 850.000 Euro TÄGLICH ins Haus! 
  Weltbank hält bestehende Verfahren zur Beseitigung von Fremdstoffen aus unserem Wasser für unzureichend  
 Die Kommunen betonen immer wieder, wie gut unser Trink- und Abwassersystem in Deutschland funktioniert. 
 Allerdings werden dabei Problemstellungen wie Verschmutzungen mit Mikroplastik oder Rückständen der Pharmaindustrie (darunter zahlreiche Medikamente) bislang überhaupt nichts berücksichtigt. Mehr dazu lesen Sie auch in den Beiträgen:  Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?  Sowie  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser?  
 Darüber hinaus gibt es für viele Schadstoffe weder festgelegte Grenzwerte noch zuverlässige Messungen. Hinzu kommt, dass die sogenannte Cocktailwirkung von vielen hunderten oder sogar tausenden unterschiedlichen Spurenstoffen auf die Gesundheit nur sehr schwer bis gar nicht einzuschätzen ist. Aus umweltmedizinischer Sicht sollte jegliche Aufnahme von toxikologischen Stoffen – egal in welchen Größenordnungen – vermieden werden. Lesenswert dazu:  Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser  
  Subventionen für Dünger weltweit verschärfen die Problemstellung  
 Die Studie der Weltbank legt nahe, dass ein höher Einsatz von Düngemittel und deren Subventionierung in Entwicklungsländern, nicht zwingend für eine bessere Lebenslage sorgt. Im Gegenteil für Babys und Kleinkinder, beispielsweise in Vietnam und Afrika, aufgrund von überhöhten Salz und Nitratwerten im Boden und Trinkwasser sogar lebensbedrohlich sein kann. Ein viel zu hoher Salzgehalt sorgt weltweit für Verluste in der Agrarwirtschaft. Folgende Grafik bietet einen Überblick: 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: WorldBank - Richard Damania, Sébastien Desbureaux, Aude-Sophie Rodella, Jason Russ, and Esha Zaveri: QUALITY UNKNOWN THE INVISIBLE WATER CRISIS, https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/32245/9781464814594.pdf?sequence=3&amp;amp;isAllowed=y, August 2019, S. 51  
    Weltbank ruft zum sofortigen Handeln auf  
 Die Studie der Weltbank setzt ein klares Zeichen und fordert umgehendes Handeln! Das Untätigbleiben der Politiker darf nicht länger geduldet werden. 
 Passend dazu werden in der Studie konkrete Vorschläge zu Informationen, Prävention und Investitionen für ein Tätigwerden der Politik zum Schutz der Wasserqualität gemacht, die in folgender Grafik veranschaulicht werden. 
 &amp;nbsp;  
  Quelle: WorldBank - Richard Damania, Sébastien Desbureaux, Aude-Sophie Rodella, Jason Russ, and Esha Zaveri: QUALITY UNKNOWN THE INVISIBLE WATER CRISIS, https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/32245/9781464814594.pdf?sequence=3&amp;amp;isAllowed=y, August 2019, S. 113  
 Darüber hinaus betont auch der Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU), dass immer mehr Schadstoffe in unser Wasser eingetragen werden, die es immer schwerer machen die gesetzlich vorgeschriebene Trinkwasserqualität einzuhalten. Der Verband fordert, dass die Verursacher auch an den Kosten für die Wasserreinigung beteiligt werden sollten. Im Idealfall sollten die Stoffe überhaupt nicht erst in den Wasserkreislauf gelangen, denn die Vorsorge ist deutlich besser, als die nachträgliche Reinigung. 
 Solange weiter ungehindert Stoffe in das Trinkwasser gelangen, helfen unsere  mehrstufigen Wasserfiltersysteme  umweltschonend und preiswert alle Stoffe herausfiltern. 
   
 
  [1]  Vgl. WorldBank - Richard Damania, Sébastien Desbureaux, Aude-Sophie Rodella, Jason Russ, and Esha Zaveri: QUALITY UNKNOWN THE INVISIBLE WATER CRISIS, https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/32245/9781464814594.pdf?sequence=3&amp;amp;isAllowed=y, August 2019 
 
 
  [2]  Vgl. WorldBank - Richard Damania, Sébastien Desbureaux, Aude-Sophie Rodella, Jason Russ, and Esha Zaveri: QUALITY UNKNOWN THE INVISIBLE WATER CRISIS, https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/32245/9781464814594.pdf?sequence=3&amp;amp;isAllowed=y, August 2019 
 
 
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            <title type="text">Sorge um Trinkwasserqualität: Frankfurt (Oder) reicht Klage gegen die Flutung...</title>
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                                            Das Grundproblem ist seit langem bekannt, die bedenklichen Werte wie Eisen und Sulfat steigen ständig. Die Wasserwerke der Stadt Frankfurt (Oder) sind an den Grenzen des Machbaren angekommen. Nun drohen nicht nur die Kosten für Wasser zu steigen, auch gesundheitlichen Gefahren...
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                  Das Grundproblem ist seit langem bekannt, die bedenklichen Werte wie Eisen und Sulfat steigen ständig. Die Wasserwerke der Stadt Frankfurt (Oder) sind an den Grenzen des Machbaren angekommen. Nun drohen nicht nur die Kosten für Wasser zu steigen, auch gesundheitlichen Gefahren aufgrund hoher Sulfatwerte für die Menschen in Berlin und Brandenburg, beispielsweise auf die Darmflora, sind nicht ausgeschlossen. Insbesondere Kinder und ältere Menschen könnten gefährdet sein, da die Langzeitwirkungen weder bekannt noch ausreichend erforscht sind.  
 Die Stadt Frankfurt (Oder) hat als Trägerin der Trinkwasserversorgung gemeinsam mit der Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA) Klage gegen die Genehmigung zur Flutung vor dem Verwaltungsgericht in Cottbus eingereicht. Laut FWA geht es dabei um die Trinkwasserversorgung von rund 65.000 Menschen. [1]  
  Probleme mit hohen Sulfatwerten in der Spree lange bekannt  
 Ursache für die Klage ist die Flutung des früheren Tagebaulochs bei Cottbus mit Spreewasser, die im April diesen Jahres erteilt wurde. Dabei soll im Bescheid jedoch die Sicherstellung der Trinkwasserqualität in Frankfurt (Oder) und den umliegenden Gemeinden nicht ausreichend berücksichtigt worden sein. Die Stadt bemängelt in der Klage vor allem eine mögliche stärkere Belastung des Trinkwassers mit Sulfaten, die Auslöser von Erkrankungen des Darms sein können. Mit der Flutung des Cuttbuser Ostsees kommt es zu einer neuen Eintragsquelle von Sulfaten, mit denen die Spree seit längerer Zeit zu kämpfen hat. Besonders besorgniserregend: Die im Verfahren bislang genehmigte Sulfatkonzentration von bis zu 620 mg/l würde deutlich über der in der Spree liegen. 
  Bedenkliche Eisenwerte in Spree und Mühe   
 Bereits im vergangenen Jahr berichtete unter anderem die ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft über bedenkliche Eisen- und Sulfatwerte in der Spree, zu denen die Landesregierung als Reaktion einfach eine Erhöhung der Grenzwerte für Sulfat Eintragungen (von 450 Milligramm auf 500 Milligramm pro Liter) plant. Auslöser für die Verunreinigungen ist vor allem der jahrzehntelange Braunkohleabbau in der Lausitz. [2]  
  Keine Lösungen für die nachhaltige Sicherung der Trinkwasserqualität in Sicht  
 Deutsche Fließgewässer befinden sich in einem immer schlechteren Zustand. Mehr darüber lesen Sie in unserem Beitrag:   „Wie ist es um den ökologischen Zustand der Fließgewässer in Deutschland bestellt?“   
 Bereits im Jahr 2015 sollten Vertreter des Berliner Senats und der Brandenburger Landesregierung, sowie des Bergbaukonzerns Leag, der Verwaltungsgesellschaft LMBV und der Wasserbetriebe aus Berlin und Frankfurt/Oder Lösungen für die chemischen Verunreinigungen finden. Allerdings bislang ohne nennenswerte Ergebnisse. 
 Die Beteiligten blieben bis heute passiv. Die Anhebung der Sulfatwerte als Notlösung wurde bislang vom Umweltministerium abgelehnt. 
  Offen bleibt die Frage:  Wie soll die Versorgung mit sauberem und gesundem Trinkwasser frei von gesundheitlichen Folgen für die Menschen in Berlin und Brandenburg dauerhaft gewährleistet werden? 
 Das Konzept der WasserManufaktur   &quot;Zapf Dir Wasser&quot;   könnte für mehrere Probleme eine zukunftsfähige Alternative zum Konsum von Leitungs- oder Mineralwasser darstellen. Über mehrstufige Filtersysteme werden alle bedenklichen Stoffe herausgefiltert. So zum Beispiel Mikroplastik, Medikamentenrückstände, Röntgenkontrastmittel, Weichmacher, Nanopartikel, per- und polyfluorierte Chemikalien aber auch Bakterien, Biofilm, Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa, Norovirus, Multiresistente Erreger oder Antibiotika-resistente Keime usw. 
 Des Weiteren ist diese Methode im Gegensatz zu Mineralwasser auch noch umweltschonend und preiswert. 
   
 
  [1]  RBB 24, Frankfurt (Oder) klagt gegen die Flutung des Ostsees,  https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2019/05/frankfurt-oder-klage-flutung-ostsee-grundwasser.html , 2019 
 
 
  [2]  ZfK, Brandenburg: Bedenkliche Eisen- und Sulfatwerte in der Spree,  https://www.zfk.de/artikel/brandenburg-bedenkliche-eisen-und-sulfatwerte-in-der-spree-2018-08-30/ , 2018 
 
 
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            <title type="text">Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikrop...</title>
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                                            Eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigt, dass gerade Markenwasser nicht nur häufig deutlich weniger Mineralstoffe enthalten, als Leitungswasser, sondern das insbesondere Verunreinigen, Keime und ein hoher Anteil an kritischen Substanzen ein Umdenke...
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                  Eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigt, dass gerade Markenwasser nicht nur häufig deutlich weniger Mineralstoffe enthalten, als Leitungswasser, sondern das insbesondere Verunreinigen, Keime und ein hoher Anteil an kritischen Substanzen ein Umdenken erfordern.    [1]     Nicht berücksichtigt wurde im Test der Anteil an Mikroplastik im Mineralwasser. Allerdings ist hier unter anderem eine Studie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe alarmierend.  
 Mineralwasser mit Schwermetallen und &amp;nbsp;Pestiziden belastet 
 Öko-Test untersuchte 53 Wassermarken darunter Gerolsteiner und Apollinaris sowie Wässer von Discountern und Supermärkten wie Lidl oder Rewe. Stiftung Warentest stellte 32 stille Mineralwässer auf den Prüfstand, darunter unter anderem&amp;nbsp; Adelholzener, Evian, Volvic sowie diverse Wasser aus Discounter und Supermarkt. 
 Im aktuellen Test von Stiftung Warentest schnitten die stillen Mineralwässer insgesamt schlechter ab. Dabei fiel die Hälfte durch. Eine Ursache: Stilles Wasser ist besonders anfällig für Keime, da keine Kohlensäure zugeführt wird. Insbesondere Discounter-Wasser schnitten gut ab. Markenwasser wie Volvic und Evian hingegen erhielten nur ein „befriedigend“. Zwei Bio Wässer waren sogar „mangelhaft“. [2]  
 Insgesamt ist die Bilanz der Untersuchung niederschmetternd. Der folgende Überblick zeigt eine Zusammenfassung der Testergebnisse. 
 
 „Es wurden  problematische Inhaltsstoffe  gefunden, darunter die Schwermetalle Uran und Arsen. Uran kann sich im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen, Arsen gilt als krebserregend. 
 11 Mineralwasser enthielten  Abbauprodukte von Pestiziden  
  Discounter-Produkte schneiden häufig besser ab als Makenprodukte  – bei den Inhaltsstoffen. Sie schnitten bei der „ursprünglichen Reinheit“ mit „sehr gut“ ab, darunter Mineralwässer von Rewe, Penny, Lidl oder Aldi für etwa 13 Cent pro Liter. 
  Testsieger war unter anderem der Gerolsteiner Sprudel . Er konnte bei der Verpackung (Glas-Mehrweg), bei den Inhaltsstoffen und der ursprünglichen Reinheit punkten. 
  Vorsicht vor Apollinaris : Nur ein Mineralwasser fiel durch: Ausgerechnet im beliebten Tafelwasser Apollinaris Classic fand Öko-Test mehr Bor, als für Trinkwasser erlaubt ist, und einen erhöhten Arsenwert!“ [3]   
 
