Trinkwasser mit Nitrat belastet?

Wie schädlich ist Nitrat für unsere Gesundheit?

Gerade für Schwangere und kleine Kinder kann die Überschreitung der Grenzwerte für Nitrat laut EU-Kommission schwerwiegende Gesundheitsfolgen haben. Dabei liegt das Problem nicht am Nitrat selbst: Im Magen wird Nitrat  zu Nitrit umgewandelt, das gerade bei Kleinkindern zu einer Sauerstoffunterversorgung im Blut führen kann. Krankheitsbilder sind unter anderem die Blausucht (Zyanose) bis hin zum totalen Ausfall des zentralen Nervensystems.

Auch das Zentrum für Krebsforschung schlägt Alarm, denn im Darm verbindet sich Nitrat mit Eiweißen aus der Nahrung zu sogenannten Nitrosaminen, die in Verdacht stehen, die Entstehung von Krebs zu begünstigen. Für eine Reduktion des Nitrats im Trinkwasser spricht sich auch das Bundesinstitut für Risikobewertung aus. Grundlage hierfür ist, dass sich im Rahmen von Tierversuchen diverse N-Nitrosoverbindungen als krebserregend gezeigt haben, die sich im Körper aus vorhandenen und über die Nahrung aufgenommenen Amiden bilden. Eine Reduktion der Aufnahme von Nitrat ist aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung unerlässlich. 

Verstöße gegen die EU-Nitrat-Richtlinien

Der hohe Nitratgehalt in Deutschlands Grundwasser ist ein ernstzunehmendes Problem, das kürzlich auch in einem gemeinsamen Bericht der Bundesministerien für Umwelt und Naturschutz diskutiert wurde. Demnach sind bei gut einem Viertel aller Messstellen die Nitrat-Werte deutlich überschritten worden. BMUB-Nitratberichte
Bereits im November vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission die Bundesrepublik wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie verklagt. Hauptursachen der hohen Nitratbelastung finden sich in der Landwirtschaft und der Massentierhaltung sowie der damit verbundenen Gülle, die im Übermaß entsteht und auf die Äcker verteilt wird. Für das Wachstum von Pflanzen ist Nitrat zwar wichtig, aber in Deutschland sind die Felder stark überdüngt. Ein weiteres Paradoxon: Holland exportiert Gülle nach Deutschland – obwohl Deutschland bereits selbst nicht mehr weiß, wohin mit dem Überschuss.

Wird das Nitrat-Problem endlich angegangen?

Bislang ist keine Lösung ist in Sicht. Die deutsche Bundesregierung hat das Problem über Jahre hinweg ignoriert. Deutlich wird das unter anderem in der EU-Kommissionsklage, in der sich alle Staaten der EU verpflichtet haben, die Qualität des Trinkwassers europaweit zu verbessern und Nitratverunreinigungen zu verhindern. Allerdings hat Deutschland die vereinbarten Bestimmungen in den letzten Jahren nicht eingehalten. Einen Hoffnungsschimmer ist die Neuerung der Düngeverordnung in Deutschland, doch sinnvolle Maßnahmen werden durch verschiedene Lobbyisten und Interessensverbände blockiert. Wasserbetriebe stehen indes vor der immer schwieriger werdenden Aufgabe, das belastete Wasser mit reinem Quellwasser zu verdünnen. Alternativ können sie auf eine aufwendige und kostenintensive technische Aufbereitung zurückgreifen. Wasserversorger warnen allerdings, dass schon bald nicht mehr ausreichend schadstoffarmes Grundwasser zur Verfügung stehen wird.

Wie hoch ist der Nitratgehalt in meinem Trinkwasser?

Alle Verbraucher haben die Möglichkeit, sich beim zuständigen Gesundheitsamt oder dem Wasserversorger über den Nitratgehalt ihres Trinkwassers zu informieren. Nach deutscher Trinkwasserverordnung muss dieser aktuelle Informationen mit entsprechenden Wasser-Analysewerten bereithalten.

Wie schütze ich mich vor Nitrat in meinem Trinkwasser?

Zuverlässigen Schutz zu Hause und im Unternehmen bietet ein Wasserfilter. Möglich wird die Filterung durch einen hochwertigen Umkehrosmosefilter, welcher unter anderem Nitrate herausfiltert. Daneben werden aber auch Arzneimittelrückstände, Röntgenkontrastmittel, Pestizide, Herbizide, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle und andere schädliche Stoffe entfernt. Haben Sie weitere Fragen rund um das Thema Nitrat und die gesunde Filterung von Trinkwasser? Wir bieten Ihnen eine telefonische Unterstützung und Beratung unter: 0335 - 665 91 999.

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