Mineralwasser-Test 2019: Mineralwasser mit Uran, Arsen, Pestiziden und Mikroplastik belastet

Eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigt, dass gerade Markenwasser nicht nur häufig deutlich weniger Mineralstoffe enthalten, als Leitungswasser, sondern das insbesondere Verunreinigen, Keime und ein hoher Anteil an kritischen Substanzen ein Umdenken erfordern.[1] Nicht berücksichtigt wurde im Test der Anteil an Mikroplastik im Mineralwasser. Allerdings ist hier unter anderem eine Studie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe alarmierend.

Mineralwasser mit Schwermetallen und  Pestiziden belastet

Öko-Test untersuchte 53 Wassermarken darunter Gerolsteiner und Apollinaris sowie Wässer von Discountern und Supermärkten wie Lidl oder Rewe. Stiftung Warentest stellte 32 stille Mineralwässer auf den Prüfstand, darunter unter anderem  Adelholzener, Evian, Volvic sowie diverse Wasser aus Discounter und Supermarkt.

Im aktuellen Test von Stiftung Warentest schnitten die stillen Mineralwässer insgesamt schlechter ab. Dabei fiel die Hälfte durch. Eine Ursache: Stilles Wasser ist besonders anfällig für Keime, da keine Kohlensäure zugeführt wird. Insbesondere Discounter-Wasser schnitten gut ab. Markenwasser wie Volvic und Evian hingegen erhielten nur ein „befriedigend“. Zwei Bio Wässer waren sogar „mangelhaft“.[2]

Insgesamt ist die Bilanz der Untersuchung niederschmetternd. Der folgende Überblick zeigt eine Zusammenfassung der Testergebnisse.

  • „Es wurden problematische Inhaltsstoffe gefunden, darunter die Schwermetalle Uran und Arsen. Uran kann sich im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen, Arsen gilt als krebserregend.
  • 11 Mineralwasser enthielten Abbauprodukte von Pestiziden
  • Discounter-Produkte schneiden häufig besser ab als Makenprodukte – bei den Inhaltsstoffen. Sie schnitten bei der „ursprünglichen Reinheit“ mit „sehr gut“ ab, darunter Mineralwässer von Rewe, Penny, Lidl oder Aldi für etwa 13 Cent pro Liter.
  • Testsieger war unter anderem der Gerolsteiner Sprudel. Er konnte bei der Verpackung (Glas-Mehrweg), bei den Inhaltsstoffen und der ursprünglichen Reinheit punkten.
  • Vorsicht vor Apollinaris: Nur ein Mineralwasser fiel durch: Ausgerechnet im beliebten Tafelwasser Apollinaris Classic fand Öko-Test mehr Bor, als für Trinkwasser erlaubt ist, und einen erhöhten Arsenwert!“[3]


Insbesondere im europäischen Raum hat Mineralwasser den Ruf, dank seines Gehalts an Mineralstoffen besonders gesund zu sein. Auch in Deutschland ist Mineralwasser sehr beliebt. Allerdings weist die WHO (World Health Organisation) darauf hin, dass Mineralstoffe im Mineralwasser nicht den Effekt besitzen, den viele Verbraucher vermuten. Mehr darüber in unserem Blog lesen: Brauchen wir Mineralwasser für einen ausgeglichenen Mineralhaushalt?

Schon gewusst? Leitungswasser ist zwar grundsätzlich billiger, jedoch auch nicht unbedenklich. Mehr dazu lesen in unserem Blogbeitrag: Schadstoffe im Leitungswasser?

Doch gefunden wurden auch in diesen Testreihen nur die Stoffe nach denen auch tatsächlich gesucht wurde. Wir von der WasserManufaktur empfehlen auch nach vielen weiteren gesundheitlich bedenklichen Stoffen wie z.B. Mikroplastik, Weichmachern, usw. intensiv zu suchen!
Mehr über das Thema: Mikroplastik in Plastikflaschen in unserem Blog erfahren.

Stiftung Warentest hat Leitungswasser wieder fast überall in Deutschland mit gut beurteilt. Jedoch wurden in den Labortests die Proben "nur" auf 126 Stoffen untersucht (in der Trinkwasserverordnung werden nur nach ca. 40 Stoffen gesucht). Die Welt der Analytik ist jedoch wesentlich komplizierter geworden! Um wirklich sicher zu gehen, müssten die Wasserproben nach vielen tausenden Stoffen, aber auch Metabolite und Transformationsprodukte speziell untersucht werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel: Neuartige und teilweise noch unbekannte Spurenstoffe im Wasser.