  Insbesondere im europäischen Raum hat Mineralwasser den Ruf, dank seines Gehalts an Mineralstoffen besonders gesund zu sein. Auch in Deutschland ist Mineralwasser sehr beliebt. Allerdings weist die WHO (World Health Organisation) darauf hin, dass Mineralstoffe im Mineralwasser nicht den Effekt besitzen, den viele Verbraucher vermuten. Mehr darüber in unserem Blog lesen:   Brauchen wir Mineralwasser für einen ausgeglichenen Mineralhaushalt?   
  Schon gewusst?  Leitungswasser ist zwar grundsätzlich billiger, jedoch auch nicht unbedenklich. Mehr dazu lesen in unserem Blogbeitrag:   Schadstoffe im Leitungswasser?   
 Doch gefunden wurden auch in diesen Testreihen nur die Stoffe nach denen auch tatsächlich gesucht wurde. Wir von der WasserManufaktur empfehlen auch nach vielen weiteren gesundheitlich bedenklichen Stoffen wie z.B. Mikroplastik, Weichmachern, usw. intensiv zu suchen!   Mehr über das Thema:   Mikroplastik in Plastikflaschen  &amp;nbsp;in unserem Blog erfahren. 
 Stiftung Warentest hat Leitungswasser wieder fast überall in Deutschland mit gut beurteilt. Jedoch wurden in den Labortests die Proben &quot;nur&quot; auf 126 Stoffen untersucht (in der Trinkwasserverordnung werden nur nach ca. 40 Stoffen gesucht). Die Welt der Analytik ist jedoch wesentlich komplizierter geworden! Um wirklich sicher zu gehen, müssten die Wasserproben nach vielen tausenden Stoffen, aber auch Metabolite und Transformationsprodukte speziell untersucht werden. 
 Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel:   Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser.   
  „… Viele der Stoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil eben nicht explizit danach gesucht wurde. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielzahl wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, für alle Stoffe alle notwendigen Daten für eine Risikoabschätzung zu erheben. …“    Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie) 
 Mineralwasser mit Mikroplastik verunreinigt 
 Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe untersuchte Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika darunter wurde auch eine Methode entwickelt, um Mikroplastik in Mineralwasser zu bestimmen. Im Rahmen einer Studie wurden 38 Mineralwässer in Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen, in Glasflaschen und in Getränkepackungen in Deutschland untersucht. 
 Erschreckendes Ergebnis: Mikroplastik wurde in jeder Art von Wasser gefunden, fast 80 % sind zwischen 5 und 20 μm groß. [4]  
 Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bestätigt:  „Es wurden Mineralwässer aus 22 verschiedenen Mehrwegflaschen und Einwegflaschen aus PET untersucht, 3 Getränkekartons und 9 verschiedenen Glasflaschen. Dabei wurde in allen Verpackungsarten Mikroplastik im kleinen (50-500 µm) und sehr kleinen (1-50 µm) Größenbereich gefunden. Ca. 80 % aller identifizierten Partikel gehörten dem kleinsten untersuchten Größenbereich von 5-20 µm an (siehe Abb. 1 rechts). Dieser Größenbereich kann bisher nur mit der hier verwendeten Raman-Mikrospektroskopie abgedeckt werden.&quot;&amp;nbsp;  [5]  
 Die mehrstufigen Wasserfiltersysteme der WasserManufaktur filtern Mikroplastik raus und reduzieren durch die Wiederbenutzung der Behälter den Plastikverbrauch auf ein Minimum. Mit unserer Alternative zu Flaschenwasser könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Plastikflaschen für Mineralwasser eingespart werden .  
 Die folgende Grafik veranschaulicht die durchschnittlichen Mikroplastikgehalte in allen 4 untersuchten Mineralwasserverpackungen. Für Überraschung sorgte der hohe Mikroplastik Anteil einiger Glasflaschen, wobei innerhalb der einzelnen Flaschen zum Teil starke Unterschiede festgestellt wurden: 
   
  Abbildung 1:&amp;nbsp; Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe, Untersuchung von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika, https://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S0043135417309272-fx1_lrg.jpg, 2018  
  Fazit:  Hält man sich den Werdegang vom Flaschenwasser vor Augen, ist klar: Flaschenwasser ist ökologisch nicht vertretbar. So stellen schon allein die anfallende Energie und das Material für die Herstellung und den Transport einen ökologischen Irrsinn dar.  Würden WasserTrinker auf Alternativen zu Flaschenwasser zugreifen, könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Flaschen eingespart werden!  
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Vgl: Utopia: „Mineralwasser-Test 2019: Uran, Arsen und Pestizide in Markenwasser“, https://utopia.de/mineralwasser-test-stiftung-warentest-kohlensaeure-55853, Stand 2019 
 
 
  [2]  Vgl. Utopia, „Stilles Mineralwasser bei Stiftung Warentest: Jedes zweite Wasser fällt durch“, https://utopia.de/mineralwasser-bei-stiftung-warentest-jedes-zweite-wasser-faellt-durch-144968/, Stand Juni 2019 
 
 
  [3]  Utopia: „Mineralwasser bei Öko-Test: Apollinaris mit bedenklichen Inhaltsstoffen“, https://utopia.de/oeko-test-mineralwasser-144921/, Juni 2019 
 
 
  [4]  Vgl. Darena Schymanski, Christophe Goldbeck, Hans-Ulrich Humpf: &quot;Analysis of microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: Release of plastic particles from different packaging into mineral water&quot;, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0043135417309272, Stand 2019 
 
 
  [5]  CVUA-MEL: &quot;Untersuchung von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika&quot;, https://www.cvua-mel.de/index.php/aktuell/138-untersuchung-von-mikroplastik-in-lebensmitteln-und-kosmetika, Stand 2018 
 
 
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            <title type="text">Mikroplastik in Plastikflaschen</title>
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                  In letzter Zeit häufen sich Untersuchungsergebnisse zum Thema Mikroplastik in unserer Umwelt. Eine aktuelle Studie an der Universität in Victoria / Kanada macht das Problem jetzt mehr als deutlich und zeigt, dass jeder Erwachse jährlich bis zu 212.000 Partikel Mikroplastik aufnimmt. Allein durch die Wasseraufnahme über Plastikflaschen werden bis zu 90.000 kleinste Plastik-Teilchen jedes Jahr aufgenommen. Die Wissenschaftler halten ihre gemachten Schätzungen noch für zu niedrig.¹       
 Mikroplastik überall? 
 Ganz gleich ob synthetische Kleidung, Kosmetika, Autoreifen, Plastikverpackungen – die Produkte unseres täglichen Bedarfs sind voller Kunststoff und geben Unmengen an kleinsten Partikeln an unsere Umwelt ab. Dabei handelt es sich um winzige Teilchen, deren genaue Wirkung auf unseren Organismus noch nicht im Detail erforscht wurde. Für die Wissenschaftler der kanadischen Studie haben Partikel, die kleiner als 130 Mikrometer sind jedoch das Potential vom menschlichen Gewebe aufgenommen zu werden und dort Reaktionen wie Entzündungen und Immunstörungen auszulösen. Die kanadischen Forscher analysierten im Rahmen Ihrer Studie für das Fachmagazin „Environmental Science and Technology“ hunderte Datensätze zur Verschmutzung durch Mikroplastik und verglichen diese mit den durchschnittlichen Lebens- und Essgewohnheiten von US Bürgern. Wie viele Mikroteilchen eine Person aufnimmt, hängt dabei auch stark vom Lebensumfeld und den Essgewohnheiten ab. Ein Erwachsener kann dabei ohne es zu wissen jährlich allein rund 52.000 Partikel über die Luft einatmen. 
  Für diese Ergebnisse untersuchten die Forscher um Kieran D. Cox 26 Studien die sich mit dem Gehalt an Mikroplastik in:  
 
 Fischen und Meeresfrüchten 
 Zucker 
 Salz 
 Honig 
 alkoholischen Getränken 
 Luft 
 Trinkwasser 
 beschäftigten und verglichen diese mit den Ernährungsempfehlungen der USA. 
 
 &amp;nbsp; 
 Trinken aus Plastikflaschen erhöht den Mikroplastikanteil um ein Vielfaches 
 Menschen die nur aus Plastikflaschen trinken nehmen den Schätzungen der kanadischen Forscher zufolge zusätzlich weitere 90.000 Partikel pro Jahr zu sich. „Leitungswassertrinker nähmen dagegen nur rund 4000 Teilchen pro Jahr auf.“²&amp;nbsp;Das Ergebnis macht deutlich, dass es besser ist auf den Genuss von Getränken aus Plastikflaschen zu verzichten. 
 Du bist was du isst – konsumiert jeder von uns umgerechnet eine Kreditkarte pro Woche? 
 Einer weiteren Untersuchung auf der University of Newcastle in Australien basierenden Studie im Auftrag des WWF zufolge nehmen Menschen pro Woche im globalen Durchschnitt bis zu fünf Gramm Mikroplastik auf. Dieser Anteil entspricht in etwa dem Gewicht einer Kreditkarte.³ 
   
 Mikroplastik in der Luft, im Wasser und in der Nahrung 
 Erwachsene in Industrieländern könnten der kanadischen Studie zufolge mehr als 500 Mikroplastik-Partikel täglich über Luft, Wasser und Nahrung aufnehmen. Werden Nahrung, Atemluft und Wasseraufnahme zusammengerechnet, kommt den Schätzungen zufolge ein Mädchen, das Leitungswasser konsumiert auf 81.000 und ein Erwachsener Mann der regelmäßig Wasser aus Plastikflachen trinkt auf 212.000 Partikel pro Jahr.⁴ Die Wissenschaftler machen darauf aufmerksam, dass stärker Mikroplastik in Luft und Wasser eingegangen werden muss, denn allein ein Drittel der Partikel kommt aus der Luft. Genauere Angaben zu Quellen von Mikroplastik in Deutschland macht der WWF in seinem aktuellen Faktenblatt-Mikroplastik: 
   
 
    Abbildung 1: Quelle: Top-Ten-Quellen von Mikroplastik in Deutschland Fraunhofer Umsicht, WWF-Faktenblatt-Mikroplastik, 2019    
 Zahlreiche Studien zu Mikroplastik, mehr dazu u. a. unter  Mikroplastik in unserem Trink- und Mineralwasser , beschäftigen sich beispielsweise auch mit der Verschmutzung der Meere. Allerdings ist noch relativ unklar, wie die Auswirkungen von Mikroplastik an Land beispielsweise auf unser Grundwasser sind. An Land sind Böden wahrscheinlich die wichtigste Senke von Mikroplastik.⁵&amp;nbsp;Einmal in der Umwelt, gelangt Plastik in Luft und Böden und sickert bis ins Grundwasser wie folgende Grafik aus dem Faktenblatt des WWF verdeutlicht: 
   
 
   Abbildung 2: WWF-Faktenblatt-Mikroplastik: Mikroplastik in der Umwelt, Seite 11, Stand 2019- aus Prozesse, Quellen und Senken von Mikroplastikpartikeln in Bodensystemen. Quelle: Hurley, Nizetto (2018)   
 Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei konnten jetzt erstmals belegen, dass sich an Land, in Böden und Binnengewässern, große Mengen Kunststoffteilchen finden –bis zu 23-mal mehr als in den Ozeanen!⁶    
  Fazit der Studien:  Nicht nur die Wissenschaftler im Forschungsteam der Universität in Victoria/Kanada bestätigen, dass der wirksamste Weg gegen die steigende Verschmutzung mit Mikroplastik nur durch die verringerte Produktion und Nutzung von Plastik in unseren Alltagsprodukten möglich werden kann.    
 Mikroplastik und die Auswirkungen auf unseren Körper: 
 Dr. Tamara Grummt (UBA) und Prof. Dr. Angela Köhler konnten in ihren Untersuchungen zeigen, wie stark der Einfluss von Mikroplastik auf unseren Körper ist:„ Zum jetzigen Zeitpunkt kann durch Untersuchungen am Lebendzellmikroskop gezeigt werden, dass Mikroplastikpartikel einen unmittelbaren Effekt auf die humanen Zelllinien ausüben. Es können zwei Wirkungen beschrieben werden: 1. Die Partikel lagern zwischen den Zellen oder lagern sich an deren Oberflächen. Dies führt zur starken Beeinflussung der Zellen. Das ist nicht nur optisch sichtbar, sondern auch eine Ausschüttung von Entzündungsparametern ist messbar. Entzündungsprozesse sind in vielen Fällen bei Anhalten der Exposition in die Entwicklung von chronischen Krankheiten involviert. 2. Weiterhin konnte beobachtet werden, dass die Partikel in die Zellen eindringen können “ . Dr.Tamara Grummt macht dabei erschreckend deutlich, dass „  als eine Wirkung der Mikroplastikpartikel entzündliche Prozesse (Zytokine) zu erwarten sind, die dann bei anhaltender Exposition zu adversen Effekten führen können, wie z. B. Krebs.  “⁸   Versuche an Tieren zeigen weitere Auswirkungen von Mikroplastik  zu denen unter anderem ein Eingreifen in unser Hormonsystem bestätigt wurde und durch Mikroplastik organische Schadstoffe in unserem Darm gebunden werden. In den Tierversuchen wurden auch geringere Erfolge bei der Fortpflanzung, verstärkte Entzündungsvorgänge, Verkleinerung der Generation sowie eine Erhöhung des Fraßdrucks festgestellt. 
 Zusammenfasung von Prof. Dr. Angela Köhler, Biologin Alfred Wegener Institut, Helmholtz:: &quot; Wir haben den Verdacht, dass je kleiner die Partikel sind, desto gefährlicher sind sie möglicherweise für den Organismus. Weil sie in die Zellen selbst aufgenommen werden können .“⁹ 
  Die Bundesanstalt für Risikobewertung schweigt zu den durch Mikroplastik   verursachten Folgen , wie Prof. Dr. Gerd Liebezeit von der Carlvon-Ossietzky-Universität Oldenburg weiß: “ Die Bundesanstalt für Risikobewertung hat bei einer Veranstaltung in Berlin sehr deutlich gesagt, dass man das noch für zu früh hält, um irgendwelche Abschätzungen abzugeben über die mögliche Gesundheitsgefährdung. Nun ist das ein bisschen ein verqueres Argument. Wenn man keinem das Geld gibt, die Gesundheitsgefährdung abzuschätzen, dann kann man natürlich auch keine Aussagen darüber machen, ob es gesundheitsgefährdend ist. Statt zu sagen, ich gebe jetzt mal ein paar 1.000 Euro aus, das ist wirklich nicht viel, lass diese Partikel in der Luft sammeln und gucke mir an, wie die Schadstoffbelastung ist, dann kann ich was dazu sagen, ob das gefährlich ist oder nicht. Das finde ich also von der Politik her einfach ein falsches Verhalten. ”¹⁰ 
  Die  mehrstufigen Wasserfiltersysteme der WasserManufaktur  filtern Mikroplastik raus und reduzieren durch die Wiederbenutzung der Behälter den Plastikverbrauch auf ein Minimum. Mit unserer Alternative zu Flaschenwasser könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Plastikflaschen für Mineralwasser eingespart werden. ⁷   
   
 
   Quellen   
 [1] Vgl. Environmental Science and Technology: Human Consumption of Microplastics, Kieran D. Cox,Garth A. Covernton, Hailey L. Davies, John F. Dower, Francis Juanes and Sarah E. Dudas, Juni 2019 [2] NTV Wissen, Lieber nicht aus Kunststoffflaschen trinken?, https://www.n-tv.de/wissen/Lieber-nicht-aus-Kunststoffflaschen-trinken-article21070497.html, 2019 [3] Tagesschau: WWF-Studie Die wöchentliche Dosis Mikroplastik https://www.tagesschau.de/inland/mikroplastik-studie-101.html, Juni 2019 [4] Vgl. Ökotest, Mikroplastik-Studie: Erwachsene nehmen jährlich bis zu 212.000 Partikel auf, Juni 20199 [5] WWF-Faktenblatt-Mikroplastik: Mikroplastik in der Umwelt, Seite 11, Stand 2019 [6] Vgl. GEO: Mikroplastik: Böden noch stärker belastet als Ozeane, https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/18364-rtkl-plastikmuell-mikroplastik-boeden-noch-staerker-belastet-als-ozeane, Stand 2019 [7] Vgl. Environmental Science and Technology: Human Consumption of Microplastics, Kieran D. Cox,Garth A. Covernton, Hailey L. Davies, John F. Dower, Francis Juanes and Sarah E. Dudas, Juni 2019  [8] BfR, Bundesinstitut für Risikobewertung: &quot;Fortbildung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst 2018, Dr. Tamara Grummt&amp;nbsp; S. 61   [9] NDR: &quot;Mikroplastik weiter in Kosmetik&quot; https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Gefaehrliches-Mikroplastik-tatenlose-Industrie,mikroplastik242.html, 2016   [10] Unser Planet: Mikroplastik – Jetzt auch in Bier und Honig!, Gerd Liebezeit, Umweltbundesamt, https://unserplanet.net/mikroplastik/ 2018  
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2019-06-27T09:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Behältnisse zur Aufbewahrung von Wasser?</title>
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                                            Nicht nur unsere Meere sind bereits mit Plastikmüll verseucht. Aktuelle Studien zeigen beispielsweise, dass insbesondere PET-Mehrwegflaschen aber auch andere Mineralwasserflaschen einen hohen Gehalt an Mikroplastik im Wasser und Boden erzeugen.
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                 Nicht nur unsere Meere sind bereits mit Plastikmüll verseucht. Aktuelle Studien zeigen beispielsweise, dass insbesondere PET-Mehrwegflaschen aber auch andere Mineralwasserflaschen einen hohen Gehalt an Mikroplastik im Wasser und Boden erzeugen. Doch welche Alternativen gibt es und welche Vor- und Nachteile bringen Behälter zur Aufbewahrung von Wasser aus Glas, Tritan oder PP mit sich? 
  Glas Behälter zur Aufbewahrung von Wasser  Die beiden häufigsten Materialien, aus denen Flaschen gearbeitet sind, sind Glas und Kunststoff. Glas ist trotz des höheren Gewichts für viele Menschen eine beliebte Option. Denn Glas sondert keine belastenden Stoffe ab und gibt somit auch keine unerwünschten Schadstoffe an das Wasser ab. Glasbehälter bieten aber noch eine Reihe von weiteren Vorteilen für die Aufbewahrung von Wasser. Sie sind: 
 
 recyclebar 
 hygienisch 
 transparent 
 geruchsneutral 
 umweltfreundlich 
 spülmaschinenfest 
 für verschiedene Getränke geeignet 
 frei von gesundheitsschädigenden Stoffen wie z.B. Weichmachern 
 
 &amp;nbsp; 
  Natürlich besitzt Glas auch Nachteile, die wir Ihnen auch nicht vorenthalten wollen.  
 
 hoher Energieaufwand bei der Herstellung und beim Recycling 
 zerbrechlich 
 schwer 
 
 &amp;nbsp; 
  Unser Tipp:  Keine  Flaschenbürste  zur Hand? Für die intensive Reinigung von Glasbehältern und bei hartnäckigen Verunreinigungen und Überresten können Reiskörner helfen. Einfach etwa zwei Esslöffel Körner in den Behälter geben und etwas Wasser hinzugeben. Anschließend kräftig schütten. So lassen sich selbst hartnäckige Verschmutzungen mühelos entfernen. Eine weitere Möglichkeit sind unsere  Chlordioxid Tabs zur Entkeimung . 
  Tritan Behältnisse frei von BPA und Weichmachern  Behälter aus Kunststoff sind in Verruf geraten, da sie u. a. Bisphenol A, kurz BPA an das Wasser abgeben. Bisphenol A gehört zu den hormonellen Schadstoffen, die schon in winzigen Mengen unserem Hormonhaushalt Schaden zufügen. Tritan bietet eine BPA-freie Alternative, denn es wird vom Unternehmen Eastman Chemicals aus Copolyester hergestellt. Tritan vereint alle Vorteile von Kunststoff ist jedoch 100 % Bisphenol-A BPA frei. Die Vorteile des thermoplastischen Kunststoffs im Überblick: 
 
 spülmaschinenfest bis 75 Grad 
 Bisphenol-A BPA frei 
 geschmacksneutral 
 lebensmittelecht 
 wärmebeständig 
 bruchsicher 
 
 &amp;nbsp; 
  Tritan birgt allerdings auch Nachteile:  
 
 Tritan ist ein Kunststoff und stellt wie alle anderen Kunststoffe langfristig ein Problem für die Umwelt dar, auch wenn es mehrfach verwendbar ist. 
 „BPA-frei“ heißt nicht automatisch, dass nicht andere Stoffe und alternatives Plastik mit anderen Nebenwirkungen mit Tritan verbunden sind, hierzu gibt es noch keine aussagekräftigen Langzeitstudien. 
 
 &amp;nbsp; 
  Unser Tipp:  Für eine lange Haltbarkeit der Tritan-Behälter entweder manuell säubern oder mit milden Reinigungsmitteln und bei max. 75 Grad im Geschirrspüler reinigen. 
  Polypropylen (PP) Behältnisse ohne BPA und Weichmacher  Polypropylen (PP) ist ein Kunststoff, der hart, fest und thermisch bis zu 100 Grad belastbar ist. Anders als bei der Herstellung von Polycarbonat oder abgekürzt PC ist hier kein Bisphenol A nötig. 
 
 besonders langlebig und robust 
 frei von Bisphenol-A BPA 
 spülmaschinenfest 
 ohne Weichmacher 
 lebensmittelecht 
 wärmebeständig 
 bruchsicher 
 
 &amp;nbsp; 
 Während manche PP als „guten“ Kunststoff feiern, gibt es auch Nachteile, die der thermoplastische Kunststoff mit sich bringt. 
 
 PP ist wie Tritan ein Kunststoff und belastet wie andere Kunststoffe die Umwelt 
 Polypropylen besitzt einen höheren Diffusionskoeffizenten als Tritan. Das bedeutet, dass das Risiko einer Kontamination, beispielsweise von Wasser, durch Polypropylen höher sein kann, als durch Tritan (Quelle: vgl. Bundesinstitut für Risikobewertung 2012). 
 
 &amp;nbsp; 
 Um letztendlich ganz sicher zu gehen empfiehlt die WasserManufaktur  Glas- oder Edelstahlbehälter ! 
  Unser Lesetipp passend zum Thema:   Wasserbehälter richtig reinigen – worauf kommt es an?  
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                            <updated>2019-06-01T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Weltweite Bedrohung durch Resistenzen: Antibiotikaresistente Erreger in unser...</title>
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                                            In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sorgen resistente Krankheitserreger weltweit für Problemstellungen, denn die Erreger reagieren resistent zum Beispiel auf die gängigen Antibiotika. Eine aktuelle Studie verdeutlicht nun die Belastung unserer Klärwerke mit Resistenzen.
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                  In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sorgen resistente Krankheitserreger weltweit für Problemstellungen, denn die Erreger reagieren resistent zum Beispiel auf die gängigen Antibiotika. Eine aktuelle Studie verdeutlicht nun die Belastung unserer Klärwerke mit Resistenzen.  
 Antibiotikaresistente Erreger stellen ein großes Problem für die Medizin dar. Zahlreiche Krankheitserreger reagieren nicht mehr auf die Medikamente. „Antibiotikaresistente Bakterien und ihre Widerstandsgene breiten sich weltweit unter Menschen, Lebensmitteln, Tieren, Pflanzen und in der Umwelt (Boden, Wasser und Luft) aus“ [1] , mit möglichen, verehrenden Folgen. 
 Überblick zur Studie – Antibiotikaresistenzen in europäischen Klärwerken 
 Ein Expertenteam aus Finnland ist im Rahmen einer aktuellen Studie der Fragestellung nachgegangen, wie sich die derzeitige Verbreitung von antibiotikaresistenten Erregern am besten nachvollziehen lässt. Ihre Antwort findet sich in der Studie „Antibiotic resistance in European wastewater treatment plants mirrors the pattern of clinical antibiotic resistance prevalence“ [2]  – durch die genaue Untersuchung von Klärwerken. 
 Im Rahmen der europäischen Vergleichsstudie untersuchte das Wissenschaftlerteam um Katariina M. Pärnänen der finnischen Universität in Helsinki sowie David Kreis der deutschen Technischen Universität in Dresden die Belastung von Klärwerken mit Resistenzen in 7 Ländern – in Portugal, Spanien, Irland, Zypern, Deutschland, Finnland und Norwegen. 
 Ergebnis der Studie: in allen Kläranlagen finden sich Resistenzen 
 Die Wissenschaftler konnten zunächst zeigen, dass insbesondere hochmoderne Klärwerke die Verbreitung von Resistenzen reduzieren können.  [3]  
 Jedoch wurden in allen getesteten Klärwerken Antibiotikaresistenzen nachgewiesen. Dabei wurde ein Süd-Nord-Gefälle deutlich, bei dem im Süden Europas die Belastung deutlich höher war, als in Deutschland und den anderen Staaten im nordeuropäischen Raum. Eine Ausnahme stellte Irland da, hier fiel die Belastung ebenfalls höher aus. 
 Die Studienergebnisse spiegeln u. a. auch den Fakt wider, dass im Süden Europas mehr Antibiotika verschrieben werden. 
 Die gefundenen Resistenzen decken sich mit denen, die auch in Krankenhäusern für Probleme sorgen. Darunter u. a. Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus. 
 Die Studie zeigt, dass die Belastung mit Erregern durch Klärwerke reduziert werden kann, dennoch entlassen alle geprüften Klärwerke noch Resistenzen in die Umwelt. Derzeit ist die Belastung des geklärten Wassers in den Ländern Südeuropas und Irlands höher, als in den drei nördlich gelegeneren Ländern. 
 Wissenschaftler David Kneis betont, dass die Menge der Antibiotikaverordnungen nicht der einzige Grund für diese Ergebnisse ist. 
 Auch andere Faktoren spielten eine Rolle, wie etwa: 
 
 die Höhe der Niederschläge 
 das Ausmaß der Antibiotikavergabe an Tiere in der Landwirtschaft 
 &amp;nbsp;die Größe der Kläranlagen 
 „sowie die Temperaturen  , denn die die optimalen Überlebenschancen für viele der Bakterien, die im menschlichen Verdauungstrakt leben, ist eine Temperatur von mehr als 30 Grad. Daher ist es nicht überraschend, dass diese Bakterien in der Umwelt von wärmeren Regionen besser überleben.“ [4]    
 
 Die Ergebnisse der Studie machen die Notwendigkeit, regelmäßiger Überwachungs-und Kontrollmaßnahmen, die möglicherweise je geografischer Regionen besonders geeignet sein müssen, deutlich. [5]  
  Antibiotika-Krise weltweit  
 Nicht nur die aktuelle europäische Studie zeigt die Problematik der Resistenzen. Weltweit wird bereits von einer Antibiotika-Krise gesprochen, die eine Dokumentation im Auftrag des ZDF aufgreift. [6]  
 Darin wird deutlich, wie bedroht wir davon sind, dass antibiotika-resistente Keime zur weltweiten Todesursache Nr. 1 werden. Die Ärzte der Dokumentation &quot; Resistance Fighters &quot; arbeiten seit Jahren mit Wissenschaftlern, Diplomaten aber auch Patienten daran, konkrete Lösungsansätze durchzusetzen, die dieser Entwicklung entgegenwirken können. 
 Die Fakten der Experten: 
 
 bis 2050 wird sich die Zahl der Todesopfer durch antibiotika-resistente Keime verzehnfachen 
 Erreger könnten jährlich rund 10 Millionen Menschen töten 
 
  Sie zeigen, wie sich durch die massenhafte Nutzung von Antibiotika in der Tiermast resistente Keime unkontrolliert in der Umwelt ausbreiten. 
 Darüber hinaus decken sie auf, dass sich immer mehr Konzerne aus der Antibiotikaforschung zurückziehen, weil immense Entwicklungskosten und zunehmende Resistenzen auch bei neuen Antibiotika das Geschäft nicht mehr kontrollierbar machen. 
 Die Dokumentation macht deutlich: unkontrollierte Antibiotikaresistenzen sind eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit! 
    