„… Viele der Stoffe wurden in der Vergangenheit auch deshalb nicht gefunden, weil eben nicht explizit danach gesucht wurde. Das Wissen über die Wirkung dieser Stoffe ist zum Teil nur sehr gering. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielzahl wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, für alle Stoffe alle notwendigen Daten für eine Risikoabschätzung zu erheben. …“
Prof. Dr. Klaus Kümmerer (Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie)

Mineralwasser mit Mikroplastik verunreinigt

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe untersuchte Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika darunter wurde auch eine Methode entwickelt, um Mikroplastik in Mineralwasser zu bestimmen. Im Rahmen einer Studie wurden 38 Mineralwässer in Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen, in Glasflaschen und in Getränkepackungen in Deutschland untersucht.

Erschreckendes Ergebnis: Mikroplastik wurde in jeder Art von Wasser gefunden, fast 80 % sind zwischen 5 und 20 μm groß.[4]

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bestätigt: „Es wurden Mineralwässer aus 22 verschiedenen Mehrwegflaschen und Einwegflaschen aus PET untersucht, 3 Getränkekartons und 9 verschiedenen Glasflaschen. Dabei wurde in allen Verpackungsarten Mikroplastik im kleinen (50-500 µm) und sehr kleinen (1-50 µm) Größenbereich gefunden. Ca. 80 % aller identifizierten Partikel gehörten dem kleinsten untersuchten Größenbereich von 5-20 µm an (siehe Abb. 1 rechts). Dieser Größenbereich kann bisher nur mit der hier verwendeten Raman-Mikrospektroskopie abgedeckt werden." [5]

Die mehrstufigen Wasserfiltersysteme der WasserManufaktur filtern Mikroplastik raus und reduzieren durch die Wiederbenutzung der Behälter den Plastikverbrauch auf ein Minimum. Mit unserer Alternative zu Flaschenwasser könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Plastikflaschen für Mineralwasser eingespart werden.

Die folgende Grafik veranschaulicht die durchschnittlichen Mikroplastikgehalte in allen 4 untersuchten Mineralwasserverpackungen. Für Überraschung sorgte der hohe Mikroplastik Anteil einiger Glasflaschen, wobei innerhalb der einzelnen Flaschen zum Teil starke Unterschiede festgestellt wurden:

Abbildung 1:  Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe, Untersuchung von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika, https://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S0043135417309272-fx1_lrg.jpg, 2018

Fazit: Hält man sich den Werdegang vom Flaschenwasser vor Augen, ist klar: Flaschenwasser ist ökologisch nicht vertretbar. So stellen schon allein die anfallende Energie und das Material für die Herstellung und den Transport einen ökologischen Irrsinn dar. Würden WasserTrinker auf Alternativen zu Flaschenwasser zugreifen, könnten damit allein in Deutschland jährlich mehr als 16 Mrd. Flaschen eingespart werden!

 



[1] Vgl: Utopia: „Mineralwasser-Test 2019: Uran, Arsen und Pestizide in Markenwasser“, https://utopia.de/mineralwasser-test-stiftung-warentest-kohlensaeure-55853, Stand 2019

[2] Vgl. Utopia, „Stilles Mineralwasser bei Stiftung Warentest: Jedes zweite Wasser fällt durch“, https://utopia.de/mineralwasser-bei-stiftung-warentest-jedes-zweite-wasser-faellt-durch-144968/, Stand Juni 2019

[3] Utopia: „Mineralwasser bei Öko-Test: Apollinaris mit bedenklichen Inhaltsstoffen“, https://utopia.de/oeko-test-mineralwasser-144921/, Juni 2019

[4] Vgl. Darena Schymanski, Christophe Goldbeck, Hans-Ulrich Humpf: "Analysis of microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: Release of plastic particles from different packaging into mineral water", https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0043135417309272, Stand 2019

[5] CVUA-MEL: "Untersuchung von Mikroplastik in Lebensmitteln und Kosmetika", https://www.cvua-mel.de/index.php/aktuell/138-untersuchung-von-mikroplastik-in-lebensmitteln-und-kosmetika, Stand 2018

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