 &amp;nbsp; 
 Aber auch andere Studien wie der TECHNICAL REPORT: &quot;The bacterial challenge: time to react&quot; machen deutlich, dass es für uns höchste Zeit ist auf die Entwicklung zu reagieren. Der Technical Report bringt es in seiner Zusammenfassung deutlich auf den Punkt. 
 
 Es besteht eine große Lücke zwischen der Belastung durch Infektionen durch multiresistente Bakterien und der Entwicklung neuer Antibiotika, um das Problem anzugehen. 
 Die Resistenz gegen Antibiotika ist unter Gram-positiven und Gram-negativen Bakterien, die beim Menschen schwere Infektionen verursachen, hoch. 
 Die Resistenz unter bestimmten Gram-negativen Bakterien nimmt zu. 
 Infektionen, die durch multiresistente Bakterien verursacht werden, sind mit übermäßiger Morbidität und Mortalität verbunden. 
 Infektionen, die durch multiresistente Bakterien verursacht werden, sind mit erheblichen Mehrkosten verbunden. 
 Nur sehr wenige antibakterielle Wirkstoffe mit neuen Wirkmechanismen sind in der Entwicklung, um der Herausforderung der multiresistenten Resistenz zu begegnen. 
 Es besteht ein besonderer Mangel an neuen Wirkstoffen zur Behandlung von Infektionen durch multiresistente Gram-negative Bakterien. 
 Es braucht eine europäische und globale Strategie, um diese Lücke zu schließen … [7]  
 
   
 
  [1]  Studie: Antibiotic resistance in European wastewater treatment plants mirrors the pattern of clinical antibiotic resistance prevalence, Katariina M. Pärnänen, Carlos Narciso-da-Rocha, David Kneis, Thomas U. Berendonk, Damiano Cacace und weitere,  https://advances.sciencemag.org/content/5/3/eaau9124  März 2019 
 [1] Vgl. „In Südeuropas Kläranlagen sind häufiger Antibiotikaresistenz-Gene zu finden“  https://www.welt.de/gesundheit/article190956039/Studie-Resistenzen-in-Klaeranlagen-Wasser.html , 2019 
 
 
  [2]  Studie: Antibiotic resistance in European wastewater treatment plants mirrors the pattern of clinical antibiotic resistance prevalence, Katariina M. Pärnänen, Carlos Narciso-da-Rocha, David Kneis, Thomas U. Berendonk, Damiano Cacace und weitere,  https://advances.sciencemag.org/content/5/3/eaau9124  März 2019 
 
 
  [3]  Vgl. „In Südeuropas Kläranlagen sind häufiger Antibiotikaresistenz-Gene zu finden“  https://www.welt.de/gesundheit/article190956039/Studie-Resistenzen-in-Klaeranlagen-Wasser.html , 2019 
 
 
  [4]  Studie: Antibiotic resistance in European wastewater treatment plants mirrors the pattern of clinical antibiotic resistance prevalence, Katariina M. Pärnänen, Carlos Narciso-da-Rocha, David Kneis, Thomas U. Berendonk, Damiano Cacace und weitere,  https://advances.sciencemag.org/content/5/3/eaau9124  März 2019 
 
 
  [5]  Vgl. Welt, https://www.welt.de/gesundheit/article190956039/Studie-Resistenzen-in-Klaeranlagen-Wasser.html , 2019 
 
 
  [6]  Vgl. https://www.arte.tv/de/videos/072494-000-A/resistance-fighters/, 2019 
 
 
  [7]  &quot;The bacterial challenge: time to react&quot; https://ecdc.europa.eu/sites/portal/files/media/en/publications/Publications/0909_TER_The_Bacterial_Challenge_Time_to_React.pdf, 2019 
 &amp;nbsp; 
 
 
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            <title type="text">Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf?</title>
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                  Der Verbrauch von Medikamenten steigt seit vielen Jahren stetig an und wird sich global ebenfalls rasant weiter beschleunigen. Der jährliche Verbrauch an Arzneimitteln in Deutschland liegt bei rund 30.000 Tonnen. Diese pharmazeutischen Präparate enthalten in etwa 2300 unterschiedliche Inhaltsstoffe – 1200 Medikamente bzw. deren Wirkstoffe werden als potenziell umweltschädigend und gegebenenfalls sogar für unsere Gesundheit als bedenklich eingestuft.   
 Wo liegen die Ursachen? 
 Die Ursachen dafür sind multifaktoriell - falsche Ernährung, Umweltgifte, zu wenig Bewegung, ungenügendes Stressmanagement usw. - und führen unweigerlich zu einem immer höheren Verbrauch an Medikamenten. Ein Großteil dieser Medikamente und/oder deren Abbauprodukte sowie Transformationsprodukte wiederum landen in der Umwelt und der Kreislauf ist gegeben. 
 Wie gelangen Medikamentenrückstände in unser Wasser? 
 Der Eintrag von Arzneimittelwirkstoffen, der&amp;nbsp; entsprechenden Metabolite und Transfor-mationsprodukte in die Umwelt kann über unterschiedliche Wege erfolgen. Die Medikamente kommen von Apotheken oder durch Krankenhäuser zu den jeweiligen Patienten und durch Ausscheidung oder unsachgemäße Entsorgung der Patienten in die jeweiligen kommunalen Abwassersysteme. Von dort aus können die ersten Spurenstoffe durch zum Beispiel Leckagen in die Umwelt gelangen oder landen in der kommunalen Kläranlage. Je nach Aufbereitungsverfahren in den jeweiligen Kläranlagen kommt das vorgereinigte Wasser entweder wieder ins Oberflächenwasser (z. B. Flüssen) oder als Klärschlamm auf Felder bzw. im besten Fall in entsprechende Verbrennungsanlagen. Über beide ersteren Wege ist jedoch der Eintrag ins Grundwasser nicht zu verhindern. Besonders in Fließgewässern mit hohem kommunalem Abwasseranteil wurden immer besonders hohe Werte von unterschiedlichen Kontaminationsrückständen gefunden. Zusätzlich sind dann die noch vorhandenen Spurenstoffe entweder im Oberflächen- oder im Grundwasser. Aus beiden Wasserarten wird dann im Wasserwerk mittels unterschiedlicher Filtrationssysteme wieder Trinkwasser hergestellt. 
 Mögliche Auswirkungen auf uns Menschen? 
 Abschließende und umfassende Risikoabschätzungen und mögliche Auswirkungen von Arzneimittelrückständen sowohl im aquatischen Ökosystem als auch für die menschliche Gesundheit sind bis zum heutigen Tage nur bedingt möglich, weil es teilweise große regionale Unterschiede gibt und die meisten publizierten Daten sich lediglich auf die akute Toxizität der Wirkstoffe stützen. Die chronischen Auswirkungen von pharmazeutischen Spurenstoffen im Wasser und im Boden und vor allen deren mögliche neuro- und endokrintoxischen Effekte sind noch lange nicht genügend bekannt und schon gar nicht erforscht. 
 Mögliche Auswirkungen auf uns Ökosystem? 
 Neben den teilweise noch ungeklärten humantoxikologischen Wirkungen sind auch im aquatischen Ökosystem - und langfristig dann wahrscheinlich auch bei uns Menschen -&amp;nbsp; funktionelle Wirkungsänderungen zu beobachten.&amp;nbsp; So z.B. hormonelle, reproduktionstoxische, immuntoxische oder neuronale Wirkungen auf die ganz unterschiedlichen Organismen im Ökosystem (z. B. Fische, Schnecken, Reptilien usw.). 
 Gefahr der Resistenzen gegen Antibiotika? 
 Eine weitere sehr bedenkliche Entwicklung sind die Antibiotikaresistenzen. Diese sind heute nicht nur wie vor knapp 20 Jahren erstmalig festgestellt, in Krankenhäusern zu finden, sondern haben durch übermäßigen Verbrauch und unsachgemäße Anwendung vermehrt Einzug in die Natur gefunden. Ein Reporter Team des NDR findet eher zufällig Anfang 2018 in allen getesteten Seen, Flüssen und Badegewässern multiresistent Keime. Auch dieser Fall zeigt einmal mehr, wie weit verbreitet das eigentliche Problem bereits ist. Die Hauptverursacher sind in diesem Fall Krankenhäuser und die Massentierhaltung. (Norddeutscher Rundfunk, 2018) [1]  
 Warum ist das Bewusstsein für das gravierende Problem kaum vorhanden? 
 Wenn nun bereits so viel Wissen über die unterschiedlichen Probleme vorhanden ist, stellt sich besonders jetzt die Frage, warum ist immer noch zu wenig Bewusstsein in der Bevölkerung für diese gravierenden Probleme vorhanden? Und wie können wir vermeiden das immer noch ein Großteil – auch der Menschen in Deutschland – ihre nicht mehr zu gebrauchenden Medikamente in der Toilette entsorgen? 
 Aus der Sicht des integrativen und nachhaltigen Qualitätsmanagements müssten nun weiter strategische Ansätze entwickelt und vorhandene Maßnahmen massiv ausgebaut werden! 
 So wurden z.B. übers Umwelt Bundesamt Kommunikationsstrategien zur Schärfung des Umweltbewusstseins im Umgang mit Arzneimitteln und entsprechende Handbücher entwickelt. (Umwelt Bundesamt, 2017) [2]  Auch Landesämter beteiligen sich an der Aufklärung. (Bayerisches Landesamt für Umwelt, 2016) [3]  Zusätzlich wurden vom Institut für sozial-ökologische Forschung u.a. im Projekt TransRisk (ISOE , 2015) (ISOE, 2014) [4]  weitere Fragestellungen, wie zum Beispiel die Wahrnehmung der Bevölkerung auf Medikamentenrückstände im Wasserkreislauf bearbeitet. Lobenswerter Weise haben sich in den letzten Jahren diverse Verbraucherschutzorganisationen ebenfalls zu diesem Thema positioniert und versuchen ihren Anteil der Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu gewährleisten. So hat zum Beispiel die Verbraucherkommission Baden-Württemberg einen speziellen Aufsatz zum Thema richtiger Entsorgung von Arzneimitteln verfasst und publiziert. (Verbraucherkommission BW, 2016) [5]  
 Leider kommt bei der Bevölkerung von diesem gesammelten Wissen und den entsprechenden Handlungskonsequenzen&amp;nbsp; nicht so viel an wie erhofft. Ergo müssten höhere Investitionen in die Veröffentlichung und Bekanntmachung dieser Erkenntnisse in allen Medien erfolgen. 
 Können wir das Problem durch Aufklärung der Bevölkerung allein in den Griff bekommen? Wahrscheinlich nicht! Wir werden immer älter und der Medikamentenverbrauch wird tendenziell steigen. Deshalb müssen weitere sinnvolle Strategien entwickelt und umgesetzt werden. 
 Die produzierenden Industrie (Pharmaunternehmen) hat bereits sehr hohe Auflagen für die Forschung und Entwicklung von entsprechenden pharmazeutischen Präparaten. Die Kosten steigen und die geeigneten Verwertungsstrategien und deren Nutzungszeiten verkürzen sich zunehmend. Nichtsdestotrotz – oder gerade weil schon ein sehr hoher Qualitätsmanagement-Standard in dieser Industrie vorzufinden ist, sollte man genau dort weiter ansetzen. Es sollte viel detaillierter beschrieben werden was mit den Medikamenten nach der Einnahme passiert und somit durch Kampagnen bei den Endverbrauchern und „Zwischenhändlern“ ein höheres Bewusstsein geschaffen werden. 
 Mögliche Handlungskonsequenzen? 
 Es müssen sinnvolle und nachhaltige Strategien entwickelt werden um Medikamente wieder fachgerecht entsorgen zu können. Dazu gehört auch in diesem Bereich zum einen die Aufklärung und zum anderen die Möglichkeit für Endkunden (Patienten) abgelaufene oder nicht mehr zu gebrauchenden Medikamente richtig zu entsorgen. Denn auch die Entsorgung in der Mülltonne kann im schlimmsten Fall zur Belastung des Grundwassers mit Spurenstoffen führen, wenn der Müll nicht verbrannt wird, sondern über das Deponiesickerwasser direkt in den Kreislauf gelangt. Eine - leider abgeschaffte - Methode könnte aus der heutigen Sicht wieder reaktiviert werden. Kunden und Patienten könnten über ein sicheres Pfandsystem - als Anreiz - wieder alte Medikamente in der Apotheke abgeben. Damit wären dann die Apotheken als Anlauf- bzw. Fachstelle für die sachgerechte Entsorgung verantwortlich und der Mehraufwand für die Apotheken könnte über sinnvolle Finanzierungsmodelle umgelegt werden. 
 Des Weiteren müssten verpflichtende konzeptionelle Gesetze in den nächsten Jahren entwickelt werden, die die Pharmaindustrie verpflichtet in Zukunft neue Generationen von effektiveren Medikamenten zu entwickeln. So könnten zum Beispiel Medikamente mit viel höheren Bioverfügbarkeiten entwickelt werden, bei denen nicht zu 90 % die eigentliche Wirksubstanz wieder ausgeschieden wird und in der Umwelt landet, sondern dann eben ein Großteil des eigentlichen Wirkspektrums direkt im Körperstoffwechsel genutzt wird. Ein weiterer wichtiger Ansatz sind neue Medikamentengenerationen und nachhaltige Arzneimittel die umweltfreundlicher produziert werden können und vor allem nach ihrer Ausscheidung aus dem Körper sich vollkommen in unbedenkliche Einzelkomponenten zersetzen und somit keinen Schaden in Flora und Fauna anrichten würden. So gibt es bereits erste erfolgreiche Forschungsansätze, bei denen medizinisch sehr wirksame und biologisch abbaubare Molekülstrukturen identifiziert und im Labor synthetisiert werden konnten. Es werden bereits umweltfreundliche Versionen von zum Beispiel Antibiotika und Betablockern getestet. (Leuphana Universität Lüneburg, 2017) [6]  
 Natürlich müssen auch wieder sozio-kulturelle Aspekte mehr in der Öffentlichkeit diskutiert werden. So wäre ein nächster wichtiger Ansatz, die Menschen wieder zu animieren Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und die Nachfolgegeneration zu übernehmen. Denn wer nicht chronisch krank wird, braucht auch keine bzw. weniger Medikamente! 
 Um die aktuellen Herausforderungen besser in den Griff zu bekommen, wäre es definitiv sinnvoll durch entsprechende Gesetze zumindest in Krankenhäusern und Altenheimen Kanalisationsfilteranlagen einzuführen. Dadurch könnte u.a. gewährleistet werden, dass die Rückstände im Abwasser als einer der Haupteinflussfaktoren durch die richtige Filterung reduziert werden. Zusätzlich sollten in den kommenden Jahren alle Kläranlagen durch eine sogenannte vierte Filterstufe – wie bereits vom Umweltbundesamt gefordert – aufgerüstet werden. 
  (Auszüge aus einem Essay im Modul Qualitätsmanagement an der Universität Potsdam, Prof. Dr. habil. Michael Hildebrand (Pharmazeut) &quot;Haben wir Probleme mit Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf und welche logischen Handlungskonsequenzen können aus Sicht des Qualitätsmanagements sinnvoll genutzt werden?&quot;, 2019)  
   
 
  [1]  Norddeutscher Rundfunk. (06. 02 2018). Gefährliche Keime in Bächen, Flüssen und Seen. Abgerufen am 12. 01 2019 von www.ndr.de: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Gefaehrliche-Keime-in-Baechen-Fluessen-und-Seen,keime302.html 
 
 
  [2]  Umwelt Bundesamt. (2017). Arznei für Mensch und Umwelt? Umsetzung der Empfehlungen des Handbuches Kommunikationsstrategien zur Schärfung des Umweltbewusstseins im Umgang mit Arzneimitteln – ein Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Arzneimitteln. Dessau-Roßlau: Umwelt Bundesamt. 
 
 
  [3]  Bayerisches Landesamt für Umwelt. (2016). Schadstoffe - Spurenstoffe im Wasser. Augsburg: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) 
 
 
  [4]  ISOE . (2015). Schlussbericht - Projekt TransRisk. Frankfurt am Main: Institut für sozial-ökologische Forschung und ISOE. (2014). Arzneimittelwirkstoffe im Wasserkreislauf. Frankfurt am Main: Institut für sozial-ökologische Forschung .. 
 
 
  [5]  Verbraucherkommission BW. (2016). Arzneimittelrückstände im Wasser und Entsorgung von Arzneimitteln für Verbraucherinnen und Verbraucher – Herausforderungen und Aufgaben. Stuttgart: Verbraucherkommission Baden-Württemberg. 
 
 
  [6]  Leuphana Universität Lüneburg. (15. 11 2017). Forscherteam entwickelt umweltverträglichere Antibiotika. Abgerufen am 19. 01 2019 von www.leuphana.de: https://www.leuphana.de/news/meldungen-forschung/ansicht/datum/2017/11/15/institut-fuer-nachhaltige-chemie-und-umweltchemie-forscherteam-entwickelt-umweltvertraeglichere-ant.html 
 
 
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            <title type="text">Mikrobiologie unseres Leitungswassers</title>
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                  Im Rahmen der aktuellen Trinkwasserverordnung wird in Deutschland aus unserer Sicht nach zu wenigen Erregern im Trinkwasser gesucht. Dabei werden Inhaltsstoffe (Spurenstoffe) und die gesamte Mikrobiologie in unserem Wasser immer komplexer. Im sehr langen und verzweigten Leitungsnetz können neben Biofilm und unterschiedlichen Bakterien wie z.B. Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa u.a. auch Viren z.B. der Norovirus und vieles mehr, was im Rahmen der Trinkwasserverordnung teilweise nicht berücksichtigt wird, gefunden werden. Vor kurzem wurden auch  multiresistente Erreger bzw. Keime in fast allen Oberflächengewässern nachgewiesen . Es ist also wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch multiresistente Keime im Leitungsnetz gefunden werden.  
 Unser Trinkwasser wird auf viele Erreger und Keime überhaupt nicht untersucht! 
 Unsere Trinkwasserverordnung sieht nur die Prüfung einer sehr begrenzten Koloniezahl/ml bei 22°C und 36°C vor. Dazu gehören coliforme Keime und Escherichia coli, Fäkalstreptokokken, sulfitreduzierende sporenbildende Anaerobier sowie Salmonellen, Yersinien und weitere Vertreter der Enterobacteriaceae. Die Belastung unseres Trinkwassers durch multiresistente Erreger oder Keime, Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa, Noroviren und vielen weiteren Inhaltsstoffen und Erregern wird hingegen nicht untersucht. [1]  
 Die nachfolgende Grafik veranschaulicht das Problem der Mikrobiologie in unserem Trinkwasser. 
   
 
  Abbildung 1: Probleme Mikrobiologie, Quelle: Prof. Dr. Hans-Curt Flemming, Biofilme im Trinkwasser und Schwachpunkt Hausinstallation, Biofilm Centre, Universität Duisburg-Essen  
 Entscheidend für die Reinheit des Trinkwassers ist auch ein effektives Biofilm-Management.  „Biofilme sind in wasserführenden Systemen immer vorhanden, werden jedoch als unerwünscht angesehen, weil sie bei der Wasserverteilung und in Trinkwasser-Installationen negative Auswirkungen auf die Wasserbeschaffenheit oder den Betrieb der Anlagen haben können. Ein Biofilm-Management ist die Voraussetzung für einen hygienisch einwandfreien Betrieb von Trinkwasser-Installationen. Die Entstehung und weitere Anwesenheit von Biofilmen ist dahingehend zu beeinflussen, dass keine unerwünschten negativen Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Trinkwassers auftreten. Ein Biofilm-Management umfasst die Einflüsse auf die Wechselwirkung von Biofilm und Wasser und berücksichtigt, dass Anteile von Mikroorganismen-Populationen, die im Biofilm und im Trinkwasser vorkommen, mit Standardkulturverfahren nicht erfasst werden.“  [1]  
 Das große Problem ist, dass unser Trinkwasser auf bestimmte Bakterien und Viren überhaupt nicht getestet wird: 
   
  Abbildung 2: Bestimmte Baktieren und Viren werden gar nicht untersucht!, Quelle: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner und Prof. Dr. rer.nat. Thomas Schwartz  
 Woher kommen die Keime und Viren in unserem Trinkwasser? 
 Eine Kontamination des Wassers erfolgt u. a. über Roh-/Trinkwasser (Infiltration durch vereinzelte Organismen, die im Biofilm ein günstiges Habitat finden), Kontamination aus Herstellung, Lagerung, Einbau von Werkstücken, Rohrbrüchen, Reparaturarbeiten, Rückfluss von kontaminiertem Wasser und über Schwitzwasser oder einströmende Luft in Wasserbehältern. Dabei sind mögliche Nährstoffquellen (Lebensgrundlage) für die Keime Wasserinhaltsstoffe wie ausgelaugte mikrobiell verwertbare Stoffe aus Werkstoffen oder Stoffwechselprodukte der Begleitflora wie Verschmutzungen (im Rahmen von Rohrbrüchen und Reparaturarbeiten, beim Einbau, z. B.: Fett, andere Gleitmittel). [1]  
 Sind die Keime und Viren in unserem Trinkwasser ein Problem? 
 Recherchen u. a. des NDR haben ergeben, dass multiresistente Keime und gefährliche Krankheitserreger, gegen die selbst die härtesten Antibiotika nicht mehr wirken, zunehmend unsere Bäche, Flüsse und Seen verseuchen. Experten wie Antibiotikaresistenz-Spezialist Dr. Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut schlagen Alarm und weisen darauf hin, dass es bislang kaum verlässliche Zahlen über die verbreiteten antibiotika-restistenten Keime in Deutschland gibt. Er fordert langfristige Maßnahmen, um zu verhindern, dass sich weiter resistente Erreger und Resistenz-Gene in unserer Umwelt und unserem Wasser sowie im Biofilm anreichern. Daraufhin reagierten das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium mit der Forderung, dass Kläranlagen nachgerüstet werden müssen. [2]  Damit die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden, müssen Aufbereitungsverfahren, bei denen Oberflächenwasser als Rohwasser verwendet wird, bestimmte, verifizierbare Eliminationsleistungen von Viren erreichen. [3]  
 Umfassende Kontrollen und eine wirksame Reinigung sind Grundvoraussetzung! 
 Unsere Trinkwasserinstallationen stellen eine hygienisch-mikrobiologisch empfindliche Komponente in unserer Versorgungskette dar, die zwar reguliert (DIN 1988, DIN EN 1717, DVGW Regelwerk), aber unzureichend überwacht wird. Aus den Ergebnissen der bundesweiten Bestandsaufnahme der Überwachung von Trinkwasser-Installationen im Rahmen des BMBF-Verbundprojekts „Biofilme in der Trinkwasser-Installation“ ergibt sich die Frage, „ wie unter Nutzung moderner Untersuchungsmethoden mikrobielle Kontaminationen in Trinkwasser-Installation im Haushalt schnell, einfach und sicher erkannt und lokalisiert werden können. Die Entwicklung eines reproduzierbaren, evaluierten, standardisierten Verfahrens zur schnellen, sicheren und kosteneffektiven Erkennung mikrobieller Kontaminationen in Trinkwasser-Installationen erscheint notwendig. Eine Vereinheitlichung hinsichtlich der Vorgaben für die Auswahl und Anzahl repräsentativer Probenahmestellen ist erforderlich, die auch die Frequenz der Beprobung, die Auswahl der Parameter sowie einer Evaluation der Anwendbarkeit innovativer mikrobiologischer Nachweismethoden mit einschließt. “ [4]  
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  [1]  Vgl. Biofilme: eine Gefahr für das Trinkwasser?, Hans-Curt Flemming Jost Wingender Biofilm Centre Universität, Duisburg-Essen IWW Zentrum Wasserforschung Mülheim, pdf-Dokument 2019 
 
 
  [2]  Vgl. NDR-Recherchen: Multiresistente Keime in unseren Gewässern, https://www.mdr.de/wissen/umwelt/antibiotika-resistente-keime-in-gewaessern-100.html, Stand 2018 
 
 
  [3]  Viren im Trinkwasser, ein Problem?, Juan M. López-Pila Regine Szewzyk, Umweltbundesamt, pdf-Dokument 2019 
 
 
  [4]  Erkenntnisse aus dem BMBF-Verbundprojekt&amp;nbsp;&amp;nbsp; „Biofilme in der Trinkwasser-Installation“, Prof. Dr. Hans-Curt Flemming IWW Mülheim, Biofilm Centre, Universität Duisburg-Essen 2010 
 
 
 &amp;nbsp; 
   
 
  [1]  Erkenntnisse aus dem Projekt&amp;nbsp; „Biofilm-Management“, Erkennung, Risiko und Bekämpfung von vorübergehend unkultivierbaren Pathogenen in der Trinkwasser-Installation, Verbundprojekt der Universitäten Duisburg-Essen, Berlin und Bonn sowie der DVGW-Forschungsstelle TU Hamburg-Harburg und des IWW Zentrum Wasser, Mülheim Koordination&amp;nbsp; Prof. Dr. Hans-Curt Flemming (Biofilm Centre und IWW Zentrum Wasser) 2010-2014 
 &amp;nbsp; 
 
 
  
 
  [1]  Mikrobiologische Parameter - Erreger im Trinkwasser, http://www.trinkwasserspezi.de/mikroorg.htm, 2019 
 
 
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            <title type="text">Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser</title>
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                  Medikamente können heute Menschenleben verlängern und Chemikalien unseren Alltag erleichtern – doch mit dem vermeintlichen Fortschritt, steigt auch die Anzahl der neuen Stoffe rasant. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Diverse Studienergebnisse belegen, dass diese Stoffe auch in unseren Wasserkreislauf gelangen und weisen auf mögliche Gefahren bzw. auf bislang unbekannte Langzeitschäden hin.  
  Wie steht es um die aktuelle Belastungssituation?  
 Es existieren zwar zahlreiche Datensammlungen zur Belastung unserer Oberflächengewässer, jedoch wurden bislang wenige Daten zur Kontamination unseres Trinkwassers veröffentlicht. Die einzelnen Bundesländer verfügen über Datenquellen und Berichte zur Qualität des Trinkwassers, die durch die in den Wasserwerken durchgeführten Qualitätskontrollen entstanden sind. Darin werden jedoch nur wenige organische Stoffe geprüft bzw. es existieren hier keine belegten Messwerte. Größere Versorger untersuchen das Trinkwasser auch auf Stoffe wie Medikamente darunter Metabolite, Antibiotika, Hormone,&amp;nbsp; Röntgenkontrastmittel, allerdings werden die Daten selten veröffentlicht. Es gibt nur wenige Veröffentlichungen die sich mit Stoffen wie Arzneimitteln, Flammschutzmittel, PBSM oder Lösemittel im Trinkwasser auseinandersetzen .  [1]  
  &quot;Der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen geht von 20 Millionen organischen chemischen Verbindungen aus, von denen bis zu 5.000 Substanzen als potenziell umweltrelevant einzustufen sind (SRU 2004). Besonderes Augenmerk gilt denjenigen Spurenstoffen, die bereits bei niedrigsten Konzentrationen negative Auswirkungen auf den Menschen oder die (belebte) Umwelt haben. Die Wirkung muss aber nicht nur toxikologisch bzw. hygienisch begründet sein, sondern kann auch die Verletzung des ästhetischen Empfindens des Trinkwasserverbrauchers bedeuten.&quot; [2]   
 Dr. Axel Bergmann vom IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser erklärt: „ So ist es derzeit für kein Oberflächengewässer möglich, rechtzeitig trinkwasserrelevante Schadstoffe und Belastungsschwerpunkte zu identifizieren und zu quantifizieren und die Schadstoffeinträge - im Sinne einer unter ökotoxikologischen und humantoxikologischen Aspekten nachhaltigen Ressourcennutzung – gezielt und nachhaltig zu reduzieren.  
  Notwendigkeit der Reduktion des Stoffeintrages in Krankenhäusern und Pflegeheimen: Humanpharmaka werden insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, der steigenden individuellen Lebenserwartung und des damit verknüpften steigenden Arzneimittelkonsums in Zukunft in größerer Anzahl und Menge über die kommunalen Abwasserwege in die Umwelt eingebracht. Es sind daher breit gefächerte Bestrebungen unerlässlich, den Eintrag von Pharmaka in das Abwasser zu minimieren, wozu auch Strategien zur Verminderung des Austrags dieser Stoffe aus Indirekteinleiter-Punktquellen, wie z. B. Krankenhäuser und Pflegeheime, zählen .“ [3]  
  Wenige konkrete Angaben zur aktuellen Belastung unseres Trinkwassers  
  „Eine Zusammenfassung der in Bayern im Jahre 2005 durchgeführten Untersuchungen auf Pestizide im Trinkwasser gibt zumindest einige wenige Angaben zur Belastungssituation (Bayerisches Landesamt für Umwelt 2006). Grundlage hierzu sind die Erhebungen der Gesundheitsbehörden. Das Institut für Wasserforschung GmbH führte eine Literaturauswertung im Hinblick auf die gemessene Kontaminante, die zugehörige Stoffgruppe, die in Roh- und Trinkwasser gemessenen Konzentrationen (Mittel- und Maximalwert), die Rohwasserherkunft, die Aufbereitung sowie das Untersuchungsgebiet und den –zeitraum durch (Institut für Wasserforschung GmbH 2010). In dieser Recherche wurden insgesamt 151 Stoffe identifiziert. Als wesentliche Stoffgruppen traten Arzneimittel (einschl. deren Metabolite, Antibiotika, Hormone und Röntgenkontrastmittel), Flammschutzmittel, PBSM und deren Metabolite, Lösemittel, Personal Care Products (einschl. Duftstoffe) und Weichmacher auf, deren Anzahl in Tabelle 7 zusammengestellt  sind und sich auf 117 Substanzen summiert. Die restlichen 34 Stoffe verteilen sich auf verschiedene Stoffgruppen. Befunde werden auch für Abbauprodukte von Detergentien (Nonylphenole), die Komplexbildner EDTA und DTPA und das Benzinadditiv MTBE genannt. Eine gewisse Sonderstellung nehmen die in Trinkwasser detektierten Nitrosamine ein, die bei der Chlorung und Ozonung aus organischen Stickstoffverbindungen oder auch bei einer Reihe von technischen Prozessen aus Aminen gebildet werden. Weitere Stoffe wie Nitrobenzol oder Toluol können keinen spezifischen Gruppen zugeordnet werden, sondern treten in einer Vielzahl von industriellen Prozessen als End- oder Zwischenprodukt auf. Daten des LANUV NRW aus dem Zeitraum 2000 bis 2010 sowie eine Auswertung durch die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) von Daten zur Oberflächen-, Grund-, Roh- und Trinkwasserqualität aus dem Zeitraum 2003 bis 2006 ermöglichten eine belastbare Auswertung der Trinkwasserqualität der Ruhrwasserwerke mit Industriechemikalien und Arzneistoffen (PBSM wurden nicht berücksichtigt). Neben den Arzneistoffen und Röntgenkontrastmitteln wurden Flammschutzmittel, Kohlenwasserstoffe, Perfluortenside und Komplexbildner nachgewiesen. Bemerkenswert sind die sehr hohen Konzentrationen der Komplexbildner EDTA und DTPA sowie von Sulfolan. Eine Auswertung der deutschen Literatur und Datenbanken durch das IWW ergab, dass von 51 untersuchten Wirkstoffen im Trinkwasser bisher 23 Stoffe nachgewiesen werden konnten.“ [4]   
  Welche Spurenstoffe belasten unser Wasser?  
 Bereits seit Jahrzehnten belasten Industriechemikalien wie Kohlenwasserstoffe, Phenole, Phthalate (als Weichmacher) sowie Pflanzenbehandlungsmittel oder Mittel zur Schädlingsbekämpfung unser Wasser. 
 In jüngerer Vergangenheit sind jedoch weitere Stoffe hinzugekommen darunter: 
 
 Pharmazeutika 
 Duftstoffe, Desinfektions- und Körperpflegestoffe 
 Abbauprodukte von PBSM und weitere Verbindungen wie 
 Algentoxine und Nitrosamine 
 Waschmittelinhaltsstoffe 
 Nahrungsmittelzusatzstoffe, 
 Additive in der Abwasser- und Klärschlammbehandlung 
 Futterzusatzstoffe 
 
 Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über organische Stoffe, die eine besondere Relevanz für unser Wasser besitzen.&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
  Abbildung1 Quelle: Researchgate, https://www.researchgate.net/publication/257815609_Organische_Spurenstoffe_im_Wasserkreislauf, S. 12, Abbildung 1  
  &amp;nbsp;  Untersuchungen zur Belastung des Trinkwassers mit organischen Spurenstoffen  
  „Eine umfassende Auswertung durch die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) von Daten zur Oberflächen-, Grund-, Roh- und Trinkwasserqualität aus dem Zeitraum 2003 bis 2006 ergab den Nachweis von insgesamt 298 organischen Spurenstoffen in den unterschiedlichen Kompartimenten. Für eine Vielzahl der z. T. wasserwerks- und trinkwasserrelevanten Stoffe werden die trinkwasserhygienischen Zielwerte, deren Einhaltung eine Trinkwasserproduktion mit natürlichen und naturnahen Verfahren erlauben soll, in der Ruhr z. T. erheblich überschritten (IWW &amp;amp; ISA 2008). Dies ist umso bedeutender, da nur die Wasserwerke in der unteren Ruhr mit weitergehenden Reinigungsverfahren wie Ozonung und Aktivkohle ausgestattet sind und die Konzentrationen dieser Verbindungen reduzieren können. Als trinkwasserrelevante Stoffe wurden aus der Gesamtliste 19 relevante Stoffe identifiziert, die in der „Liste der potenziell trinkwasserrelevanten Stoffe“ zusammengefasst sind (Tabelle 12): zwei Perfluortenside, zwei Arzneistoffe, sechs Röntgenkontrastmittel, vier Flammschutzmittel, zwei Komplexbildner und drei leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe. Zusätzlich zu den in der Tabelle 12 Substanzen gerieten im Jahre 2008 sowie Anfang 2009 die Verbindungen 2,4,8,10-Tetraoxaspiro[5.5]-undekan (TOSU) sowie Sulfolan mit Positivbefunden im Trinkwasser in den Fokus der öffentlichen Diskussion.“  
 &amp;nbsp;  
  Abbildung 2 Quelle:Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, Tabelle 12, S. 58, 2011 &amp;nbsp; 
  Über welche Wege gelangen die Spurenstoffe in unser Trinkwasser?  
 Spurenstoffe können über viele Wege in unser Wasser gelangen. Neben kommunalen und industriellen Kläranlagen können zum Beispiel auch aus Oberflächenabfluss landwirtschaftlich genutzter Flächen oder einem Eintrag aus der Atmosphäre etc. Spurenstoffe in unseren Wasserkreislauf eingeleitet werden. Aus Industrie- und Gewerbebetrieben, privaten Haushalten aber auch aus der Schifffahrt etc. kommen zusätzliche potentielle Schadstoffe hinzu. 
 &amp;nbsp;  
   Abbildung 3 Quelle: Researchgate, https://www.researchgate.net/publication/257815609_Organische_Spurenstoffe_im_Wasserkreislauf, S. 20, Abbildung 3   
  Aktueller Stand und Herausforderungen der Zukunft  
 Viele der Spurenstoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil nicht explizit danach gesucht wurde. 
 Eine aktuelle Untersuchung, beispielsweise von Dr. Axel Bergmann IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, zeigt exemplarisch die Belastung der Oberflächengewässer in Deutschland anhand der Flüsse Rhein und Ruhr. Gefunden wurden hier beispielsweise: 
 
 38.998 Industriechemikalien 
 18.207 Pfanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel 
 5.304 Arzneistoffe 
 542 Biozide 
 482 endokrin wirksame Stoffe 
 20 Süßstoffe 
 
 Dr. Axel Bergmann sieht die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen bei der Trinkwasseraufbereitung:  „Auch wenn die Vermeidung oder weitgehende Verminderung der Emissionen an den Punktquellen Vorrang hat und umgesetzt wird, ist eine „Null-Emission“ von organischen Spurenstoffen in die aquatische Umwelt nicht zu erwarten. Aus Gründen des vorsorgenden Gesundheits- und Verbraucherschutzes und des Multi-Barriere-Ansatzes sollten neben den geplanten Maßnahmen an der Quelle (Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft) und bei der Abwasserbehandlung als weitere Barriere auch Maßnahmen im Rahmen der Trinkwasseraufbereitung ergriffen werden. Natürliche und naturnahe Aufbereitungsverfahren (künstliche Grundwasseranreicherung, Uferfiltration) reichen zur Elimination von bestimmten organischen Spurenstoffen oftmals nicht aus. Somit sollte ein Mindeststandard der Trinkwasseraufbereitung definiert werden, der insbesondere auf die Entfernung organischer Spurenstoffe ausgerichtet ist. Dieser Mindeststandard könnte nach den oben genannten natürlichen Aufbereitungsverfahren insbesondere auch eine Kombination weitergehender technischer Verfahren beinhalten. Dazu zählen Oxidationsverfahren (beispielsweise mit (Ozon) sowie Adsorptions- und Filtrationsverfahren (mit Aktivkohle). Als Alternative zu den genannten Aufbereitungsverfahren bieten sich Membranverfahren wie die Nanofiltration und die Niederdruck Umkehrosmose an. Insbesondere beim Einsatz von Oxidationsverfahren ist auch auf die indirekte Wirkung bzw. Erzeugung von möglicherweise toxischen Umsetzungsprodukten zu achten, so dass eine Nachbehandlung derartig aufbereiteter Wässer erforderlich werden kann.“ [5]   
 Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie) weiß als weltweit führender Wissenschaftler für nachhaltige Chemie, dass es aufgrund der Vielzahl an Spurenstoffen nicht möglich sein wird, für alle Stoffe eine Risikoeinschätzung vorzunehmen. [6]  Er plädiert dafür genau zu prüfen, wo Chemie und die zugehörigen Stoffe wirklich gebraucht werden und vor allem wie eine schnelle und vollständige Abbaubarkeit in der Umwelt gewährleistet werden kann. Prof. Dr. Klaus Kümmerer erklärt dazu:  „  Wenn wir Stoffe biologisch abbaubar machen, dann sind sie das auch überall und das muss un­se­re Anspruch sein, es gibt nur eine Welt und daher muss es  auch funktionieren.“  [7]   
 Ein klares Fazit zieht Dr. Axel Bergmann, der die größten Defizite aktuell in den eingeschränkten Möglichkeiten einer Früherkennung neuer, wasserrelevanter Spurenstoffe und der sinnvollen Einordnung der Relevanz solcher Befunde für Ökosysteme und den Menschen und daraus abzuleitenden Konsequenzen, sieht.  „Eine besondere Aufmerksamkeit sollte auf „neue“ Wirkstoffe gelegt werden, für die derzeit noch keine Daten für eine zuverlässige Gefährdungsabschätzung vorliegen, deren zum Teil drastische Zunahme der Verbrauchsmengen aber ein hohes Gefährdungspotenzial erwarten lassen. Eine von IWW vorgenommene Priorisierung von Arzneistoffen auf der Grundlage von Daten und Informationen zum ökotoxikologischen Wirkpotenzial, zum Vorkommen in der aquatischen Umwelt (Oberflächengewässer, Grund- und Trinkwasser) sowie zu den Verbrauchsmengen und deren Entwicklung im Zeitraum 2002 bis 2009 ergab eine Liste mit 41 Wirkstoffen mit hoher und mittlerer Priorität. 56 Wirkstoffe sollten verstärkt beobachtet werden, weil die Verbrauchsmengen stark zunehmen und/oder verlässliche Daten zu Umwelt- und Wirkkonzentration fehlen “. [8]  
 Der Umgang mit Spurenstoffen im Trinkwasser ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Diese kann jedoch nur gelingen, wenn eine ganzheitliche und vernetzte Optimierung des wasserwirtschaftlichen Kreislaufs umgesetzt wird. 
  Sie wollen gern mehr über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Wasserversorgung erfahren? Besuchen Sie einen unserer kostenfreien Vorträge:     „Warum aufbereitetes Wasserstatt Leitungs- oder Mineralwasser“   . 
   
 
   [1]    Vgl. Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.5 ff., 2011  
 
 
   [2]    Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.10., 2011  
 
 
   [3]    Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.6, 2011  
 
 
   [4]    Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.35, 2011  
 
 
   [5]    Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.7, 2011  
 
 
   [6]     Leuphana,    https://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/PERSONALPAGES/_ijkl/kuemmerer_klaus/files/HyWa-Neuartige_Spurenstoffe_im_Wasser.pdf    , 2018  
 
 
   [7]     Leuphana, Interview mit Prof. Dr. Klaus Kümmerer,    https://www.leuphana.de/news/meldungen-forschung/ansicht/datum/2017/07/13/nachhaltige-chemie-professor-klaus-kuemmerer-wurde-in-un-gremium-berufen.html    , 2017  
 
 
   [8]    Vgl. Organische Spurenstoffe im Wasserkreislauf, Dr. Axel Bergmann, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management, S.8-9, 2011  
 
 
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            <title type="text">Neue Erkenntnisse zur Belastung unseres Trinkwassers durch Nanopartikel</title>
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                 Umweltämter aber auch Aufsichtsbehörden setzen sich seit etwa 10 Jahren mit dem Thema Nano-Partikel auseinander. Die winzigen Teilchen werden in immer mehr Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs verarbeitet und gelangen über den Wasserkreislauf auch in unser Trinkwasser. Über die tatsächlichen Mengen im Trinkwasser sowie über die Auswirkungen auf unsere Gesundheit ist bislang kaum etwas bekannt. 
 Nanopartikel weltweit verbreitet 
 Seit ungefähr zehn Jahren beschäftigt die Nano-Technologie Umweltämter und Aufsichtsbehörden. Nanopartikel gelangen aufgrund der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung in unsere Umwelt. Bei Nanopartikeln handelt es sich um extrem langlebige winzige Teilchen, die mittlerweile in Böden, Gewässern und der Luft zu finden sind und neusten Untersuchungen zufolge bereits bis in die entlegensten Winkel unserer Erde wie beispielsweise in die Antarktis (Nanopartikel in der Arktis) [1]  gelangt sind. 
 Mengen an Nanopartikeln in unserem Trinkwasser 
 Bislang wissen die Forscher nicht, wie viele Mengen an Nanopartikeln bereits in der Umwelt und in unserem Trinkwasser vorhanden sind, denn es mangelt an geeigneten Messverfahren für die winzigen Teilchen. Thilo Hofmann, Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien weist darauf hin, dass bislang nicht abschätzbar ist, wie viele Nano-Partikel täglich in die Umwelt gelangen und welche genauen Auswirkungen diese haben. Hofmann hat gemeinsam mit den Experten Troester und Brauch vom DVGW-Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe neuste Forschungen zu Nano-Partikeln veröffentlicht. [2]  Im Rahmen einer globalen Studie haben sie dabei die Sicherheit von Wasseraufbereitungsanalgen untersucht, um herauszufinden welche Teile im Trinkwasser zurückbleiben. 
 Wie hoch die genaue Konzentration von Nanopartikeln im Trinkwasser ist, hängt regional auch davon ab, ob es aus Flüssen oder Seen sowie aus Grund- und Quellwasser gewonnen wird. Zum Teil setzen sich Nanopartikel beispielsweise in den Sedimenten von Gewässern ab, werden aber nicht durch Gesteinsschichten gefiltert. 
 Darüber hinaus ist es entscheidend, welche Wasseraufbereitungsmethode anschließend zum Einsatz kommt. Es gibt Wasserwerke die lediglich das Wasser mit Chlor desinfizieren. Andere nutzen Filter- und Reinigungsmethoden, die aufwendiger sind. Aufgrund des entstehenden Klärschlamms gelangen jedoch gerade in Deutschland viele Nanopartikel, die ausgefiltert werden wieder auf die Felder zurück und somit erneut in den Wasserkreislauf. 
 Die Forscher setzten auf Rechenmodelle wie beispielweise zur Kapazität an natürlichen Filtern durch Gesteinsschichten. Je geringer die Ausgangsbelastung, desto reiner das Wasser. Wird Oberflächenwasser aufbereitet und aufwendig gefiltert, sind voraussichtlich weniger Nanopartikel im Trinkwasser enthalten. Auch kommt es auf die Gesteinsschichten an, die je nach Zusammensetzung Nanopartikel unterschiedlich aus dem Wasser ausfiltern. Genaue Angaben zu den Nanopartikeln im jeweiligen Trinkwasser konnten jedoch nicht getroffen werden. 
 BUND warnt vor Belastungen der Umwelt durch Nano 
 Der BUND warnt vor Nanopartikeln in unserer Umwelt und im Trinkwasser und das mangelnde Wissen über die Auswirkungen [3] . Er verweist auf erste Studien, die Nanopartikel mit Schädigungen von verschiedenen Lebewesen in Verbindung bringen. Dabei konnte beispielsweise die schädliche Wirkung von Nano-Titandioxid und Nano-Zinkoxid auf Wasserflöhe nachgewiesen werden. Nanopartikel wie Nano-Silber wirken antibakteriell und schädigen im Wasser nützliche Bakterien, die für ein Gleichgewicht des Ökosystems sorgen. 
 Reines Trinkwasser durch geeignete Filteranlagen 
 Durch das Verfahren der Umkehrosmose unter Nutzung von TFC-Membranen können eine Reihe von Fremdstoffen aus dem Trinkwasser herausgefiltert werden, darunter auch Nanopartikel. Dies ist heute auch in Privathaushalten möglich. 
 Bei der Verwendung eines Umkehrosmosefilters wird das Wasser dort gereinigt, wo es auch genutzt wird, im jeweiligen Haushalt. Lesen Sie mehr über die Technik dahinter und wie die Osmose nach dem Vorbild der Natur genutzt werden kann:  hier . 
 Nanopartikel haben Einfluss auf unser Darm-Mikrobiom 
 Im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist man der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Nanopartikel auf unseren Darm nehmen. Dabei haben die Experten herausgefunden, dass sich die Nanoteilchen systematisch an Bakterien im Darm ablagern können. Die Langzeitauswirkungen lassen sich bislang nur erahnen. 
 Nanopartikel in unseren Lebensmitteln? 
 Insbesondere die Bakterien in unserem Darm haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Umwelteinflüsse aber auch unsere Ernährung spielen für gesunde Darmbakterien eine große Rolle. Lebensmittel die technische Nanopartikel enthalten, beeinflussen den Mikroorganismus unseres Darms. Was viele Menschen nicht wissen, sie nehmen viel häufiger Lebensmittel mit Nanopartikeln zu sich, als sie vielleicht glauben. Denn die winzigen Teile sind nicht nur in Kaugummis sondern auch in Instantsuppen und Fertiggerichten enthalten und sorgen für Rieselfähigkeit oder eine glänzende Optik. Darüber hinaus kommen sie in Kosmetikprodukten, Textilien und Verpackungen vor. 
 Nanopartikel lagern sich an Darmbakterien an, mit weitreichenden Folgen 
 Doch was passiert eigentlich in unserem Körper, wie verändert sich der Darm durch Nanopartikel? Dieser Frage ist ein Forscherteam um Professorin Dr. Shirley Knauer im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) in der Studie „Nanosized food additives impact beneficial and pathogenic bacteria in the human gut: a simulated gastrointestinal study“ [4]  nachgegangen. Dazu stellten sie unterschiedliche Einflüsse auf den Darm im Labor nach und zeigten, dass viele Nanopartikel sich direkt an Bakterien heften. Die folgende Abbildung zeigt die Ablagerungen unter dem Mikroskop. &amp;nbsp; 
   
  Abbildung 1: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Darmbakterien mit angelagerten Nanopartikeln Quelle: https://www.uni-due.de/imperia/md/images/bilder/pm_downloads/2019/e.coli_c_imces.png  
 Diese Nanopartikel scheinen laut der Untersuchung dafür zu sorgen, dass das körpereigene Immunsystem die durch Nanopartikel umhüllten Bakterien schlechter erkennt und Entzündungen somit leichtes Spiel haben. Somit könnten sie eine Rolle spielen: 
 
 bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems 
 bei der Entstehung von Krebs 
 als Auslösung von Allergien 
 bei chronischen Erkrankungen 
 
 Nanopartikel in unseren Lebensmitteln? 
 Hersteller von Lebensmitteln,Kosmetika und Biozid-Produkten mit Nanopartikeln müssen diese kennzeichnen. Im Kleingedruckten findet sich dann auf derartigen Produkten der kleine Hinweis (nano) oder „Titanium Dioxide“ Jedoch ist die Kennzeichnungspflicht stark abhängig vom Gesetz. Bislang gibt es keinerlei Hinweispflicht bei Textilien, Arzneimitteln oder Verpackungsstoffen, mit denen die meisten Menschen in ihrem Alltag besonders häufig in Kontakt kommen. Verbraucher sollten auf weitere Hinweise achten, wie beispielsweise Werbung für einen &quot;Nano-Effekt&quot; bei Textilien, der deutlich auf enthaltene Nanopartikel hinweist. 
 &amp;nbsp;   
  Abbildung 2: Nano-Kennzeichnung Kosmetika Foto: MLR, Joachim E. Röttgers, Quelle: https://www.nanoportal-bw.de/pb/Startseite/Anwendung/Bildreportage_+Verstecken+gilt+nicht+_+Ueber+die+Suche+nach+Nanoteilchen+in+Kosmetika  
   
  [1]  SCINEXX: Forscher messen so hohe Kunststoffkonzentration im Meereis wie niemals zuvor, https://www.scinexx.de/news/biowissen/mikroplastik-rekord-in-der-arktis/, 2018 
  [2]  ScienceDirect: Vulnerability of drinking water supplies to engineered nanoparticles, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0043135416301646?via%3Dihub 
  [3]  BUND.net, Belastungen der Umwelt durch Nano, https://www.bund.net/chemie/nanotechnologie/umwelt/ 
  [4]  &quot;Nanosized food additives impact beneficial and pathogenic bacteria in the human gut: a simulated gastrointestinal study&quot;, https://www.nature.com/articles/s41538-018-0030-8, 2018 
 
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            <title type="text">Medikamentenrückstände belasten zunehmend unser Wasser</title>
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                  Mikroschadstoffe und Rückstände von Medikamenten stellen zunehmend eine Belastung für unser Wasser dar. Das deutsche Umweltbundesamt fordert eine weitere Reinigungsstufe in Klärwerken und verschiedene Einrichtungen arbeiten an neuen Verfahren, um Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern. Doch welche Rolle spielen Privathaushalte dabei und warum müssen gerade sie für dieses Thema sensibilisiert werden?  
  Alarmierende Fakten  
 Der Verbrauch an Arzneimitteln liegt in Deutschland bei rund 30 000 Tonnen jährlich. Diese enthalten um die 2300 unterschiedliche Inhaltsstoffe. Davon fallen etwa 1100 auf Elektrolyte, Peptide, Vitamine, die keine direkte Umweltbelastung darstellen. Die anderen 1200 Medikamentenwirkstoffe gelten jedoch als umweltschädigend und potentiell schädlich für unsere Gesundheit. Dazu gehören beispielsweise Diclofenac, Carbamazepin (Entzündungshemmer), Ibuprofen (Schmerzmittel), der Pillenhormonwirkstoff Ethinylestradiol sowie  Sulfamethoxazol (Antibiotikum) . Diese gelangen durch Ausscheidung der Patienten, unsachgemäße Arzneimittel-Entsorgung über Toilette und Spüle sowie Herstellungsverfahren der Industrie in unser Abwasser und können von konventioneller Klärwerks- und Wasseraufbereitungstechnik meist nur schwer oder überhaupt nicht rausgefiltert werden. Die Konsequenz:  Medikamentenrückstände  gelangen vermehrt in unser Grund-, Oberflächen und Trinkwasser. Ein Wissenschaftlerteam der Universität Lüneburg belegte, das die Hauptverursacher der zunehmenden Medikamentenrückstände im Wasser Privathaushalte sind, in denen Menschen die Medikamente entweder ausscheiden oder aber unbedacht einfach in der Toilette entsorgen. [1]  
  „… Viele der Stoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil eben nicht explizit danach gesucht wurde. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielzahl wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, für alle Stoffe alle notwendigen Daten für eine Risikoabschätzung zu erheben. …“  &amp;nbsp; aus&amp;nbsp;   Neuartige Spurenstoffe im Wasser   &amp;nbsp;von Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie)  
  Forderung einer 4. Stufe der Wasserreinigung  
 Bislang wird in deutschen Klärwerken in einem 3-stufigen System gereinigt: 
 
 Stufe: mechanische Reinigung 
 Stufe: biologische Reinigung 
 Stufe: Phosphateliminierung 
 
 Das Umweltbundesamt (UBA) fordert eine 4. Stufe, dazu müssten aber deutschlandweit flächendeckend Klärwerke mit einer 4. Reinigungsstufe ausgebaut werden. 
 
 Stufe: eine zusätzliche Oxidation mit Ozon und/oder eine Adsorption mit Aktivkohlefiltern, um Chemikalien aus dem Abwasser zu filtern 
 
 Die Wasserwirtschaft schlägt für die Finanzierung der Aufrüstung der Klärwerke eine Arzneimittelabgabe vor. Im Rahmen eines Gutachtens schätzt der Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Kosten für den Ausbau der 4. Klärstufe auf 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Um diese Kosten auf die Verursacher für Medikamentenrückstände im Wasser umzulegen, darunter Hersteller, Handel, Apotheken, Krankenkassen und eventuell die Patienten, könnte eine Arzneimittelabgabe von 2,5 Cent pro Tagesdosis auf jedes Medikament sinnvoll sein. [2]  
 Neben einer 4. Klärstufe sieht das Umweltbundesamt die Hauptaufgabe darin, den Stoffeintrag in das Abwasser möglichst gering zu halten. Insbesondere Pharmakonzerne müssen hierfür ihre Zulassungsverfahren offenlegen, aber auch die Verbraucher spielen eine große Rolle. Denn diese spülen unachtsam Arzneimittel die Toilette hinunter, mit weitreichenden Folgen. [3]  
 Denn die Rückstände haben nicht nur auf Menschen Auswirkungen, sondern besitzen auch gefährliche Effekte auf bestimmte Tier- und Pflanzenarten. So belegen Studien, dass beispielsweise bereits geringe Mengen Benzodiazepine im Wasser das Verhalten von Flussbarschen vollkommen verändern und so weitreichende Konsequenzen für das Ökosystem haben können. [4]  
  Bewusstsein schärfen  
 Die aktuelle Situation erfordert ein Umdenken und ein geschärftes Bewusstsein, vor allem auch bei den Verbrauchern. Denn die müssen wissen, dass Medikamente auf keinen Fall in der Toilette entsorgt werden dürfen und in den Hausmüll gehören. Das Umweltbundesamt sieht hier auch die Verantwortung bei den Ärzten und Apothekern, die den Umgang zur richtigen Entsorgung nur selten ansprechen. [5]  
  Medikamentenrückstände im Wasserkreislauf - 3Sat  
    
  
 
  [1]  Herrmann, Manuel; Olsson, Oliver; Fiehn, Rainer; Herrel, Markus; Kümmerer, Klaus (2015). The Significance of Different Health Institutions and Their Respective Contributions of Active Pharmaceutical Ingredients to Wastewater. Environment International 85, 61-76. 
 
 
  [2]  ZEIT ONLINE: Medikamentenrückstände - Wasserwirtschaft schlägt Arzneimittelabgabe für saubereres Wasser vor, https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-10/medikamentenrueckstaende-arzneimittelabgabe-wasserwirtschaft-trinkwasser-klaerstufe 2018 
 
 
  [3]  Deutsches Ärzteblatt 2018; 115(22): A-1054 / B-886 / C-882 
 
 
  [4] &amp;nbsp; Deutsches Ärzteblatt &amp;nbsp;2014; 111(20): A-889 / B-760 / C-722 
 
 
  [5] &amp;nbsp; Deutsches Ärzteblatt &amp;nbsp;2014; 111(20): A-889 / B-760 / C-722 
 
 
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            <title type="text">Warum trinken die meisten Menschen eigentlich Mineral- oder Leitungswasser?</title>
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                                            Durst löschen mal anders … Haben Sie das auch schon mal erlebt? Es gibt etwas Neues und man denkt sich: Warum ist denn früher keiner darauf gekommen? Beim genaueren Hinschauen fällt einem dann auf, dass die „neue Sache“ nur einem selbst noch nicht aufgefallen ist.
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                  Durst löschen mal anders …  
 Haben Sie das auch schon mal erlebt? Es gibt etwas Neues und man denkt sich: Warum ist denn früher keiner darauf gekommen? Beim genaueren Hinschauen fällt einem dann auf, dass die „neue Sache“ nur einem selbst noch nicht aufgefallen ist.  
  Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.   
 Dann ist es unserer Entwicklung sicherlich zuträglich sich hier und dort mal umzuschauen und sich selbst zu hinterfragen: Macht das, was wir machen eigentlich Sinn?  
 Die  WasserManufaktur  aus Frankfurt (Oder) möchte dazu das Ergebnis einer Befragung darstellen und zum Nachdenken anregen. Es wurden mehrere Monate Menschen in einem Bioladen in Berlin befragt: Warum trinken Sie Mineralwasser?  
  Hier die 4 häufigsten Antworten:    
 
 Das haben meine Eltern schon gemacht und seitdem mache ich das auch so. 
 Ich trinke gern Kohlensäure. Das löscht den Durst. 
 Da sind Mineralien drin, die sind gut für mich und ich achte auf meine Ernährung. 
 Leitungswasser schmeckt mir nicht und da weiß ich nicht genau was noch drin ist. 
 
 Finden Sie sich in der einen oder anderen Antwort wieder? Das kann man gut verstehen, denn alle Antworten klingen gut begründet. Nun hat der moderne Mensch einen großen Anspruch auf Selbstständigkeit und kann vieles ganz leicht im Internet recherchieren. Das ist ein großer Vorteil zu der Zeit, in der unsere Eltern aufgewachsen sind. Außerdem macht es durchaus Spaß auch mal etwas Neues zu probieren, das sich am Ende vielleicht sogar als zeitgemäßer und sinnvoller erweist als das Gewohnte. Ein gutes Beispiel: Mittlerweile benutzen die meisten Eltern und deren Eltern ein Handy. Auch sehr zeitgemäß.  
 In den  WasserManufakturen  kann man sich Wasser zum Trinken selbst zapfen. Mit dem eigenen Behälter. Das spart Energie, Müll und Mehrwegflaschen!  
 Wie eine Pre-Paid Karte für ein Handy kann man sich auf der Webseite   www.wassermanufaktur.de   eine WasserCard bestellen und diese immer wieder mit WasserGuthaben online aufladen. Dabei gibt es verschiedene WasserGuthaben zur Auswahl. Man kann weniger pro Liter Wasser bezahlen und sich auf eine Laufzeit festlegen oder sich einer Gruppe anschließen und ordentlich sparen. Oder man lässt sich ein Jahr Zeit, um eine einzige Flasche voll zu zapfen – auch möglich.  
 Das Wasser zum selbst zapfen ist mehrfach gefiltert und wird danach wohlschmeckend aufbereitet. Es ist nicht mit Kohlensäure versetzt. Diese hat im Prinzip keinen Mehrwert und gaukelt dem Körper eher vor, dass man keinen Durst mehr hat. Wer sich dennoch hin und wieder sein „Prickeln“ verschaffen oder sich nur langsam umgewöhnen möchte, kann auf einen sogenannten Trinkwassersprudler für zu Hause zurückgreifen und sich sein Wasser damit versetzen.  
 Mineralien sind in einem sehr reinen Wasser nur sehr wenige. Nun nehmen die meisten Menschen den Großteil ihrer Mineralien über feste Nahrung zu sich. Deshalb ist es sinnvoll ein gutes Wasser zu trinken, in dem sich die Nährstoffe gut lösen und in die Zellen transportiert werden können. Diejenigen, die bereits gelöste und als Nahrungsergänzung passende Mineralien über das Wasser zu sich nehmen möchten, können gern im Online-Shop der  WasserManufaktur  nach dem ergiebigen Flüssig-Mineralmix schauen. Übrigens haben Untersuchungen der Stiftung Warentest in 2017 gezeigt, dass in Mineralwässern teilweise weniger Mineralien sind als im Leitungswasser. Ganz zu schweigen von der Qualität und der Bioverfügbarkeit der einzelnen Mineralstoffe.     
 Besser als Leitungswasser schmeckt das Wasser zum selbst zapfen in der  WasserManufaktur  allemal. Insbesondere dann, wenn die Leitungsrohre sehr alt sind oder zusätzlich gechlort werden muss.&amp;nbsp;&amp;nbsp;  
  Da Geschmack eben Geschmackssache ist, hier ein Vorschlag für Sie, vollkommen gratis:   
 Wenn Sie einen Kasten mit leeren Pfandflaschen für Mineralwasser zu Hause oder im Auto haben, füllen Sie sich diesen doch einfach in der  WasserManufaktur  gratis auf. Mit der WasserCard 007 können Sie 25 Liter eine ganze Woche lang  gratis  zapfen. Finden Sie selbst heraus, ob Sie den Unterschied schmecken und ersparen Sie der Umwelt ganz nebenbei den Verwertungszyklus eines Wasserkastens. Den können Sie danach immer noch wegbringen, haben nichts verloren und nichts verpasst … oder Sie machen etwas Neues, Zeitgemäßes und machen den einfach nochmal voll! Das Angebot gilt natürlich auch für alle anderen Flaschen, die Sie mit frischem Wasser auffüllen wollen. Spart Geld, spart Müll, löscht auch den Durst!  
 Und weil das Thema für viele Menschen komplett neu ist und man sich lange Zeit keine Gedanken über aktuelle und zukünftige Probleme der Wasserversorgung gemacht hat, bieten wir   regelmäßige Vorträge   rund um das Thema an.  
 Zum einen werden toxikologische und mikrobiologische Probleme im Wasser erläutert und diskutiert, aber auch ernährungsphysiologische Fragestellungen&amp;nbsp; besprochen. Wie sollte denn ein gutes Wasser beschaffen sein?  
 Zum anderen werden auch Umweltprobleme und neue Lösungsansätze aufgezeigt. Die Vorträge sind kostenfrei. 
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                            <updated>2019-01-04T09:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser</title>
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                 Neben Umweltschadstoffen, die noch aus der Zeit des Altertums stammen, darunter Schwermetalle (Galvanik), Gerbstoffe (Chromat) und Gifte (Arsenik) wirken heute neue Schadstoffgruppen wie PFC und NSO-Heterozyklen äußerst subtil verändernd auf unsere Umwelt. [1]  Doch welche weitreichenden Einflüsse auf unsere Gesundheit haben per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Wasser? 
  Was sind PFCs?  
 PFC steht für  p er- und  p olyfluorierte  C hemikalien, die ebenfalls als: 
 
  PFAS  (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) 
 oder  PFT  (perfluorierte Tenside) 
 
 bekannt sind. 
 Bei PFCs handelt es sich um industriell gefertigte Verbindungen, die eine hohe thermische und chemische Stabilität aufweisen und keinen natürlichen Ursprung haben. Sie kommen in der modernen Industrie zum Einsatz und sind beliebt, da sie wasser-, fett-, sowie schmutzabweisend sind. PFC werden nicht nur in Kleidung oder Baustoffen, sondern auch in Pappbechern und Pizzakartons sowie vielen weiteren Produkten des täglichen Lebens verarbeitet. 
 Besorgniserregende Erkenntnisse zum PFC Problem in der Wasserversorgung in Deutschland 
 Bei Herstellung, Gebrauch sowie bei Entsorgung werden die PFCs freigesetzt. Bei der Behandlung in den Kläranlagen entstehen noch mehr dieser Stoffe, die anschließend ungehindert in Flüsse und Meere geleitet werden sowie als Klärschlamm-Dünger weltweilt in das Grundwasser gelangen. Studien zeigen, dass PFCs aufgrund Ihrer Langzeitbelastung eine hohe toxische Wirkung auf Menschen und Tiere haben. Dabei ist der Abbauprozess enorm langsam, da PFC von der Natur nahezu überhaupt nicht abgebaut werden kann. PFC steht im Verdacht krebserregend sowie fortpflanzungsgefährdend zu sein.  [2]  Was vielen Deutschen nicht bekannt ist, diese Erkenntnisse bestätigte der Deutsche Bundestag bereits 2015 in einer Antwort auf eine Anfrage Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.  [3]  Jedoch ohne Konsequenzen, wie u. a. ein Fachbeitrag im Ärzteblatt zeigt. Demzufolge beispielsweise 2018 die Auswertungen von Blutproben durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen, deutlich erhöhte Blutwerte durch mit möglicherweise krebserregenden Chemikalien verunreinigtes Trinkwasser im Bezirk Altötting ergaben. Getestet wurden die Werte von Perfluoroctansäure (PFOA) die zu den industriell gefertigten per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS)zählen, die bei den Probanden bei 20 Mikrogramm je Liter Blut lagen. Diese Ergebnisse wurden jedoch durch das LGL als „nicht schädlich für die Gesundheit“ eingestuft. Und das, obwohl das LGL ebenfalls angibt, dass das PFOA im Organismus nicht abgebaut wird und erst nach 3 Jahren über die Niere ausgeschieden werden kann. [4]  
 Allein in Bayern wurden in 34 Regionen per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in Grund- und Trinkwasser nachgewiesen, teilweise in besorgniserregend hoher Konzentration. Die Menschen machen sich vor Ort nicht grundlos sorgen und fragen sich, wie gefährlich diese Stoffe wirklich si  uelle: Bayrischer Rundfunk, kontrovers: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in Grund- und Trinkwasser in Bayern   
 &amp;nbsp; Alarmierende Fakten zu PFC aus einer amerikanischen Studie   
 2016 berichtete eine Studie in den USA über alarmierende Ergebnisse. Sie untersuchte in Ohio die Kontaminierung von Trinkwasser mit Perfluoroctansäure durch eine dort ansässige Fabrik und ermittelte Krankheiten, deren Ursachen wahrscheinlich mit dieser Exposition in Zusammenhang stehen, darunter Nieren-, Hodenkrebs, die chronische Darmerkrankung „Colitis Ulcerosa“, sowie Erkrankungen der Schilddrüse, Bluthochdruck in der Schwangerschaft und ein besonders erhöhter Cholesterinspiegel.  [5]  Trotz dieer Studienergebnisse mangelt es weltweit weiter an konsequenten Untersuchungen des Trinkwassers. Die Unsicherheit und Sorge der Bevölkerung bleibt … 
    
   
 
  [1]  LGA Bericht: &quot;Schadstoff-Alarm! PFC und NSO gefährden Gewässer!, https://www.lga-geo.de/images/Infomaterial/PFC-NSO_schadstoffe.pdf, 2018 
 
 
  [2]  Definition Umweltbundesamt Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)- https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/stoffgruppen/per-polyfluorierte-chemikalien-pfc#textpart-1 
 
 
  [3]  Deutscher Bundestag: Per- und polyfluorierte Chemikalien in der Umwelt 2015, http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/059/1805905.pdf 
 
 
  [4]  Ärzteblatt: Trinkwasser belastet: Blutwerte erhöht, Behörde sieht kein Gesundheitsrisiko, 2018, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96403/Trinkwasser-belastet-Blutwerte-erhoeht-Behoerde-sieht-kein-Gesundheitsrisiko 
 
 
  [5]  Study: Public water supply is unsafe for millions of Americans https://edition.cnn.com/2016/08/09/health/contaminated-water/index.html, 2016 
 
 
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